Cover-Bild V is for Virgin
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12,90
inkl. MwSt
  • Verlag: ONE
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 29.05.2020
  • ISBN: 9783846600986
Kelly Oram

V is for Virgin

Stephanie Pannen (Übersetzer)

Valeries Herz ist gebrochen. Ihr Freund hat sie verlassen, weil sie nicht mit ihm schlafen möchte, sondern damit bis zur Ehe warten will. Als ihre Geschichte bei YouTube viral geht, wird die Siebzehnjährige landesweit unter dem Namen Virgin Val bekannt. Das Chaos scheint perfekt, als dann auch noch Rockstar Kyle Hamilton vor ihr steht: Der Leadsänger der Band Tralse hat es sich zum persönlichen Ziel gemacht, sie zu verführen. Doch mit einer Sache hat Kyle nicht gerechnet: Val bereitet ihm ganz schönes Herzklopfen ...

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle - neuer Lesestoff von Erfolgsautorin Kelly Oram!

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.09.2020

Flüssiger Schreibstil aber Geschichte hat zu viele Schwachstellen.

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Ich war wirklich unglaublich neugierig auf das Buch, da ich so wahnsinnig viel darüber gehört habe und mir unbedingt meine eigene Meinung bilden wollte. Leider muss ich mich der vielen Kritik allerdings ...

Ich war wirklich unglaublich neugierig auf das Buch, da ich so wahnsinnig viel darüber gehört habe und mir unbedingt meine eigene Meinung bilden wollte. Leider muss ich mich der vielen Kritik allerdings in weiten Teilen anschließen.
Das Thema des Buches fand ich interessant und es hat mich sehr angesprochen. Anzusprechen, dass der erste Sex etwas ist, zu dem man sich weder zwingen noch überzeugen lassen sollte, finde ich persönlich sehr wichtig. Allerdings ist die Umsetzung der Thematik meiner Meinung nach nicht gut und viele Szenen waren überzogen und unpassend. Häufig kam es eher so rüber, als wäre es grundsätzlich etwas Schlechtes Sex zu haben und das auch noch vor der Ehe. Valerie als Protagonistin habe ich dementsprechend oft als schwierig und eher unsympathisch wahrgenommen. Umso bekannter sie beziehungsweise ihre Initiative wurde, desto abgehobener wirkte sie. Das plötzliche Leben im Scheinwerferlicht mit neunen Freunden und großer medialer Aufmerksamkeit, ließ sie leider häufig eher eingebildet wirken.

Auch Kyle als kompletter Gegenpol zu ihr hat mich nicht überzeugt. Er war für mich viel zu dominant und die Tatsache, dass er Valerie öffentlich nur über ihre Jungfräulichkeit definiert hat, hat mich sehr gestört und abgeschreckt.
Die Gründe aus denen Valerie ihre Meinung vertritt, waren für mich zudem nicht ganz glaubwürdig. Der Schreibstil war wirklich sehr flüssig und das Buch liest sich unheimlich gut. Auch Cara als Valeries beste Freundin und ihre ehrliche Art konnten noch ein paar Sympathiepunkte einholen.
Nichtsdestotrotz war das Buch für mich eher eine Enttäuschung. Meiner Meinung nach hätte einfach deutlicher werden müssen, dass es nicht nur darum geht mit dem Sex bis zur Ehe zu warten oder einfach keinen zu haben. Am wichtigsten ist es, dass jeder Mensch, egal welches Geschlecht, welches Alter oder mit wem, erst dann Sex haben sollte, wenn er bereit dazu ist. Ob es dann mit 15 oder 30 ist und mit einem festen Partner oder in einer unverbindlichen Beziehung sollte jedem selbst überlassen werden.
Mal schauen, ob mich Band 2 mehr überzeugen kann.

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Veröffentlicht am 20.09.2020

Wichtige Grundidee, aber furchtbare Message ....

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Valeria Jansen ist 17 Jahre und Jungfrau aus Überzeugung. Ihre leibliche Mutter ist ungefähr in ihrem Alter ungewollt schwanger geworden, weshalb Val für sich beschlossen hat, dass ihr Leben anders verlaufen ...

Valeria Jansen ist 17 Jahre und Jungfrau aus Überzeugung. Ihre leibliche Mutter ist ungefähr in ihrem Alter ungewollt schwanger geworden, weshalb Val für sich beschlossen hat, dass ihr Leben anders verlaufen soll und um dies zu schaffen, beschließt sie mit dem Sex bis zur Ehe zu warten. Als sie nach drei Monaten Beziehung ihren festen Freund darüber informiert, ist dieser alles andere als glücklich damit und beendet noch am selben Abend die Beziehung. Val ist außer sich vor Wut. Als am nächsten Tag in der Schule auch noch Gerüchte grassieren, dass ihr Exfreund mit ihr Schluss-gemacht habe, weil sie schlecht im Bett sei, platzt ihr der Kragen. Sie stellt sich vor versammelter Schule auf einen Cafeteria-Tisch und macht deutlich, dass sie niemals Sex hatte und bis zur Ehe auch keinen haben wird. Ein Schüler filmt ihren Auftritt und prompt geht dieser auf YouTube viral. Neben vielen negativen Kommentaren gibt es auch einige positive, die Val dazu bewegen einen Schritt weiterzugehen. Sie merkt, dass sie nicht die einzige ist, die mit dem Sex warten will und so ruft sie eine Kampagne ins Leben, die Menschen vermitteln soll, dass es in Ordnung ist zu warten oder abstinent zu leben, bis man sich bereit fühlt. Im Rahmen dessen bastelt sie Anhänger mit V für „Virgin“ und A für „Abstinence“, welche sie auf dem kommenden Schulfest verkaufen und die Erlöse an eine gemeinnützige Organisation spenden möchte. Ihr beste Freundin Cara möchte für diesen Anlass eine bekannte Nachwuchsband aus ihrer Stadt engagieren. So lernt Val Kyle Hamilton kennen. Dieser erfährt direkt von Vals Enthaltsamkeitsschwur. In Kyle weckt dieser das Bedürfnis, sie von ihren Überzeugungen abbringen zu wollen. Doch scheint er bei Val auf Granit zubeißen, so sehr er ihr auch zusetzt …

Charaktere:

So leid es mir auch tut, aber Val war mir einfach vom ersten Kapitel an unsympathisch. Allein die Tatsache, dass sie vor ihrem festen Freund zunächst geheim gehalten hat, dass sie bis zur Ehe warten möchte und dann sauer war, dass er es nicht cool findet, hat mich wirklich sauer gemacht. Versteht mich nicht falsch, ich finde die Grundidee des Buchs gut und vor allem wichtig. Niemanden sollte sich gezwungen fühlen Sex zu haben, bevor er sich bereit dafür fühlt, aber auf der anderen Seite finde ich auch nicht, dass jemand verurteilt werden sollte, weil er Sex haben möchte. Und genau das hat mir in dem Buch bzw. in Vals Verhalten vollkommen gefehlt. Für mich ist das Buch sehr, sehr rückschrittlich von seinen Aussagen her. Ja, nicht jeder muss mit 17 oder gar früher Sex haben. Wenn man für sich entscheidet, das man bis zur Ehe warten möchte (auch, wenn ich Vals Gründe jetzt nicht so schlüssig fand), auch in Ordnung. Aber dann auf der anderen Seite jungen Lesern vermitteln, dass es falsch sei Sex haben zu wollen? Finde ich fragwürdig. Ich hätte es besser gefunden, hätte das Buch deutlich gemacht, das Warten okay ist, ABER wenn man nicht warten möchte, dass man sich über Verhütung informieren sollte, man mit anderen darüber sprechen kann etc. Meiner Meinung nach könnte das Buch dafür sorgen, dass junge Leser sich unter Umständen schämen Sex haben zu wollen und das sollte doch wirklich nicht der Konsens sein, den man im 20. Jahrhundert vermittelt.

Ich bin ein bisschen vom Thema abgekommen, aber für mich hängt das alles mit Val als Charakter zusammen, denn sie war die, die diese Botschaft, meiner Meinung nach, so rübergebracht hat. Während ihre eigenen Freunde da teilweise doch ein bisschen andere Ansichten hatten und von Val eigentlich kein Gehör erhalten haben. Oder wenn, stark kritisiert wurden für ihre Meinung.

Zu Kyle, nachdem was ich zu dem Buch vorher gehört hatte, hatte ich ihn mir schlimmer vorgestellt. Ja, ich fand es etwas albern, dass er Val von ihrer Überzeugung ‚abbringen‘ wollte. Aber im Endeffekt, wollte er es ja nicht einfach so, sondern er hatte wirkliches Interesse an ihr und für ihn war Sex nichts Schlechtes. Er hat sie auch nicht direkt bedrängt, er war einfach ein bisschen nervig. Nicht, dass ich das für gut empfinde. Ein nein sollte immer ein nein sein. Ich will nur sagen, im Vergleich, zu dem, was ich erwartet habe, war er eigentlich ganz in Ordnung. Im letzten Drittel hat man ihn auch nochmal deutlich besser kennengelernt. Wiederum empfand ich seinen ‚change of heart‘ nach dem Zeitsprung, am Ende des Buchs, eher fragwürdig.

Ansonsten ist zu Cara noch zu sagen, dass ich sie leider auch irgendwie anstrengend fand. Ich fand gut, dass sie eine andere Ansicht als Val hatte und diese auch irgendwann offen ausgesprochen hat. Aber dennoch war es sehr überspitzt und überdramatisiert. Ich hätte mir da eher eine ernste, sachliche Aussprache gewünscht. Cara war mir auch ein bisschen zu Jungs-fixiert. Sie hat dieses Klischee von „lässt die beste Freundin sitzen, nachdem sie einen Freund hat“, sehr krass bedient.

Schreibstil/Spannungsbogen:
Der Schreibstil an sich war in Ordnung. Vor allem im hinteren Teil, als es weniger um das ganze Thema Jungfräulichkeit und Abstinenz ging, habe ich die Geschichte eigentlich ganz gerne verfolgt und sogar überlegt, ob ich nicht sogar noch den zweiten Band lesen/hören möchte. Aber der Großteil des Buchs hat mich durch den Umgang mit dieser Thematik und der Message, die es herübergebracht hat, wirklich, wirklich sauer gemacht. Deswegen kann ich auch nicht viel zum Spannungsbogen sagen. Es war für mich teilweise eine Qual, weil ich mich so viel aufgeregt habe. Ich wollte es aber nicht abbrechen, da mir wichtig war eine Rezension zu dem Buch zu schreiben und das hätte sich für mich falsch angefühlt, hätte ich es nicht bis zum Schluss gelesen/gehört.

Fazit:

Ich kann dieses Buch leider nicht empfehlen. Ja, es hat eine wirklich wichtige und gute Grundidee, aber meiner Meinung nach, hat die Autorin es eher fragwürdig umgesetzt. Ich finde es teilweise bedenklich was für Überzeugungen die Autorin jungen Leserinnen mitgibt. Es war für mich rückständig und sehr unaufgeschlossen. Kelly Oram ist vor allem für ihr Buch „Cinder & Ella“ bekannt. Ich habe es bisher nicht gelesen, aber es soll gut sein. Also, wenn ihr etwas von ihr lesen wollt, dann lest lieber das. Solltet ihr unbedingt „V is for Virgin“ lesen wollen und, wenn auch nur, um selbst zu sehen, ob die kritischen Meinungen gerechtfertigt sind, okay. Aber bitte geht ein bisschen kritisch dabei heran. Es ist vollkommen okay, wenn euch das Buch besser gefällt als mir und einigen anderen, ich gebe auch zu, dass es an einigen Stellen recht unterhaltsam war, aber wie gesagt: Bleibt bitte kritisch und hinterfragt die Dinge, die dort angesprochen werden.

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Veröffentlicht am 07.09.2020

R is for Rezension

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Diese Geschichte habe ich ganz spontan als Hörbuch gehört.
Natürlich fand ich die Vorlesestimme am Anfang super nervig, aber keine Sorge, daran gewöhnt man sich.

Aber jetzt zum Inhalt: Nachdem die 18-jährige ...

Diese Geschichte habe ich ganz spontan als Hörbuch gehört.
Natürlich fand ich die Vorlesestimme am Anfang super nervig, aber keine Sorge, daran gewöhnt man sich.

Aber jetzt zum Inhalt: Nachdem die 18-jährige Valerie in der Schulmensa verkündet hat, bis zur Ehe Jungfrau zu bleiben und ein Video davon viral geht, ist sie zuerst am Boden zerstört. Allerdings nutzt sie dann ihre plötzlich Berühmtheit, um Mädchen zur Abstinenz zu bewegen.
Eine wichtige Rolle spielt auch die Band „Tralse“, dessen Leadsänger Kyle unbedingt mit Valerie ausgehen möchte, ein Schmuckgeschäft und die A-Liste. Wie das alles miteinander zusammenhängt, müsst ihr aber selber herausfinden!

Die Idee der Geschichte fand ich eigentlich ganz gut. Allerdings zog es sich zwischendurch ziemlich, da sich die Beziehung zwischen Kyle und Valerie lange nicht weiterentwickelte. Außerdem gab es viele unnötige Streits, die ich persönlich teils unbegründet und nervig fand.
Auch den Sinn der Figur Isaac habe ich nicht ganz durchschaut.
Auf der anderen Seite hat mir der Schreibstil total gefallen und es gab einige witzige Unterhaltungen. Besonders der Epilog hat mich am Ende nochmal überzeugt.

Mein Fazit: Das Buch muss man nicht unbedingt besitzen. Und obwohl ich das Cover echt gerne mag und auch vom Klappentext ziemlich begeistert war, bin ich froh, dass ich es nur als Hörbuch gehört habe. Da ich vom zweiten Teil viel negative Kritik gehört habe, werde ich ihn mir auch erstmal nicht kaufen. Aber wer weiß, vielleicht kommt er ja bald als Hörspiel raus...

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Veröffentlicht am 06.09.2020

Umsetzung der Charaktere nicht gelungen

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Mögliche Spoiler!!!

Von diesem Buch haben viele schon gehört, aber eher viel negatives. Da ich den ersten Teil von Cinder & Ella als Hörbuch angefangen habe und ich davon begeistert bin, wollte ich auch ...

Mögliche Spoiler!!!

Von diesem Buch haben viele schon gehört, aber eher viel negatives. Da ich den ersten Teil von Cinder & Ella als Hörbuch angefangen habe und ich davon begeistert bin, wollte ich auch dieses Buch von der Autorin Kelly Oram hören. Außerdem hat es mich neugierig gemacht und wollte meine eigene Meinung bilden - zum Glück...

Schon nach dem ersten Kapitel war ich von der Geschichte gefesselt, weil es unterhaltsam, unerwartet und witzig war. Die Kapitel haben übrigens immer eine Überschrift. Zum Beispiel „Der Song“ oder „Die Nachrichten“. Das finde ich echt gut, weil man dadurch schon einen kleinen Einblick in die Kapitel bekommt und man weiß, worum es ungefähr gehen wird. So wurde man auch neugierig.

Die Handlung im Buch fand ich gut, aber ich hätte mir mehr emotionale Szenen zwischen Val und Kyle gewünscht. Das Thema des Buches ist wichtig und die Idee echt gut. Das Buch hätte so gut werden können, doch leider ist bei der Umsetzung ein bisschen was schief gelaufen.

1 : Die Charaktere waren zu euphorisch und haben zu viel Drama gemacht. Val hat gute Gründe Jungfrau zu bleiben. Ich finde es toll wie sie für sich und andere einsteht, aber manchmal war es too much. Val wirkt intelligent, aber wie sie auf Kyle stehen kann, kann ich nicht verstehen. Kyle...was soll ich zu ihm sagen? Er ist mir so unsympathisch, weil er aufdringlich ist und kein Nein versteht. Kyle hat Val bloßgestellt und sie findet es auch doof, möchte aber trotzdem was von ihm.

2 : Zu wenige emotionale Szenen. So konnte ich nicht nachvollziehen wie Val auf Kyle steht. Isaac wäre eine bessere Wahl gewesen. Deswegen kam die Message, die die Autorin hat, nicht richtig rüber, meiner Meinung nach.

Fazit: Im groben und ganzen bin ich froh, dass ich das Buch eine Chance gegeben habe, weil es mich unterhaltet. Die Charaktere gingen mir zwar manchmal auf die Nerven, weil sie naiv gehandelt haben. Das Buch kann man lesen, aber so ganz aus den Socken haut es einen nicht. Deswegen gibt es 3/5 ⭐️ von mir.

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Veröffentlicht am 31.08.2020

Gute Idee, schwache Umsetzung

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Inhalt (Klappentext)

Valeries Herz ist gebrochen. Ihr Freund hat sie verlassen, weil sie nicht mit ihm schlafen möchte, sondern damit bis zur Ehe warten will. Als ihre Geschichte bei YouTube viral geht, ...

Inhalt (Klappentext)

Valeries Herz ist gebrochen. Ihr Freund hat sie verlassen, weil sie nicht mit ihm schlafen möchte, sondern damit bis zur Ehe warten will. Als ihre Geschichte bei YouTube viral geht, wird die Siebzehnjährige landesweit unter dem Namen Virgin Val bekannt. Das Chaos scheint perfekt, als dann auch noch Rockstar Kyle Hamilton vor ihr steht: Der Leadsänger der Band Tralse hat es sich zum persönlichen Ziel gemacht, sie zu verführen. Doch mit einer Sache hat Kyle nicht gerechnet: Val bereitet ihm ganz schönes Herzklopfen ...




Meine Meinung

Da ich bereits „Cinder & Ella“ von der Autorin gelesen habe und es mir so gut gefallen hat, dass es sogar zu meinen Jahreshighlights zählt, war ich auch sehr gespannt auf „V is for Virgin“. Leider habe ich darüber aber fast nur Rezensionen mit 3 Sternen oder weniger gelesen, weshalb ich mit ziemlich niedrigen Erwartungen an die Geschichte rangegangen bin.

Anfangs wurde ich dann doch positiv überrascht. Val war mir direkt sympathisch und ich mochte es, wie sie für ihre Überzeugungen einstand. Dafür braucht es manchmal so einiges an Mut und Stärke. Auch die Nebencharaktere mochte ich eigentlich ganz gerne. Dementsprechend flog ich nur so durch die Seiten und dachte schon, das Buch hätte doch noch Potential ein 4 oder 5 Sterne Buch zu werden.
Doch leider hielt das Ganze nicht so lange an, denn nach etwa der Hälfte des Buches war ich größtenteils genervt von ihnen. Val wurde immer egoistischer und zu einer schlechten Freundin, denn sie stellte alle Bedürfnisse anderer hinten an und erwartete andererseits Unterstützung von jedem. Auch ihre beste Freundin Cara, die ich am Anfang wirklich sympathisch fand, mochte ich immer weniger, denn auch sie handelte irgendwann nur noch in ihrem eigenen Interesse.

Sie wurde aber vor allem auch anklagender, wenn es um die Jungfräulichkeit anderer ging. Das war wirklich Schade, denn zu Beginn dachte ich mir noch, dass das Buch eine echt tolle Message beinhaltet und Val genau das Richtige tut, wenn sie anderen zeigt, dass es in Ordnung ist noch zu warten. Aber irgendwann im Laufe der Geschichte redete sie davon, dass sie auch die ganzen Mütter erreichen wollte und andere Teenager dazu bringen wollte, Abstinent zu werden. In meinen Augen hat die Autorin dieses Thema damit ab einem gewissen Wendepunkt völlig falsch aufgegriffen, denn die Protagonistin fing an, anderen ihre Meinung aufzudrängen, während sie selbst genau dies nicht wollte.

Mit dem männlichen Protagonisten Kyle konnte ich leider nicht wirklich warm werden. Bis zum Ende habe ich ihn nicht durchschaut, denn gerade wenn ich das Gefühl hatte, dass er Mal sein wahres Ich zeigen würde, fing er wieder damit an, Val für ihre Überzeugungen zu verspotten. Er versuchte immer wieder, sie zu einem Date zu überreden und machte deutlich, dass es danach nur eine Frage der Zeit wäre, bis sie ihre Einstellung über Bord werfen würde. Er machte es einem echt schwer, ihn zu mögen. Dennoch gab es einige Momente, in denen er wirklich fürsorglich und nett war - ich hätte mir wirklich gerne mehr davon gewünscht.
Man muss an dieser Stelle aber sagen, dass alle Kapitel aus Vals Sicht geschrieben waren, weshalb der Leser die Welt nur durch ihre Augen sieht und man nur wenig von Kyles Gefühlen mitbekommt. In Band 2 soll dies anders sein, weshalb ich hoffe, dass es mir dort vielleicht noch sympathischer wird. Der Epilog, der einige Jahre später spielt, war dafür schon ein guter Anfang.

Doch ganz abgesehen von der Geschichte, bekommt der Schreibstil allein 5 Sterne. Er ist sehr angenehm, locker und leicht zu lesen, weshalb ich das Buch trotz meiner Kritikpunkte sehr schnell beendet hatte.

Fazit

Obwohl ich hier nun einiges kritisiert habe, war „V is for Virgin“ nicht das schlechteste Buch. Das Thema war wirklich interessant und in der erste Hälfte gut umgesetzt, doch dann ging es leider bergab. Dennoch möchte ich auch den zweiten Band der Dilogie lesen, was unter anderem daran liegt, dass nun aus Kyles Sicht erzählt wird und die Protagonisten erwachsener sind. In diesem Band war mir nämlich teilweise zu viel Drama. Dass die Story ziemlich klischeehaft war, hat mich garnicht so sehr gestört, da es zum Schreibstil und der Grundidee gepasst hat.

Bewertung

3/5☆



Nun möchte ich mich noch einmal beim One Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken! ♡

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