Cover-Bild Die Reise der verlorenen Worte
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: HarperCollins Paperback
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 25.11.2025
  • ISBN: 9783365011669
Jule Wengenroth

Die Reise der verlorenen Worte

Roman | Für Leserinnen von »Die Mitternachtsbibliothek« und »Der Buchspazierer« | Generationen-Roman

Ein Generationen-Roman über Zusammenhalt, Schuld und zweite Chancen und über die Macht der geschriebenen Worte

Janne arbeitet in einer Poststation, und ihr Job ist es, unzustellbare Briefe zustellbar zu machen. Dabei taucht sie ein in das Leben anderer; sie fühlt mit Fremden mit, trauert um Verstorbene oder teilt das Leid an gebrochenem Herzen. Diese Schicksale sind für sie die einzigen Lichtblicke in dem haltlosen, einsamen Leben, das sie führt, seit sie sich mit ihrem Großvater August zerstritten hat.

Doch eines Tages stellt ein Brief alles auf den Kopf: Janne lässt die Sicherheit der Poststation hinter sich, um nach vergeblicher Internetrecherche einen letzten Brief persönlich jener Person zu überbringen, für die er bestimmt ist. Denn an diesem Brief hängt nicht nur das Schicksal zweier Menschen, sondern auch Jannes eigenes …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.01.2026

Tolle Romanidee

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Die tolle Grundidee dieses Romans hatte mich von Anfang an berührt. Eine junge Frau, die in einer Poststation arbeitet und sich jenen Briefen widmet, die als unzustellbar gelten - das ist ein Konzept, ...

Die tolle Grundidee dieses Romans hatte mich von Anfang an berührt. Eine junge Frau, die in einer Poststation arbeitet und sich jenen Briefen widmet, die als unzustellbar gelten - das ist ein Konzept, das mir (als passionierte Briefeschreiberin) einfach sofort ans Herz geht. Ich musste unweigerlich an einen meiner Lieblingsfilme denken ("Briefe an Julia") … und an eine Zeit, in der das Schreiben von Postkarten und Briefen ganz selbstverständlich zum Leben gehörten.

Janne nimmt ihre Aufgabe sehr ernst. Mit viel Feingefühl und Beharrlichkeit versucht sie, verlorenen Worten doch noch ihr Ziel zu ermöglichen. Dieser Gedanke, dass ein Brief ein ganzes Leben verändern kann, ist wunderschön und zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Besonders dieser Aspekt hat mich angesprochen und war für mich der größte Pluspunkt des Romans.

Die Geschichte bewegt sich ruhig zwischen Gegenwart und Vergangenheit und erzählt von Schuld, Zerwürfnissen und zweiten Chancen. Allerdings war mir der Erzählfluss stellenweise etwas zu langatmig, und die Wechsel zwischen den Zeitebenen wirkten auf mich gelegentlich abrupt. Insgesamt fehlte mir ein wenig die Spannung - nicht im Sinne von Action, sondern emotional.

Mit Janne als Hauptfigur bin ich leider nicht ganz warm geworden. Sie ist keineswegs unsympathisch angelegt, dennoch blieb für mich eine gewisse Distanz bestehen, sodass ich keine echte Nähe zu ihr aufbauen konnte. Vielleicht war es genau das, was dazu geführt hat, dass mich die Geschichte nicht so tief berührt hat, wie ich es mir aufgrund der großartigen Idee gewünscht hätte.

Nichtsdestotrotz ist "Die Reise der verlorenen Worte" ein nachdenklicher Roman mit einer sehr kreativen Grundidee und einem stimmungsvollen Cover.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Wer ruhige, unaufgeregte Geschichten mag, sich für Briefe, Schicksale und Zwischentöne interessiert und keine große Dramaturgie erwartet, wird hier sicherlich fündig. Für mich war es ein solides, angenehmes Leseerlebnis mit viel Potential.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Unausgesprochenes, Schuld und gibt es eine zweite Chance?

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Janne ist 33 Jahre alt und arbeitet bei der Post in der intern bezeichneten Abteilung für die Entschlüsselung magischer Briefgeheimnisse. Deren Job ist es unzustellbare Briefe versuchen an den Empfänger ...

Janne ist 33 Jahre alt und arbeitet bei der Post in der intern bezeichneten Abteilung für die Entschlüsselung magischer Briefgeheimnisse. Deren Job ist es unzustellbare Briefe versuchen an den Empfänger weiterzuleiten auch indem das Briefgeheimnis nicht für sie gilt und sie die Briefe öffnen und nach Hinweisen prüfen. Sie liebt diesen Job und geht darin auf. Das ist ihr Lichtblick in einem ansonsten einsamen Leben.
Ihr Leben ändert sich, als eines Tages ein Brief auf ihrem Tisch landet, der für ihren Großvater gedacht ist mit dem Hinweis er sei unbekannt verzogen. So muss sich Janne ihrer Vergangenheit stellen. Nach dem Tod ihrer Eltern kam sie zu ihrem Großvater und jahrelang lebten sie zusammen. Bis es zu einem Streit vor vielen Jahren kam und sie seitdem keinen Kontakt mehr zu ihm hat. Nun begibt sie sich auf die Suche nach ihm und ist bereit sich ihrer Vergangenheit und hoffentlich auch ihrer Zukunft zu stellen.


Eine tolle Idee, die nett geschrieben ist und die ich gerne gelesen habe.
Wir wechseln zwischen der Gegenwart in der wir Janne begleiten und Rückblicken in ihre Vergangenheit.

Die Briefe die hier eingebaut wurden und die Schicksale dahinter haben mir sehr gefallen.

Janne ist ein spannender Charakter, der schon so unglaublich viel durchgemacht hat. Trotzdem konnte ich keine richtige Nähe zu ihr aufbauen, habe sie als außenstehende auf ihrer Reise begleitet. Toll hat mir gefallen, wie sie bei jedem Brief versucht ihn an den Empfänger zu bringen und nicht aufgeben möchte, wie sie teilweise die Schicksale berührt haben.
Den Großvater fand ich sehr spannend, da er sehr wenig gesprochen hat, man ihm aber seine Gefühle angemerkt hat. Diesen Auszug aus dem Roman finde ich sehr passend: „Der alte Mann, der schweigsam war, aber mit kleinen Gesten all das sagte, was er mit Worten nicht vermochte. Der alte Mann, der von Trauer und Schicksalsschlägen gezeichnet war, doch nicht von Gram und Verbitterung.“

Ein schöner Roman, der sich teilweise vielleicht etwas gezogen hat, der für mich aber eine schöne Geschichte über Verlust, Schuld, ungesagtes und hoffentlich eine zweite Chance erzählt.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Stärke liegt im Schreibstil

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Hinter "Die Reise der verlorenen Worte" steckt eine wahnsinnig schöne Plotidee, deren Umsetzung für mich ein paar Schwachstellen hat.

Darum geht's:
Die Postbeamtin Janne kümmert sich jeden Tag mit Herzblut ...

Hinter "Die Reise der verlorenen Worte" steckt eine wahnsinnig schöne Plotidee, deren Umsetzung für mich ein paar Schwachstellen hat.

Darum geht's:
Die Postbeamtin Janne kümmert sich jeden Tag mit Herzblut darum, unzustellbare Briefe an ihre Empfänger zu bringen. Sie entziffert, rätselz und recherchiert. Als einiges Tages ein Brief an ihren entfremdeten Großvater bei ihr landet, verlässt sie ihre Komfortzone und macht sich auf eine ganz persönliche Recherche-Reise.

Meinung:
Schon der Einstieg ins Buch fiel mir schwer: die Mischung aus langen inneren Monologen, Ausschnitten aus verlorenen Briefen und zeitlichen Rückblenden machen die Story sehr sprunghaft und abgehackt.
Was mir aber gut gefallen hat, war die fast poetische Sprache. Es gab so einige Stellen, die mich wirklich berührt haben.

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Veröffentlicht am 13.12.2025

Briefe

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Janne arbeitet in einer Abteilung der Post in der unzustellbare Sendungen doch noch ihren Empfänger finden sollen. Dazu gehört auch das Briefgeheimnis zu verletzen um aus dem Inhalt Anhaltspunkte zu finden ...

Janne arbeitet in einer Abteilung der Post in der unzustellbare Sendungen doch noch ihren Empfänger finden sollen. Dazu gehört auch das Briefgeheimnis zu verletzen um aus dem Inhalt Anhaltspunkte zu finden wo der Brief herkommt oder hin soll. Eine detektivische Ader gehört dazu um diese Aufgabe zu meistern. Für Janne ist ihr Beruf auch ihre Leidenschaft denn sie ist allein ohne Familie oder Freunde. Eines Tages bearbeitet sie einen Brief der sie an ihr Schicksal erinnert und sie überlegt ob sie nicht doch etwas daran ändern kann.
Persönliche Briefe sind etwas sehr schönes. Sie transportieren gemeinsame Erinnerungen, liebe Grüsse oder berichten von guten Ereignissen. Es gibt natürlich auch traurige Briefe, aber sie zeugen doch von einer Verbundenheit des Schreibers und des Empfängers.
Sehr emotional wird auch in Rückblicken Jannes Leben erzählt, in der Gegenwart wird von ihrer Suche berichtet. Auch wie sie als Postbotin etwas Gutes bewirkt.
Das Buch ist etwas überfrachtet von Gefühlen, etwas zu ausführlich wird über die Empfindungen von Janne erzählt, während andere da zu kurz kommen. Denn einige Figuren hätten auch gut etwas zu sagen gehabt und das wäre auch interessant gewesen.

Veröffentlicht am 04.12.2025

Ein Roman mit Stärken und Schwächen

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Die ersten Seiten führen den Leser in Jannes' stille Welt, die von einsamen Wegen und kleinen Momenten der Ruhe geprägt ist. In der Poststation kümmert sie sich um Briefe, die ihren Empfänger nicht erreichen ...

Die ersten Seiten führen den Leser in Jannes' stille Welt, die von einsamen Wegen und kleinen Momenten der Ruhe geprägt ist. In der Poststation kümmert sie sich um Briefe, die ihren Empfänger nicht erreichen können, und versucht, ihnen doch noch einen Weg zu öffnen.
Die Geschichte springt immer wieder zwischen früher und heute. Die Rückblicke zeigen gut, was zwischen Janne und ihrem Großvater passiert ist, und machen verständlich, warum die Beziehung so belastet ist. Manchmal wirken die Beschreibungen jedoch etwas ausführlich, sodass die Spannung an einigen Stellen nachlässt.
Der Brief, der plötzlich in der Poststelle auftaucht, verändert vieles. Er bringt Janne dazu, endlich etwas zu unternehmen. Die Reise, die daraus entsteht, ist wichtig für sie, bleibt aber eher kurz erzählt. Gerade nach diesem Wendepunkt hätte die Geschichte mehr Raum gebraucht, da dieser Teil recht schnell abgeschlossen wirkt.
Trotzdem hat der Roman einen warmen Kern. Manche Szenen, besonders die rund um den Großvater, wirken gefühlvoll, während andere Stellen eher vorhersehbar bleiben. Die Figuren sind gut beschrieben, folgen aber oft vertrauten Mustern.
Am Ende bleibt ein ruhiger Roman, der eine schöne Grundidee hat und wichtige Themen wie Verlust, Versöhnung und den Mut zur Veränderung anspricht, aber insgesamt nicht alle Möglichkeiten ausschöpft. Er passt gut zu einem entspannten Abend, wenn eine leichte und weniger anspruchsvolle Geschichte gesucht wird. 3 Sterne.

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