Cover-Bild Unsere glücklichen Tage

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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Penguin
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 16.03.2020
  • ISBN: 9783328601104
Julia Holbe

Unsere glücklichen Tage

Roman
Vier Freundinnen und ein Sommer am Meer, der alles für immer veränderte.

Lenica, Marie, Fanny und Elsa verbringen einen nicht enden wollenden Sommer an der französischen Atlantikküste. Wie ein Versprechen liegt die Zukunft vor ihnen, so ausgelassen und unbeschwert sind sie, dass sie gar nicht merken, wie das Leben seine Weichen stellt. Als sie sich viele Jahre später wiedersehen, erkennen sie, dass ihre Träume sie noch immer wie eine schicksalhafte Kraft verbinden. Trotz allem, was geschehen ist, seit jenem Abend, als Lenica ihren Freund Sean mitbrachte. Und die unaufhaltbare Geschichte ihren Lauf nahm...

Julia Holbe erzählt von den wirklich wichtigen Dingen des Lebens: von Liebe und Freundschaft, Schuld und Verrat, von Zufall und Schicksal und davon, dass wir die Vergangenheit immer nur so erinnern, wie wir sie haben wollen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.05.2020

Am Ende sind wir alle Geschichten

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Am Ende sind wir alle Geschichten



Lass uns eine gute draus machen. (Seite 268)



Meine Meinung

Vom Cover her hätte ich eine leichte Geschichte erwartet. Sie bietet aber so viel mehr. Sie erzeugt Sommerfeeling ...

Am Ende sind wir alle Geschichten



Lass uns eine gute draus machen. (Seite 268)



Meine Meinung

Vom Cover her hätte ich eine leichte Geschichte erwartet. Sie bietet aber so viel mehr. Sie erzeugt Sommerfeeling und sehr tiefgründige Gedanken. Was wäre wenn ….



Erzählt wird aus der Sicht von Elsa. Sie wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Sie erzählt uns von ihren drei Freundinnen.

In Lenica hat sie eine Seelenverwandte gefunden. Sie führen viele Gespräche. Lenica kann in Elsa lesen wie in einem Buch. Sie weiß schon vor Elsa selbst, wie es um ihre Gemütslage steht. Sieht deren innerer Zerrissenheit.



Marie und Elsa sind sich in Luxemburg zufällig über den Weg gelaufen. Sie haben sich verabredet. Sie lassen die alte Freundschaft wieder aufleben. Die Freundinnen treffen sich wieder. Das wunderbare Haus am Atlantik wird erneut zum Leben erweckt. So ganz anders. Irgendwie aber wie immer. Wir haben Marie außerdem noch ein paar schöne Stunden in Paris zu verdanken.



Die blasse Fanny wirkt wie der ruhende Pol in der Geschichte. Eigentlich wollte sie studieren. Nun führt sie einen Buchladen. Danke Fanny. Wir Leser lieben Buchläden.



Lenica ist ein unruhiger Geist. Sie war glücklich darüber, die drei Frauen kennengelernt zu haben. Hat mit ihnen viele wunderbare Stunden verbracht. Damals. An den wunderbaren Sommertagen am Atlantik. Danke Lenica. Einen Menschen wie dich sollte man unbedingt kennen.



Sean ist ein richtiger Lebemann. Lenica hatte ihn vor vielen Jahren zu einem Essen in Elsas Haus am Atlantik mitgebracht. Der Ire hat Elsa von der ersten Sekunde an den Kopf verdreht. Sean entführt uns in das wunderbare Irland. Danke Sean, für das wunderbare Zitat, welches ich ein paar mal gelesen habe.



Bevor ich dich wieder getroffen habe, war mein Körper nur ein Sarg für mein totes Herz. (Seite 267)


Danke Elsa. Du hochemotionale Person hat du uns an einer traumhaften Geschichte teilhaben lassen.



Ich habe zu lesen begonnen und konnte nicht mehr aufhören. Ich wollte unbedingt wissen, was sich an diesem letzten Sommer zugetragen hat. Warum sich die vier Freundinnen so viele Jahre nicht mehr gesehen haben. Ich hatte sehr viel Spaß an diesen Sommern. Habe im kalten Atlantik gebadet und mich auf dem warmen Fels aufgewärmt. Viele leckere Essen und Wein genossen. Sehr viel Wein. Die jungen Menschen haben das Leben zelebriert. Die Autorin konnte das sehr bildlich rüberbringen. Ich konnte mich an meine eigene Jugend erinnern. Wie oft sind wir zu dritt mit einem Rad gefahren. Lenker und Gepäckträger waren besetzt. Viele schöne Sommertage konnte ich mir wieder in Erinnerung rufen. Doch nicht nur meine Erinnerungen wurden geweckt. Es war die Neugierde, die mich zum Weiterlesen getrieben hat. Dieser letzter Sommer. Sean, der das Leben der vier Frauen beeinflusst hat. Besonders in Elsas Leben spielt er eine große Rolle. Lenica die verstorben ist und dennoch stets präsent ist. Die beste Freundin die man haben kann. Viele Dialoge, die stets zu fesseln wissen. Vier Freundinnen, die wunderbare Sommer zusammen verlebt haben. Die sich viele Jahre nicht gesehen haben und doch nie getrennt voneinander waren.

Wahre Freunde werten nicht. Sie verzeihen und sind für einander da. Wahre Freundschaften halten über den Tod hinaus. Das ist die Botschaft, die ich dieser wunderbaren Geschichte entnommen habe. Vor allen Dingen habe ich gelernt, wie nützlich Tupperware sein kann. Ja, es gab für mich auch was zu Lachen. Die Freundinnen haben gezeigt, dass jede Tragödie zu meistern ist. Wahre Freundschaft macht das möglich.



Danke Julia Holbe. Ich habe jedes Wort genossen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.05.2020

Hatte anderes erwartet

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Die Freundinnen Marie, Fanny und Elsa reisen wieder einmal an die französische Atlantikküste. Dort stößt Lenica zu ihnen. Sie verbringen dort unbeschwerte Tage. Eines Abends bringt Lenica ihren Freund ...

Die Freundinnen Marie, Fanny und Elsa reisen wieder einmal an die französische Atlantikküste. Dort stößt Lenica zu ihnen. Sie verbringen dort unbeschwerte Tage. Eines Abends bringt Lenica ihren Freund Sean mit. Als der Sommer vorbei ist, umarmen sich die Freundinnen ein letztes Mal und reisen ab. Sie haben sich danach dreißig Jahre nicht mehr wiedergesehen. Erst eine zufällige Begegnung sorgt dafür, dass sie noch einmal in dem Haus am Meer zusammenkommen.
Ich hatte andere Erwartungen an das Buch und daher konnte mich die Geschichte wohl auch nicht packen. Im Wesentlichen geht es um die Dreiecksbeziehung zwischen Elsa, Lenica und Sean. Marie und Fanny sind eigentlich nur Randfiguren. Ich hatte etwas fürchterlich Dramatisches erwartet, was die Freundinnen von einem Moment zum anderen getrennt hat, aber das gab es eigentlich nicht.
Der Schreibstil hat mir allerdings gut gefallen. Er lässt einen die leichte, unbeschwerte Zeit erleben, so dass man sich an die Küste versetzt fühlt. In die Charaktere konnte ich mich allerdings nicht hineinversetzen, weil es mir unverständlich ist, wie man so befreundet sein kann und dann wortlos auseinandergeht und keinen Kontakt mehr hat. Da muss erst der Zufall eingreifen. Ganz besonders fremd blieb mit Elsa, die sich auch nach dreißig Jahren verhält wie ein Teenager.
Für mich zog sich die Geschichte hin. Das Ende ist dramatisch, aber passend. Alles andere wäre für mich falsch gewesen.
Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und Schuld – leider war dieser Roman nicht so meine Sache.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.05.2020

Alles ist möglich

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Es gibt so Momente im Leben, die sind einfach unvergesslich und unbezahlbar. Genau wie dieser eine Sommer, damals, in dem Elsa, Marie, Fanny und Lenica an der französischen Atlantkküste waren und die Wärme ...

Es gibt so Momente im Leben, die sind einfach unvergesslich und unbezahlbar. Genau wie dieser eine Sommer, damals, in dem Elsa, Marie, Fanny und Lenica an der französischen Atlantkküste waren und die Wärme nie enden wollte. Aber alles ist einmal vorbei und das pure Leben steht wieder vor einem. Man wird älter, erfahrener, die Zeit vergeht und es passieren Dinge im Leben, die keiner so genau vorhersehen kann. Aber als sich die Mädels eines Tages wieder treffen, merken sie, das ihre Freundschaft immer noch da ist auch nach all den Jahren, obwohl Lenica und ihr damaliger Freund Sean, der Sommerurlaub damals am Atlantik, komplett aus den Fugen gebracht hat...

Julia Holbe hat mit „Unsere glücklichen Tage“ einen nachhallenden und ruhigen Roman verfasst. Bei der Wahl ihrer Figuren hat sie wirklich jeden Charakter einmalig umgesetzt. Jeder ist anders, verschieden und dennoch verbindet die Mädels eine Freundschaft der besonderen Art. Diese Freundschaft wird hart auf die Probe gestellt und es geschehen Dinge, die man kaum glauben kann als Leser. Holbe fesselt mit ihrem Schreibstil, bleibt aber dennoch auf einem ruhigen Niveau und man liest die Geschichte wunderbar weg. Sie beschreibt, des weiteren, auch sehr bildhaft und emotional auf einer besonderen Art, denn man konnte die Zeit damals am Atlantik sehr gut nachfühlen....manchmal konnte man sogar die Brandung rauschen hören, wenn man sich ganz in den Zeilen verliert. Dennoch gibt es hier und da Schwächen. Es gibt Figuren, die bleiben nur am Rande aktiv, andere wiederum „drehen“ ihr eigenes Ding und man muss schon wirklich schlucken, wenn man so manche Situation liest, wie es sein kann das sich alles so entwickelt hat. Sean wird hier zum Zankapfel und war bei mir nicht sonderlich beliebt. Er war der Störenfried, Feind, wie auch immer. Holbe hat hier jedenfalls sehr gut agiert! Gerade zu Beginn des Buches hat man gewisse Erwartungen, die dann ein wenig verblassen und am Ende kommt der große Knall. Dennoch passt alles irgendwie und man grübelt nach beenden des Buches noch lange nach....Ebenso ist das Cover interessant. Drei Mädels springen ins Wasser...Wo ist die Vierte? Das muss jeder selbst herausfinden.

Eine besondere Geschichte mit interessanten Protagonisten und einer, mal anderen, Story. 4 von 5 Sterne hierfür.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.05.2020

Neuanfänge sind möglich, gebotene Chancen sollte man ergreifen

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In ihrem Debütroman „Unsere glücklichen Tage“ schreibt Julia Holbe über die Freundschaft der vier jungen Frauen Elsa, Fanny, Marie und Lenica. Die drei erstgenannten stammen aus Luxemburg und verbringen ...

In ihrem Debütroman „Unsere glücklichen Tage“ schreibt Julia Holbe über die Freundschaft der vier jungen Frauen Elsa, Fanny, Marie und Lenica. Die drei erstgenannten stammen aus Luxemburg und verbringen jahrelang ihre Sommerferien im Ferienhaus von Elsas Eltern an der Atlantikküste der Bretagne. Lenica wohnt mit ihrer Familie vor Ort und hat sich mit den Frauen angefreundet. In einem heißen Sommer an der Küste bringt Lenica Sean mit, einen Freund seit vielen Jahren. Vom ersten Augenblick an fühlt Elsa sich von ihm magisch angezogen. Doch am Ende der Ferien ist plötzlich alles vorbei, der Kontakt der Frauen zueinander bricht abrupt ab. Etwa 30 Jahre später trifft Elsa Marie durch Zufall wieder. Beiden ist die Sehnsucht nach der gemeinsam verbrachten Zeit deutlich anzumerken und sie beschließen, die alte Gewohnheit wieder aufleben zu lassen.

Julia Holbe lässt von Beginn an keinen Zweifel daran, dass etwas Bedeutsames zum Schluss des Aufenthalts an der Küste geschehen sein muss, so dass die Freundinnen von weiteren Treffen und Telefonaten abgesehen haben. Daher war ich zunächst etwas verwundert über die Freude des Wiedersehens von Elsa mit Marie. Schnell wurde deutlich, dass man schon deswegen nicht an die Vergangenheit anknüpfen konnte, weil Lenica inzwischen verstorben ist. Mir wurde aber auch bewusst, dass der Grund für das jahrelange Schweigen umso tragischer sein musste, denn Elsa war nicht einmal bei der Beerdigung ihrer Jugendfreundin, obwohl sie davon erfahren hatte.

Der Roman spielt in der Gegenwart, die Freundinnen sind inzwischen etwa 50 Jahre alt und stehen mitten im Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Fanny hat den Buchhandel ihrer Mutter übernommen, Marie ist Neurologin und Elsa Lehrerin. Die damaligen Erlebnisse sind scheinbar in Vergessenheit geraten. Die jungen Frauen haben sich weiterentwickelt, ihre eigenen Leben an der Seite anderer Personen gelebt und keine von ihnen möchte wieder in die frühere Rolle schlüpfen: Marie, die Unbeschwerte und Streitlustige, Fanny, die zurückhaltend und für ihre Kochkünste bekannt ist und die unternehmenslustige und sensible Elsa. Obwohl kein Zorn spürbar ist, gehen die Erinnerungen von Elsa, die als Ich-Erzählerin fungiert, oft zurück zu dem Bruch der Freundschaft, der über allem mit der Frage nach dem Warum bis fast zum Ende der Geschichte im Raum steht.

Wer selbst schon einmal den Sommer am Atlantik verbracht hat, wird sich gerne anhand der Schilderungen wieder dahin mitnehmen lassen. Die Sonne brennt, die Luft flirrt, das Wasser wartet kühlend auf den Schwimmer und über allem liegt eine Sehnsucht nach Nähe, Berührungen und Genießen der gemeinsamen Zeit. Nur die Schönheit der ungetrübten Tage möchte man erinnern. Doch Julia Holbe zeigt auf bewegende Weise, dass man seine Vergangenheit nicht beschönigen kann und sie für die Freundinnen auch verbunden ist mit Neid und Eifersucht, mit verletzenden Geheimnissen und Vertrauensbruch. Elsas Beziehung zu Sean wird erst im Laufe der Zeit verständlich, die Schilderungen der gemeinsamen Aktivitäten der beiden führen im mittleren Teil leider zu einigen Längen.

Julia Holbe schildert in ihrem Roman „Unsere glücklichen Tage“ die enge Freundschaft von vier jungen Frauen, die am Ende eines heißen Sommers plötzlich endet. Obwohl die Erinnerung verblasst, bleibt ein Schatten, der darauf wartet, an die rechte Stelle gerückt zu werden. Die Autorin zeigt, dass Neuanfänge möglich sind und macht Mut, gebotene Chancen aufzugreifen. Gerne empfehle ich den Roman weiter.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2020

Ich habe etwas Anderes, Tiefgründigeres erwartet

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Vier Freundinnen und ein Sommer am Meer, der alles für immer veränderte. Dieser Satz des Klappentextes ließ mich eine tiefe Freundschaft und ein gewichtiges Ereignis, welches die Freundschaft auf eine ...

Vier Freundinnen und ein Sommer am Meer, der alles für immer veränderte. Dieser Satz des Klappentextes ließ mich eine tiefe Freundschaft und ein gewichtiges Ereignis, welches die Freundschaft auf eine Probe stellt, erwarten. Leider war es nicht ganz so.

Ja, es geht um eine jahrelange Freundschaft junger Frauen, die abrupt endet. Eine gewisse Spannung bezieht die Geschichte daraus, dass ein gravierendes Ereignis zum Ende der Freundschaft führt, der Leser aber vorerst im Unklaren gelassen wird. Als ich den Grund endlich erfuhr, war ich ehrlich gesagt enttäuscht. Bis zum Ende des Romans habe ich auch nicht wirklich verstanden, warum die Frauen jahrelang keinen Kontakt hatten und nur durch Zufall an alte Zeiten anknüpfen und die Vergangenheit in gewisser Weise aufarbeiten.

Kaum eine der Protagonisten konnte mich überzeugen. Insbesondere Elsa hat mich mit ihrem Verhalten genervt. Obwohl sie verheiratet war und zwei fast erwachsene Kinder hat, benimmt sie sich in meinen Augen wie ein liebeskranker Teenager.

Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Form aus Sicht von Elsa. Dabei wechselt sie zwischen der Gegenwart und ihren Rückblicken in die Vergangenheit hin und her. Toll fand ich den Schreibstil mit seiner gehobenen Sprache. Die detaillierten Beschreibungen der Landschaft, des Wetters und z. B. des Geruchs ließen ein schönes Sommerfeeling bei mir aufkommen.

Schade, dass der Roman irgendwann in einen teils kitschigen Liebesroman abgleitet und eine Entwicklung der Hauptdarstellerin in meinen Augen nicht vollzogen wurde. So gibt es von mir nur drei Sterne.

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