Wichtiges Thema, das zum Nachdenken anregt
Als ich auf dieses Buch aufmerksam wurde und mir den Klappentext dazu durchgelesen habe, war ich gleich sehr gespannt darauf. Und nachdem ich das Buch nun beendet habe, muss ich zugeben, dass mich die ...
Als ich auf dieses Buch aufmerksam wurde und mir den Klappentext dazu durchgelesen habe, war ich gleich sehr gespannt darauf. Und nachdem ich das Buch nun beendet habe, muss ich zugeben, dass mich die Geschichte von Kaleb Erdmann zum Nachdenken gebracht hat und noch eine Weile in mir nachhallen wird.
Inhaltlich dreht sich das Buch um den letzten Tag der Abiturprüfungen im Jahr 2002, es fallen Schüsse im Erfurter Gutenberg-Gymnasium. Unser Erzähler erlebt diesen Tag als Elfjähriger, wird mit seinen Mitschülern evakuiert und registriert in den folgenden Wochen die Hilflosigkeit der Erwachsenen im Angesicht dieser Tat. Mehr als zwanzig Jahre später bricht das Ereignis völlig unerwartet erneut in sein Leben ein und löst eine obsessive Beschäftigung mit dem Sujet aus, die in ein Romanprojekt resultieren soll. Aber warum nach so vielen Jahren alte Wunden aufreißen? Hat er ein Recht dazu? Wie verhält es sich mit seinen Erinnerungen, welche Geschichten hat er so häufig erzählt, dass sie wahr wurden?
Vom Thema konnte mich das Buch gleich abholen, denn in meiner Jugend gab es immer wieder Alarm in den Schulen und das Thema war oft präsent in den Schulen. Deshalb konnte mich das Buch vom Thema her auch wirklich mitreissen, emotional berühren, aufwühlen und vieles mehr. Es gab im Buch Passagen da konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen weil alles so eindrücklich beschrieben worden ist. Leider hat es mir der Schreibstil in anderen Passagen aber nicht sehr einfach gemacht. Dann verstrickt sich der Autor in Nebensächlichkeiten und dies ermüdete das Lesen immer wieder bei mir persönlich.
Fazit: Es handelt sich hier um ein sehr ehrliches, aufwühlendes Buch, das zum Nachdenken anregt. Deshalb wird mich die Geschichte so schnell nicht loslassen, da mir der Schreibstil aber nicht immer zugesagt hat, vergebe ich für das Buch 4 von 5 Sternen.