Cover-Bild Unser kostbares Leben
(36)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Droemer
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 624
  • Ersterscheinung: 30.12.2021
  • ISBN: 9783426282656
Katharina Fuchs

Unser kostbares Leben

Roman. Von der Bestseller-Autorin von "Zwei Handvoll Leben"

Eine Epoche im Umbruch - Die Geschichte zweier Jahrzehnte: Drei Frauen gehen ihren Weg

Bestseller-Autorin Katharina Fuchs erzählt von ihrer eigenen Kindheit, die Geschichte von drei jungen Frauen, die in den 70er Jahren gegen gesellschaftliche Missstände und die Vorstellungen ihrer Eltern rebellieren.

Nach der Geschichte ihrer Großmütter, ihrer Mutter und Tante, erzählt Katharina Fuchs nun von einer Kindheit und Jugend in den 70er und 80er Jahren. Mainheim 1972: Minka und Caro eröffnen die Schwimmbadsaison, als ihr Klassenkamerad Guy vor ihren Augen verunglückt. Am selben Tag trifft das vietnamesische Waisenkind Claire im Kinderheim ein. Das Netzwerk ihrer Väter, des SPD-Bürgermeisters und des Fabrikdirektors beginnt zu arbeiten. Die Freundinnen realisieren, dass in der kleinen Industriestadt nichts mehr stimmt: Vergiftetes Flusswasser, Tierversuche und Experimente mit Psychopharmaka. Wie kostbar ist ein Leben? Katharina Fuchs erzählt intensiv und authentisch über den Höhepunkt der Umweltzerstörung in den 70er Jahren und wie wir die Wende selbst beschwören mussten.

Die wahre Geschichte ihrer Großmütter sowie ihrer Mutter und Tante erzählt die Bestseller-Autorin in den historischen Romanen »Zwei Handvoll Leben« (1914–1953) und »Neuleben« (50er und 60er Jahre).

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.01.2022

Tiefgründiger Wälzer

0

Schon der Klappentext von „Unser kostbares Leben“ ist perfekt, denn während bei manchen Büchern fast schon zu viel verraten wird, stellte ich hier von Kapitel zu Kapitel fest, dass der Roman wie eine Wundertüte ...

Schon der Klappentext von „Unser kostbares Leben“ ist perfekt, denn während bei manchen Büchern fast schon zu viel verraten wird, stellte ich hier von Kapitel zu Kapitel fest, dass der Roman wie eine Wundertüte ist und mir Themen präsentiert, auf die ich in dieser intensiven Form nicht vorbereitet war.
Die Handlung beginnt 1972. Ich selbst bin 1980 geboren, trotzdem fühlte ich mich an vielen Stellen an meine eigene Kindheit erinnert. Die Erwähnungen von Mundorgel, Gummitwist und Langspielplatten machten direkt ein wenig wehmütig.
Die Beschreibungen von Personen und Umgebungen sind wahnsinnig bildhaft und realistisch. Es ist gerade Winter und doch konnte ich beim Lesen die heißen Sommertage fast schon selber spüren.
Für sein Geld bekommt man hier ordentlich Lesematerial. Über 600 Seiten, bedruckt in kleiner, enger Schrift und eine Handlung, die gleichermaßen tiefgründig als auch vielschichtig ist.
Katharina Fuchs führt eine große Zahl von Charakteren ein, aus deren Sicht abwechselnd berichtet wird.
Trotz schnell wechselnder Perspektiven und einem Zeitraum von einem Jahrzehnt fiel es mir leicht, den Überblick zu behalten. Dennoch muss ich zugeben, dass ich nicht alle Personen gleich interessant fand. Die Kapitel über die Eltern, vor allem die Intrigen der Herrenrunde zogen sich teilweise ziemlich in die Länge.
Ganz anders erging es mir, wenn aus Sicht von Caro, Minka oder Claire erzählt wurde. Dann war ich mitten im Geschehen. Wir begleiten die drei ab dem Alter von 10 Jahren, über die Schulzeit hinweg bis zum Einstieg ins Erwachsenenleben.
Meine Lieblingsperson in diesem Buch war Claire, ein vietnamesisches Flüchtlingskind mit extrem hohen IQ. Ihr Werdegang hat mich auf ganzer Linie beeindruckt und gefesselt.
„Unser kostbares Leben“ ist ein schwermütiges Buch. Trotz glücklicher Momente liegt der Fokus auf Dingen, die auf unserer Welt schieflaufen, insbesondere der Ausbeutung von Umwelt, Mensch und Tier für Geld. Es ist frustrierend, dass obwohl es in einigen Teilbereichen auf jeden Fall Fortschritte gibt, wir in anderen in den letzten 40 Jahren kaum vorwärtsgekommen sind.
Wie ein roter Faden ziehen sich die Bundestagswahlen durch den Roman. Mit Blick auf derzeitige Wahlergebnisse ist es fast schon kurios zu lesen, mit welchen Prozentsätzen die Parteien damals abgeschnitten haben.
„Unser kostbares Leben“ war für mich ein Leseerlebnis. An manchen Stellen für meinen Geschmack zwar ein wenig langatmig und überfrachtet mit Charakteren und Themen, gleichzeitig ist Katharina Fuchs in meinen Augen eine großartige Schriftstellerin, die unglaublich gut mit Worten umgehen kann. Diese Buch geht über reine Unterhaltungsliteratur hinaus, regt den Leser zum Nachdenken an und gibt Informationen mit auf den Weg, an die man sich noch lange nach der letzten Zeile erinnert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.01.2022

Zeitreise in die 70er Jahre

0

Wir lesen hier die Geschichte von vier Kindern in einer hessischen Kleinstadt in den 70er Jahren. Ihr Leben und das ihrer Familien ändert sich von Grund auf, als einer von ihnen einen folgenschweren ...

Wir lesen hier die Geschichte von vier Kindern in einer hessischen Kleinstadt in den 70er Jahren. Ihr Leben und das ihrer Familien ändert sich von Grund auf, als einer von ihnen einen folgenschweren Unfall hat. Gleichzeitig lesen wir über Küngelei und Korruption, Umweltzerstörung und grausame Versuche an Tieren und Menschen. Auch die Politik der 70er kommt nicht zu kurz.

Das Cover passt perfekt in die Zeit und zeigt nicht nur das 70er -Jahre Idyll, sondern im Hintergrund auch rauchende Fabrikschlote - die Zerstörung der Umwelt. Der Schreibstil ist sehr sachlich, erinnert fast schon an eine Dokumentation. Emotionen kommen leider zu kurz, so kommt zum Beispiel der Zorn, der Minka antreiben muss, um gegen Umweltzerstörung und Tierversuche zu protestieren, gar nicht beim Leser an. Ebenso wenig empfindet man Claires Resignation bezüglich ihrer im Kinderheim antrainierten Medikamentensucht nach. Diese kühle Distanz hat mich sehr gestört, denn es dreht sich doch um hochemotionale Themen. Andererseits fand ich es hochinteressant, über den Ursprung unserer heutigen Umweltprobleme zu lesen. Wären wir damals sensibler gewesen, hätten wir heute nicht mit den enormen Folgen zu kämpfen.

Ich habe diese Zeit selbst als Jugendliche erlebt und empfinde die Schilderung der damaligen Lebensumstände als sehr authentisch und nahe an den Tatsachen, wenn auch wie gesagt zu emotionslos. Trotzdem hat mich die Geschichte aufgewühlt und nachdenklich gemacht. Meine Generation, zu der auch die Hauptfiguren des Buchs gehören, hat viele Fehler gemacht. Das wird mir hier krass vor Augen geführt und das ist vielleicht auch der Zweck der Geschichte.

Den Epilog empfinde ich als überflüssig, er wirkt fast so, als hätte die Autorin noch unbedingt ein paar Worte über die aktuelle Situation unterbringen wollen.

Insgesamt fand ich das Buch durchaus lesenswert. Es bringt den Leser zum Nachdenken über vergangene Fehler und sensibilisiert für Probleme, die auch heute noch aktuell sind. Also gibt es von mir an dieser Stelle eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.01.2022

Eine Zeitreise in die 1970-iger Jahre

0

Gleich auf den ersten Seiten wird man wunderbar in die heile Welt der 70-iger Jahre entführt. Dieser Roman erzählt in einer hessischen Kleinstadt. Minka und Caro - beide 10 Jahre alt - hatten sich so sehr ...

Gleich auf den ersten Seiten wird man wunderbar in die heile Welt der 70-iger Jahre entführt. Dieser Roman erzählt in einer hessischen Kleinstadt. Minka und Caro - beide 10 Jahre alt - hatten sich so sehr auf die Eröffnung der Freibadsaison gefreut, von nun an wollten sie viele unbeschwerte Stunden in ihrem geliebten Freibad verbringen. Doch es kam ganz anders: ihr Schulfreund Guy, der in Vietnam geboren wurde und nun in Mainheim sein neues zu Hause gefunden hat, hatte beim Sprung vom Dreimeterbrett einen tragischen Unfall. Seit dem scheint für Minka und Caro nichts mehr so wie es vorher war - Schuldgefühle plagen sie. Und auch sonst in Vieles nicht so heimelig und unbeschwert wie es zunächst scheint.

Die einzelnen Kapitel erzählen von den unterschiedlichen Personen, so erhält man als Leser einen wunderbaren Überblick.

Dieser Roman ist wunderbar geschrieben, wichtige und bis heute hochaktuelle Themen werden perfekt miteinander verbunden.

Im letzten Drittel des Buches hatte ich das Gefühl, dass dieser Roman mit gut 400 Seiten sicherlich genau so spannend gewesen wäre, wie es jetzt mit 600 Seiten der Fall war.

Insgesamt möchte ich eine klare Leseempfehlung aussprechen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.01.2022

Unterhaltsame Zeitreise in die 70er und 80er Jahre

0

Katharina Fuchs hat mich bereits mit einigen Roman begeistern können. Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, denn in den 70er und 80er Jahren habe auch ich meine Kindheit und Teenagerzeit verlebt.
Die ...

Katharina Fuchs hat mich bereits mit einigen Roman begeistern können. Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, denn in den 70er und 80er Jahren habe auch ich meine Kindheit und Teenagerzeit verlebt.
Die LeserInnen begleiten Anfang der 70er Jahre die 10-jährigen Protagonistinnen Minka und Caro, beste Freundinnen, und ihre Familien auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden, der auch in der Kleinstadtidylle nicht immer ebenmäßig verläuft.
Im Rahmen dieser spannenden und bunten Zeitreise verbindet die Autorin eigene Erinnerungen mit fiktiven Handlungen – ein bunter Mix aus politischen Skandalen, Umweltverschmutzung, Tierversuchen und Experimente mit Heimkindern für die Pharmaindustrie. Vor allem das letzte Thema hat mich fassungslos gemacht.
Ihr Schreibstil ist flüssig, die Protagonisten sind authentisch.
Katharina Fuchs beschreibt hier ein Stück Zeitgeschichte auf sehr unterhaltsame Weise, das viele Erinnerungen in mir wieder ausgegraben hat. „Unser kostbares Leben“ empfehle ich gerne weiter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.01.2022

Spannende Zeitreise in die 70er und 80er Jahre

0

Die Autorin Katharina Fuchs, entführt den Leser in ihrem neuen historischen Roman „Unser kostbares Leben“ auf eine Reise in eine Epoche im Umbruch – Die Geschichte zweier Jahrzehnte: Drei Frauen gehen ...

Die Autorin Katharina Fuchs, entführt den Leser in ihrem neuen historischen Roman „Unser kostbares Leben“ auf eine Reise in eine Epoche im Umbruch – Die Geschichte zweier Jahrzehnte: Drei Frauen gehen ihren Weg.

Inhalt:
Bestseller-Autorin Katharina Fuchs erzählt von ihrer eigenen Kindheit, die Geschichte von drei jungen Frauen, die in den 70er Jahren gegen gesellschaftliche Missstände und die Vorstellungen ihrer Eltern rebellieren.

Nach der Geschichte ihrer Großmütter, ihrer Mutter und Tante, erzählt Katharina Fuchs nun von einer Kindheit und Jugend in den 70er und 80er Jahren. Mainheim 1972: Minka und Caro eröffnen die Schwimmbadsaison, als ihr Klassenkamerad Guy vor ihren Augen verunglückt. Am selben Tag trifft das vietnamesische Waisenkind Claire im Kinderheim ein. Das Netzwerk ihrer Väter, des SPD-Bürgermeisters und des Fabrikdirektors beginnt zu arbeiten. Die Freundinnen realisieren, dass in der kleinen Industriestadt nichts mehr stimmt: Vergiftetes Flusswasser, Tierversuche und Experimente mit Psychopharmaka. Wie kostbar ist ein Leben? Katharina Fuchs erzählt intensiv und authentisch über den Höhepunkt der Umweltzerstörung in den 70er Jahren und wie wir die Wende selbst beschwören mussten.

Die wahre Geschichte ihrer Großmütter sowie ihrer Mutter und Tante erzählt die Bestseller-Autorin in den historischen Romanen »Zwei Handvoll Leben« (1914–1953) und »Neuleben« (50er und 60er Jahre).

Meine Meinung:
Die Autorin erzählt sehr authentisch von ihren eigenen Kindheits- und Jugenderinnerungen und bietet hier eine schöne sowie gelungene Zeitreise in die 70er und 80er Jahre, die mit fiktiven Handlungen eingebunden ist.

Drei junge Frauen stellen nach einem Badeunfall Fragen, die nicht jedem gefallen: Minka, die Tochter des SPD-Bürgermeisters, Caro, die Tochter des Direktors der Schokoladenfabrik und ihre vietnamesische Adoptivschwester Claire. Die Freudinnen entdecken immer mehr Dinge in ihrer Stadt, die völlig falsch laufen.

Als in der hessischen Kleinstadt Mainheim etliche Skandale aufgedeckt werden, die eigentlich unter den Teppich gekehrt werden sollten, sind die jungen Mädchen, erwachsene Frauen, die in der Lage sind, für ihre Meinung zu kämpfen und für ihre Überzeugungen einzutreten. Bewegende Ereignisse kommen zu Tage, wie Umweltzerstörungen und Katastrophen, politische Ereignisse, Arzneimittelexperimente an wehrlosen Heimkindern und Tieren sowie grausame Tierversuche.

Fazit:
Der Autorin ist es hervorragend gelungen, die einzelnen Ereignisse mit spannenden Handlungen zu verknüpfen. Die Protagonisten, sind vielschichtig und glaubwürdig im Handlungsverlauf eingebunden. Das Buch ist ein schöner Rückblick auf die 70er und 80er Jahre, welche viele Erinnerungen in mir wachgerüttelt haben. Mit dem flüssigen Schreibstil der Autorin, hatte ich viele schöne Lesestunden und empfehle das Buch gerne weiter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere