Cover-Bild Mein Leben als Sonntagskind

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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: HarperCollins
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 608
  • Ersterscheinung: 01.05.2019
  • ISBN: 9783959673198
Judith Visser

Mein Leben als Sonntagskind

»Eine ganz besonders mitreißende Geschichte. Judith Visser weiß genau, wie man den Leser verlockt und seine Neugier entfacht.« Hebban

Jasmijn ist ein ganz normales junges Mädchen. Kontaktfreudig und bei allen Mitschülern beliebt. Ein Sonntagskind, dem die Welt offensteht. Doch es gibt einen Haken: So ist sie nur in ihrem Tagebuch. Denn die wahre Jasmijn ist anders. Sie redet nicht. Nur mit ihrer Hündin Senta. Und mit Elvis Presley, mit dessen Postern sie ihr Zimmer tapeziert hat. Denn beide antworten nicht, und das ist gut. Dann muss Jasmijn sich nicht fragen, was gemeint ist. Oder überlegen, was sie antworten soll. Wie schaffen es andere Menschen bloß, dass sie immer wissen, wie sie sich verhalten sollen? Mit Senta und Elvis an ihrer Seite macht sich Jasmijn auf, dieses Geheimnis zu ergründen und ihr Glück zu finden.

Der Bestseller aus den Niederlanden: ein berührender Roman über das Erwachsenwerden mit Autismus

»Judith Visser trifft den Leser direkt ins Herz.« Noordhollands Dagblad

»In klarer, schnörkelloser Sprache gibt Visser Einblicke in eine autistische Welt, die so anders ist und verwirrend parallel existiert.« Neue Presse

 

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 48 Regalen.
  • 1 Mitglied liest dieses Buch aktuell.
  • 26 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.
  • Dieser Titel ist das Lieblingsbuch von 2 Mitgliedern.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.10.2019

Anders sein

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An einem Sonntag im Jahr 1978 wird Jasmijn Vink geboren. Ein fröhliches und kontaktfreudiges Kind ist sie jedoch nur in ihrem Tagebuch. Die Welt um sie herum verstört sie, die tobenden Kinder in der Schule, ...

An einem Sonntag im Jahr 1978 wird Jasmijn Vink geboren. Ein fröhliches und kontaktfreudiges Kind ist sie jedoch nur in ihrem Tagebuch. Die Welt um sie herum verstört sie, die tobenden Kinder in der Schule, die Witze, die sie nicht versteht. Sie ist eine Außenseiterin, anders als die anderen und sie weiß nicht warum. Ihre Hündin Senta ist die einzige, die sie versteht. Als sie ihren Führerschein machen will und mit jeder Situation auf der Straße überfordert ist, geht sie erstmals zu einem Arzt. Mit Mitte 20 erfährt sie, das sie das Asperger hat, eine Form von Autismus.
Aus der Sicht einer jungen Frau erleben wir die Kindheit und Jugend mit Asperger-Syndrom, eine packende Geschichte über das Anders sein und nicht wissen, warum.

Veröffentlicht am 27.09.2019

Ein Buch das ins Herz geht - und da bleibt

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Jasmijn ist ein Mädchen, die es schon in der Vorschule schwer hat. Sie kann schon recht früh lesen und interessiert sich eher für die Dinge, die im Kindesalter nicht unbedingt üblich sind. Während ihre ...

Jasmijn ist ein Mädchen, die es schon in der Vorschule schwer hat. Sie kann schon recht früh lesen und interessiert sich eher für die Dinge, die im Kindesalter nicht unbedingt üblich sind. Während ihre Klassenkameraden mit einander spielen, sitzt sie lieber in der Ecke und liest. Doch obwohl sie ein schlaues Kind ist, geht sie auf Abstand zu fremden Leuten, vor allem zu Erwachsenen. Sie spricht nicht mit ihnen, sondern versucht mit ihnen nur durch Gestik zu kommunizieren. Dieses "Problem" zieht sich natürlich über die Jahre. Sie sucht nicht unbedingt den Kontakt zu anderen Menschen. Jasmijn liebt ihren Hund Senta über alles und würde sie am liebsten überall mit hinnehmen. Mit ihr ist sie eine "andere Jasmijn". Nicht das "komische" Mädchen, sondern ein ganz normales, die sich Dinge traut und Freunde hat.



Vertrauen aufzubauen und andere Leute zu verstehen, was sie meinen, ist schwierig. Zu Senta hat sie Vertrauen, und zu Elvis Presley. Zu ihm spricht sie, ihm vertraut sie. Wie Senta, stellt auch er keine Fragen und ist einfach da.



Im Buch werden im Schnitt 15 Jahren ihres Lebens erzählt. Angefangen in der Vorschule, mit ca. 4 Jahren bis hin zu ihrem 18./19. Lebensjahr. Es wird viel wiederholt und auch ausführlich erzählt. Doch genau das finde ich, brauchte das Buch. Man merkt von Anfang an das Jasmijn einfach anders ist als die anderen Kinder. Vielleicht wirken die 600 Seiten abschreckend. Doch die Geschichte geht einfach ins Herz und bleibt da. Das "Mein Leben als Sonntagskind" ein autobiografischer Roman ist merkt man. Es ist ehrlich und authentisch. Man merkt einfach, dass es eine wahre Geschichte ist. Die Autorin schenkt uns einen Blick in ihre Welt. In die Welt einer Person mit dem Asperger Syndrom. Dieses Welt ist vielleicht etwas anders, aber wenn man sich damit beschäftigt dennoch verständlich.



"Mein Leben als Sonntagskind" hat mich berührt und beschäftigt. Ich habe eine Achterbahn der Gefühle erlebt. Es gab Passagen die einfach unendlich süß waren, man hat mitgehofft das gewisse Dinge einfach

funktionieren und auch an Stellen mitgeweint.

Fazit

Eine Geschichte die einfach ins Herz geht.

5 von 5 Büchern

Veröffentlicht am 29.07.2019

Ein Buch mitten ins Herz

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Dieses Buch trifft einen einfach mitten ins Herz, ein bezauberndes Cover, ein Klappentext der einen nicht loslässt und dann muss man dieses wundervolle Buch einfach lesen.

Zum Inhalt:

Jasmijn ein junges ...

Dieses Buch trifft einen einfach mitten ins Herz, ein bezauberndes Cover, ein Klappentext der einen nicht loslässt und dann muss man dieses wundervolle Buch einfach lesen.

Zum Inhalt:

Jasmijn ein junges Mädchen, dass ihr Leben als Autistin meistern muss, erzählt ihre Geschichte aus ihrer Sicht. In ihrem Tagebuch ist sie normal, beliebt und hat viele Freunde. Im wahren Leben sieht das jedoch anders aus.... sie spricht mit niemandem. Mit Senta, ihrer Hündin und Elvis Presley, der auf Postern an ihren Zimmerwänden hängt, macht sie sich auf die Suche nach dem Glück im Leben.

Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite total gefesselt, der Schreibstil ist direkt und flüssig und mir gefiel, dass die Geschichte aus Sicht von Jasmijn erzählt ist. Das Thema Autismus fand ich interessant und der Autorin ist es wunderbar gelungen dem Leser, eine wunderbare Geschichte rund um diese Behinderung näher zu bringen. Ein Buch was in Erinnerung bleibt, was ich kaum weglegen konnte und was ich ganz bestimmt jedem empfehlen kann.

Veröffentlicht am 29.07.2019

So wundervoll!

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"Mein Leben als Sonntagskind" ist einer dieser Wälzer, bei denen man gar nicht merkt, wie die Seiten verfliegen, und sich am Ende wünscht, das Buch hätte noch ein paar hundert Seiten mehr. Der ...

"Mein Leben als Sonntagskind" ist einer dieser Wälzer, bei denen man gar nicht merkt, wie die Seiten verfliegen, und sich am Ende wünscht, das Buch hätte noch ein paar hundert Seiten mehr. Der Leser begleitet die Protagonistin und Ich-Erzählerin Jasmijn durch ihre Kindheit und Jugend und sieht dabei die Welt durch ihre Augen. Und die scheint voller Probleme zu sein, die bereits in der Vorschule damit beginnen, dass Jasmijn mit fremden Kindern spielen soll, mit einer fremden Frau reden muss. Oft weiß sie sich dann nicht anders zu helfen, als davonzulaufen, und versteht nicht, warum ihre Eltern dann böse werden. Was Jasmijn glücklich macht, sind Tage am Strand, ihre Hünding Senta und Musik. Besonders die von Elvis. Und so vergehen die Jahre, in denen Jasmijn vor allem mit den zwischenmenschlichen Beziehungen hadert, da niemand sie zu verstehen scheint und sie genauso wenig versteht, was alle anderen von ihr wollen. Bis sie Elliot kennenlernt. Zwischen ihnen entwickelt sich eine ganz besondere Art von Beziehung und dabei macht Jasmijn es Elliot nicht immer leicht.

Jasmijn wächst in den 80er und 90er Jahren auf, als noch nicht viel über die Krankheit Autismus bekannt war. Sie muss selbst lernen, zu verstehen, warum sie die Welt anders sieht als andere Menschen. Warum sie Panik bekommt, wenn es zu laut um sie herum ist, oder warum Gespräche mit anderen sie so sehr erschöpfen, dass sie Migräneanfälle bekommt. Besonders faszinierend finde ich, dass die Autorin selbst erst im Erwachsenenalter erfahren hat, dass sie das Asperger-Syndrom hat. Umso wundervoller gelingt es ihr, die Gefühlswelt ihrer Ich-Erzählerin zu beschreiben.

Den Schreibstil empfand ich als ungemein fesselnd und lebendig, auch wenn er sehr geradlinig und direkt ist. Aber damit passt er nur umso besser zur Ich-Erzählerin und ich finde es sehr authentisch, wie die Autorin ihre Protagonistin zu Wort kommen lässt. Es entsteht ein sehr starker Sog und die Seiten fliegen nur so dahin. Für mich war es überaus spannend, in die Gedankenwelt der Ich-Erzählerin abzutauchen und die Welt durch ihre Augen zu sehen.

Veröffentlicht am 21.07.2019

Spannende Reise in die Welt eines Sonntagskinds

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Die kleine Jasmijn ist kein normales Kind – schon in der Vorschule sie ist anders als ihre Mitschüler. Sie kann bereits lesen und sehr intelligent, spricht aber mit Niemandem und meidet den Kontakt mit ...

Die kleine Jasmijn ist kein normales Kind – schon in der Vorschule sie ist anders als ihre Mitschüler. Sie kann bereits lesen und sehr intelligent, spricht aber mit Niemandem und meidet den Kontakt mit allem Unbekannten, da sie nicht weiß, wie sie reagieren soll, und vieles vollkommen falsch einschätzt.
Grelles Licht, ständiger Lärm, unvorhersehbare Situationen oder Berührungen durch Fremde überfordern das Mädchen völlig und lösen bei ihr heftigste Migräneanfälle aus. Am wohlsten fühlt sich Jasmijn, wenn sie sich mit einem Buch in ihr Zimmer zurückziehen, die Musik ihres geliebten Elvis hören und mit ihrer besten Freundin Hündin Senta zusammen sein kann. Nur in ihrem Tagebuch kann sie die beliebte, kontaktfreudige Jasmijn sein, als Sonntagskind unbeschwert den Tag genießen und von einer glücklichen Zukunft träumen…

Der wundervolle Roman „Mein Leben als Sonntagskind“ von der Niederländerin Judith Visser ist ein ganz besonderes Buch mit einem autobiografischen Hintergrund. Hierin erzählt die junge Autorin über das Leben als Asperger-Autistin und nimmt uns mit auf eine außergewöhnlich spannende und lehrreiche Reise in ihre Welt.
Ähnlich wie ihre sympathische Hauptfigur Jasmijn wurde auch die Autorin von ihrem Umfeld als Kind und Jugendliche stets als extrem seltsam wahrgenommen und ausgegrenzt, bis sie dann schließlich erst im Erwachsenenalter mit ihrer Diagnose Asperger-Syndrom, eine spezielle Form von Autismus, eine sehr plausible Erklärung für ihr „Anderssein“ erhielt: „Nicht ich war anders, mein Gehirn war anders.“
Hierdurch erhält ihr berührender Roman große Authentizität und liefert uns sehr eindrückliche Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt der Betroffenen. In der chronologisch geschilderten Geschichte begleiten wir die junge Protagonistin durch die 1980 bis 90gerJahre über eine Zeitspanne von 17 Jahren, erleben Jasmijn als kleines Vorschulkind im Alter von etwa 4 Jahren und begleiten ihre Entwicklung durch die Pubertät bis hin zum frühen Erwachsenenalter.
In vielen einfühlsam geschilderten Episoden haben wir Anteil an Jasmijns Alltag, an ihren ungewöhnlichen Gedanken, Wahrnehmungen und Verhaltensweisen, die ihr das Leben schwer machen. Sehr anschaulich und nachvollziehbar vermittelt die Autorin, wie mit der permanenten Reizüberflutung zu kämpfen, sie sich in die Isolation flüchtet oder unter ihrer verständnislosen und beängstigenden Umwelt zu leiden hat, die sie oft als arrogant und egoistisch abstempelt.
„Alle fanden ich sei ein seltsames Kind, und ich wusste, dass ich durch mein Verhalten alles nur noch schlimmer machte. Manchmal wandte sich die Normale Jasmijn ungeduldig von mir ab. Dabei wollte ich ja so sein wie sie, wirklich, und ich versuchte es auch, aber ich schaffte es einfach nicht. Meine Mutter beließ es dabei bewenden.“
Die sympathische, intelligente Protagonistin, die am glücklichsten alleine mit ihrer Hündin Senta, der Musik von Elvis oder im Kreise ihrer „berechenbaren“ Familie ist, ist mir schnell ans Herz gewachsen, weckte viel Mitgefühl und brachte mich zum Schmunzeln. Es ist sehr rührend ihre Bemühungen mitzuerleben, sich in den normalen Alltag zu integrieren, sich mit dieser für sie so fremden, oft unverständlichen Welt zu arrangieren und sich auch im sozialen Umgang zu üben. Ich habe mich für sie gefreut, dass es Jasmijn zum Ende hin tatsächlich gelungen ist, ein glückliches, zufriedenes und selbstständiges Leben zu führen und Freunde zu finden, die sie und ihre Andersartigkeit akzeptieren.
Der eher schlichte, mitreißende Erzählstil passt hervorragend zur Hauptfigur und lässt sich ausgesprochen angenehm lesen.
Gekonnt weckt die Autorin mit ihrer berührenden, unterhaltsamen Geschichte viel Verständnis für die „Andersartigkeit“ einiger Menschen, zeigt ihre besonderen Talente und Stärken auf und appelliert insgesamt an mehr Toleranz und Verständnis.

MEIN FAZIT
Ein berührender, lehrreicher Roman und eine außergewöhnlich spannende Reise in die Welt von Asperger-Autisten.
Eine klare Leseempfehlung!