Cover-Bild Das Haus der roten Töchter

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10,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 496
  • Ersterscheinung: 14.01.2019
  • ISBN: 9783453422971
Kazuki Sakuraba

Das Haus der roten Töchter

Roman
Marie Rahn (Übersetzer)

Eine japanische Familiensaga, die sich über drei Generationen erstreckt

Japan 1953: Manyo, das Mädchen aus den Bergen, hat eine besondere Gabe: Sie kann die Zukunft voraussehen. Doch sie verrät nicht, was ihre Visionen beinhalten. Als ihr eigener Stamm sie aus diesem Grund verstößt, muss sie unten im Tal leben. Mit ihrem langen schwarzen Haar und ihren großen Augen fällt sie in der kleinen Dorfgemeinschaft auf. Jahre später nimmt der Sohn der angesehensten und reichsten Familie sie zur Frau. Doch warum erwählt er ausgerechnet die arme Manyo? Dieses Geheimnis wird Manyos Enkelin Toko erst Jahrzehnte später lüften. Und auch, warum ihre Großmutter auf dem Sterbebett sagte: „Ich bin eine Mörderin.“

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 4 Regalen.
  • 2 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2019

Rezension zu Das Haus der roten Töchter - Ernüchternd historisch

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Wissenswertes:
Autor: Kazuki Sakuraba
Titel: Das Haus der roten Töchter
Originaltitel: Akakuchibake no Densetsu
Gattung: Roman
Erscheinungsdatum: 14.01.2019
Verlag: HEYNE
ISBN: 978-3-453-422971-1
Preis: ...

Wissenswertes:
Autor: Kazuki Sakuraba
Titel: Das Haus der roten Töchter
Originaltitel: Akakuchibake no Densetsu
Gattung: Roman
Erscheinungsdatum: 14.01.2019
Verlag: HEYNE
ISBN: 978-3-453-422971-1
Preis: 10,99 € (Broschiert) & 9,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 496 Seiten

Inhalt:
Japan 1953: Manyo, das Mädchen aus den Bergen, hat eine besondere Gabe: Sie kann die Zukunft voraussehen. Doch sie verrät nicht, was ihre Visionen beinhalten. Als ihr eigener Stamm sie aus diesem Grund verstößt, muss sie unten im Tal leben. Mit ihrem langen schwarzen Haar und ihren großen Augen fällt sie in der kleinen Dorfgemeinschaft auf. Jahre später nimmt der Sohn der angesehensten und reichsten Familie sie zur Frau. Doch warum erwählt er ausgerechnet die arme Manyo? Dieses Geheimnis wird Manyos Enkelin Toko erst Jahrzehnte später lüften. Und auch, warum ihre Großmutter auf dem Sterbebett sagte: „Ich bin eine Mörderin.“

Cover:
Ein schönes und passendes Cover im Stil der japanischen Kunst.

Meine Meinung:
Im Grunde genommen handelt dieses Buch von vergehenden Jugenden, von verblassenden Ären und der Sterblichkeit der Menschen und ihrer Leben.
Gleich zu Beginn dieses Buches wurde mir bewusst, dass der Schreibstil der Autorin etwas besonders ist, denn obwohl sich der erste Teil dieser Geschichte um Manyo dreht, wird das Buch aus der Sicht ihrer Nichte Toko wiedergegeben, der ein Teil dieser Geschichte wiederrum erzählt worden ist. Aber dadurch, dass das Buch in Sachen Wirtschaft und Leben abseits der Großstädte weit ausholte, geriet dies bei mir des Öfteren in Vergessenheit, sodass ich immer mal wieder überrascht war, als dann sozusagen Tokos Gedanken durchbrachen.
Was mich ebenfalls, aber besonders zu Anfang des Buches ein wenig enttäuscht hat, waren die sich ständig wiederholenden Methapern und Namen. Denn ich war immer der Meinung man benutze diese, um einem Buch mehr Ausdruck und Wortvielfalt zu verleihen und nicht um ständig wiederholt zu werden.
Trotzdem der Tatsache, dass die wirtschaftliche Lage und alles wichtige Geschichtliche mit ins Buch eingeflossen sind, was dem Buch ja durchaus etwas reelles gab, fand ich das Buch an vielen Stellen unglaubwürdig realitätsfremd. Beispielsweise als einer der Charaktere von einem Zug überfahren wurde und die beiden kleinen Mädchen die Leichteile eingesammelt haben. Ähh hallo? Kindheitstrauma sage ich da nur.
Und eine Sache stört mich jetzt nach Beenden des Buches ganz besonders, nämlich die Tatsache, dass Manyo ja offensichtlich in die Zukunft sehen konnte, ihr aber nie in den Sinn kam diese zu ändern? Ich meine, wenn ich sehen würde, dass mein Sohn sterben wird, würde ich dann nicht versuchen die Zukunft zu ändern? Sein Leben retten? Statt einfach abzuwarten?
Dann gab es da ja noch Manyos Geständnis mit dem Mord und ja ich gebe zu, dass ich am Ende nur noch weitergelesen habe, um zu erfahren, wen sie denn nun umgebracht haben soll. Aber sogar dies war letztlich nur ein Lückenfüller, denn Manyo hat absolut nichts Schlimmes verbrochen.

Fazit:
Leider muss ich sagen, dass dieses Buch für mich sehr enttäuschend war. Es war mehr ein historischer Roman über Japans Wandel im Laufe des 19. Jahrhunderts, die Charaktere waren wenig tiefgründig, die Handlung überschaubar und das Ende ernüchternd.
Von mir gibt es deshalb nur 2 Sterne.

Veröffentlicht am 07.02.2019

Langweilig, weil ich zu den Figuren keine Beziehung aufbauen konnte.

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In ihrem Roman "Das Haus der roten Töchter" erzählt Kazuki Sakuraba ein Familienepos aus Japan. Der Roman erscheint 2019 im Heyne Verlag.


Japan 1953: Manyo, das Mädchen aus den Bergen kann die Zukunft ...

In ihrem Roman "Das Haus der roten Töchter" erzählt Kazuki Sakuraba ein Familienepos aus Japan. Der Roman erscheint 2019 im Heyne Verlag.


Japan 1953: Manyo, das Mädchen aus den Bergen kann die Zukunft voraussehen. Ihre Visionen machen ihrem eigenen Stamm Angst und sie verstossen sie. Von nun an lebt sie bei einer Adoptivfamilie im Tal und fällt durch ihr äußeres Erscheinungsbild mit ihrem langen schwarzen Haar auf. Der Sohn der angesehenen Familie Akakuchiba nimmt sie später zur Frau. Wieso erwählt er ausgerechnet die arme Manyo? Ist ihre Schönheit der Grund? Erst nach Manyos Tod lüftet ihre Enkelin Toko dieses Geheimnis und auch die Aussage ihrer Großmutter auf dem Sterbebett, als sie behauptet, eine Mörderin zu sein.


Veröffentlicht am 04.02.2019

Etwas langatmige Geschichte ohne roten Faden, bei der mir zudem ein atmosphärisches Setting fehlte

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Manyo wird 1943 als Tochter der "Bergmenschen" geboren und wird aufgrund ihrer tödlichen Visionen von ihrem Stamm verstoßen. Sie wächst sodann bei liebevollen Adoptiveltern im Tal auf und kümmert sich ...

Manyo wird 1943 als Tochter der "Bergmenschen" geboren und wird aufgrund ihrer tödlichen Visionen von ihrem Stamm verstoßen. Sie wächst sodann bei liebevollen Adoptiveltern im Tal auf und kümmert sich um ihre jüngeren Geschwister. Lesen und Schreiben lernt sie nie, jedoch wird der Sohn der reichen Familie Akakuchiba in einer Teestube auf sie aufmerksam und wird sie wenige Jahre später heiraten.

Zeit ihres Lebens fragt sich Manyo, warum sie als Braut ausgewählt wurde. Sie hat weiterhin Visionen, in denen sie den Tod naher Angehöriger vorhersieht. Manyo bringt trotz einer distanzierten Ehe mit Yoji fünf Kinder zur Welt, die sich alle unterschiedlich und sehr eigenwillig entwickeln. Yoji hat über Jahre eine Konkubine, mit der er eine Tochter zeugt, die später bei den Akakuchibas aufwächst.

Der älteste Sohn stirbt früh und kann das Stahlunternehmen der Familie in Benimidori nicht übernehmen, weshalb Yoji noch vor seinem eigenen Tod einen geeigneten Nachfolger sucht, den seine älteste Tochter Kemari heiraten soll. Sie ist zu diesem Zeitpunkt bereits erfolgreiche Shojo-Manga-Künstlerin und kann so die Familie fast allein finanziell über Wasser halten, als es zum Einbruch der Wirtschaft kommt. Sie wird Toko zur Welt bringen, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird.

"Das Haus der roten Töchter" ist eine Geschichte über eine japanische Familie, die sich über drei Generationen, von den 1950er-Jahren beginnend, erstreckt. Es ist, gerade im zweiten Teil des Buches, nicht immer einfach den Überblick über die vielen handelnden Personen zu behalten, was vermutlich auch an den für Europäer fremd klingenden Vornamen liegt. Ein Familienstammbaum im Anhang hätte ich deshalb hilfreich gefunden.

Aufgrund der im Klappentext erwähnten mystischen Elemente und der furchtbaren Tat, die Manyo begangen haben soll, war ich sehr neugierig auf diesen Roman, der aber nicht so geheimnisvoll-magisch und spannend ist, wie erhofft. Die drei Frauen, die diese Familiensaga ausmachen, konnten mich nicht fesseln und auch der Schreibstil der Autorin war mir nicht mitreißend und anschaulich genug, um mich in die Nachkriegszeit, die Zeit des Wirtschaftsaufschwungs und späteren -niedergangs, der Bubble-Economy, und auch das Land Japan versetzen zu können.

Insbesondere Manyo passte für mich aufgrund ihrer Charakterisierung als ungebildetes, einfältiges Bergmädchen, das passiv alles erduldet und sich kaum weiterentwickelt nicht als Heldin eines Romans. Kemari hatte als "wildes Mädchen" der japanischen Subkultur und Anführerin eines Motorradclubs zwar deutlich mehr Persönlichkeit, verlor ihren Freigeist jedoch als Erwachsene. Ihre Tochter Toko, die die Familiengeschichte vom Hörensagen erzählt und sich zum Ziel gesetzt hat, aufzuklären, wen und warum ihre Großmutter ermordet hat, bleibt gegenüber ihren Vorfahren blass. Der dritte Teil des Buches war durch die Detektivarbeit Tokos völlig anders erzählte und wirkte im Vergleich zu den ersten beiden Teilen viel weniger lebendig.

Weil man als Leser schon frühzeitig weiß, warum Manyo in die Familie Akakuchiba einheiraten musste bzw. welche Hoffnung damit verbunden war, blieb am Ende nur noch die Frage offen, weshalb sich Manyo auf ihrem Sterbebett als "Mörderin" bezeichnet, um das Interesse des Lesers für die Lösung des Geheimnisses aufrecht zu erhalten, die dann jedoch recht enttäuschend und wenig verwunderlich war.
Mir fehlte der rote Faden in der Familiengeschichte und auch das wenig atmosphärische Setting konnte mich nicht überzeugen.