Wenn der Traumjob am Meer zum Horrortrip wird
Die Reisebloggerin Rosi freut sich auf ihren Housesitting-Job auf Mallorca. Doch als sie an der Tür der abgelegenen Villa klingelt, öffnet ihr Fabian – der Housesitter! Er behauptet für den Job engagiert ...
Die Reisebloggerin Rosi freut sich auf ihren Housesitting-Job auf Mallorca. Doch als sie an der Tür der abgelegenen Villa klingelt, öffnet ihr Fabian – der Housesitter! Er behauptet für den Job engagiert worden zu sein und kann es beweisen, genau wie Rosi. Da das Ehepaar, dem die Villa gehört, im Urlaub nicht gestört werden will, und die Kontaktperson nicht erreichbar ist, schlägt Fabian vor, sich gemeinsam um das Haus zu kümmern. Rosi zieht also ein, obwohl sie ein ungutes Gefühl dabei hat. Dann häufen sich beunruhigende Begebenheiten …
Der ausdrucksstarke Schreibstil erzeugt zusammen mit dem Handlungsaufbau von Anfang an eine beklemmende Atmosphäre. Erzählt wird aus Rosis sowie Fabians Sicht und man erfährt, wenn auch lange nur durch vage Andeutungen, dass beide Geheimnisse haben. Die zwei Hauptfiguren sind außergewöhnlich: Rosi ist in jeder Hinsicht tough, während der BWL-Student Fabian so lässig wie ein Aussteiger-Surfer daherkommt. Sie bemühen sich um eine friedliche Koexistenz, spielen aber auch subtile Psycho-Spielchen und das Misstrauen zwischen ihnen ist mit Händen zu greifen. Die vielen verstörenden Vorfälle ändern jedoch alles, sodass das Housesitting und der gegenseitige Argwohn in den Hintergrund geraten. Was dann passiert ist bewegend, überraschend, nervenaufreibend …
Ich fand “Die Finca” nonstop spannend: Die wechselhafte Dynamik zwischen Rosi und Fabian ist faszinierend, die mysteriösen Geschehnisse machen neugierig, es gibt interessante Einblicke in die Vergangenheit der beiden sowie erschütternde Enthüllungen und das Wahnsinnsende hat mich umgehauen!