Cover-Bild Girl With No Past
9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: INK
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 16.02.2017
  • ISBN: 9783863965945
  • Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Kathryn Croft

Girl With No Past

Barbara Müller (Übersetzer)

Ich wusste sofort, dass ich etwas in Händen hielt, was ich nicht sehen wollte. Dennoch zog ich die Karte aus dem Umschlag und starrte auf die Schrift.

Alles Gute zum Jahrestag!

Ich fürchtete, mich übergeben zu müssen, faltete dennoch die Karte auseinander. Auf der Innenseite stand mein Name.

Leah

Einzig mein Vorname. In kindlicher Schrift. Jeder Buchstabe hatte eine andere Größe. Ich warf die Karte zurück auf den Tisch, als könnte sie mir körperliche Schmerzen zufügen. Meine Wohnung schien noch kleiner zu werden, als versuchte sie, mich zu erdrücken ...

Meine Vergangenheit holte mich ein.

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2017

Schuld

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Die Bibliothekarin Leah lebt allein und bescheiden in einer kleinen Wohnung in London. Völlig zurückgezogen von anderen Menschen, ohne Freunde, ohne Familie. Dieses Leben hat sie jedoch selbst gewählt, ...

Die Bibliothekarin Leah lebt allein und bescheiden in einer kleinen Wohnung in London. Völlig zurückgezogen von anderen Menschen, ohne Freunde, ohne Familie. Dieses Leben hat sie jedoch selbst gewählt, denn ein Ereignis in ihrer Vergangenheit lässt sie keinen Frieden finden. Als sie gerade beginnt wieder etwas Mut zu fassen und die ersten vorsichtigen Bande einer Freundschaft zu ihrer Kollegin Maria bindet und in einem Online-Portal den Administrator Julian kennenlernt, geschieht etwas. Sie erhält einen Brief von einem Unbekannten und die Botschaft des Briefes ist sehr deutlich: "Alles Gute zum Jahrestag!", steht darin. Das kann nur eines bedeuten, jemand kennt Leah und weiß, was sie vor einer ganzen Weile getan hat.

Das Cover des Buches ist sehr gut gemacht und passt sehr gut zum Buch.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut, die Protagonisten und Orte werden sehr gut dargestellt.

Das Buch ist aus der Sicht von Leah (Ich-Form) geschrieben und spielt abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit.

Am Anfang verwirrten mich diese Zeitsprünge etwas. Trotz der Jahreszahl am Anfang des Kapitels musste ich mehrfach zurückblättern um es zeitlich einordnen zu können.

Dazu trug auch die Tatsache bei, dass die Gegenwart grammatikalisch in der Vergangenheitsform und die Vergangenheit in der Gegenwartsform geschrieben ist.

Auch der eine oder andere ungewöhnliche Name (Imogen, Mione) klang für mich komisch.

Das Buch war zwar gut zu lesen und nie langweilig, richtige Spannung kam aber auch nicht wirklich auf, da manche Dinge sehr vorhersehbar waren. Auch der "Schreiber" an Leah war für mich (als begeisterter Krimi- und Thrillerleser) relativ klar.

Fazit: Guter Psychothriller, dem es etwas an Spannung fehlt. 4,5 Sterne

Veröffentlicht am 20.02.2017

Deine Vergangenheit holt dich ein...

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Das Buch beginnt mit einem Prolog aus dem Jahr 2003 - der leider noch gar nicht viel verrät, aber schon einige Fragen aufwirft. Das hat mir gut gefallen, denn ich konnte gar nicht schnell genug weiterlesen.
Überhaupt ...

Das Buch beginnt mit einem Prolog aus dem Jahr 2003 - der leider noch gar nicht viel verrät, aber schon einige Fragen aufwirft. Das hat mir gut gefallen, denn ich konnte gar nicht schnell genug weiterlesen.
Überhaupt ist das Buch sehr gut aufgebaut, da die Geschichte zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit hin- und herspringt. Dadurch erfährt man langsam aber sicher Ereignisse aus Leahs Jugend, die sie jetzt einzuholen drohen. Keine Sorge: Da die Jahreszahlen über den Kapiteln immer angegeben sind, kommt man nicht durcheinander.

Leah als Protagonistin konnte schon mal Pluspunkte sammeln, weil sie ein richtiger Booknerd ist. Sie arbeitet nicht nur in der Bücherei, ihre ganze Wohnung besteht aus Büchern :) Leider war das aber auch das einzige, was sie mir sympathisch gemacht hat. Sie lebt sehr einsam, will von der Außenwelt nichts wissen. Sonst ist sie in meinen Augen eher naiv und ich konnte einige Handlungen und auch Gedanken von ihr überhaupt nicht nachvollziehen.

Nichtsdestotrotz wollte ich natürlich wissen, was der Ursprung ihrer Ängste und ihres Verhaltens ist - und dafür musste ich weiterlesen :D Zwischendrin gibt es einige langatmige Passagen, die ich nicht gebraucht hätte. Gegen Ende kommt dann aber nochmal richtig Spannung auf. Hier versteht es die Autorin, nicht nur durch den Inhalt, sondern auch durch fiese Wechseln in der Zeit den Leser an das Buch zu fesseln.

Leider wurde ich nicht ganz überrascht, sondern habe mir schon denken können, wer hinter allem steckt (auch hier muss ich über Leahs Naivität schimpfen, dass sie das nicht gemerkt hat...). Das hätte die Autorin noch etwas besser verstecken können.

Alles in allem war ich aber dann doch sehr angetan von dem Buch - deswegen gibt es von mir 4 Sterne :) Mal sehen, was es demnächst von der Autorin zu lesen gibt.

Veröffentlicht am 17.02.2017

Spannend und unerwartet

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Das Cover gefällt mir sehr, es ist dunkel und macht Lust auf einen tolle Geschichte.
Der Klappentext war für mich sehr interessant und aus diesem Grund wollte ich es gerne
lesen.
Ich hatte anfangs Schwierigkeiten ...

Das Cover gefällt mir sehr, es ist dunkel und macht Lust auf einen tolle Geschichte.
Der Klappentext war für mich sehr interessant und aus diesem Grund wollte ich es gerne
lesen.
Ich hatte anfangs Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen. Die ständingen Zeit-
sprüngen haben mich verwirrt. Aber im Nachhinein betrachtet waren sie sehr gut, um alles
genau zu verstehen.
Nachdem ich mich ein paar Kapitel durch das Buch zwingen musste, hatte es mich
ab ca. dem 6ten Kapitel gepackt. Ich bin froh, dass ich weitergelesen habe.
Die Story ist sehr verworren und jedesmal wenn ich dachte, ich hätte die Lösung, wurde
ich eines besseren belehrt. "Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!" Dieser
Spruch passt hier perfekt. Die Spannung war immer da, weil jedesmal wieder etwas passierte oder etwas aus der Vergangenheit berichtet wurde. Sehr schön!
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und jeder passt auf seine Weise gut in die Geschichte.
Und auch die situationsbedingten Handlungen konnte man weitgehenst nach vollziehen.
Der Schreibstil war anfangs anstrengend, aber nach einiger Zeit habe ich mich gut eingefunden.
Ab dem 6ten Kapitel ca. sind bei mir die Seiten so durchgeflutscht.

Ich vergebe 4 von 5 Sternchen

Veröffentlicht am 25.09.2017

Geheimnisse kommen immer ans Licht

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Ich fühlte mich von dem Cover sehr angesprochen und war wirklich gespannt auf die Geschichte.
Ich gebe deshalb nur drei Sterne, da ich leider nicht mit der Protagonistin Leah warm geworden bin. Sie lebt ...

Ich fühlte mich von dem Cover sehr angesprochen und war wirklich gespannt auf die Geschichte.
Ich gebe deshalb nur drei Sterne, da ich leider nicht mit der Protagonistin Leah warm geworden bin. Sie lebt zurückgezogen und kaum mit Kontakt zu anderen Menschen, nur durch ihre Arbeit ist sie mit Maria befreundet, die sie aber nicht ausserhalb an sich ranlässt. Man merkt schnell, das Leah eine schlimme Vergangenheit hat und das es auch um dieses Geheimnis geht, das ihr ganzes Leben beeinträchtigt und sie eher Komparse in ihrem Leben ist, statt dran teilzunehmen.
Nur online gibt sie sich der Möglichkeit auf ein "normales" Leben hin und trifft dort auf Julian, der ihr sehr gefällt. Doch das alles wird überschattet, als sie die ersten Briefe und Mails aus ihrer Vergangenheit bekommt. Denn jemand will nicht, das Leah vergisst.
Das Buch ist eher ruhig geschrieben, was nicht schlimm ist, und man erfährt später auch den Grund für ihre Abgeschiedenheit, aber zwischendurch fehlte mir einfach das Gefühl. Das Ende ist für mich sehr überraschend gewesen und sehr gut gewählt.

Veröffentlicht am 27.09.2017

Belastende Jugendsünden

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Leah führt ein einsiedlerisches und minimalistisches Leben. Dieses hat sie sich aufgrund prägender Ereignisse in ihrer Jugend selbst auferlegt. Am wiederholten Jahrestag erhält sie per Post eine Karte ...

Leah führt ein einsiedlerisches und minimalistisches Leben. Dieses hat sie sich aufgrund prägender Ereignisse in ihrer Jugend selbst auferlegt. Am wiederholten Jahrestag erhält sie per Post eine Karte und wird von ihrer Vergangenheit eingeholt.

Der Plot wird in Ich-Form aus Leahs Sicht erzählt. Die Kapitel wechseln sich ab in Gegenwart und Vergangenheit. Leah hat einen durchstrukturierten Tagesablauf. Die geringste Abweichung bringt sie aus dem Konzept. Sie ist ein großer Bücherfreund und arbeitet in einer Bücherei. Sie hat keine Freunde und kein Privatleben. Lediglich zu ihrer Mutter fährt sie hin und wieder zu Besuch. Bereits als Kind war sie eine Einzelgängerin. Durch die Vergangenheits-Kapitel erfährt der Leser, wie Leah auf der weiterführenden Schule Freundschaft mit Imogen schloss und wie sie sich im Laufe der Jahre weiter entwickelt sowie ihre Freunde Adam und Corey kennen gelernt haben. An einem schicksalhaften Tag ging die Freundschaft in die Brüche. Die Gegenwart erzählt, welch ödes Leben Leah führt und wie sich nach Erhalt der Karte die „Bedrohungen“ in Form von Post, E-mails und persönlichen Übergriffen ihr gegenüber häufen. Sie versucht zu ermitteln, wer dahinter steckt und so werden für den Leser die einzelnen Puzzleteile nach und nach, leider sehr zäh, zusammengesetzt.

Fazit: Meiner Meinung nach ist der Buchtitel schon nicht passend gewählt. Schließlich hat Leah eine bewegte Vergangenheit und leidet nicht an Amnesie. Weiterhin fehlt mir hier ein Anstieg des Spannungsbogens. Nach etwa der Hälfte des Buches habe ich ziemlich die Lust verloren, weil der Plot nicht in die Gänge kam und der Leser wie ein kalter Fisch an der Angel zappeln gelassen wird. Nur das Interesse am Ausgang und die Hoffnung, dass die ersehnte Spannung doch noch eintritt, hat mich zum Weiterlesen ermutigt. Alles in allem bin ich enttäuscht und hätte in der Zeit lieber ein anderes Buch gelesen. Außerdem ist das Verhalten von zwei Personen in dem Buch für mich absolut nicht nachvollziehbar.