Cover-Bild Die Frauen am Fluss

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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Diana
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 496
  • Ersterscheinung: 14.05.2018
  • ISBN: 9783453292079
Katherine Webb

Die Frauen am Fluss

Roman
Babette Schröder (Übersetzer)

England, 1922. Zuerst stellt die Ankunft der Londonerin Irene die Ordnung des idyllischen Dorfes Slaughterford auf eine harte Probe. Kurz darauf geschieht ein brutaler Mord. Der Tote ist ein angesehener Gutsherr – und Irenes Mann. Gemeinsam mit dem Stallmädchen Pudding begibt sich Irene auf die Suche nach der Wahrheit. Die Spuren führen das ungleiche Paar tief in die angrenzenden Wälder und zu einer Liebe, die nicht sein durfte und ein ganzes Dorf schuldig werden ließ.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2018

Mord in Slaughterford: Katherine Webb überrascht mit einem ausgeklügelten Krimiplot- trotz etwas zähem Einstieg, lohnt es sich dranzubleiben. Süffiger historischer Cosy- Krimi.

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Die junge Irene, Tochter aus gutem Hause und frischgebackene Mrs. Hadleigh, hat anfangs keinen leichten Stand in ihrer neuen Heimat. Im beschaulichen Slaughterford, führen die Dörfler ein recht einsames ...

Die junge Irene, Tochter aus gutem Hause und frischgebackene Mrs. Hadleigh, hat anfangs keinen leichten Stand in ihrer neuen Heimat. Im beschaulichen Slaughterford, führen die Dörfler ein recht einsames Leben, das von harter Arbeit geprägt ist. Irene, die Londonerin, wird misstrauisch beäugt, vor allem von der Tante, ihres Gatten Alistair, Nancy. Nancy ist eine harte Frau und glaubt, dass Irene nicht gut genug für ihren Neffen ist. Vor allem, weil sich um Irene, kurz vor ihrer Eheschließung ein brisanter Skandal rankte. Irene verliebte sich einst in den Mann ihrer Freundin; eine unglückliche Liebe. Umso dankbarer ist Irene ihrem Mann, dass er, obwohl er von diesem Skandal und Irenes Liebeskummer wusste, dennoch um ihre Hand anhielt. Und das, obwohl er wusste, dass Irene zu diesem Zeitpunkt noch nicht in der Lage war, ihn zu lieben.

Im Gegensatz zu Irene, die in Slaughterford erst noch lernen muss, sich heimisch zu fühlen, ist die sechzehnjährige Pferdepflegerin auf dem Gut, von allen nur kurz „Pudding“ genannt, weil sie bereits als Kind sehr rundliche Formen besaß, eine Einheimische, die sich wohl in ihrer Haut fühlt und das dörfliche Leben sehr mag.
Eigentlich haben Irene und Pudding so gar nichts gemeinsam, doch dann wird Alistair ermordet aufgefunden und ausgerechnet Puddings Bruder, ein Kriegsversehrter, der immer noch mit posttraumatischen Belastungsstörungen zu kämpfen hat, wird als Täter verhaftet. Pudding, die ihren sanftmütigen Bruder über alles liebt, kann nicht glauben, dass er zum Mörder wurde, dazu sind Alistairs tödliche Verletzungen dermaßen erschreckend, dass das ganze Dorf geschockt ist, von der Brutalität des Täters.
Irene und Pudding beginnen damit, sich auszutauschen und Fragen im Dorf zu stellen, was einige Bewohner von Slaughterford beunruhigt. Ausgerechnet ein altes Buch, das Pudding, eine begeisterte Leserin von Gruselgeschichten und unaufgeklärten Mordfällen, in die Hände fällt, wird ihnen die richtige Spur weisen, wenn sie denn den Wettlauf gegen die Zeit gewinnen können, da Puddings Bruder bald angeklagt und hingerichtet werden soll….

Und dann ist da noch ein Liebespaar, die stumme Clemmie, die sich ausgerechnet in einen jungen Mann verliebt, der unpassender nicht sein könnte. Beide versuchen, ihre Liebe füreinander vor den Dörflern geheim zu halten, doch dann wird Clemmie schwanger…

Ich liebe schon seit langem Katherine Webbs historische Romane, die zumeist sehr abenteuerlich, mysteriös und spannend geschrieben sind und habe mich daher sehr auf das Lesen ihres aktuellen Romans „Die Frauen am Fluss“, gefreut. Diesmal entführt die Autorin ihre Leser in ländliche Idylle und ich muss zugeben, dass ich mich anfangs sehr schwer damit getan habe, die Geschichte mit der nötigen Begeisterung zu verfolgen, da sich die ersten 150 Seiten doch recht langatmig anließen. Viele Figuren wurden vorgestellt und dazu beschrieb Katherine Webb den Alltag in Slaughterford dermaßen akribisch, dass die Handlung zunächst etwas auf der Stelle trat.

Als ich schon enttäuscht eine Lesepause machen wollte, wendete sich das Blatt jedoch. Ab dem Moment, als Irenes Ehemann ermordet aufgefunden wurde, zog die Autorin dermaßen heftig an der Spannungsschraube, dass ich nur verwundert die Augen reiben konnte. Dass die Autorin einen sehr bildhaften Schreibstil besitzt, wusste ich bereits, dass sie dazu aber einen dermaßen ausgeklügelten Krimiplot aus dem Hut zaubern würde, hätte ich nicht vermutet. Ich möchte nicht spoilern, doch einen Tipp habe ich für alle Neugierigen. Man sollte wirklich alle Romanpassagen aufmerksam lesen, damit man vielleicht etwas eher als Irene und Pudding, den vollen Durchblick erhält. Ich war von dem überraschenden Ende und besagtem Schachzug der Autorin wirklich sehr angetan und konnte ihr daher die ersten zähen 150 Seiten schnell wieder verzeihen.

Dazu mochte ich Pudding sehr, die eine sehr offene, liebenswerte und zupackende Romanfigur war und die, obwohl ihre Familie dermaßen vom Schicksal gebeutelt wurde, nie aufgab. Die sehr zurückhaltende Irene, entwickelte sich dagegen erst nach und nach. Ihre Selbstfindung fand ich allerdings ebenso stark und plausibel geschildert.
Trotz des zähen Einstiegs, möchte ich nicht weniger als 4.5 von 5 Punkten vergeben, da die Story sich so rasant ins Positive entwickelte und es die Autorin einfach versteht, ihre Leser ans Buch zu fesseln mit interessanten und mysteriösen Geschichten.

Kurz gefasst: Mord in Slaughterford: Katherine Webb überrascht mit einem ausgeklügelten Krimiplot- trotz etwas zähem Einstieg, lohnt es sich dranzubleiben. Süffiger historischer Cosy- Krimi.

Veröffentlicht am 30.05.2018

Ein spannender Familienkrimi

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Inhaltsangabe: Quelle Diana-Verlag
England, 1922. Zuerst stellt die Ankunft der Londonerin Irene die Ordnung des idyllischen Dorfes Slaughterford auf eine harte Probe. Kurz darauf geschieht ein brutaler ...

Inhaltsangabe: Quelle Diana-Verlag
England, 1922. Zuerst stellt die Ankunft der Londonerin Irene die Ordnung des idyllischen Dorfes Slaughterford auf eine harte Probe. Kurz darauf geschieht ein brutaler Mord. Der Tote ist ein angesehener Gutsherr – und Irenes Mann. Gemeinsam mit dem Stallmädchen Pudding begibt sich Irene auf die Suche nach der Wahrheit. Die Spuren führen das ungleiche Paar tief in die angrenzenden Wälder und zu einer Liebe, die nicht sein durfte und ein ganzes Dorf schuldig werden ließ.

Meine Meinung zur Autorin:
Katherine Webb, hat mit ihrem neuen Roman „ Die Frauen am Fluss“, einen sehr dichten, spannendem und Atmosphärischen Roman über eine geheimnisvolle Liebe geschaffen die nicht sein durfte. Ein Geschichte voll von Rache, Eifersucht, mysteriöser und dunkler Geheimnisse. Das ganze spielt auf zwei Zeitebenen 50 Jahre vorher 1872 und 1922, die sie sehr gut mit einander verwebt hat. Vier starke Frauen die stumme Clemmie, Nancy die Tante von Alistar Irene seine Frau und Pudding das Stallmädchen, stehen im Zentrum der Geschichte. Obwohl sie so unterschiedlich sind, verbindet sie ein dunkles und schreckliches Geheimnis. Das ganze entwickelt sich als ein sehr raffinierter Familienkrimi. Ihr Schreibstil ist sehr mitreißend, und spannend sie führt einem gekonnt auf manche falsche Fährte, alles ist sehr Bildhaft beschrieben. Ihre Figuren wirken real und auch die einzelnen Charaktere sind gut heraus gearbeitet.“ Ein tolles Buch das einem beim Lesen auf die Folter spannt und einem mitfiebern lässt.“

Zum Inhalt:
Sehr schön ist das England und die Menschen um 1872 und 1922 beschrieben, mit all ihren Standesdünkel, ob in London oder im idyllischen Dörfchen Slaugford. Irene die Londonerin tat mir schon sehr Leid, als sie nach ihrer Hochzeit mit Alistar Hadleigh dem Gutsherr und Betreiber der Mühle in diesem Idyllischen Dorf landet. Gut Irene schien am Anfang sehr reserviert und Kühl, aber nach und nach entdeckt man ihren wahren Charakter, es war nicht so einfach sich dem Alltag auf dem Land einzufügen. Besonders die Nancy, die Tante von Alistar macht es ihr nicht leicht, eine sehr unsympathische und unterkühlte Frau. Sie scheint Eifersüchtig auf Irene zu sein, sie vergöttert Alistar geradezu. Nur in dem Stallmädchen Pudding, eine sehr liebenswerte Person, findet sie allmählich eine Freundin und vertraute. Beim Umbau eines Zimmers im Gutshaus, taucht im Kamin eine mysteriöse Puppe auf, was hat es mit ihr auf sich, wer hat sie dort versteckt? Mit der Unterstützung von Pudding macht sich Irene auf um heraus zubekommen, woher sie stammt, dabei stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens. Als auch noch Alistar auf brutalste Weise ermordet wird, und ausgerechnet Donny der behinderte Bruder von Pudding in Verdacht gerät der Mörder zu sein, nur weil man ihn bei der Leiche fand. Er beteuert seine Unschuld, was ihm nichts nutzt, nur Pudding und auch später Irene glauben an seine Unschuld. Puddings Verzweiflung ist so Spürbar, sie glaubt ihrem Bruder Donny und findet in Irene eine Verbündete. Beide machen sich auf die Suche nach der Wahrheit, sie stoßen dabei auf schreckliche und dunkle Geheimnisse, aber für die Polizei scheint die Sache abgeschlossen. Ob es ihnen am Ende gelingt Donny vor dem Strang zu retten, die Zeit wird knapp.

Veröffentlicht am 14.05.2018

Ein netter, atmosphärischer, spannender Frauenroman.

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In diesem neuen Roman von Katherine Webb findet man im Grunde alles, was man von einem englischen Frauenroman erwartet: spannende, starke Frauenfiguren, Atmosphäre samt Sittengemälde der zwanziger Jahre ...

In diesem neuen Roman von Katherine Webb findet man im Grunde alles, was man von einem englischen Frauenroman erwartet: spannende, starke Frauenfiguren, Atmosphäre samt Sittengemälde der zwanziger Jahre des letzten Jh., mehrere Liebesgeschichten. Hinzukommen der Mord und die privaten Ermittlungen.

Klappentext beschreibt die Eckpunkte der Geschichte ganz gut: „England, 1922. Zuerst stellt die Ankunft der Londonerin Irene die Ordnung des idyllischen Dorfes Slaughterford auf eine harte Probe. Kurz darauf geschieht ein brutaler Mord. Der Tote ist ein angesehener Gutsherr – und Irenes Mann. Gemeinsam mit dem Stallmädchen Pudding begibt sich Irene auf die Suche nach der Wahrheit. Die Spuren führen das ungleiche Paar tief in die angrenzenden Wälder und zu einer Liebe, die nicht sein durfte und ein ganzes Dorf schuldig werden ließ.“

Es geht erst sehr gemächlich los, was an sich schön und entspannend wirkt. Das Eintauchen in die Atmosphäre der damaligen Zeit gelingt mühelos. Man ist in Irenes Erinnerungen bei ihrem Erwachsenwerden und Nach-dem-wohlhabenden-Mann-in-London-Ausschau-halten hautnah mit dabei. Wie es damals so war, eine junge Frau zu sein, mit all den heute als Anachronismen geltenden Dingen, deutlich werdend auch beim gestörten Verhältnis zu ihrer Mutter, steht klar vor Augen.

Nach Irenes Heirat begleitet man sie in die Dorfidylle Slaughterford auf das Anwesen ihres Mannes Alistair. Ein ruhiges, schönes Leben nah an der Natur. Doch wie es sich nach und nach herausstellt, die Idylle trügt. Und als Alistair brutal ermordet wird, und Irene gemeinsam mit ihrer neuen Freundin Pudding nach dem Mörder sucht, da tun sich die Abgründe auf.

Über diese Freundschaft der ungleichen Frauen, die einander dort ergänzen, wo die Defizite, in welcher Hinsicht auch immer, auftauchen, war nett und ermunternd zu lesen. Da sich die Polizei als unfähig erwies, haben sich die zwei jungen Frauen zusammengetan. Was sie herausgefunden haben, das hätten sie anfangs wohl kaum für möglich gehalten.
Irene kam sympathisch rüber, obwohl sie erst distanziert und etwas kühl rüberkam. Eine realistische Darstellung, denn die damalige Erziehung forderte die jungen Frauen der „besseren Gesellschaft“, sich so zu verhalten. Von zarter und schmaler Statur beweist sie die innere Stärke und Talent zu eigenhändigen Ermittlungen. Auch Pudding, so ziemlich das genaue Gegenteil zu Irene, mit ihrer schlichten Art, aber guten Portion Neugier und der stark ausgeprägten Fähigkeit, logisch zu denken, habe ich gerngehabt. Pudding ist so fest entschlossen, ihrem im ersten Weltkrieg zum Invaliden gewordenen Bruder zu helfen, dass sie einen sofort mitreißt und durch die Geschichte trägt. In dem Sinne weist der Roman auch eine deutliche anti-Krieg Note auf, denn er führt die tragischen Konsequenzen für die einfachen Leute aus dem Dorf und ihre Familien deutlich vor Augen.

Zum Schluss gab es Überraschungen, mehrere, der besonderen Art. Die Auflösung kann man nicht unbedingt klassisch nennen, sie hat aber auch durchaus ihre Reize. Vielleicht auch deshalb wird mir dieser bemerkenswerte Roman von Katherine Webb lange im Gedächtnis bleiben.

Fazit: Ein netter, atmosphärischer, spannender Frauenroman, den frau gern abends oder am verregneten Wochenende durchschmökern kann. Für Fans der Autorin und englischer Frauenromane ein Muss.
Lassen Sie sich einfach überraschen.