Cover-Bild Blindgang
14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Droemer Taschenbuch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 464
  • Ersterscheinung: 02.11.2016
  • ISBN: 9783426305676
Jørn Lier Horst

Blindgang

Ein Wisting-Roman
Andreas Brunstermann (Übersetzer)

Ein Ermittler-Roman der Extraklasse von Norwegens preisgekröntem Krimi-Autor Jørn Lier Horst.

In dem Hafenstädtchen Stavern im Süden Norwegens verschwindet ein Taxifahrer. Sechs Monate später gibt es eine erste Spur, der Verdächtige besitzt einen kleinen Bauernhof in der Nähe. In seinem zehnten Fall stößt Kommissar William Wisting dort auf das blutbefleckte Taxi des Verschwundenen und auf ein umfangreiches Drogendepot. Zur gleichen Zeit wird im Keller eines alten Hauses zufällig ein Tresor gefunden, in dem sich eine große Geldsumme sowie ein Revolver befinden. Mit dieser Waffe wurde in der Neujahrsnacht eine Studentin erschossen. Zunächst kann Wisting keinen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen erkennen. Doch als er mit seinen Ermittlungen ungewollt seine hochschwangere Tochter Line in Lebensgefahr bringt, ändert sich alles ...

"Ganz oben bei den besten Krimi-Autoren aus dem Norden." The Times

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.08.2017

Wisting

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Der Polizeichef ist langsam ungehalten, schon vor einem halben Jahr ist ein Taxifahrer spurlos verschwunden und noch immer fehlt eine wirkliche Spur. Doch nun meldet sich Suzanne, Kommissar William Wistings ...

Der Polizeichef ist langsam ungehalten, schon vor einem halben Jahr ist ein Taxifahrer spurlos verschwunden und noch immer fehlt eine wirkliche Spur. Doch nun meldet sich Suzanne, Kommissar William Wistings ehemalige Freundin, und berichtet, in ihrem Lokal sei ein Gast aufgetaucht, der beim Lesen eines Zeitungsartikels vor sich hingemurmelt habe, er wisse wo das Auto ist. Wisting befragt den Mann und so wird endlich das lange vermisste Taxi gefunden. Letztlich ein Fortschritt, aber immer noch keine heiße Spur. Derweil trifft Wistings schwangere Tochter Line eine Schulfreundin wieder, die mit ihrer kleinen Tochter in das Haus des verstorbenen Großvaters eingezogen ist.

Ein schwieriger Fall für William Wisting, der sich manchmal fragt, ob er sich nicht viel lieber auf seine Rolle als künftiger Großvater vorbereiten würde. Natürlich kann er das Ermitteln nicht lassen. Und mit untrüglichem Spürsinn entdeckt er erstmal einige Sackgassen und macht die Erfahrung, dass nicht jeder Kollege so intensiv an seinen Fällen arbeitet wie man es sich allgemein wünschen würde. Eher ungewollt bringt ihn Line auf eine weitere Fährte, sie überreicht ihm einen alten Revolver zur Vernichtung und bei der Untersuchung dieser Waffe, stellt sich heraus, dass sie für einen Mord benutzt wurde.

Verwickelt und doch klug verknüpft sind hier mehrere Handlungsstränge. Was zunächst Fragen nach dem wieso und weshalb aufwirft, wird packend erläutert und überraschend gelöst. Vielleicht kommt die sympathische Line etwas zu kurz. Aber in der Kürze liegt auch manchmal die Würze und sie kann ihrem Vater in entscheidenden Momenten beistehen. Wisting ist nicht mehr von seinem Weg abzubringen, wenn er erstmal Lunte gerochen hat. Akribisch geht er jedem noch so kleinen Hinweis nach. Gefesselt verfolgt man, wie langsam das Bild eines Falles entsteht, den man so in keiner Weise erwartet hätte. In vielen Momenten kann man eintauchen in einen norwegischen Sommer voller Rätsel. In diesem zweiten hier veröffentlichten Fall entpuppt sich Kommissar Wisting wieder als Garant sehr guter Unterhaltung.