Cover-Bild Besuch aus ferner Zeit
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Diana
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 576
  • Ersterscheinung: 10.05.2021
  • ISBN: 9783453292499
Katherine Webb

Besuch aus ferner Zeit

Roman
Babette Schröder (Übersetzer)

Liv Molyneaux ist gerade in das alte Haus ihres Vaters in Bristol gezogen. Er ist verschwunden und Liv glaubt nicht an die Theorie der Polizei, dass er Selbstmord begangen hat. Sie hofft, zwischen Martins Sachen in der Wohnung und der Buchbinderwerkstatt einen Hinweis zu finden. Neben der Trauer um ihr totgeborenes Kind wird Liv nachts immer wieder von seltsamen Geräuschen und dem Weinen eines Babys geweckt. Ist das alles Einbildung, oder steckt mehr dahinter?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.07.2021

Geisterstunde

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Der Klappentext von Katherine Webbs neuem Roman „Besuch aus ferner Zeit“ hörte sich so mystisch und interessant an, dass mir klar war, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Obwohl ich also mit sehr ...

Der Klappentext von Katherine Webbs neuem Roman „Besuch aus ferner Zeit“ hörte sich so mystisch und interessant an, dass mir klar war, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Obwohl ich also mit sehr viel Vorfreude und Motivation an den fast 600 Seiten starken Wälzer herangegangen bin, war ich relativ schnell versucht, den Roman zu pausieren. Durch die ersten Kapitel musste ich mich förmlich durchbeißen. Insbesondere der Teil, der in der Vergangenheit spielt, hatte einen zähen Start. Bethia ist eine eitle Frau, die es durch Heirat geschafft hat, ihre ärmlichen Verhältnisse zu verlassen. Sie engagiert sich im Armenhaus, jedoch nicht aus Nächstenliebe, sondern um sich zu profilieren. Generell ist sie von allem was sie tut, sei es ihr Gesang, ihre Qualität als Vorleserin etc. sehr überzeugt und sieht sich gerne im Mittelpunkt. Eines Tages beschließt sie, ihre Hilfe einer Frau aufzudrängen, die 20 Jahre in einem Heuhaufen gelebt hat. Als sie der vermeintlichen Landstreicherin gegenüber steht, fällt Bethia aus allen Wolken. Dieser Schockmoment war für mich der Auslöser, der die Blase der Trägheit zum Platzen brachte und von einer Sekunde auf die andere war ich plötzlich mitten im Geschehen. Die Handlung springt in Rückblenden weiter zurück und erzählt eine unfassbar tragische Geschichte über den Schaden, den die strengen Konventionen der Gesellschaft anrichten können.
Parallel dazu gibt es noch eine Handlung in der Gegenwart. Liv will nicht glauben, dass ihr Vater sich umgebracht hat sondern hofft täglich auf seine Rückkehr. Die Suche nach Spuren lenkt sie von ihren eigenen Problemen ab und löst gleichzeitig immer wieder Zweifel an ihrer geistigen Gesundheit in ihr aus. Nachts hört sie das Weinen eines Kindes und bei Tag steht immer wieder ein Obdachloser vor ihrer Tür und fragt nach Personen, von denen sie nie gehört hat.
Ich mochte die Atmosphäre von „Besuch aus ferner Zeit“ sehr. Man sollte allerdings ein wenig offen sein, für Dinge, die mit Wissenschaft nicht zu erklären sind, um sich richtig auf die Geschichte einzulassen. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der Lust auf eine dramatische Geistergeschichte hat. Insbesondere für die Herbstzeit finde ich den Roman sehr passend. Für mich hat es sich auf jeden Fall gelohnt, trotz des zähen Anfangs durchzuhalten, denn ich wurde mit einem sehr guten und besonderen Schmöker belohnt.

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Veröffentlicht am 14.07.2021

Ein wirklich lesenswerter Roman

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Livs Vater ist spurlos verschwunden und so entschließt Liv sich in seinem Haus nach Spuren zu Suchen.
Es scheint gerade so als hätte jemand in großer Eile die Sachen von Martin durchsucht.
Da Liv aber ...

Livs Vater ist spurlos verschwunden und so entschließt Liv sich in seinem Haus nach Spuren zu Suchen.
Es scheint gerade so als hätte jemand in großer Eile die Sachen von Martin durchsucht.
Da Liv aber auch noch um ihr tot geborenes Kind trauert kann sie ihre Träume die sie jede Nacht heimsuchen nicht so ganz zuordnen. Nur eines ist ihr klar, etwas steckt hinter den Träumen.

Für mich ist es der erste Roman den ich von der Autorin Katherine Webb gelesen habe, wieso kann ich gar nicht sagen vielleicht hat es sich einfach nie ergeben.
Bei diesem Roman hier hatte mich gleich der Klappentext angesprochen und so dachte ich wieso nicht und habe mich darauf gefreut mit dem Lesen beginnen zu können.
Was mir nicht so ganz klar war, ist dass es hier auch um die Vergangenheit geht was mich aber so gar nicht gestört hat.
Liv hat eine sehr schwere Zeit hinter sich oder besser sie ist noch mitten drin als ihr Vater verschwindet. Irgendwie kann sie nicht glauben das er nicht mehr kommen wird. Dazu kommen die seltsamen Träume die sie nur im Haus ihres Vaters hat und sie schwer durcheinander bringen.
Mir ist der Einstieg ins Buch nicht ganz leicht gefallen und es hat etwas gedauert bis ich mich ganz auf die Handlung und das Buch einlassen konnte, doch dann konnte ich es nur schwer aus der Hand legen.
Die Handlung des Romans war auf zwei Zeitstränge aufgebaut, einmal die Gegenwart und dann noch die Vergangenheit. In der Gegenwart wird alles aus Livs Sicht erzählt und in der Vergangenheit wird der Hauptteil aus der Sicht von Bethia erzählt von der anderen Figur schreibe ich hier besser nichts.
Das was man in diesem Roman erlebt ist nicht unbedingt leichte Kost, aber es ist so gut erzählt das man erfahren möchte wie denn alles ausgeht.
Als ich richtig in der Handlung drin war konnte ich dem Handlungsverlauf immer sehr gut folgen nur manche Entscheidungen die getroffen wurden waren nicht so ganz nachvollziehbar für mich.
Der Spannungsbogen war wirklich bis zum Schluss gespannt und es gab einiges womit ich so gar nicht gerechnet hätte.
Die wirklich sehr verschiedenen Figuren des Romans waren alle mit viel Liebe zum Detail beschrieben, so dass ich mir diese während des Lesens sehr gut vorstellen konnte.
Mit Bethia hatte ich von Anfang an meine Probleme und mit ihr wurde ich bis zum Schluss nicht warm. Bei Liv war ich zu Beginn noch etwas skeptisch aber als man ihre Geschichte erfahren hat wusste man ja wieso sie sich so verhält.
Obwohl ich noch nie in Bristol war konnte ich mir alle Handlungsorte anhand der Beschreibungen vor dem inneren Auge entstehen lassen .
Alles in allem ein wirklich lesenswerter Roman mit dem ich schöne Lesestunden verbracht habe.
Für den Roman vergebe ich sehr gerne alle fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 25.06.2021

Ein Buch das mitnimmt

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Liv ist eine junge Frau, die es nicht einfach hat. Mit 6 von ihrem Vater verlassen, von der gegen ihren Vater hasserfülten Mutter gelenkt und großgezogen, erleidet sie gleich zwei große Schicksalsschläge.

Erst ...

Liv ist eine junge Frau, die es nicht einfach hat. Mit 6 von ihrem Vater verlassen, von der gegen ihren Vater hasserfülten Mutter gelenkt und großgezogen, erleidet sie gleich zwei große Schicksalsschläge.

Erst verliert sie ihr Baby und zieht sich zurück,  will sich sammeln und bricht auch vorübergehend alle Kontakte ab, auch den Kontakt zu ihren Vater, bis der zweite Schicksalsschlag sie erwischt.

Ihr Vater verschwindet spurlos, zwischen der Vermutung eines Selbstmordes und keiner Erklärung, entschließt sich Liv in das Haus ihres Vaters zu ziehen. Einerseits möchte sie ihm nahe sein auf diese Weise und andererseits möchte sie wissen was passiert ist und wo ihr Vater ist.

Doch gleich nachdem sie in das Haus einzieht, passieren ungewöhnliche Dinge.  Liv ist geplagt von Albträumen und hört immer wieder ein weinendes Baby und leise Stimmen,  sie kann nicht verstehen ob sie wach ist oder nur träumt.

Als sie dann in ihrem Laden Adam kennenlernt,  der jeden Tag kommt um seinen Kakao zu trinken, fängt die Geschichte an in verschiedenen Zeiten zu spielen. Hauptsächlich das Jahr 1831 und zusammenhängend zu der Handlung gibt es Rückblenden ins Jahr 1791. Adam fragt immer nach zwei Personen Polly und Cleo, er möchte wissen was mit ihnen geschah. Immer wenn er von dieser Zeit erzählt, ist es wie als ob es jemand anders aus ihm hinaus tut. 

Betiha die in der Vergangenheit einer der Hauptcharaktere ist, ist eine herablassende unsympathische Person,  die dunkelhäutige Menschen verachtet und schlecht behandelt.

Die Vergangenheit erzählt über Sklaverei und wie Menschen anders behandelt wurden und gehen einem sehr nah.

Alle Handlungsstränge und Zeitformen hängen zusammen, was man erst am Ende versteht.

Ob Liv ihren Vater findet? Das muss der Leser selbst herausfinden.

Ein zartes romantisch weites Cover, so weit wie die Zeiten in der die Handlung immer wieder spielt.

Die Charaktere sind authentisch, sie sins so gut geschrieben, dass man mit jeder Seite denkt, man lernt die Personen richtig kennen und kann sich in sie hineinversetzen.

Zum Buch dazu bekam ich einen handgeschriebenen Brief von Katherine Webb, der berührt und auf die Schicksalsschläge von Menschen und die Gefühle die mit den Erlebnissen zusammenhängen aufmerksam macht.

Und ein schönes Lesezeichen aus Tanyas Laden ist dabei,  ob das die Tanya aus dem Buch ist, der sich Liv langsam öffnet? 

Ich finde das Buch sehr gelungen und es fesselte mich, ich habe es nur in wenigen Tagen gelesen und saß manchmal fünf Stunden am Stück beim Lesen ohne es zu merken.

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Veröffentlicht am 15.06.2021

Besuch aus ferner Zeit

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Die Autorin Katherine Webb hat ein tolles Händchen und weiß genau wie sie die Charaktere im Buch beschreiben muss. Man kann sich diese genau vorstellen. Dadurch fällt es einem leicht, sich in die Gefühle ...

Die Autorin Katherine Webb hat ein tolles Händchen und weiß genau wie sie die Charaktere im Buch beschreiben muss. Man kann sich diese genau vorstellen. Dadurch fällt es einem leicht, sich in die Gefühle und Gedanken in allen Farben und Formen vorzustellen.
Im Buch befinden wir uns gleich in zwei Zeitebenen.
Die Erzählstränge sind durch Überschriften mit Zeitangabe markiert, auf insgesamt 21 Kapitel abwechselt man von der Gegenwart in die Vergangenheit hin und her.
Die Geschichte ist leicht mystisch und mysteriös gestaltet, was mich persönlich sehr ans Buch gefesselt hat.

Liv durchlebt gleich zwei Schicksalsschläge. Einmal trauert sie um ihr tot geborenes Baby und dann sucht sie in Bristol nach ihrem verschwundenen Vater.
Sie beschließt in Haus von ihrem Vater in Bristol zu ziehen, was vielleicht am Ende doch keine so gute Idee war. Sie möchte aber heraus finden, wohin und wie ihr Vater Martin verschwunden ist.
Bald schon plagen ihr Alpträume und auch das Weinen eines Babys bringt Livs Gefühlswelt immer wieder in wanken.
Wird Liv den Grund für das mysteriösen Verschwinden ihres Vaters herausfinden?
Was hat es mit diesen alptraumhaften Geräuschen im Haus auf sich? Spielt ihr das Gehirn einen Streich?
Die Spannungen beginnen mit ganz feinen Andeutungen, dass in Martins Haus etwas nicht mit rechten Dingen zugehen könnte, doch der Spannungsbogen ist hoch, je mehr der Leser aus der Vergangenheit erfährt desto mehr klärt sich die Geschichte und wird immer unheimlicher, den eines wird plötzlich klar, diese Stimmen bildet sich die depressive Liv nicht ein.
Hat ihr Vater die Stimmen auch gehört? Hat dies etwas mit dem verschwinden zu tun?
Und da ist dann auch noch ein Mann, der immer wieder zu Liv kommt und nach zwei Frauen fragt.
Neben diesem Handlungsstrang in der Gegenwart gibt es einen weiteren, der uns zurückführt ins Jahr 1831, als Bethia Shiercliffe eine Landstreicherin namens Louisa in das von ihr betreute Armenhaus aufnimmt.
Doch schon bald versetzt Louisa Bethia in Aufregung, denn Bethia hat ihre Geheimnisse und Angst, dass ihr angenehmes Leben schnell zu Ende sein könnte.
Haben vielleicht die beiden Erzählstränge etwas mit dem verschwinden von ihrem Vater zu tun?

Mich hat die Geschichte in beiden Zeiten sehr ergriffen und man wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht.
Die Sprünge von Gegenwart und Vergangenheit haben einen sehr gefesselt. Man bekam deutliche Einblicke aus vergangener Zeit, in der Sklaverei und den Standesunterschied zwischen Weiß und Schwarz gewesen ist.
Das Cover zeigt einen einsamen Haus in England, der in der untergehenden Sonne friedlich in goldenem Schimmer liegt.

Ich kann die Autorin bisher nicht, aber sie hat mich sehr in die Geschichte mitgenommen.
Somit ganz klare 5 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 27.05.2021

Bleibt im Gedächtnis

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Bristol, heute: Liv erlebt gerade eine schwere Zeit. Sie hat ihr Baby verloren und ihr Vater ist spurlos verschwunden. Die Polizei geht von Selbstmord aus. Liv will das nicht glauben. Sie zieht in das ...

Bristol, heute: Liv erlebt gerade eine schwere Zeit. Sie hat ihr Baby verloren und ihr Vater ist spurlos verschwunden. Die Polizei geht von Selbstmord aus. Liv will das nicht glauben. Sie zieht in das alte Haus ihres Vaters um ihn zu suchen. Dort merkt sie sofort, daß irgendetwas nicht stimmt. Die Möbel sind verschoben und ihr sonst so ordentlicher Vater hat ein ziemliches Durcheinander hinterlassen. Auch ein alter Mann gibt ihr Rätsel auf. Er taucht wie aus dem Nichts auf und will zwei völlig unbekannte Frauen sprechen. Als Liv nachts dann Stimmen und ein Baby weinen hört, glaubt sie den Verstand zu verlieren. Ist es ihrem Vater ebenso ergangen?

Bristol, 1831: Bethia ist mit einem einflussreichen Mitglied des Stadtrats verheiratet. Deshalb betreut sie das Armenhaus der Stadt. Sie setzt sich dafür ein, daß eine Bettlerin dort aufgenommen wird. Zu spät merkt sie, daß diese alte Frau ihre Vergangenheit kennt. Sie könnte Bethias Geheimnisse ans Tageslicht bringen. In Bethia reift ein perfider Plan, um die alte Bettlerin loszuwerden. Doch es ist zu spät. Die Schatten aus der Vergangenheit haben Bethia bereits eingeholt.

"Besuch aus ferner Zeit" von Katherine Webb besteht eigentlich aus zwei Geschichten. Wobei jede dieser Geschichten eine Klasse für sich ist. Man merkt aber schnell, daß die Gegenwart ohne die Vergangenheit gar nicht möglich wäre. Die Autorin erzeugt durch ihre dramatische Erzählweise eine mystische Stimmung. Sie beschreibt die Gefühle ihrer Charaktere so echt, daß man ihre Trauer, Sehnsucht und auch Wut hautnah miterlebt. In der Vergangenheit wird der Leser in eine Zeit versetzt, in der die Europäer sich ganz selbstverständlich für "die Krone der Schöpfung" hielten. In der Gegenwart muß man dann feststellen, daß sich dieses Denken in einigen Köpfen bis heute erhalten hat. Am Schluß bleiben einige Fragen offen. Das bewirkt, daß man dieses Buch nicht einfach weglegen kann, sondern noch länger darüber nachdenken muß. Dieses Buch wird mir auf jeden Fall im Gedächtnis bleiben!

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