Cover-Bild Eines Tages in der Provence

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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Diana
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 208
  • Ersterscheinung: 10.09.2018
  • ISBN: 9783453292116
Karine Lambert

Eines Tages in der Provence

Roman
Pauline Kurbasik (Übersetzer)

Ein beschauliches südfranzösisches Dorf ist in Aufruhr: Der prachtvolle alte Baum auf dem Marktplatz soll gefällt werden. Wo, wenn nicht in seinem wohltuenden Schatten, wird die Barbesitzerin Suzanne Pastis servieren, wo Manu Artischocken verkaufen? Der junge Clément liebt es, in den Ästen zu klettern, und die Schwestern Adeline und Violette tröstet nichts so sehr wie der Anblick der Blätter, die sich seit ihrer Kindheit im Sommerwind wiegen. Widerstand formiert sich unter den Dorfbewohnern. Und auch der Baum, der seit Jahrzehnten das Kommen und Gehen auf dem Platz verfolgt, wird von ihren Emotionen mitgerissen.

Bestsellerautorin Karine Lambert erzählt warmherzig und voller Poesie von den großen und kleinen Wahrheiten des Lebens und unserer tiefen Verbindung zur Natur.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2018

Lustig ironisch sowie tiefgründig

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Karine Lambert hat vor kurzem Buch Nummer 3 veröffentlich. Ich liebe ihre herzhafte Art und Weise wie die Autorin Geschichten erzählt. Deshalb musste ich unbedingt das Buch „Eines Tages in der Provence“ ...

Karine Lambert hat vor kurzem Buch Nummer 3 veröffentlich. Ich liebe ihre herzhafte Art und Weise wie die Autorin Geschichten erzählt. Deshalb musste ich unbedingt das Buch „Eines Tages in der Provence“ verschlingen.
Im Allgemeinen werden Datumsangaben als Abschnittsbezeichnungen verwendet. Die Namen der beteiligten Person von der erzählt wird, gibt es zusätzlich in den Kapiteln als Übersicht. In Ich-Form aus der Sicht eines Baumes sowie in der dritten Person aus mehreren Perspektiven wird die Story erläutert. Ausgangspunkt ist der Baum quasi als Erzähler, was meiner Meinung nach eine sehr charismatische Grundidee ist.
Vor allem in diesem Buch legt die Autorin Karine Lambert auf vielfältige Charaktere. Da gibt es François den einspurigen Dorfbewohner, Cllément der sensible Schuljunge, Adeline die alte, Geheimnis suchende Dame, Suzanne die ausgelaugte Kellnerin, Mau der freie Vogel, Raphaël der verfahrene Zahnarzt und Fanny die junge verliebte Food-Stylistin.
Weiters ist der Schreibstil wie in Watte verpackt und zugleich spielend leicht sowie verführerisch sanft, aber auch Gedanken verloren und oft sehr feminin in die Gefühle versunken. Die Sprache ist sehr gehoben an vielen Stellen, dann malerisch und faszinierend detailliert in Metaphern und in Szenenbeschreibungen. Zugleich sind die Handlungen nicht überladen und immer zu auf das Wesentliche reduziert - guter Schreibstil und Art den Leser beim Buch zu behalten.
Viel Sarkasmus bzw. Ironie treffen auf Gedankenketten und emotionalen Abschnitten. Dann gibt es wiederum Auflockerungen durch tolle Momentaufnahmen und Situationskomik. Insgesamt ist der Einstieg lieblich mit einem anmutigen Auszug. Man kommt im ernsten Absatz in ein locker leichtes Lesevergnügen hinein und genießt die schön verpackten Passagen der Story.
Zwischendurch gestalten sich die mehreren Perspektiven einfach inklusive deren Wechsel und man lernt nach und nach alle kennen. Für den Anfang sind es fast zu viele auf einmal um einen Überblick zu bewahren. Dennoch verschmelzen dann die diversen Erzählstränge beizeiten. Es geht dann eher ruhig gemächlich dahin.
Mein persönliches Highlight ist die Sichtweise des Baumes. Sie bietet viele Anregungen für tiefgründige Gedanken, lustige Anekdoten und beinah klischeehafte Ironie. Alles in allem herrscht in der Story eine lakonische beinah irrwitzige Grundstimmung, die circa ab der Mitte bei manchen Charakteren durch das Hintergrundwissen etwas eintönig und zäh zum Lesen wird. Dies fängt sich wieder und die Story endet in einem stimmig kurzweiligen Ende.

Fazit:
Eines Tages in der Provence ist eine lustige, tiefgründige und zugleich beinah klischeehaft ironische Story der Autorin Karine Lambert. Sie schafft es mit ihrem weichem, verführerisch sanften Schreibstil und ihrer fröhlichen Art den Leser mit malerischen Anekdoten, charakterstarken Figuren und einer liebevollen Geschichte zu verzaubern.

Eines Tages in der Provence erhält von mir 3,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 20.11.2018

Mein Freund der Baum

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In einem ruhigen und beschaulichen Dorf in Südfrankreich soll eine prachtvolle alte Platane gefällt werden. Sie steht mitten auf dem Marktplatz und gehört einfach dort hin. Alle lieben diesen großen Baum! ...

In einem ruhigen und beschaulichen Dorf in Südfrankreich soll eine prachtvolle alte Platane gefällt werden. Sie steht mitten auf dem Marktplatz und gehört einfach dort hin. Alle lieben diesen großen Baum! Egal ob Suzanne oder Manu mit seinen Artischocken oder Clément...alle verbinden irgend etwas mit diesem riesigen Naturwunder. Aber die Gemeinde hat nicht mit dem Widerstand der Dorfbewohner gerechnet. Die wollen unbedingt das der alte Baum stehen bleibt wo er eben steht. Aber ob das gelingt? Karine Lambert hat wieder einen neuen Roman auf den Markt gebracht. Mit „Eines Tages in der Provence“ kann sie aber definitiv nicht an ihren riesigen Erfolg von „Und jetzt lass uns tanzen“ anknüpfen. Denn von Provence-Feeling fehlt jede Spur. Diese Geschichte hätte auch in Hinterschmalbach bei Auingen stattfinden können. In ihrem Buch beleuchtet sie sehr detailliert viele Dorfbewohner...leider sind es zu viele und man verliert als Leser leicht den Überblick und irgendwann auch die Lust sich alle belanglosen Dinge der Bewohner zu merken oder in irgendwelche Zusammenhänge zu bringen. Es geht um Suzanne, Adeline, Violette, Manu, Clément.....und noch viele viele mehr... es geht um BH‘s, Pastis, Hausaufgaben, Artischocken.... . Der Hauptprotagonist, der alte Baum, kommt auch zu Wort. Lambert beschreibt die Sinne des Baumes sehr liebenswert und einfühlsam. Das sind dann auch genau meine zwei Sterne die ich für dieses Buch vergebe...mehr ist leider nicht drin. Ihr Schreibstil an sich ist nach wie vor flüssig aber diesmal einfach zu langweilig. Natürlich verfolgt man das Geschehen. Um den alten Baum, aber als Leser fragt man sich was denn nun der eigentliche Grund oder Sinn ist. Natürlich geht es um den Erhalt des Baumes aber das hätte sie definitiv besser, romantischer, einfühlsamer und selbstbewusster schreiben können. Ich habe oft Langeweile beim lesen empfunden und das ist eigentlich der absolute Tiefpunkt eines jeden Buches. Es hätten weniger Darsteller sein können, dafür aber bitte intensiver. Es hätte der Baum bitte mehr Stimme in diesem Buch bekommen können und ganz ehrlich, bitte beim nächsten Mal einfach mehr Pfiff in die Geschichte geben....bei „Und jetzt lass uns tanzen“ hat es doch bestens funktioniert! Umso schlimmer war jetzt die Enttäuschung so ein Buch mit so einem zerknitterten Inhalt lesen zu müssen....

Veröffentlicht am 18.11.2018

Eine Hommage an die Achtsamkeit

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„Eines Tages in der Provence“ führt den Leser in ein kleines Dörfchen. Mittelpunkt dieses Örtchens ist eine uralte Platane.
Das Cover gibt einen guten Eindruck der Szenerie vor lavendelfarbenem Hintergrund ...

„Eines Tages in der Provence“ führt den Leser in ein kleines Dörfchen. Mittelpunkt dieses Örtchens ist eine uralte Platane.
Das Cover gibt einen guten Eindruck der Szenerie vor lavendelfarbenem Hintergrund - DIE Farbe der Provence.
Nun sollen die Bewohner dieses Baums jedoch beraubt werden. Einfach so.
Klar, dass zu diesem Vorhaben jeder eine Meinung und etwas zu sagen hat...
Ein Schüler, der sogleich zum Protest aufruft, Besucher und Dienstleister des Dorfes und nicht zuletzt auch der Gemeindearbeiters, der den Baum fällen soll sowie die Platane selbst....

Das Buch wirkt hochwertig verarbeitet, Hardcover mit farblich abgestimmtem Lesebändchen.
Die Schrift ist recht groß, jedoch besser als zu klein.

Auch die Idee der Handlung ist wunderbar - und ebenso überzeugend umgesetzt, finde ich. Man lernt viele Menschen kennen, die irgendeinen Bezug zum baum haben oder plötzlich wahrnehmen. Man fühlt sich als Leser unter ihnen, als würde man die Dinge nicht lesen, sondern von ihnen persönlich erzählt bekommen, in diesem französischem Ambiente.
Alle Charaktere haben etwas Interessantes an sich, das man als Leser gespannt verfolgt. Manche bleiben einem gut im Gedächtnis, andere wirken eher blass. Wie im wahren Leben auch!

Das Buch lässt alles geschehen.
Große Spannungsmomente bleiben aus.
Aber es ist schließlich ein Roman.
Und dazu einer, dessen Absicht es, denke ich ist, Menschen Achtsamkeit wieder näher zu bringen. Das Beachten der Umwelt, der Menschen, ihren Gedanken und den Dingen, die sie steuern.
Aus dieser Sicht ist es für mich ein gelungenes kleines Büchlein.

Liebenswert, warmherzig und achtsam!

Veröffentlicht am 11.11.2018

Etwas Alltägliches besonders erzählt.

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Mit der Autorin Karine Lambert verbinden mich gemischte Gefühle. Ihr Buch "Und jetzt lass uns tanzen" fand ich wirklich wunderschön; nicht perfekt, aber dennoch gefühlvoll und süß. Ihr zweites Buch "Das ...

Mit der Autorin Karine Lambert verbinden mich gemischte Gefühle. Ihr Buch "Und jetzt lass uns tanzen" fand ich wirklich wunderschön; nicht perfekt, aber dennoch gefühlvoll und süß. Ihr zweites Buch "Das Haus ohne Männer" hatte mich allerdings ziemlich enttäuscht. Deshalb habe ich lange gezögert, "Eines Tages in der Provence" zu lesen – letztlich habe ich mich dafür entschieden und es nicht bereut.

"Eines Tages in der Provence" ist mit Sicherheit ein besonderes Buch. Ich finde, dass Karine Lambert einen ganz eigenen Stil hat. Ich bin mir nicht sicher, ob er typisch Französisch ist, aber er ist in jedem Fall interessant und das hat mir bei allen drei Büchern gut gefallen. Auch hier, in dieser Geschichte, wird wieder deutlich, dass etwas ganz Einfaches doch groß erzählt werden kann. Denn ein Baum mitten auf dem Dorfplatz soll aus unerfindlichen Gründen gefällt werden. Die Bewohner versammeln sich und möchten die Platane retten – und stoßen auf viel Widerstand. Die Geschichte wird von der Autorin leicht, aber schön und warmherzig erzählt und mir hat besonders gefallen, dass der junge Clément, von dem sich einige eine Scheibe abschneiden können, so in den Vordergrund gerückt wurde.

Die Handlung an sich wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt: zum einen natürlich aus Cléments, aber auch der Artischocken-Verkäufer Manu, die Bar-Besitzerin Suzanne, die Food-Designerin Fanny, der psychisch kranke Raphaël, die betagten Schwestern Adeline und Violette, der Gemeindemitarbeiter François – und die Platane selbst spielen eine Rolle in diesem Buch. Ich persönlich mag es gerne, wenn einer Geschichte durch viele Charaktere Leben eingehaucht wird. Allerdings waren mir die Figuren zu wenig ausgearbeitet und wirkten dadurch auf mich zu oberflächlich und blass. "Eines Tages in der Provence" hat leider nur 208 Seiten, so dass man die Charaktere nur ansatzweise kennenlernen kann und nur grobe Informationen über ihr Leben erfährt. Natürlich wusste ich am Ende der Geschichte, dass Suzanne einen Mann hat, der wegen eines Motorradunfalls in der Reha ist und sie ihn vermisst, aber ich wusste leider nicht viel über Suzanne selbst. Wer ist diese Frau und was macht sie aus? Ich finde, Karine Lambert hätte für die Charakterausarbeitung ein paar Seiten mehr gebraucht und hätte ihren Figuren mehr Leben einhauchen können.

Zudem hat mir das französische Gefühl gefehlt. Die Kulisse ist meines Erachtens nach austauschbar und konnte mich nicht besonders einfangen. Bis auf die französischen Namen hätte die Geschichte auch in Spanien, Italien oder Griechenland stattfinden können. Für mich war die in dem Buch dargestellte Ausführung leider verschenktes Potenzial, denn ich bin ein großer Fan von ausländischen Settings und deren Lebensgefühl. Vor allen Dingen hat der Titel "Eines Tages in der Provence" gewisse Erwartungen in mir geweckt, an die das Buch leider nicht vollkommen herankommen konnte.

Fazit
"Eines Tages in der Provence" ist ein nettes Buch, das eine Geschichte erzählt, die überall auf der Welt vorkommen könnte. Ich mochte diese leichte, alltägliche Handlung, auch wenn die Autorin mich mit ihren Figuren nicht vollends überzeugen konnte. Ich hätte mir sowohl bei der Charakterausarbeitung, als auch bei der lokalen Kulisse, mehr Tiefe gewünscht. Im Großen und Ganzen ist dies ein Buch, das sich gut für zwischendurch eignet.

Veröffentlicht am 10.11.2018

Mein Freund, der Baum

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Eines Tages in der Provence
Eines Tages in der Provence
Karine Lambert
Rezension vom 10.11.2018 (3)

"Mein Freund, der Baum" war ein bekanntes Lied von Alexandra in den späten 1960er Jahren, das von der ...


Eines Tages in der Provence
Eines Tages in der Provence
Karine Lambert
Rezension vom 10.11.2018 (3)

"Mein Freund, der Baum" war ein bekanntes Lied von Alexandra in den späten 1960er Jahren, das von der engen Verbundenheit von Mensch und Natur erzählt, die durch einen brutalen Eingriff zerstört wird . Auch der Roman "Eines Tages in der Provence" von Karine Lambert greift diese Problematik auf. Ein beschauliches südfranzösisches Dorf ist in Aufruhr: Der prachtvolle alte Baum auf dem Marktplatz soll gefällt werden. Wo, wenn nicht in seinem wohltuenden Schatten, wird die Barbesitzerin Suzanne Pastis servieren, wo Manu Artischocken verkaufen? Der junge Clément liebt es, in den Ästen zu klettern, und die Schwestern Adeline und Violette tröstet nichts so sehr wie der Anblick der Blätter, die sich seit ihrer Kindheit im Sommerwind wiegen. Widerstand formiert sich unter den Dorfbewohnern. Und auch der Baum, der seit Jahrzehnten das Kommen und Gehen auf dem Platz verfolgt, wird von ihren Emotionen mitgerissen.

Das Cover ist kunstvoll gestaltet und wirkt sehr ansprechend. Der Betrachter bickt auf einen großen Baum, der den Mittelpunkt eines Dorfplatzes bildet und alle Häuser, die um ihn herum gebaut worden sind, überragt. Sein Schatten fällt auf die Bewohner des Dorfes, die - wie Scherenschnitte aus einem vergangenen Jahrhundert - nur schememhaft zu erkennen sind. Der Titel bleibt bewusst vage und erinnert an ein Märchen aus längst vergangenen Zeiten, wie man es selbst gehört hat.

Karine Lambert erzählt eine unspektakuläre Geschichte, wie sie sich überall ereignen könnte. Das Geschehen wird aus mehreren Perspektiven geschildert, nicht nur die jungen und alten Dorfbewohnern, sondern sogar der betroffene Baum selbst kommt zu Wort und erzählt aus seiner Vergangenheit. Leider bleiben die menschlichen Protagonisten etwas blass. Der Leser muss sich mit winzigen Fragmenten aus ihrem Leben begnügen, so dass es schwierig ist, mit ihnen warm zu werden. Aber dennoch ist diese leise Geschichte anrührend. Denn der gemeinsame Kampf um den alten Baum eint die Bewohner des Dorfes, die nicht allzu viel Kontakt miteinander gepflegt haben. Sie werden wieder lebendig und entwickeln ein neues Gemeinschaftsgefühl. Trés charmant, n'est-ce pas?