Cover-Bild Finsterwelt 1. Das verbotene Buch
Band 1 der Reihe "Finsterwelt"
(18)
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Dressler
  • Genre: Kinder & Jugend / Kinderbücher
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 10.02.2023
  • ISBN: 9783751300865
  • Empfohlenes Alter: bis 12 Jahre
Katharina Herzog

Finsterwelt 1. Das verbotene Buch

Nathalie Kranich (Illustrator)

In ein Internat für Kinder aus Märchenfamilien zu gehen, ist nicht so wunderbar wie es klingt, wenn man vom Froschkönig abstammt. Es ist schon schwierig genug, 12 zu sein, aber sich unkontrolliert in einen Frosch zu verwandeln, ist noch viel, viel schlimmer! Und das passiert Leonie ausgerechnet vor Tristan, dem neuen, gut aussehenden Jungen, von dem keiner so richtig weiß, aus welcher Familie er eigentlich kommt. Als Leonie die alte Märchenkammer im Dornröschenturm entstauben muss, öffnet sie ein Buch, das ihr dort in die Hände fällt. Das hätte sie besser nicht getan! Am nächsten Tag hat es ihre beste Freundin Marle scheinbar nie gegeben. Einzig Tristan erinnert sich an sie – können Leonie und er das Geheimnis dahinter lüften und ihre Freundin retten?

Es war einmal, im Märcheninternat
  • Ende gut, alles gut? Noch nicht. Denn Grimms Märchen gehen weiter.
  • Ein mysteriöses Buch, ein großes Geheimnis: Was ist wohl mit Rotkäppchens Märchen passiert?
  • Tauche ein in die magischen Welten der Gebrüder Grimm und erlebe ein Schulabenteuer über Mut und Freundschaft.
  • Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute – auf einer Schule voller Magie und Fantasie.
  • Das Kinderbuchdebüt von SPIEGEL-Bestseller-Autorin Katharina Herzog: eine Geschichte, die verzaubert.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.06.2023

Was, wenn es die Nachfahren der Märchen noch gäbe?

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Nach den Ferien geht es für Leonie wieder zurück aufs Märcheninternat Schloss Rosenfeld, dem einstigen Heim von Dornröschen. Seit ihrem 12 Geburtstag, als sie sich auf ihrer Party bei Wahrheit-oder-Pflicht ...

Nach den Ferien geht es für Leonie wieder zurück aufs Märcheninternat Schloss Rosenfeld, dem einstigen Heim von Dornröschen. Seit ihrem 12 Geburtstag, als sie sich auf ihrer Party bei Wahrheit-oder-Pflicht in einen Frosch verwandelte, ist ihr ihr Märchenerbe und ihre Abstammung vom Froschkönig bekannt. Sie schämt sich fürchterlich dafür, dass sie sich in Momenten der Erregung unkontrolliert in einen Frosch verwandelt und die Rückverwandlung noch nicht im Griff hat. Ausgerechnet jetzt, zum Schuljahresbeginn passiert es ihr wieder und so begegnet sie ihrem neuen, geheimnisvollen und gutaussehenden Mitschüler Tristan aus Schottland, gleich in Froschgestalt. Klar mag sie ihn nun nicht, genau wie ihre beste Freundin Marle, die als Nachfahrin von Rotkäppchen Wölfe fürchtet und überzeugt ist, dass Tristan von einem Märchenwolf abstammt.Als Leonie und Tristan als Strafarbeit die geheime Kammer von Dornröschen abstauben müssen, verstößt Leonie gegen die Regeln und findet ein verborgenes, verbotenes Buch, das sie öffnet. Es stammt von einem verstoßenen Ferdinand Grimm und seine Märchenversionen klingen ganz anders, viel düsterer! Nun lässt es sich nicht mehr schließen und schon bald muss sie spüren, wie mächtig das Buch ist, denn die Geschichten in ihm werden wahr. Als erstes verschwindet Marle und außer ihr und Tristan erinnert sich niemand mehr an sie. Wie kann sie Marle zurückbringen und weiteres Unheil verhindern?

Die Märchen der Gebrüder Grimm kennt jeder, auch wenn sie hier gar nicht so nett wegkommen, immerhin haben sie ihren Bruder Ferdinand verstoßen! Seine Märchen waren aber auch wirklich zu düster und gruselig und der Gedanke, dass sie wahr werden würden, ein wahrer Albtraum! Marle hat nun nicht nur ihre beste Freundin Marle verloren, an die sich niemand mehr erinnert, sie muss nun auch zwangsweise mit Tristan zusammenarbeiten, obwohl sie ihm nicht traut. Was ist sein Geheimnis? Was verschweigt er? Welchem Märchenclan gehört er an und warum bekommt er Privatstunden? Aber cool ist er irgendwie schon, kein Wunder, dass Blanche und Rosa voll auf ihn abfahren und Leonies bester Freund Hans sehr eifersüchtig reagiert! Hier wird ein spannendes Internatsabenteuer rund um die Nachfahren von Märchenclans absolut im Sinne der Leserschaft erzählt. Die Dialoge sind sehr natürlich und authentisch und ihre Sorgen und Nöte, abgesehen von der Magie, ist absolut Zielgruppen gerecht. Diese ständige Peinlichkeit und das sich Schämen, für Dinge, für die man nichts kann und schon gar nicht, sie zu verändern, wie seine Herkunft! Erstes romantisches Interesse für andere, oder eben auch nicht. Dieser ständige Vergleich innerhalb der Peergroup und diese Selbstzweifel, gegen die am besten Freundschaft hilft gefällt mir sehr gut. Das Beste ist die Nachricht: sei einfach Du selbst, Du bist gut, wie du bist! Dabei lernen wir dann noch den zwiespältigen Ferdinand Grimm kennen, der nicht einfach gut oder böse ist. Denn eigentlich ist im wahren Leben nie etwas nur gut oder nur schlecht, das ist nur in Märchen so und eigentlich auch nicht dort. Das wollte Ferdinand eigentlich nur erzählen, bis bei ihm, etwas schief ging, warum und was, hat er aber wohl nie erfahren...

Auch wenn die Geschichte in sich abgeschlossen ist und Leonie und Tristan hinter so einige Geheimnisse von Ferdinand Grimm und sein verbotenes Buch kommen, bleibt immer noch genug Gefahr und Geheimnis für eine Fortsetzung über die ich mich sehr freuen würde. Denn einige der Gestalten, die Leonie frei gesetzt hat, sind noch immer frei und bedrohen nicht nur die Bewohner von Schloss Rosenfels. Die Vignetten von Nathalie Kranich geben schon mal gute Eindrücke von dem Schloss und seinen Bewohnern. Über zusätzliche Illustrationen von ihr hätte ich mich sehr gefreut.

Für Märchen- und Fantasyfans unbedingt zu empfehlen. Ab 10 Jahren.

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Veröffentlicht am 19.06.2023

Spannend, humorvoll und absolut mitreißend

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Ich liebe Märchen, weshalb ich natürlich sehr neugierig auf dieses Buch war, dass sich dem Thema nicht gerade klassisch nähert, sondern vielmehr ein Was-wäre-wenn-Szenario aufzeigt. Ein sehr gutes, wie ...

Ich liebe Märchen, weshalb ich natürlich sehr neugierig auf dieses Buch war, dass sich dem Thema nicht gerade klassisch nähert, sondern vielmehr ein Was-wäre-wenn-Szenario aufzeigt. Ein sehr gutes, wie ich schon einmal vornewegnehmen möchte.
Dass Katharina Herzog schreiben kann, dass hat sie in vielen Büchern überzeugend dargelegt. Sie schafft es, einen mit ihren Worten in den Bann zu ziehen und Bilder vor dem inneren Auge erscheinen zu lassen. Auch wenn sich die Geschichte für meinen Geschmack ein wenig langsam aufgebaut hat, konnte mich die Entwicklung voll und ganz überzeugen. Sobald die Handlung Fahrt aufgenommen hat, kann man sich nicht mehr lösen und muss herausfinden, wie alles zusammenhängt und wer für die nicht ungefährlichen Entwicklungen verantwortlich ist. Doch nicht nur die einzigartigen Figuren und die überaus rasante Handlung mit all den unerwarteten Wendungen begeistert, sondern auch der überaus humorvolle Ton, der auf jeder Seite mitschwingt. Ich habe das Buch nach dem Lesen an meine Tochter weitergegeben, die es mittlerweile auch schon verschlungen hat. Wir beide freuen uns nun schon auf die Fortsetzung und können es kaum erwarten, zu erfahren, wie es nun weitergeht. Für alle Märchen-Fans ein absolutes Muss.

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Veröffentlicht am 04.06.2023

Riesige Leseempfehlung - Großartiges Buch für alle Märchenfans

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Katharina Herzog hat mit „Finsterwelt“ ein großartiges Buch für alle Märchenfans geschaffen!
Bereits das Cover finde ich unheimlich spannend und nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich verraten, dass ...

Katharina Herzog hat mit „Finsterwelt“ ein großartiges Buch für alle Märchenfans geschaffen!
Bereits das Cover finde ich unheimlich spannend und nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich verraten, dass es sehr gut zum Inhalt passt.
Als Leonie und der neue Mitschüler Tristan das Märchenbuch Finsterwelt finden, beginnen die Probleme auf dem Internat Schloss Rosenfels. Denn Finsterwelt ist ein Märchenbuch voller böser Märchen ohne Happy End.
Leonie hat mir als Hauptprotagonistin sehr gut gefallen. Besonders gut gefallen hat mir, dass sie nicht eine dieser klassischen Nachfahrinnen war, die von Dornröschen oder Rapunzel abstammen, denn Leonie stammt vom Froschkönig ab. Leonie ist eine mutige Protagonistin, die sich immer wieder traut auch die eine oder andere Schulregel zu brechen, um ihren Freunden zu helfen. Auch die anderen Charaktere haben mir alle auf ihre Art und Weise gefallen – denn nicht nur Leonie hat ihre Probleme und die anderen Nachfahren haben mit ihrer Magie und der Kontrolle dieser keine leichte Aufgabe.
Von mir gibt es eine riesige Leseempfehlung für alle großen und kleinen Märchenfans, die gern einmal ein Internat für Nachkommen von Märchenfiguren besuchen möchten. Ich bin schon sehr gespannt auf Leonies nächstes Abenteuer!

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Veröffentlicht am 30.04.2023

Schönes Buch

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Inhalt

In ein Internat für Kinder aus Märchenfamilien zu gehen, ist nicht so wunderbar wie es klingt, wenn man vom Froschkönig abstammt. Es ist schon schwierig genug, 12 zu sein, aber sich unkontrolliert ...

Inhalt

In ein Internat für Kinder aus Märchenfamilien zu gehen, ist nicht so wunderbar wie es klingt, wenn man vom Froschkönig abstammt. Es ist schon schwierig genug, 12 zu sein, aber sich unkontrolliert in einen Frosch zu verwandeln, ist noch viel, viel schlimmer! Und das passiert Leonie ausgerechnet vor Tristan, dem neuen, gut aussehenden Jungen, von dem keiner so richtig weiß, aus welcher Familie er eigentlich kommt. Als Leonie die alte Märchenkammer im Dornröschenturm entstauben muss, öffnet sie ein Buch, das ihr dort in die Hände fällt. Das hätte sie besser nicht getan! Am nächsten Tag hat es ihre beste Freundin Marle scheinbar nie gegeben. Einzig Tristan erinnert sich an sie – können Leonie und er das Geheimnis dahinter lüften und ihre Freundin retten?

Danke an den Dressler Verlag für das Rezensionsexemplar. Das beeinflusst nicht meine Meinung.

256 Seiten
Autorin: Katharina Herzog
Hardcover 14,-€

Cover

Das Cover finde ich ganz cool. Es wäre mir als Kind vermutlich aber zu furchteinflößend gewesen, sodass ich danach eher nicht gegriffen hätte. Vielleicht wirkt es etwas zu düster, denn die Märchenatmosphäre kann ja auch ganz anders sein.

Meine Meinung

Ich mochte dieses Buch sehr gerne. Obwohl wenn ich selbst gar nicht so ein Märchenkind bin und Angst hatte, dass das zu Verständnisproblemen führt, wenn man nicht alle Märchen kennt, hat mich das Buch überzeugt. Alle Märchen wurden immer nochmal kurz wiedergegeben und auch jemand, der nicht alle im Original gelesen hat, versteht alles. Ich hab sogar richtig Lust drauf bekommen, die Märchen doch mal zu lesen.

Das Buch ist einfach eine geniale Idee. Eine Schule für Kinder mit Märchen-Abstammung - wie cool! Das Setting war großartig und es hat Spaß gemacht, alles zu entdecken. Die Figuren sind toll geschrieben und man sich vor allem sehr gut in Leonie hineinversetzen.

Die Story an sich war auch sehr aufregend. Von Anfang an war ich gefesselt und wirklich schnell kamen eine große Spannung und ein Suchteffekt auf! Ich fand es so schön, die Entwicklung der Beziehungen zwischen den Figuren mitzuerleben und bin auch gespannt, wer da noch welche Rolle spielen wird.

Ich fand das Ende echt fies und habe etwas Angst vor Band Zwei, freue mich aber gleichermaßen drauf!

Daher von mir 5 Sterne

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Veröffentlicht am 17.04.2023

Ein märchenhafter Auftakt, der große Lust auf mehr macht!

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Als ich zum ersten Mal von „Finsterwelt“ hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich liebe Internatsgeschichten und an Büchern, die in irgendeiner Weise mit Märchen zu tun haben, kann ich immer nur schwer ...

Als ich zum ersten Mal von „Finsterwelt“ hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich liebe Internatsgeschichten und an Büchern, die in irgendeiner Weise mit Märchen zu tun haben, kann ich immer nur schwer vorbeigehen. Da mich Cover und Klappentext direkt ansprachen und mir meine bisherigen Werke von Katharina Herzog zudem seht gut gefallen haben, stand für mich schnell fest, dass ich ihre erste Kinderbuchreihe kennenlernen möchte.

Leonie geht seit kurzem auf das Internat Schloss Rosenfels, eine Schule für die Nachkommen von Märchenfiguren. Hier wird man nicht nur in langweiligen Fächern wie Mathe unterrichtet – man erfährt auch mehr über die Märchenwelt und spielt Völkerball auf fliegenden Teppichen. Hört sich doch toll an, oder? Wenn man aber vom Froschkönig abstammt und sich ständig unbeabsichtigt in einen Frosch verwandelt, ist das Ganze irgendwie nicht so cool. Leonie ist alles andere als begeistert als sie an ihrem 12. Geburtstag erfährt, dass ausgerechnet der Froschkönig ihr Vorfahre ist. Ihre ständigen Verwandlungen sind einfach nur nervig und oberpeinlich. Und wie soll es anders sein: Natürlich begegnet sie ihrem neuen Mitschüler Tristan zum ersten Mal in ihrer froschigen Gestalt. Na super. Dieser peinliche Vorfall ist jedoch schnell vergessen, als Leonie im Dornröschenturm ein verbotenes Buch findet und es öffnet. Am nächsten Tag ist ihre beste Freundin Marle spurlos verschwunden, es ist, als hätte es sie nie gegeben. Nur der geheimnisvolle Tristan erinnert sich noch an sie. Gemeinsam mit ihm versucht Leonie dem Ganzen auf den Grund zu gehen.

Geschichten über magische Schulen, an denen Kinder mit besonderen Fähigkeiten unterrichtet werden, gibt es mittlerweile ziemlich viele und auch Bücher mit Märchenanspielungen sind keine Seltenheit. Wer nun aber denkt, dass es sich bei „Finsterwelt“ um eine Story wie schon hundertmal gelesen handelt, hat falsch gedacht. Katharina Herzog hat mit ihrem Kinderbuchdebüt definitiv etwas Einzigartiges geschaffen. Sie hat gekonnt bekannte Elemente mit eigenen coolen Ideen verknüpft und als Ergebnis eine Geschichte aufs Papier gebracht, die sämtliche Zutaten enthält, die ein gutes Kinderbuch ausmachen. Und die gemeinsam mit den stimmungsvollen schwarz-weiß Vignetten von Nathalie Kranich ein rundum stimmiges Gesamtpaket ergibt.

Bereits die ersten paar Seiten, auf denen wir in das Setting eingeführt werden und unsere 12-jährige Hauptprotagonistin Leonie kennenlernen, konnten mich packen und begeistern. Mit dem Internat Rosenfels hat die Autorin einfach einen genialen Schauplatz erschaffen. Man lässt sich nur zu gerne in dieses burgähnliche Schloss mitnehmen und hat direkt das Gefühl, selbst dort zu sein. Dank der bildlichen Beschreibungen gelingt es einem wirklich spielend leicht, in diese zauberisch-düstere Kulisse einzutauchen. Gemeinsam mit unserer personalen Erzählerin Leonie streift man durch die Schule und den finsteren Fintserwald, man nimmt an außergewöhnlichen Fächern wie Märchenkunde und Braukunst teil und lernt dabei viele weitere Bewohnerinnen des Internats kennen.
Trotz meiner Faszination für diese magische Schule bin ich mir jedoch nicht sicher, ob ich mit Leonie hätte tauschen wollen. Es wird nämlich schnell deutlich, dass es gar nicht so prickelnd ist, wenn man aus einer Märchenfamilie kommt und dass eigentlich jeder der Internatsschüler
innen sein Päckchen zu tragen hat. So hat Leonie ihre Froschverwandlungen nicht unter Kontrolle, ihr Freund Hans (ein Abkömmling aus „Hans im Glück“) leidet an Tauschsucht und selbst die fiese Rosa, die von der liebreizenden Dornröschen abstammt, hat es nicht leicht. Die Geschichte zeigt somit, dass niemand von uns perfekt ist und man mit seinen Problemen nicht alleine ist. Zudem wird verdeutlicht, wie wichtig es ist zusammenzuhalten und einander vertrauen können und immer an sich selbst zu glauben.

Die Geschichte enthält so einige schöne Botschaften, geschickt verpackt in einem fantastischen Abenteuer voller Unvorhersehbarkeiten und rätselhafter Vorkommnisse und mit ein kleines bisschen Grusel. Langeweile kommt beim Lesen garantiert nicht auf. Es passiert einfach ständig etwas neues Aufregendes, sodass man ordentlich ins Mitfiebern gerät und sich immerzu fragt, wie wohl alles miteinander zusammenhängt: Was hat es mit dem Buch auf sich, das Leonie in der Märchenkammer findet? Was ist mit ihrer Freundin Marle passiert, die kurz darauf spurlos verschwunden ist? Und was hat der neue Schüler Tristan zu verbergen?

Neben der Spannung kommt auch der Witz nicht zu kurz. Die Geschichte kann mit so einigen amüsanten Einfällen und Szenen aufwarten wie beispielsweise ein mürrisches Einhorn namens Manfred und die bereits erwähnten froschigen Verwandlungen unserer Protagonistin. Bei letzterem ist einem zwar klar, dass Leonie darunter leidet, aber irgendwie kann man trotzdem nicht anders, als darüber zu schmunzeln.
Sehr gut gefallen hat mir auch, wie die Autorin die Gebrüder Grimm mit eingebaut hat. Es werden nämlich nicht nur viele klassische Märchen erwähnt – auch über die Hintergründe ihrer Verfasser erfahren einiges. Natürlich hat sich Katharina Herzog dabei ein paar künstlerische Freiheiten erlaubt, aber ihrer Danksagung kann man entnehmen, dass manches auf realen Tatsachen beruht.

Überzeugend sind auch die vielen unterschiedlichen Charaktere. Leonie ist eine sympathische und authentische Protagonistin, die man mit ihrer aufgeweckten und mutigen Art einfach gernhaben muss. Ich habe sie im Nu in mein Herz geschlossen und auch der Großteil der weiteren Figuren mochte ich sehr. Es macht einfach nur großen Spaß, Zeit mit dieser Truppe zu verbringen, am liebsten würde man sich am Ende sofort ins nächste Abenteuer mit ihnen stürzen. Wie gut, dass wir uns auf dieses gar nicht allzu lange gedulden müssen. Der zweite Band soll voraussichtlich dieses Jahr im August erscheinen und ich freue mich schon sehr darauf!

Fazit: Mit ihrem Kinderbuchdebüt ist der deutschen Autorin Katharina Herzog ein wunderbarer Reihenauftakt gelungen, der von Anfang bis Ende fesselt und große Lust auf mehr macht. „Finsterwelt. Das verbotene Buch“ ist ein unterhaltsam-fantasievolles Internatsabenteuer voller märchenhafter Magie, Geheimnisse und Freundschaft, spannend und humorvoll erzählt und toll kombiniert mit historischen Fakten. Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen. Wer Märchen und magische Schulgeschichten mag, der wird auch Finsterwelt mögen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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