Cover-Bild Staub & Flammen
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17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ONE
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 624
  • Ersterscheinung: 30.08.2019
  • ISBN: 9783846600900
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Kira Licht

Staub & Flammen

Das zweite Buch der Götter
Wie weit würdest du für deine große Liebe gehen?

Livias Welt steht Kopf: Seit sie in den Katakomben von Paris den geheimnisvollen Maél getroffen hat, ist in ihrem Leben nichts mehr wie zuvor. Er offenbart ihr nicht nur, dass die griechischen Gottheiten mitten unter den Menschen leben, sondern hat ihr ganz nebenbei auch noch ordentlich den Kopf verdreht. Als Maél eines Vebrechens angeklagt und im Olymp eingekerkert wird, zögert Livia nicht lange. Sie wird Maéls Unschuld beweisen. Ausgerechnet Maéls Halbbruder Enko scheint der Einzige zu sein, der ihr helfen kann. Zusammen machen sie eine unglaubliche Entdeckung: Nicht nur Maél ist in Gefahr, sondern die gesamte Menschheit ...


Band 1 von Kira Lichts neuer magischer Trilogie "Kaleidra" erscheint am 30. Oktober 2020 im ONE-Verlag.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.09.2019

Ein absolut gelungenes Finale! WOW!

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Mit „Staub und Flammen“ geht es weiter mit der Götter-Romantasy von Kira Licht. Schon der erste Band „Gold und Schatten“ hat mich begeistert und genauso hat mich auch dieser Band nicht enttäuscht. Das ...

Mit „Staub und Flammen“ geht es weiter mit der Götter-Romantasy von Kira Licht. Schon der erste Band „Gold und Schatten“ hat mich begeistert und genauso hat mich auch dieser Band nicht enttäuscht. Das Buch knüpft direkt an den ersten Band an und das hat mir sehr gut gefallen, es gab nicht wie so oft bei Reihen einen Zeitsprung, sondern man war gleich wieder mittendrin wo man aufgehört hat. Man konnte am Anfang der Geschichte die Gefühle von Livia wunderbar nachempfinden und dies hat die Autorin sehr gut umgesetzt. Ich hab mit Livia mitfühlen können, die Angst um Maél, ob er noch lebt, wie es ihm geht und vor allem wie es in ihr selbst aussieht, war für mich spürbar. Den Entschluss Maél zu retten hat sie nie aus den Augen verloren und ließ sie nach vorne blicken. Livia hat nie aufgegeben und blieb stark und diese einzelnen schwachen Momenten gehören einfach dazu und machen sie menschlich.

In diesem Band lernt man auch wieder neue Charaktere kennen wie zum Beispiel Selkes, Nereus und Tiffy, aber auch ein paar neue Wesen kommen vor. Die kleinen Wasserdrachen fand ich persönlich faszinierend und wie alle anderen hätte ich sie auch gern gestreichelt. Selkes und Nereus haben mir als Vater und Sohn übrigens super gefallen, denn die beiden gaben der Geschichte den nötigen Humor. Selkes mit seinen Sprüchen und seiner aufgedrehten Art passte perfekt in die ganze Truppe. Auch sein Vater Nereus ist ein toller Charakter und ich fand ihn sehr liebevoll und sympathisch. Bei Tiffy war ich anfangs sehr skeptisch, man konnte sie schlecht einschätzen ob sie nun Gutes oder Schlechtes im Sinne hat. Das Bild von ihr hat sich aber schnell geändert und ich mochte sie schließlich echt gern, jedoch war sie mir oft zu ängstlich und übersensibel. Neben Livia und Maél ist Hermes zu einem meiner Lieblingscharaktere geworden, zumal ich es sehr schön fand dass das Thema der Homosexualität hier aufgegriffen wurde. Das Hermes seine große Liebe zurück bekam, war natürlich ein Highlight. Remi fand ich sehr passend zu Hermes, nur leider hat man von ihm nicht viel kennengelernt. Eine richtige Vorgeschichte zu Hermes und Remi würde mich sehr interessieren.

Der Zusammenhalt und die Freundschaft zwischen Livia und ihren Freunden war toll umgesetzt und Kira kann einem durch ihre tolle Schreibweise, dieses Feeling richtig gut rüber bringen. Die kleine Gruppe ist zu einer kleinen Familie zusammengewachsen. Auch Evangéline war wieder ein großer Teil vom Ganzen. Die Riesenmotte ist so goldig und man kann sie nur ins Herz schließen. Ich glaube wer die beiden Bücher ebenso liebt, der wünscht sich garantiert auch so eine Motte.

Die bildliche Vorstellung fiel mir absolut nicht schwer, denn Kira schreibt sehr bildhaft und man gerät in einen richtigen Lesefluss. Es ist locker und leicht verständlich geschrieben, obwohl sehr viel Inhalt eingebracht wurde, wird es einem nicht zu viel.

Was mir ein wenig in der Geschichte gefehlt hat war, dass man nie wirklich viel darüber erfahren hat wie es Maél in Gefangenschaft erging. Es wurde kurzweilig angeschnitten, doch hätte ich mir hier gern eine Perspektive aus seiner Sicht gewünscht, einfach um mehr über seinen Zustand und seine derzeitigen Gefühle zu erfahren. Man blieb dadurch mit Fragen zurück und das war nicht immer befriedigend für mich. Dasselbe war es für mich auch in Bezug auf Enko. Dadurch das die Geschichte ausschließlich aus Livias Sicht erzählt wurde, sind gewisse Punkte ein wenig zu kurz gekommen, was die Geschichte aber nicht schlechter macht. Jedoch hätte dem Band ein kleiner Perspektivenwechsel sicher gut getan um offene Fragen zu vermeiden.

Ich fand die ganze Entwicklung aber wirklich schön und es hat so viel Spaß beim Lesen gemacht, dass man das Buch nur schwer zur Seite legen konnte. Ich konnte richtig in die Geschichte eintauchen und hab mich irgendwann selbst wie ein Teil davon gefühlt. Es gab so viele Wendungen und vieles davon war nicht vorhersehbar. Man kann gar nicht alles in Worte fassen, man muss die Bücher selbst lesen.

Ganz wundervoll hab ich es gefunden als Livia und Maél sich in diesem Band endlich näher gekommen sind. Ihre Liebe zueinander kann durch nichts erschüttert werden. Das es bei den Zärtlichkeiten zwischen den beiden nicht direkt ins Detail gegangen wurde, fand ich nicht schlimm, denn so war es genau passend zum Rest der Geschichte. Ließ einen träumen und war einfach wundervoll.

Das Ende fand ich sehr gelungen. Hier und da bleiben für den ein oder anderen, wie schon erwähnt, sicher Fragen offen oder man hätte sich Situationen etwas gewünscht, aber Kira hat dieses Ende super gelöst. Hier wurden sogar noch ein paar kurze Einblicke zu den einzelnen Göttern gegeben. Ich war von diesem finalen Ende wirklich begeistert und hoffe trotzdem das Kira noch mehr über Livia, Maél und Co. zu erzählen hat. Ich persönlich mag mich von den Charakteren und der Geschichte noch nicht für immer trennen.

Zu dem Cover braucht man sicher nicht viel sagen, es ist wunderschön gestaltet und passt hervorragend zum ersten Band. Ich kann mich daran nicht satt sehen. Bei der Bildgestaltung wurde ganze Arbeit geleistet und das Cover hätte wirklich nicht schöner werden können.

FAZIT: Ich hätte niemals gedacht das mir diese Reihe so gut gefallen würde. Ich war Anfangs skeptisch gewesen, allein wegen der griechischen Mythologie, den Göttern etc., aber auch dieser Band hat mich vom ersten Moment in seinen Bann gezogen. Viele neue tolle Charaktere, wundervolle Szenen und Orte. Viel Inhalt mit toller Umsetzung. Kira Licht hat mit dem zweiten Band ein tolles Finale geschaffen.

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Veröffentlicht am 08.09.2019

WOW! Was für ein Abschluss dieser Geschichte!

1

Achtung! Kleine Spoiler enthalten.

Vorweg:
Ich habe mich schon lange nicht mehr so auf ein Buch gefreut wie auf Staub und Flammen. Bereits der erste Teil der Dilogie über die olympischen Götter in Paris ...

Achtung! Kleine Spoiler enthalten.

Vorweg:
Ich habe mich schon lange nicht mehr so auf ein Buch gefreut wie auf Staub und Flammen. Bereits der erste Teil der Dilogie über die olympischen Götter in Paris konnte mich vollkommen überzeugen.

Zuerst sei einmal gesagt, dass ich das Cover liebe. Es ist so wunderschön stimmig und passt hervorragend zum Cover von Band 1. Ein großes Lob schon hier!

Schreib/-Erzählstil:
Ich bin mehr als begeistert. Es gibt wenig deutsche Autoren, bei denen ich vergesse, dass es sich um deutsche Autoren handelt. Kira Licht hat mich mit ihrem lebendigen, humorvollen und fesselnden Stil komplett in ihren Bann gezogen. Ich bin wirklich begeistert.

Handlung:
Nach dem fiesen, miesen Cliffhanger aus Band 1, bin ich gleichzeitig nervös und skeptisch an die Handlung von Band 2 herangegangen. Ich hatte keine Ahnung, wie Kira nun weitermachen wollte, und auch während dem Lesen war ich immer wieder überrascht. Wendungen über Wendungen, die ich leider gar nicht alle nennen kann, ohne zu spoilern. Evangeline, die kleinen Wasserdrachen und der Sternenstaub waren einfach nur bezaubernd! Ich möchte bitte meinen eigenen Wasserdrachen haben!
Ich war sehr froh, dass Kira in dieser Geschichte auf das obligatorische Liebesdreieck verzichtet hat. Die Liebe zwischen Livia und Mael ist so klar und rein gezeichnet, dass das auch gar nicht gepasst hätte.
Es gab so viel Magie im modernen Paris und auch der Abstecher auf den Olymp war cool! Mehr als positiv überrascht war ich vom Herrn des Tartaros! Ich hatte Tränen in den Augen. Sein Bruder Zeus hingegen ist die größte Flachpfeife der Welt. Ansonsten: Erebos: Coole Sau! Aphrodite: Undankbare Verräterin! Enko: Ohne Worte! Ich würde gerne noch so viel mehr sagen, aber das würde zu weit führen.
Das mit Livia und ihren Kräften war auf jeden Fall auch einfach nur ein Wow-Effekt!
Der Humor kam in der Geschichte natürlich auch nicht zu kurz. Zum Glück! Kiras Humor ist einzigartig gut!
Ich muss zugeben, dass ich Nereus gerne vor einem Schwimmbad anbinden würde...

Fazit:
Ich kann nicht genug schwärmen. Jeder Handlungsstrang war überraschend, einzigartig und liebevoll gearbeitet. Ein grandioser zweiter Band mit einem furiosen Finale!

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Veröffentlicht am 28.07.2020

Tolles Finale :)

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Band 1 dieser Dilogie hat mir schon sehr gut gefallen, daher musste ich unbedingt wissen wie es in Band 2 weitergeht und Band 2 hat mir sogar noch besser gefallen!

Das Cover ist wie beim ersten Band wunderschön ...

Band 1 dieser Dilogie hat mir schon sehr gut gefallen, daher musste ich unbedingt wissen wie es in Band 2 weitergeht und Band 2 hat mir sogar noch besser gefallen!

Das Cover ist wie beim ersten Band wunderschön :). Die Autorin hat einen total tollen lockeren und flüssig zu lesenden Schreibstil, sodass ich wieder sehr leicht in die Geschichte gekommen bin und sie, für die hohe Seitenanzahl auch super schnell beendet habe.

Das Buch war wirklich richtig spannend und ich hatte absolut keine Ahnung was da noch alles auf mich zukommt. Die Charaktere haben mir wieder sehr gut gefallen, und in diesem Teil vor allem auch Enko. Aber auch Livias Freunde, haben mich wieder beeindrucken können !

Die Autorin hat es geschafft alle Fäden aus Band 1 perfekt mit Band 2 zusammen zusetzen, sodass sich am Ende alles für den Leser aufklärt.

Das Ende hat für mich alles übertroffen, denn es war einfach nur absolut gut durchdacht, überraschend und unfassbar schön! Ich habe dieses Buch wirklich geliebt und vergebe daher absolut verdiente 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 03.05.2020

Gute Fortsetzung, allerdings etwas schwächer als der erste Teil.

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„Staub und Flammen“ ist der zweite Teil der Götter-Dilogie von Kira Licht, erschienen 2019. Das Finale um den Kampf der Götter und um Livia und Maél.

Nachdem Maél von den griechischen Göttern verhaftet ...

„Staub und Flammen“ ist der zweite Teil der Götter-Dilogie von Kira Licht, erschienen 2019. Das Finale um den Kampf der Götter und um Livia und Maél.

Nachdem Maél von den griechischen Göttern verhaftet und angeklagt worden ist, versucht Livia alles, um seine Unschuld zu beweisen. Wieder einmal kann sie froh sein, dass sie Freunde hat, die ihr alles glauben und ihr bedingungslos zur Seite stehen. Ihre „Gang“, wie sie sich irgendwann selber nennen, wird immer größer und umfasst Götter, Halbgötter, (unsterbliche) Menschen, Nymphen und fast ausgestorbene Insekten. Sie lassen nichts unversucht, um Zeus von Maéls Unschuld zu überzeugen und offenbaren schlussendlich noch eine große Gefahr für die ganze Menschheit.

Auch in diesem Band ist der Schreibstil zwar recht einfach, aber dadurch auch sehr flüssig zu lesen, so dass die Seiten nur so dahinschwinden. Leider kam mir dieses Buch schlecht lektoriert vor. Es gab doch sehr viele Rechtschreibfehler und unschöne Wortwiederholungen.

Die Geschichte ist nach wie vor aus Livias‘ Sicht geschrieben und schließt nahtlos an den ersten Teil an. Da ich beide Bücher direkt hintereinander gelesen habe, war ich auch sofort wieder mittendrin im Geschehen. Es geht spannend weiter, aber auch sehr humorvoll. Besonders die Szenen mit Zeus fand ich äußerst amüsant.

Mir waren viele Wendungen in der Geschichte schon recht früh klar, wohingegen die „Gang“ teilweise ganz schön lange gebraucht hat, bis es bei ihnen klick gemacht hat. Da wollte ich sie schon manchmal schütteln, damit sie es endlich kapieren, was da passiert.

Wie schon in meiner Rezension zum ersten Band erwähnt, kommt meiner Meinung nach Livias Nymphenkraft etwas zu kurz bzw. wird von ihr für falsche Zwecke eingesetzt bzw. permanent ausgesperrt.

Auch dieses Cover sieht wieder sehr schön aus. Die Verbindung der beiden Bücher zueinander ist klar erkennbar – vielleicht sogar etwas zu stark, so dass man im Vorbeigehen evtl. nicht erkennen würde, dass es sich um ein anderes Buch handelt. Aber wer den ersten Band gelesen hat, wird sicherlich gezielt nach dem zweiten Ausschau halten.
Was mir gut gefallen hat, ist, dass bereits am Titel ersichtlich ist, dass es sich um einen Mehrteiler handelt.

Fazit:
Gute Fortsetzung, allerdings etwas schwächer als der erste Teil.

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Veröffentlicht am 17.04.2020

Eine prickelnde Mischung aus Sagen der Antike und Urban Romantasy!

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Spätestens seit Rick Riordan liebe ich Geschichten über griechische Mythologie über alles und auch Kira Licht hat es meisterhaft geschafft, die vielseitige, spannende Grundlage auf neue Art in Szene zu ...

Spätestens seit Rick Riordan liebe ich Geschichten über griechische Mythologie über alles und auch Kira Licht hat es meisterhaft geschafft, die vielseitige, spannende Grundlage auf neue Art in Szene zu setzen und in einer rasanten, humorvollen, spritzigen Geschichte zu verarbeiten. Nachdem der erste Band ihrer Götter-Dilogie, "Gold und Schatten", mit einem miesen Cliffhanger geendet hatte, war ich sehr gespannt, wie es mit Livia, Maél und den anderen weitergeht. "Staub und Flammen", was zugleich Fortsetzung und Finale ist, ist in mancher Hinsicht gelungener als der Auftakt, in anderen Aspekten jedoch schwächer, weshalb ich zufrieden mit dem Ausgang bin, aber nicht das Jahreshighlight bekommen habe, auf das ich gehofft hatte.


„Warum er? Ich wäre eine ebenbürtige Alternative."
Wir sind Feuer und Feuer, Enko. Das mit uns würde niemals gutgehen.“
„Ja, klar. Und du und Maél seid ein Traumpaar?“
Ich sah ihn fest an. „Wir sind Licht und Schatten. Wir existieren nicht ohne einander.“


Schon die Gestaltung ist wieder traumhaft und bringt mich als absoluten Cover-Kritiker immer wieder zum Schwärmen. Nicht nur dass die Glanzoptik der goldenen Lichtpunkte einen wundervollen Kontrapunkt zu den marmorierten Schatten bieten und die ganze Gestaltung dynamisch machen - die starken Kontraste zwischen hellem, weichen Gold und dunklen, schwarzen Schatten passen auch wunderbar zum Thema. Der sanfte Anriss eines Mädchens mit blonden Haaren gibt nur eine zarte Idee von der Protagonistin Livia und nimmt nicht zu viel vorweg. Zusammen mit dem Titel, der durch einen gegensätzlichen Farbverlauf hervorgehoben wird und dem dunklen Lesebändchen wird das Buch zu einem Gesamtkunstwerk. Auffällig am Innenleben dieser Schönheit ist, dass die Seiten sehr dünn sind und die 624 Seiten deshalb optisch eher wie höchstens 400 erscheinen. Entgegen wirken diesem Effekt während dem Lesen die sehr langen Kapitel, die sich mit gut und gerne mal 50 Seiten für Kapitelleser ziehen. Eine kleine positive Überraschung hat das Buch noch auf den letzten Seiten parat. Hier sind nämlich ausführliche Rezepte zu den in der Geschichte vorkommenden Speisen enthalten.


Erster Satz: "Über Nacht war es Herbst geworden."


Da "Gold und Schatten" mit einer dramatischen Kampfszene und einem miesen Cliffhanger geendet hatte, dachte ich eigentlich, dass "Staub und Flammen" gleich zu Beginn große Geschütze auffahren und wir gleich mit der Rettung von Maél einsteigen würden. Stattdessen lesen wir im gesamten ersten Drittel erstmal von Livias Alltagsleben, von einer neuen Schülerin mit fragwürdigem Interesse an ihr und ihrer eingeweihten Freundesclique, von Flirtereien mit Maéls Bruder Enko, von ihrer Trauer, die sie von der Schule ablenkt und ein paar neu auftauchenden Fähigkeiten... Auch wenn die ersten Kapitel ganz nett sind, um wieder in der Geschichte anzukommen, hat mir der gemächliche Start doch ein bisschen zu lang gebraucht um wieder in Gang zu kommen. Besonders Livias zwiespältigen Gefühle gegenüber Enko haben meiner Meinung nach nicht ganz zur Handlung gepasst und den Beginn deutlich ausgebremst, sodass ich fast froh war, dass er bald relativ plötzlich und ziemlich nachhaltig von der Bildfläche verschwand - schade, denn er ist ein wirklich interessanter Charakter, über den ich gerne noch mehr gelesen hätte.

Selbst nachdem die Geschichte durch neue Erkenntnisse endlich Fahrt aufnimmt, fehlte mir das gewisse anziehende Etwas, das Band 1 zu einem Pageturner hat werden lassen. Uralte Götter, gefährliche Relikte, ausgestorbene Tierarten, überraschende Wendungen, neu erwachende Kräfte, neue Protagonisten, schöne Wiedersehen und eine herannahende Apokalypse - diese Geschichte hat mal wieder einiges zu bieten. Doch leider werden viele auftauchende Probleme einfach und im Handumdrehen gelöst, was trotz der vielen Ereignisse immer wieder Spannung heraus nimmt. An anderen Stellen waren die Protagonisten dann aber wiederum so begriffsstutzig, dass sie für eine Schlussfolgerung, die dem Leser schon nach wenigen Anspielungen sofort klar ist, Ewigkeiten brauchen. Das verzögert den Verlauf der Geschichte unnötiger Weise und kratzt auch an der Glaubwürdigkeit der "verrückten Gang" bestehend aus Göttern, Halbgöttern, Nymphen und Menschen. alles, was sich dem Leser ziemlich schnell nach einer Andeutung erschließt, wird von den Protagonisten ewig herumgewälzt. Dass es etwas unrealistisch ist, dass die Eltern der kleinen Weltenretter nie etwas von dem Treiben ihrer Kinder mitbekommen zu scheinen ist ja ein altbekanntes YA-Problem. Insgesamt waren mir trotz der vielen tollen Ideen und des flotten Erzähltempos viele Wendungen zu vorhersehbar und an einigen Stellen hätte ein bisschen mehr Dramatik, Action oder Gefühl die dahinplätschernde Handlung aufpeppen können. Spannende Geschehnisse, süße Machart, nette Charaktere, originelle Ideen - ja, das hat die Geschichte alles, aber mir hat trotzdem ein bisschen das Mitreißende gefehlt.


"Warum er?", stieß er dann heißer hervor. "Warum ausgerechnet er?"
"Ich liebe ihn."
"Aber warum?" Er wischte sich die letzten Hautfetzen vom Kinn. Dann war er wieder der makellos schöne Halbgott, den alle so anbeteten.
"Liebe kann man nicht erklären. Es ist ein Gefühl, das entweder da ist oder eben nicht."


Die Idee, dass die Götter aus Langeweile ihren Hauptsitz alle paar Jahrhunderte von einer Großstadt zur nächsten verlegen und zur Zeit alle in Paris wohnen, hat mir schon im ersten Teil gut gefallen da wir diese sowieso magische Stadt auf diese Weise in einem ganz besonderen Licht dargestellt bekommen. Zusammen mit Livia und Maél besuchten wir die berühmten Sehenswürdigkeiten der Stadt, schlenderten durch die romantischen Parks und über die weitläufigen Plätze, saßen in süßen Cafés und erkundeten Museen, lernten die Katakomben näher kennen und machten Ausflüge in heruntergekommenere Distrikte der Stadt. Leider rückt das spannende, funkelnde, facettenreiche Setting in Paris in diesem Teil stark in den Hintergrund und bis auf den Showdown am Eifelturm und zwei kurzen Ausflügen zur Seine, wird die Stadt hier nicht mehr so geschickt in Szene gesetzt wie in Band 1.


"Das alles sieht nach einem Plan aus, der über die Jahrhunderte hinweg sorgfältig gesponnen wurde. Ich bin mir sicher, wir haben bisher nur Bruchstücke davon durchschaut. Eines jedoch ich klar: Die Moiren sind mächtige alte Göttinnen. Dass sie ausgerechnet dich im Blick haben, ist mehr als mysteriös. Es scheint ja doch so, als würden viele zufällige Ereignisse genau in einem Punkt münden." Er sah zu mir. "Und dieser Punkt bist du."



Dafür rückt die mythologische Fantasy-Komponente mehr in den Vordergrund. Schon in "Gold und Schatten" haben wir Götter wie den Strass-liebenden, immer gestressten Götterboten Hermes kennengelernt, welcher als Chef einer PR-Agentur neben seiner Aufgabe als Pate für verschiedene Halbgötter und als ewiger Streitschlichter zwischen den Göttern viel um die Ohren hat und mehr über den Gott der Schmiede Hephaistos erfahren, welcher sich einen magischen Garten aus Metall geschmiedet hat, sich aber nach lebendigen Weggefährten sehnt. Auch hier spielen die Beiden wieder eine wichtige Rolle und auch auf ein Wiedersehen mit dem Gott der Unterwelt, Hades, höchst persönlich, welcher auf ambivalente Art und Weise einen perfekten Antihelden darstellt, können wir uns freuen. Wichtige Sagengestalten, singende und kämpfende Sternenbilder, verzauberte Skelette, gutherzige Flussmonster und eine Menge prähistorischer Haustiere dürfen natürlich auch wieder nicht fehlen. So entsteigt dem romantischen Setting eine prickelnde Mischung aus Sagen der Antike und Urban Romantasy.


„Die Liebe ist nur eine Leihgabe, Livia. Sie wird uns genommen. Durch das Schicksal, durch Hände anderer, durch den Tod."


Wirklich an erster Stelle stehen jedoch nicht die mythologischen Wesen sondern vor allem die Freundschaft und Verbundenheit der ungewöhnlichen Formation, die sich im Laufe der Handlung findet und die zusammen allen Widrigkeiten trotzt. Dafür wird die göttliche, verrückte Gang, die wir schon im ersten Teil kennen und lieben gelernt haben, um ein paar Neuzugänge erweitert. Neben den bereits genannten Göttern sind ja bereits der unsterbliche Ödipus (ehemals bekannt als der prophezeiende Penner vom Straßenrand), Livias beiden Freundinnen Gigi und Jemma und Enkos ebenfalls menschlicher Bandkollege Noah mit im Boot. Neu dazu kommen hier der Flussgott Nereus, der mithilfe von kleinen Wasserdrachen eine chinesische Reinigung betreibt, sein wasserliebende und schwimmwütige Sohn, der Halbgott Selkes und die rosaliebende Hadestochter Tiffy, die mich mit weiteren antiken Insekten in Verzückung versetzt hat. Ihre leuchtenden Sternenmäuse komplettieren zusammen mit Livias Syllektis Evangéline die "verrückte Gang". Zwei Götter, drei Halbgötter, eine Nymphe, ein unsterblicher Sterblicher, drei Menschen und fünf ausgestorbene Rieseninsekten - was klingt wie der Beginn eines schlechten Witzes, ist eine sehr liebenswürdige und fähige Einheit, die bald als einziges zwischen der Erde und einem rachesüchtigen, mächtigen Urgott steht...


“Na gut.“ Ich seufzte. „Aber nichts Illegales, nichts Perverses und nichts mit Hühnern. Ich habe panische Angst vor Hühnern, seit mir als Kind mal eins seien Schnabel in die Wage gerammt hat.“ „Das klingt, als wäre ich ein Vodoopriester. Herzlichen Dank für dein Vertrauen, Nymphe."


Durch den Fokus auf die Gruppe und die Einführung so vieler Protagonisten rücken Livia, Maél und ihre Liebesgeschichte leider ein wenig in den Hintergrund. Livia Estelle McKenzie ist eine wundervolle Protagonistin und mit ihrer selbstbewussten, schlagfertigen, zielstrebigen Art, ihrem skurrilen Kleidungsstil und ihrem kurvigen Körper definitiv nicht auswechselbar. Auch wenn es mir die meiste Zeit recht seltsam erschien, dass sie erst sechzehn Jahre alt sein sollte und sie sich manchmal etwas übereifrig und naiv verhielt, ist sie mir sehr ans Herz gewachsen. Etwas schade fand ich, dass sie keine Zeit erhält, sich nennenswert weiterzuentwickeln und die Autorin sie stattdessen zu einer "noch besondereren Schneeflocke" macht. Dass die sowieso schon auserwählte Protagonisten und letzte Nymphe hier noch neue Fähigkeiten und Macht entdeckt, scheint wie ein Trostpflaster für die verpasste Entwicklung und war meiner Meinung nach nicht notwendig. Dadurch dass Maél hier erstmal lange Zeit verschwunden bleibt, tritt ihre wacklige Beziehung ziemlich in den Hintergrund. Dass diese nach seinem Auftauchen einfach weiter geht, als wäre nichts geschehen und als wären sie schon seit Ewigkeiten ein Paar empfand ich als etwas seltsam. Wer mir da definitiv über diese holprige Phase hinweggeholfen hat, ist die kleine Evangéline. Die flauschige Riesenmotte bekommt von mir definitiv einen Preis als "Buchhaustier des Jahres"!


"Ich lächelte. Es sind definitiv keine Feuer." Ich hob die Hand und streichelte seine Wange entlang. "Es ist der Nachthimmel, Maél. Deine Heimat. Ein Meer aus Dunkelblau und tausend düsteren Farben. Es ist wunderschön."



Zum Leben erweckt wird diese wundersame Mischung aber erst durch Kira Lichts spritzigen, erfrischend humorvollen und lockeren Schreibstil. Sie zieht ihre Geschichte rasant auf und sorgt durch schlagfertige Dialoge, kreative Ideen, skurrile Begegnungen und leise Romantik dafür, dass es während der 624 Seiten trotz der genannten Schnitzer im Handlungsaufbau niemals langweilig wird. Durch ihren einmaligen Humor, der mich ein wenig an Jennifer L. Armentrout in ihren besten Jahren erinnert hat, bringt sie immer wieder ein wenig Schwung in die Geschichte und hat mich ein ums andere Mal zum Lachen gebracht. Dabei scheint eine leise Ironie die Darstellung der mythologischen Welt zu durchziehen. So liegen die Eingänge des Tartaros in den Rutschen von McDonald´s Filialen, die drei Schicksalsgöttinnen tauchen als drei brummige Cateringsangestellte auf, Ödipus ist ein ungeschlagener Fernseh-Quiz-König und süchtig nach Hühnersuppe und Nereus macht ganz mieses Creme Brûlée aus Meeresdrachenmilch. Immer wenn ich sehe, dass eine bestimmte Mythologie der Ausgangspunkt einer Geschichte ist, mache ich mir Sorgen, dass sich die Geschichte zu sehr auf die historischen Vorlagen verlässt, andere Romane zu sehr nacheifert und dabei eine eigene Note vergisst. Das passiert der Autorin hier jedoch keineswegs und mit viel Einfallsreichtum und Kreativität wird ein ganz besonderes Lesegefühl hervorgerufen.


"Bei allen Göttern, was bist du eigentlich? Zwölf oder was?"
"Auf einer Skala von eins bis zehn auf jeden Fall."


Das Ende wartet mit einem spannenden Showdown inklusive Fast-Weltuntergang, göttlicher Schlacht und Besuch auf dem Olymp auf, bevor jeder Protagonist sein Happy End erhält. Und mit "jeder" meine ich auch wirklich jeder! Auch wenn mir das Ende gut gefallen hat, war es fast schon zu perfekt und reibungslos, sodass ich beim Lächeln auch ein wenig mit den Zähnen knirschen musste. Was bleibt also nach diesem Finale? Eine rasante, humorvolle, spritzige Geschichte mit vielseitigem Setting, schlagfertigen Dialogen, kreativen Ideen, skurrilen Begegnungen und leiser Romantik. Eine prickelnde Mischung aus Sagen der Antike und Urban Romantasy, welche sich zwar ein paar Schnitzer erlaubt, aber dennoch empfehlenswert für Fantasy-Fans ist!



Fazit:

Mit dem erhöhten Fokus auf dem Fantasy-Anteil, den vielen spannenden Nebenprotagonisten, die die wohl verrückteste aber auch liebenswürdigste Gang bilden, die es in der Geschichte der griechischen Mythologie jemals gab und der temporeichen, vielfältigen Handlung ist diese Fortsetzung definitiv epischer als der erste Teil und ein würdiges Ende. Leider leiden aber die Umsetzung des Settings, die Entwicklung der beiden Hauptprotagonisten und die Liebesgeschichte unter dem neu gesetzten Fokus, sodass auch dieses Finale mich nicht zu 100% überzeugen konnte.

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