Cover-Bild Finsterwald

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9,95
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 496
  • Ersterscheinung: 31.01.2019
  • ISBN: 9783423217484
Judith Winter

Finsterwald

Thriller

Die Tür steht offen. Ich gehe.

Buchstabe für Buchstabe entziffert Kathrin Stiller die Botschaft, die sie auf einem Zettel in ihrem Verlies aus Angst und Einsamkeit gefunden hat. Es ist kalt und es ist immer Nacht. Ihre Lage scheint aussichtslos – aber nun schöpft sie Hoffnung: Also ist sie nicht die Erste, die hierher verschleppt wurde. Es muss schon jemand vor ihr da gewesen sein. Was aber ist dann geschehen? Plötzlich ist sich Kathrin sicher, dass »die andere« nicht mehr am Leben ist. Sie ist durch diese Tür gegangen und gestorben. Drinnen wartet ein langsamer Tod. Draußen wartet noch Schlimmeres ... Ein Serienkiller verewigt sich auf den Körpern seiner Opfer. Können Em und Zhou ihn stoppen? Für die beiden Ermittlerinnen beginnt ein nervenzerfetzender Wettlauf gegen die Zeit.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 13 Regalen.
  • 5 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.06.2019

Ein äußerst gelungener Band dieser smarten Ermittler Reihe

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Endlich ein neuer Band rund um die beiden Ermittlerinnen Emilia Capelli und Mai Zhou.
Meine Freude war immens und ich konnte es kaum erwarten, damit loszulegen.
Dieser Fall hat es ziemlich in sich und ...

Endlich ein neuer Band rund um die beiden Ermittlerinnen Emilia Capelli und Mai Zhou.
Meine Freude war immens und ich konnte es kaum erwarten, damit loszulegen.
Dieser Fall hat es ziemlich in sich und man taucht in einige Abgründe ein, die nicht immer offensichtlich sind.
Sie legen ihre Spuren in die Vergangenheit und reichen bis in die Gegenwart.
Em und Mai haben ordentlich zu kämpfen, doch werden sie auch diesmal den Täter schnappen können?

Judith Winter hat einen sehr leichten und fesselnden Schreibstil, wodurch ich flugs durch war mit der Story.
Von Anfang herrscht eine beklemmende Atmosphäre, die sich bis zum Schluss nicht ganz abschütteln lässt.
Ich kam auch sofort sehr gut hinein ins Geschehen.
Alles war wieder präsent , was diese Reihe ausmacht.
Diesmal ist Em die dominantere der beiden Ermittlerinnen und rückt mehr in den Fokus. Dabei erhält ihr Privatleben sehr viel Raum.
Als Privatmensch hat sie auch an dieser Front ordentlich zu kämpfen und erfährt Dinge, die ihr ganzes Weltbild ins Wanken bringen.
Ich konnte mich wirklich sehr gut in sie hineinversetzen und ihre Zerrissenheit spüren.
Tatsächlich war ich ziemlich schockiert von dem, was sich da auftat.
Auch in beruflicher Hinsicht gerät sie ziemlich unter Druck.
Ein Mörder, dem nicht beizukommen ist.
Der wie ein Phantom , Schatten auf alles wirft und Rätsel aufgibt, die scheinbar nicht zu lösen sind.
Hat es mehr mit der Vergangenheit zutun oder liegt der Schlüssel in der Gegenwart verborgen?
Mich hat dieser Mordfall ordentlich Nerven gekostet. Ich konnte den Täter nie ganz einschätzen, weil er bis zum Schluss im Verborgenen blieb.
Dafür erfahren wir die Perspektive des Opfers. Was es nicht wirklich leichter macht.
Man erfährt jedoch auf dieser Ebene mehr über die Person und erlebt, was sie ertragen muss.
Daneben kann man auch die Ermittlungsarbeit sehr gut verfolgen.
Auflockerung erfährt das Ganze durch die Verbindung zwischen Em und Mai, was mir unheimlich gut gefiel, weil es mich immer wieder zum schmunzeln brachte.
Judith Winter überzeugt auch hier wieder mit einem sehr interessantem Plot, der das Grauen immer intensiver spüren lässt.
Was ist Schein, was ist Sein?
Ein vierter Band der den Vorgängern in nichts nachsteht und verdammt fesselnd und interessant ausgearbeitet ist.
Lediglich im Mittelteil kam es etwas ins stocken. Es ging scheinbar nicht vor und nicht zurück. Der Autorin gelang es jedoch innerhalb kürzer Zeit diese Hürde zu meistern, was den Lesefluss nicht negativ beeinflusst hat.
Durch die Ermittlungsarbeit wirkte es zum einen etwas trocken, aber durch die Sicht des Opfers, ist das Grauen und die Ausweglosigkeit immer präsent und allgegenwärtig. Man hofft und zittert jede Sekunde mit. Greift verzweifelt nach jedem Strohhalm der sich bietet.
Zudem wird klar, wie robust und belastbar der menschliche Körper ist, wenn es um überleben geht.
Doch wie lange lässt sich das aufrechterhalten?
Zerbricht zuerst die Seele oder der Körper.
In diesem Punkt fand ich es vor allem auf der psychologischen Ebene sehr gut ausgearbeitet.
Mir hat dieser Thriller wirklich sehr gut gefallen, weil es immer Stoff zum nachdenken gab.
Es zeigt auf, wie unterschiedlich Macht, sich auswirken kann und das man scheinbar nicht immer eine Wahl hat. Daneben lässt auch das Schicksal des Opfers nicht los und man kämpft einfach nur an ihrer Seite.
Es war zwar an einigen Fronten etwas vorhersehbar, was aber das Gesamtbild nicht getrübt hat.
Die Entwicklung und das Ausmaß an Abgründigkeit und Perfidität wird deutlich spürbar und webt das eigene Schreckensbild.
Man spürt die Verletzlichkeit und Abhängigkeit mehr als deutlich.
Im letzten Teil ging es Schlag auf Schlag und an ausruhen war gar nicht mehr zu denken.
Die Nerven lagen blank und stumm betet und hofft man mit.
Schlussendlich wird es mit einem Ausgang versehen, der nachvollziehbar und gut in Szene gesetzt ist.

Die Autorin punktet mit authentischen Charakteren, die sich wunderbar entfalten können und einer Story die komplex, spannend und bewegend ist.
Die Thematik ist äußerst interessant und facettenreich und fördert die eigene Mitarbeit.

Fazit:
Der vierte Band rund um Emilia Capelli und Mai Zhou hat es ordentlich in sich.
Vergangenheit und Gegenwart.
Dazwischen Blut und Qual.
Ein komplexer und facettenreicher Thriller, der eisige Schauer über den Rücken jagt und dabei einiges an Abgründigkeit und Perfidität mit sich bringt.
Ein äußerst gelungener Band dieser smarten Ermittler Reihe.
Ich bin schon sehr gespannt darauf, welche Abgründe sich im nächsten Band auftun werden.

Veröffentlicht am 26.04.2019

Etwas chaotisch erzählt

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Judith Winter konnte mich mit ihren ersten drei Bänden rund um Em Capelli und Mai Zhou wirklich sehr begeistern, da neben Frauenpower auch wirklich gut durchdachte und düstere Mordserien geboten wurden. ...

Judith Winter konnte mich mit ihren ersten drei Bänden rund um Em Capelli und Mai Zhou wirklich sehr begeistern, da neben Frauenpower auch wirklich gut durchdachte und düstere Mordserien geboten wurden. Auf „Finsterwald“ mussten wir Fans nun verhältnismäßig lange warten, aber nun war es endlich so weit! Hat sich die kreative Pause von Winter gelohnt?

Ich war wirklich schnell wieder in der Welt der Frankfurter Polizeibehörde drin, was mir gezeigt hat, wie sehr ich mich dort wirklich mit den vorangegangen drei Bänden wohlgefühlt habe. Diesmal ist die Ausgangslage nur insofern etwas anders, da Zhou und Em nun wirklich zusammengewachsen sind und als Team agieren, da es nicht mehr um Konkurrenzdenken und Eifersüchteleien geht. Dadurch ergibt sich eine Ausgangslage, die dem Band durchaus einen anderen Ton gibt, aber er gefällt mir, denn es spricht für Entwicklung. Zudem war es auch wirklich nett zu sehen, dass ihre Beziehung inzwischen von Verständnis, Vertrauen und lieb gemeinten Scherzen geprägt ist.

Der Kriminalfall selbst war durchaus mit viel Potenzial erzählt, aber ich habe doch relativ schnell gemerkt, dass mich dort kaum etwas packen kann und das liegt weniger an dem, WAS erzählt wird, sondern mehr an dem, WIE es erzählt wird. Ich habe weder bei den Ermittlungen noch bei den Perspektivwechseln zwischen Em und Zhou einen richtigen roten Faden gesehen. Vieles wirkte zufällig, manchmal schienen Beweise aus dem Nichts zu kommen, so dass ich die Herangehensweise als sehr schlampig empfunden habe. Sehr, sehr schwergetan habe ich mich auch mit Em in diesem Band. Sie war immer schon laut und frech, aber dennoch stets eine hervorragende Ermittlerin. Natürlich ist sie das auch immer noch, aber diesmal war – sicherlich auch durch private Entwicklungen bedingt – arrogant, aggressiv und absolut rücksichtslos. Wie sie teilweise mit Kollegen, potenziellen Opfern und Zivilisten umgegangen ist, das war kaum zu ertragen. Zumal man dann auch genug Momente hat, wo man doch merkt, dass sie das Herz auf dem richtigen Fleck hat und für nachvollziehbare Werte eintritt. Aber diesmal war sie einfach unerträglich.

Insgesamt muss man auch sagen, dass diesmal das Privatleben sehr ungeschickt eingebunden wurde. Ems Familiendrama war insgesamt sehr präsent, aber dennoch wirkte die Geschichte in sich nicht abgeschlossen, als wollte man dieses Drama noch künstlich auf weitere Bände verlängern. Das finde ich gerade bei Krimireihen immer sehr problematisch. Auch bei Zhou, die in der Gesamtsumme ohnehin viel zu kurz kommt, wird mit ihrer neuen Liebschaft viel angedeutet, aber auch nichts entscheidend vorangebracht. Auch hier habe ich die Intentionen der Autorin nicht vollends verstanden…

Abschließend komme ich noch einmal auf den Fall zurück, der durchaus mit einem überraschenden Täter und einem spannenden Ende aufwartet. Aber auch dort hat sich wieder gezeigt, dass zu viel aufgefahren wurde, dass es logische Löcher gab, dass einiges herausgezögert wurde, während anderes überhastet erzählt wurde. Der Epilog wiederum war auf den Punkt, das war noch so ein Puzzleteil, das ich unbedingt haben musste. Grundsätzlich hat Winter also das Gespür, was sein muss, aber das spielt sie wirklich viel zu wenig aus.

Fazit: „Finsterwald“ ist in meinen Augen definitiv der schwächste Band aus der Feder von Judith Winter, da vor allem der Kriminalfall erzählerisch sehr lückenhaft und schwach erzählt war. Hinzu kommt noch eine Em, die wirklich kaum zu ertragen war mit ihrer Art und schon ergab sich bei mir der Wunsch, dass dieses Buch doch schnell beendet sein möge. Das bricht mir durchaus das Herz, da so vieles eben auch so gut ist. Ich hoffe, Winter sammelt sich für einen fünften Band wieder!

Veröffentlicht am 02.04.2019

Spannend

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Meine Meinung:
Das Cover gefällt mir sehr gut, auch das es an manchen Stellen leicht angeraut ist. Schade finde ich aber, dass es keine richtigen Klappen gibt, auch wenn die Innenseiten gestaltet wurden. ...

Meine Meinung:
Das Cover gefällt mir sehr gut, auch das es an manchen Stellen leicht angeraut ist. Schade finde ich aber, dass es keine richtigen Klappen gibt, auch wenn die Innenseiten gestaltet wurden. Das Buch ist in verschiedene Teile gegliedert, in denen die Nummerierung der Kapitel immer wieder neu beginnt – diese haben außerdem eine gute Länge. Zu dem gibt es auch auch verschiedene gestalterische Elemente, die mir gut gefallen haben.

Für mich war dies das erste Buch der Autorin und mich hat positiv überrascht, dass die Handlung in Deutschland spielt, das war dahingehend mal eine Abwechslung für mich, da ich häufiger englische oder amerikanische Geschichten lese. Der Einstieg viel mir sehr leicht, der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Der Verlauf ist klar und nachvollziehbar. Den Fall fand ich sehr spannend und an vielen Stellen unvorhersehbar – für mich immer ein Pluspunkt. Die Mischung aus Ermittlung und Privatleben der Ermittlerinnen finde ich ebenfalls sehr gelungen. Es gibt viel Action und es ist ein richtige Katz- und Mausspiel, man kann sehr viel mit rätseln und liegt doch meist falsch :D Das Ende war auch sehr rasant, kommt mit einem Knall und man wird atemlos zurückgelassen.

Die Charaktere fand ich sehr interessant, die Ermittler sind sehr authentisch dargestellt. Die Angst und Verzweiflung ist sehr gut greifbar. Den Täter fand ich, ehrlich gesagt, sehr faszinierend dargestellt – er zieht einen stark in seinen Bann.

Ein interessanter Krimi, mit noch interessanteren Ermittlerinnen.

Veröffentlicht am 19.03.2019

Finsterwald

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Die Reihe besteht mit diesem Teil nun aus insgesamt vier Bänden. Für mich ist es das erste Mal, dass ich die beiden Ermittlerinnen bei ihrer Arbeit begleite. Obwohl mir die Reihe bislang fremd war, hatte ...

Die Reihe besteht mit diesem Teil nun aus insgesamt vier Bänden. Für mich ist es das erste Mal, dass ich die beiden Ermittlerinnen bei ihrer Arbeit begleite. Obwohl mir die Reihe bislang fremd war, hatte ich keinerlei Probleme und die Bände scheinen alle in sich abgeschlossen zu sein.

Nach einem Beinah-Unfall mit einem Mann, der vor ihr Auto rennt, findet Em die Leiche einer Frau im Wald, die zuvor der Unbekannte entdeckt hatte. Sie ist der Auftakt zu einem äußerst komplizierten und nervenaufreibenden Fall, der Em und auch Zhou an ihre Grenzen bringt.

Während man auf der einen Seite die Ermittlungen der beiden hautnah miterlebt, gibt es noch eine weitere Erzählperspektive. Eine junge Frau, gefangen in einem Verlies. Für mich waren die Beschreibungen der Gefangenschaft und das Martyrium grauenvoll und ich möchte mir gar nicht genauer ausmalen, was die junge Frau alles durchleiden musste. Judith Winter schafft es gezielt, eine dunkle Atmosphäre aufzubauen, bei der man kaum noch Hoffnung fassen kann, dass das Ganze ein gutes Ende nehmen wird. Packend ohne Ende!

Die Ermittlungen waren für mich sehr realistisch gestaltet, da es viele verschiedene Spuren gab, die leider oftmals auch in Sackgassen endeten. Die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen war anstrengend und ich bewundere das verbissene Durchhaltevermögen von Em und Zhou. Ich selbst hätte wohl an ihrer Stelle in manchen Situationen gerne das Handtuch geworfen.

Zum Ende wird es noch einmal richtig turbulent und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Der Schluss selbst war gut, konnte mich aber nicht so begeistern, wie die restliche Geschichte. Der Täter wurde aus dem Hut gezaubert und die Verknüpfung mit den Morden war dann doch eher 0815 und nichts besonderes. Das ist echt schade, denn bis dato war das Buch großartig.

Veröffentlicht am 28.02.2019

Finsterwald

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Ein äußerst mysteriöser Leichenfund und ein grausamer Mord, treibt die beiden Frankfurter Ermittlerinnen Em und Zhou um. Die Mordserie, die eindeutig die Handschrift eines bereits verurteilten und in Sicherheitsverwahrung ...

Ein äußerst mysteriöser Leichenfund und ein grausamer Mord, treibt die beiden Frankfurter Ermittlerinnen Em und Zhou um. Die Mordserie, die eindeutig die Handschrift eines bereits verurteilten und in Sicherheitsverwahrung befindlichen Serientäters trägt, sowie die Entführung einer Studentin – zwei zunächst vollkommen unterschiedliche Fälle, die im Laufe der Ermittlungen immer mehr zu einem Fall verschmelzen. Während die Soko Daumen fieberhaft nach dem Mörder sucht, kämpft Kathrin in ihrem Verlies ums Überleben. Obwohl ihre Situation aussichtslos scheint, setzt die junge Frau alles daran einen Plan zu fassen, der ihr zur Flucht verhelfen soll. Aber auch Em und Zhou sind nicht untätig. Doch schon bald müssen sie erkennen, dass sie bisher in eine vollkommen falsche Richtung ermittelt haben. Aus dieser Erkenntnis heraus, überprüfen sie ihre bisherigen Ermittlungsergebnisse, die jetzt nur noch einen einzigen Schluss zulassen. Damit beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, der sich dramatisch zuspitzt, als der Täter dazu ansetzt seinen perversen Plan zu Ende zu bringen.

FAZIT
Ein spannender Thriller, der bis zu seinem raffiniert inszenierten Showdown zu fesseln weiß.