Cover-Bild Faded - Wenn alles stillsteht

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12,90
inkl. MwSt
  • Verlag: LYX
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 28.02.2020
  • ISBN: 9783736311664
Julie Johnson

Faded - Wenn alles stillsteht

Anika Klüver (Übersetzer)

Ihre Liebe ist der Traum, den sie nicht mehr zu träumen wagten ...

Zwei Jahre ist es her, dass Felicity ihre Band Wild Wood kurz vor der großen Tournee im Stich ließ und abtauchte. Zwei Jahre, seit sie die Liebe ihres Lebens, den Rockstar Ryder Woods, ohne ein Wort des Abschieds verlassen hat. Zwei Jahre, seit ihr Herz brach und immer noch in tausend Scherben liegt. Doch nun hat ihre Plattenfirma Felicity gefunden und fordert die Einhaltung des Vertrags: Sie muss mit der Band auf Tour gehen oder wird alles verlieren, was sie auf dieser Welt noch besitzt. Doch wie soll Felicity es schaffen, je wieder neben Ryder auf einer Bühne zu stehen, ohne dabei ihr Herz erneut aufs Spiel zu setzen und ihr größtes Geheimnis zu enthüllen?

"Dieses Buch, dieses Duett hat meine Seele aufgewühlt. Ich. Fühlte. Alles." INKED AVENUE BOOK BLOG

Abschlussband der FADED-Dilogie von PUBLISHERS-WEEKLY-Bestseller-Autorin Julie Johnson

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2020

Jahreshighlight

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Klappentext:
Ihre Liebe ist der Traum, den sie nicht mehr zu träumen wagten …
Zwei Jahre ist es her, dass Felicity ihre Band Wildwood kurz vor der großen Tournee im Stich ließ und abtauchte. Zwei Jahre, ...

Klappentext:
Ihre Liebe ist der Traum, den sie nicht mehr zu träumen wagten …
Zwei Jahre ist es her, dass Felicity ihre Band Wildwood kurz vor der großen Tournee im Stich ließ und abtauchte. Zwei Jahre, seit sie die Liebe ihres Lebens, den Rockstar Ryder Woods, ohne ein Wort des Abschieds verlassen hat. Zwei Jahre, seit ihr Herz brach und immer noch in tausend Scherben liegt. Doch nun hat ihre Plattenfirma Felicity gefunden und fordert die Einhaltung des Vertrags: Sie muss mit der Band auf Tour gehen oder wird alles verlieren, was sie auf dieser Welt noch besitzt. Doch wie soll Felicity es schaffen, je wieder neben Ryder auf einer Bühne stehen, ohne dabei ihr Herz erneut aufs Spiel zu setzen und ihr größtes Geheimnis zu enthüllen?

Meine Meinung:
Ich fand den ersten Teil schon großartig und hätte nicht damit gerechnet, dass der zweite den ersten toppen wird. Dieses Buch ist für mich ein Jahreshighlight geworden - es war der Wahnsinn! Der Schreibstil war wie beim ersten Band wunderbar und es gab so viele wunderschöne Zitate in diesem Buch.

Dass die Geschichte zwei Jahre nach dem ersten Band spielt, war für mich sehr interessant. Besonders, weil sich die Protagonisten in dieser Zeit verändert haben und so viel Schmerz und Leid durchleben mussten.

Nach dem Ende des ersten Bandes war ich super gespannt auf den zweiten und habe diesen innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Man begleitet die Charaktere, wie sie sich nach einer Zeit des Schmerzes wieder langsam annähern und dieser Weg war für beide nicht leicht.

Es war schön und sehr berührend zugleich, die beiden auf dieser Reise zu begleiten. Da es in Band eins noch viele unerklärte Dinge gab, war ich neugierig, was noch alles ans Licht kommen wird. Ich war von einigen Dingen sehr überrascht und an manchen Stellen musste ich sehr mit den Tränen kämpfen.

Fazit:
Julie Johnson hat es geschafft mein Herz zu brechen und es langsam Stück für Stück wieder zusammenzusetzen. Ich kann dieses Buch allen weiterempfehlen, denen der erste Band schon gut gefallen hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.05.2020

Ich liebe es!

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Meine Meinung
Nach dem spektakulären Ende des ersten Teils war ich wahnsinnig gespannt auf das Finale dieser Reihe. Und ich kann euch schon sagen, es war wieder unglaublich emotional und herzzerreißend.

Ich ...

Meine Meinung
Nach dem spektakulären Ende des ersten Teils war ich wahnsinnig gespannt auf das Finale dieser Reihe. Und ich kann euch schon sagen, es war wieder unglaublich emotional und herzzerreißend.

Ich LIEBE Julie Johnsons Schreibstil, was ihr bestimmt schon mitbekommen habt. Er ist total einnehmend, hat etwas Poetisches und so etwas liebe ich! Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Ich habe jedes Wort gefühlt, habe mit den Charakteren gelitten, gelacht und mitgefiebert. Eine klare Empfehlung. Ich möchte auch unbedingt mehr von der Autorin lesen und bin richtig happy, dass wir gar nicht mehr so lange warten müssen.

ACHTUNG SPOILER!


Die Charaktere in diesem Buch waren einfach wunderschön ausgearbeitet - so echt, super authentisch und absolut zum Verlieben. Zeitlich spielt der zweite Band zwei Jahre später und in diesen zwei Jahren hat sich eine Menge verändert, genau wie Ryder und Felicity. Obwohl Felicity an Selbstbewusstsein und Stärke gewonnen hat, spürt man doch Seite für Seite ihren Schmerz. Man merkt einfach schnell, dass in den zwei Jahren etwas Schlimmes passiert ist, und dass auch Ryder mit Felicitys Verschwinden sehr zu kämpfen gehabt hat.

Die Beziehung der beiden entwickelt sich nicht so schnell wie im ersten Teil, was ich richtig toll fand. Ich muss sagen, mir fällt es unglaublich schwer zu beschrieben, was ich beim Lesen dieser Dilogie gespürt habe. Es war einfach absolut grandios und ich kann nur jedem raten sich ein eigenes Bild zu machen. Es war wirklich wunderschön und ein absolutes Jahreshighlight!

Fazit
Ich bin absolut begeistert von dieser Reihe. Sie besitzt eine unheimliche Tiefe, starke Emotionen und authentische Charaktere, die man einfach lieben muss. Für alle NA-Fans ein must-read!

Veröffentlicht am 22.04.2020

Hier spalten sich Herz und Verstand

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Klappentext:
Als Felicity Wilde mit nichts außer einer alten Gitarre und einem gefälschten Ausweis in Nashville ankommt, will sie nur eins: so unauffällig wie möglich bleiben. Aber sie hat nicht mit Ryder ...

Klappentext:
Als Felicity Wilde mit nichts außer einer alten Gitarre und einem gefälschten Ausweis in Nashville ankommt, will sie nur eins: so unauffällig wie möglich bleiben. Aber sie hat nicht mit Ryder Woods gerechnet. Der stadtbekannte Rockstar schlägt sie vom ersten Moment an in seinen Bann. So sehr Felicity auch versucht, die Gefühle, die er in ihr weckt, zu unterdrücken, fasziniert er sie bei jeder Begegnung mehr. Doch ein Leben im Rampenlicht an Ryders Seite ist für Felicity eigentlich unmöglich …

Der Schreibstil:
Julie Johnson schreibt wundervoll. Man spürt die Musik, die in den Protagonisten lebt auf jeder Seite und sie pflicht so viele Emotionen in ihren Text ein, dass man einfach nicht unberührt bleibt. Das Buch ließ sich wunderbar flüssig und leicht lesen. Ein „In einem Rutsch“-Buch. Definitiv.

Meine Meinung:
Ehrlich gesagt brauchte ich etwas, um mich dazu durchzuringen, mit dem Buch anzufangen. Nach Band eins wusste man ja nun, dass es nicht ganz so glücklich anfangen würde. Ich drücke mich vor solchen Passagen immer gerne und habe mir dann gesagt: Dann lies erst mal nur zwei Kapitel. Das hat aber nicht geklappt. Ich musste weiterlesen:) Und habe bis auf eine Unterbrechung nicht aufgehört.
Klar ist da eine gewisse deprimierende Stimmung am Anfang, aber die Autorin hat es geschafft, diese so zu beschränken, dass es für mich als Leserin nicht allzu nervenaufreibend wurde. Anfangs wird viel aus Felicitys Perspektive erzählt. Man bekommt eine vage Vorstellung davon, was in den letzten zwei Jahren passiert ist und es wird sofort wieder sehr emotional. Anstatt einer nervigen Protagonistin trifft man auf eine, die sich vor ihren Emotionen versteckt, um nicht daran zu zerbrechen. Das beschreibt die Autorin wirklich sehr schön und hat es für mich alles erträglicher gemacht. Auch bei Ryder ist noch so viel und er gibt dem Leser im Hier und Jetzt Hoffnung, dass es besser werden kann. Er ist der Kämpfer in diesem Band und das trägt unheimlich durch die Geschichte.
Es ist also keine richtige deprimierende Stimmung am Anfang, sondern vielmehr ein brodelnder Topf voll Ungesagtem, Versprochenem, Enttäuschungen, Hoffnungen, Wut, Trauer und Liebe, der überzukochen droht.
Felicity ist hier die Person, die die Vernunft verkörpert. Sie kann das Geschehene zurecht nicht einfach hinter sich lassen und besteht so zunächst sehr stur auf ihre Position.
Ich habe mich zwischenzeitlich immer wieder beim Lesen gefragt, wie die Autorin das richten will. Wie will sie es schaffen, Felicity wieder Vertrauen und Hoffnung zu geben, ohne dass die Authentizität dabei verloren geht? Ohne das Felicity sich erneut in eine Beziehung begibt, die wieder zu zerbrechen droht?
Ryder sieht das Ganze etwas einfacher und ich bin froh drum. So kommt nämlich eine Ahnung von dem, was in Band eins passiert ist, auch in diesem Band wieder vor. Zudem muss man eben manchmal auch leichtsinnig sein und Risiken eingehen, wenn man weiterkommen will. Dennoch ist er gleichzeitig unheimlich naiv und fühlt sich dann ziemlich vor den Kopf gestoßen, wenn es nicht so aufgeht, wie er sich das vorgestellt hat. Das war an der ein oder anderen Stelle schon etwas merkwürdig, denn er spricht dann beispielsweise zwei Wochen lang nicht mit Felicity, nur weil sie ihm nicht gleich vertrauen wollte und letztendlich reicht ein Moment, um es für ihn wieder gerade zu biegen. Das ist das, was ich gerade meinte. Wie will die Autorin es schaffen, dass es authentisch rüberkommt? Authentizität ist hier der entscheidende Punkt und der hat mir an einigen Stellen etwas gefehlt. Es ist aber auch einfach eine sehr verzwickte Lage, in der sich die beiden da befinden und ich selbst könnte nicht sagen, wie ich es besser gemacht hätte. Vielleicht durch noch mehr Gespräche, noch mehr Zeit. Dabei ist es keinesfalls so, dass sie nicht sprechen. Hier hat die Autorin wieder wundervoll die Musik eingebunden und manchmal muss so ein Gespräch dann eben auch sehr laut geführt werden, was ich als sehr passend für die starken Emotionen empfand.
Letztlich verfolgt man als Leser, wie die beiden Protagonisten auf einem Pfad laufen, der sich unweigerlich wieder zueinander führt. Nur manchmal überspringen sie einen kleinen Teil, manchmal stürzen sie dafür aber auch ab.
Mir hat gefallen, dass zumindest immer deutlich wurde, worum es ging. Worum es Ryder und vor allem worum es Felicity ging, wenn sie stur blieben, sauer waren oder verletzt. Auch da hat die Autorin dem Leser die Emotionen sehr schön begreiflich gemacht.
Was mich zum Ende hin noch gänzlich verwirrt hat, war, dass es da eine ganz entscheidende Information gibt, die Felicity verschweigt, die sie aber auch selbst zuvor nie in ihren Gedanken erwähnt. Bei dieser Sache mutet dies allerdings schon sehr unauthentisch an, denn es muss sie auf jeden Fall belastet haben. Das ploppte mir am Ende etwas zu kurz und überraschend auf, um wirklich authentisch zu sein.
Schön dagegen fand ich, wie die Eltern der beiden in die Geschichte eingeflochten wurden. Das waren für mich kleine Highlights und Momente, in denen die Geschichte nochmal richtig zeigen konnte, dass sie nicht nur aufs Happy End abzielte. Ryder selbst macht nämlich manchmal diesen Eindruck, da er als trockener Alkoholiker und ehemaliger Suchtkranker dann doch sehr positiv in seine Zukunft sah. Hinsichtlich dessen, dass dies in Band eins alles zerstört hat, empfand ich das als etwas naiv. Auch von Felicity. Ein paar Seiten mehr hätte dem Buch so an einigen Stellen nicht geschadet.

Fazit:
Ich bin nicht ganz so beflügelt wie bei Band eins. An einigen Stellen fehlte mir ein wenig Authentizität und die Autorin hat mir einiges als zu positiv geschildert. Dem Buch hätten zudem hier und da ein paar Seiten mehr nicht geschadet, da vieles dann doch sehr schnell abgehandelt wurde. Dennoch war es wieder ein sehr emotionales Vergnügen, dieses Buch zu lesen und ich bin einfach um die Idee der Geschichte dankbar. Es zeigt, wie kaputt man gehen kann, wenn man etwas nicht für sich, sondern für andere tut und wie sich alles ins Gegenteil verkehren kann, wenn man sich dann doch auf andere verlässt, vertraut und dabei ein wenig an sich selbst denkt.

4 von 5 Sterne von mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2020

Absolut gelungene Fortsetzung!

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Cover
Das Cover finde ich wieder sehr ansprechend und passt sehr gut zum ersten Band der Dilogie. Es ist ihm sehr ähnlich, daher mag ich auch die Lichtreflexe und die dunkle Gestaltung wieder sehr.
Schreibstil
Der ...

Cover
Das Cover finde ich wieder sehr ansprechend und passt sehr gut zum ersten Band der Dilogie. Es ist ihm sehr ähnlich, daher mag ich auch die Lichtreflexe und die dunkle Gestaltung wieder sehr.
Schreibstil
Der Schreibstil hat mir ebenfalls wieder sehr gut gefallen. Ich hatte einen angenehmen Lesefluss und bin super durch die Seiten gekommen. Julie Johnson schreibt sehr gefühlvoll und berührt einen sehr mit ihren Worten. Außerdem liebe ich es, dass immer mal wieder Zeilen aus den Songs mit eingebaut wurden.
Erzählt wird die Geschichte wieder aus der Sicht beider Protagonisten. Man bekommt so also einen sehr guten Einblick in die Gedanken und Gefühle von Felicity und Ryder.
Meine Meinung
Die Geschichte knüpft nicht direkt an den ersten Band an, sondern es gibt einen Zeitsprung von 2 Jahren. Zunächst einmal muss ich sagen, dass mir dieser Sprung sehr groß vorkam, aber am Ende fügt sich dann alles zusammen.
Felicity ist weiterhin eine sehr starke Protagonistin, die zudem eine enorme Entwicklung durchgemacht hat. Sie ist sehr selbstbewusst geworden, noch mutiger und einfach nur bewundernswert. Ryder hat in diesem Band sehr mit seinen Problemen zu kämpfen, aber auch er ist mir immer noch sehr sympathisch und ich war positiv überrascht, wie stark er seine Gefühle zu jeder Zeit gezeigt hat. Dadurch habe ich oft mit ihm gefühlt und gelitten.
Die ganze Geschichte schickt einen auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Man ist gefrustet, weil in der Vergangenheit bei Felicity und Ryder einiges schiefgelaufen ist, ärgert sich darüber, dass es kein vernünftiges Gespräch gibt und kann einerseits Felicitys Verhalten nicht nachvollziehen, aber andererseits dann doch. Mit beiden Protagonisten fühlt man die ganze Zeit mit. Ich habe ihren Schmerz gespürt, ihre Hoffnung geteilt und wurde sehr berührt. In dem Buch spielt Vergebung eine sehr große Rolle und mir hat es sehr gefallen, dass dieser Aspekt so detailliert rausgearbeitet wurde, denn Vergeben ist nun mal nicht immer so einfach. Das Buch weckt also einige Emotionen in einem und ist sehr gefühlvoll und auch tiefgründig.
Die Liebesgeschichte von Felicity und Ryder baut sich langsam wieder auf und hat ihre Höhen und Tiefen, die mich sehr mitfiebern lassen haben. Man spürt die Anziehung zwischen den beiden und das Kribbeln und Prickeln ist definitiv da.
Gegen Ende des Buchs wird nochmal eine Portion Spannung mit eingebracht und außerdem kommt es zu einer Enthüllung, die mir das Herz gebrochen hat. Aber ich möchte nicht zu viel verraten..
Insgesamt hat mir der zweite Band der Faded-Dilogie wieder sehr gut gefallen und konnte mich sehr berühren. Dennoch muss ich dazu sagen, dass die Geschichte nicht sehr viel thematisiert. Es geht eigentlich hauptsächlich darum, dass Wildwood auf Tournee geht und wie Felicity und Ryder wieder zueinanderfinden und einander vergeben.
Außerdem möchte ich noch anmerken, dass ich das Gefühl habe, es kommen noch Bücher zu den anderen Bandmitglieder, da sich da meiner Meinung nach etwas angedeutet hat. Ich bin sehr gespannt, ob das der Fall ist.
Fazit
Eine sehr gelungene Fortsetzung, die diverse Emotionen in einem weckt. Von mir eine absolute Leseempfehlung für die Faded-Dilogie!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2020

schwach und ohne Antworten und Tiefe

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„Auch wenn Linc derjenige war, der den Abzug betätigt hatte, war ich es, der die Waffe mit meiner eigenen schlechten Munition geladen hatte. Und Felicity diejenige, die dir Kugel abbekam.“
(Ryder in Faded ...

„Auch wenn Linc derjenige war, der den Abzug betätigt hatte, war ich es, der die Waffe mit meiner eigenen schlechten Munition geladen hatte. Und Felicity diejenige, die dir Kugel abbekam.“
(Ryder in Faded 2)

Worum geht’s?

Zwei Jahre ist es her, dass Felicity Ryder und ihre Band Wildwoods hinter sich gelassen hat. Nach ihrer überstürzten Flucht hat sie sich versteckt und ihre eigene Version ihres Lebens gelebt. Doch dann stirbt ihre Großmutter und ein Brief der Plattenfirma flattert ins Haus: Sie wollen Felicity verklagen, wenn sie nicht die vertraglich versprochene Tournee endlich erfüllt. Zu Ryder und der Band zurückkehren? Für Felicity keine Option. Aber die Vertragsstrafe ist so hoch, dass ihr nichts anderes übrig bleibt. Also geht sie mit der Band auf Tour. Auf so engem Raum über so lange Zeit zusammengepfercht werden unweigerlich alle düsteren Geheimnisse ans Tageslicht gezerrt. Und davon haben alle Beteiligten mehr als genug. Haben Ryder und Felicity noch eine Chance oder ist ihre Liebe endgültig verglüht?

Faded – Wenn alles stillsteht ist Band 2 der Faded-Dilogie. Der Leser benötigt Vorkenntnisse aus Band 1. Die Geschichte wird mit Band 2 beendet.

Schreibstil / Gestaltung

Das Cover ist wieder zurückhaltend gestaltet und erinnert stark an das Cover von Band 1. Es zeigt wieder einen Oberkörper mit Gitarre und Lichtreflexen. Das Cover passt sehr gut zum Buch und wirkt stimmig, sowohl zum Genre als auch zum Inhalt als auch zu Band 1, ist aber auch gleichzeitig nicht als Band 2 erkenntlich. Das Buch startet mit wenigen Newsartikeln zu Felicity und Ryder und steigt dann etwa zwei Jahre nach dem Ende von Band 1. Die Geschichte verläuft linear mit den wechselnden Ich-Erzählern Felicity und Ryder. Wer erzählt, ist entsprechend übertitelt. Der Schreibstil ist flüssig, gut lesbar und etwas kantig, was zu den Protagonisten passt. Anders als in Band 1 ist Band 2 nicht ganz so bildlich und voller Metaphern gehalten. Das Buch enthält wenige kurze, intime Szenen. Es wird gelegentlich geflucht.

Mein Fazit

Nach dem fiesen Ende von Band 1 war klar, dass ich auch Faded 2 lesen werde. Ich muss allerdings sagen, dass ich schon etwas zurückhaltend an das Buch herangegangen bin, da mir in Band 1 schon sehr die Tiefe gefehlt hat und ich das Gefühl hatte, die Geschichte wirkte uninspiriert. Konnte Band 2 hier mehr überzeugen?

Das Buch startet mit der Information, dass Felicitys Großmutter Bethany verstorben ist. Felicity hält sich stark im Hintergrund bei der Beerdigung, weil sie weiß, dass die ganze Welt nach ihr sucht. Zwei Jahre ist sie abgetaucht, seitdem sie damals Ryder, Wildwoods und LA verlassen hat. Die Erinnerungen schmerzen immer noch und zwischenzeitlich sind weitere Geheimnisse hinzugekommen. Perfiderweise wird Felicity auf der Beerdigung eine Klagandrohung ihrer Plattenfirma zugestellt. Es droht ihr eine Millionenstrafe, weil durch ihren Abgang die angekündigte Tournee ausgefallen ist und der Firma ein hoher Schaden entstanden ist. Widerwillig muss Felicity also erkennen, dass sie wohl zurückkehren muss. Zurückkehren zu Wildwoods, zu ihren Freunden, zu Ryder, in eine Welt, in der sie nie sein wollte. Entsprechend eisig ist die Stimmung, als sie zur Band zurückkehrt. Ryder ist zwischenzeitlich ebenfalls nach zahlreiche Eskapaden abgetaucht und frönt ein Leben auf dem Surfbrett, während Lincoln und Aiden sich behelfsweise mit anderen Bands durchschlagen. Die Dynamik der Band ist dahin, die Anfeindungen und Enttäuschungen sitzen tief. Ryder möchte Felicity zurückgewinnen, Felicity möchte die Zeit mit der Band möglichst schnell und ohne große Verbindungen hinter sich bringen, um dann frei zu sein. Die Schatten der Vergangenheit liegen weiterhin über allen, etwa die schicksalsbehafteten Ereignisse der letzten Nacht vor Felicitys Flucht. Doch auch Felicity hütet ein Geheimnis, was die Einstellung von Ryder für immer ändern könnte. Haben die Freunde und Liebenden noch eine Chance, wieder zueinander zu finden oder wird sowohl Ryder und Felicity als auch Wildwoods nach dieser Tournee endgültig Geschichte sein?

Storytechnisch hatte das Buch für mich überraschend wenig zu bieten. Es gab so viel, was ich wissen wollte, so viele Entwicklungen, die beleuchtet hätten werden sollen. Doch nichts davon passiert. Faded 2 kommt komisch platt daher, die erste Hälfte ist fast schon langweilig und man wartet darauf, dass es losgeht. Tut es aber nicht. Als es dann kurz vor Ende wirklich losgeht, überschlagen sich die Ereignisse so rasant, dass ich fast nur noch kopfschüttelnd dagesessen habe und mich gefragt habe, was das soll. Es wird so viel auf einmal so schnell in so kurzer Seitenanzahl abgearbeitet – ja, das Wort trifft es – und ich war enttäuscht. Felicitys großes Geheimnis war zwar für mich überraschend, zugleich aber auch irgendwie komisch willkürlich. Ich hatte bereits bei Buch 1 bemängelt, dass ich oftmals das Gefühl hatte, dass Storys unfertig waren und so war es auch hier. Es war teilweise willkürlich zusammengeflochten, es fehlte die Tiefe, es wurde viel zu wenig erklärt, zugleich aber viel zu viel Belangloses geschrieben. Wo sind die dringend benötigten Antworten? Wieso wurde etwa die schicksalsbehaftete Nacht gar nicht richtig thematisiert? Wieso erfährt man so wenig über die zwei Jahre und was beide Protagonisten getrieben haben? Wieso tauchen plötzlich Felicitys Eltern aufm Bildschirm auf? Was wird aus dem Erbstreit nach dem Tod von Bethany? Es sind so viele Punkte, die aufgeworfen werden, aber nie beantwortet werden. Dennoch verlangt die Autorin, dass der Leser für Felicity und Ryder mitfiebert und eine tolle Zukunft der beiden ersehnt. Aber wie soll das funktionieren, wenn man keinen wirklichen Input hat und das Gefühl hat, die Protagonisten reden nicht wirklich miteinander und leben in einer Blase, in der sie es sich leichtmachen?

Felicity und Ryder sind in Faded 2 irgendwie nicht mehr die Charaktere, die ich kennengelernt habe. Felicity wirkt plötzlich recht egoistisch und extrem sprunghaft. Sie ist widerwillig bei der Tour dabei, zieht sich regelmäßig zurück und beruft sich Ryder gegenüber immer wieder auf die Vergangenheit. Felicitys Gedanken und Handlungen sind bei mir nicht wirklich angekommen. Ryder hingegen hat offenbar viele Dämonen seiner Vergangenheit hinter sich gelassen, viel darüber erfahren dürfen wir aber nicht. Er kommt nur wegen Felicity zurück, Ruhm und Singen sind für ihn offenbar keine wirklichen Themen mehr. Der unzufriedene ruppige Ryder aus Band 1 ist jedenfalls nicht mehr vorhanden. Sein einiges Ziel: Felicity zurückgewinnen und mit ihr glücklich werden. Irgendwie wurde das aber immer absurder, wenn man bedenkt, wie kurz beide sich nur kannten, dass sie jetzt zwei Jahre getrennt waren und beide ganz andere Charaktere sind als zu dem Zeitpunkt, als sie sich kennengelernt haben. Ich habe wieder das Gefühl gehabt, dass beide Charaktere komisch eindimensional und mit viel zu wenig Raum zur Entwicklung in die Geschichte integriert wurden. Die Nebencharaktere sind die aus Band 1 bereits bekannten Leute. Die Band ist wieder präsent, wobei sie nach anfänglicher Wut auf Felicity ganz schnell (und ohne erkennbare Gründe) plötzlich wieder wie Brüder ihr gegenüber fühlen. Zudem kommt Carly, Felicitys Freundin aus dem Nightingale aus Band 1, als Tourmanagerin mit. Sie scheint eine Problematik mit Aiden zu haben, die immer und immer wieder angedeutet wird, jedoch nie aufgelöst wird. Fast so, als hätte die Autorin den Strang vergessen. Das fand ich wahnsinnig frustrierend.

Das Ende vom Buch hat mich eigentlich fassungslos gemacht. Die letzten etwa 30 Seiten knallen regelrecht durch. Es passiert eine Sache um die nächste. Aber alles, was passiert – Felicitys Vergangenheit, Felicitys Geheimnis, die Auflösung gegenüber Ryder, das Tournee-Ende mit seinem fast schon absurden Höhepunkt – passiert jeweils auf einer Handvoll Seiten, dass die Themen so wild zusammengewürfelt wirken, dass man sich fragt, wieso die Autorin nicht zumindest das ein oder andere Thema vorgezogen und damit mehr Raum gegeben hätte. So wird seit Band 1 das Thema mit Felicitys Eltern immer wieder angeführt, als es dann endlich soweit ist, dass es hier zur Konfrontation kommt, ist das so schnell vorbei und endet mit einer taffen Felicity, die eigentlich so gar nicht passt. Sprunghaft bis zum geht nicht mehr. Wenn man bedenkt, wie viele Seiten eigentlich nichts passiert, nur um dann am Ende von Geschehnissen überhaupt zu werden – die aber wie immer dazu führen, dass nichts wirklich geklärt wird – bleibt man fast schon frustriert zurück.

Schon bei Band 1 habe ich moniert, dass Ryders edgy Art nicht gepasst hat und gespielt wirkte. In Band 2 hat er diese Art gar nicht mehr, was angesichts seiner Entwicklung nicht verkehrt ist, aber zugleich dazu führt, dass Ryder in meinen Augen extrem langweilig geworden ist. Denn die Autorin führt den Leser auch nicht in die Thematik um Ryders Entzug ein, generell bezieht sich seine Gedankenwelt stets nur auf Felicity. Ihn interessiert nicht einmal mehr der Ruhm, dem er immer hinterhergejagt ist. Alles ist auf Felicity gepolt. Das wird an der Stelle schwierig, als ich mich gefragt habe, ob die beiden überhaupt wieder zusammenkommen sollten. Es herrscht eine komische Chemie zwischen den beiden und sie stoßen sich für mich mehr ab als sich anzuziehen. Der Schlüssel wären vermutlich klärende Gespräche gewesen, eine Aufarbeitung der Vergangenheit und der letzten zwei Jahre – das bleibt die Autorin aber fast vollständig schuldig. Sie wirft hier und da kleinere Brocken hin und lässt bei Felicity noch kurz eine Bombe platzen, die aber so schnell wieder vom Tisch ist, dass die Protagonisten nach so einem Geständnis (und weiterhin komplett ungeklärten Problemen) einfach miteinander schlafen. Vor allem Felicity, die mit Ryder angeblich abgeschlossen hat, ist so unfassbar sprunghaft in diesem Buch, dass es sich regelmäßig anfühlt, als würde man mit 100 km/h gegen eine Wand fahren, weil sie binnen Sekunden plötzlich eine 180 Grad Wendung hinlegt. Es war für mich einfach zu keiner Zeit nachvollziehbar, wieso sich was zwischen den beiden entwickelt – egal ob Gefühle oder Antipathie. Es fehlt so viel, was die Story glaubhaft und greifbar machen würde.

Faded 2 konnte mich leider noch weniger begeistern als sein Vorgänger. Die Geschichte wirkte über weite Teile handlungslos und konzentrierte sich auf die Reste der eventuell noch vorhandenen Liebe zwischen Felicity und Ryder. Dabei fehlt es dem Buch aber am Anspruch, Sachen zu klären. Felicity hat eigentlich nie den Willen, etwas zu klären. Dann wird man von zahlreichen Kleinigkeiten überrumpelt, die so schnell kommen und gehen, dass man sich fragt, wieso man ihnen nicht mehr Raum gegeben hat, denn dies hätte das Buch sehr benötigt. Am Ende bleibt einfach eine nicht greifbare Entwicklung um eine nicht nachvollziehbare Liebschaft und zahlreiche Meinungsänderungen, die mehr passend gemacht werden als dass sie passen. Schade, ein Buch mit viel Potenzial, was nicht genutzt wurde.

[Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, das mir freundlicherweise vom Verlag überlassen wurde. Meine Meinung ist hiervon nicht beeinflusst.]

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