Cover-Bild Das Volk der Raben
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17,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Hesper Verlag
  • Themenbereich: Belletristik
  • Genre: Romane & Erzählungen / Märchen & Sagen
  • Seitenzahl: 444
  • Ersterscheinung: 25.10.2017
  • ISBN: 9783943413236
Klaus D. Kuhlmann

Das Volk der Raben

Der Aufstieg
Dies ist die Geschichte eines Volkes, auf seinem Weg durch die Zeiten. Von den Ursprüngen vor fast 3000 Jahren bis heute. Sie kamen vom Unterlauf der Donau, bauten Städte und Häfen rund ums Mittelmeer und wurden allseits geachtete Handelspartner, aber auch gefürchtete Gegner und zuverlässige Freunde. Aber vor allen waren sie Raben, ein Volk mit eigener Religion und strengen Regeln. Ihre Überlieferungen weichen sehr stark von der heute allgemein als richtig anerkannten Geschichtsschreibungen ab, weshalb sie weitestgehend unbekannt geblieben sind. Große und mächtige Reiche entstanden und zerfielen, Religionen entstanden und veränderten sich. Die Raben aber blieben ein gesundes Volk im Verborgenen.

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Lesejury-Facts

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2021

Ein tapferes und intelligentes Volk zwischen Tradition und Moderne

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Titel: Das Volk der Raben - Der Aufstieg
Autor: Klaus D. Kuhlmann

Klappentext:
Dies ist die Geschichte eines Volkes auf seinem Weg durch die Zeiten. Von den Ursprüngen vor fast 3000 Jahren bis heute. ...

Titel: Das Volk der Raben - Der Aufstieg
Autor: Klaus D. Kuhlmann

Klappentext:
Dies ist die Geschichte eines Volkes auf seinem Weg durch die Zeiten. Von den Ursprüngen vor fast 3000 Jahren bis heute. Sie kamen vom Unterlauf der Donau, bauten Städte und Häfen rund ums Mittelmeer und wurden allseits geachtete Handelspartner, aber auch gefürchtete Gegner und zuverlässige Freunde. Aber vor allem waren sie Raben, ein Volk mit eigener Religion und strengen Regeln. Ihre Überlieferungen weichen sehr stark von der heute allgemein als richtig anerkannten Geschichtsschreibung ab, weshalb sie weitestgehend unbekannt geblieben sind. Große und mächtige Reiche entstanden und zerfielen, Religionen entstanden und veränderten sich. Die Raben aber blieben ein gesundes Volk im Verborgenen.

Rezension:

Kurzfassung

Vor 3000 Jahren treffen zwei Männer namens Rabo und Welgo mitten in der Wüste auf einen alten, hilflosen und verängstigten Mann namens Elias. Sie bieten ihm ihre Hilfe an und erhalten von ihm dafür eine Prophezeiung: sie und ihre Nachkommen haben eine große Zukunft vor sich, wenn sie stets zusammenhalten und sich auf die eigene Kraft und Bedeutung besinnen. Nach Jahren des Reisens und des Handelns in aller Herren Länder, kehren die beiden Blutsbrüder sodann in ihre Heimat zurück und begründen aufgrund ihrer mitgebrachten Erfahrungen und der Prophezeiung des Elias eine neue Gesellschaftsordnung mit strengen Regeln und einem eigenen Glauben: das Volk der Raben.

Handlung

Im Buch "Das Volk der Raben - Der Aufstieg" beschreibt Klaus D. Kuhlmann die Reise des Rabenvolkes von seiner Gründung und Entstehung in der Frühzeit bis zu der Zeit der Kreuzigung Jesus. Er erzählt die Chronik eines Volkes, das nach festen Regeln und Traditionen lebt, großes handwerkliches Geschick beweist, Handel mit zahlreichen Völkern treibt und fortschrittliche zivilisatorische Ideen verfolgt, um den eigenen Bestand zu sichern. Ob nun durch Krankheiten, Glaubenskriege, Umweltkatastrophen, immer wieder ist das Volk der Raben gezwungen, sich neu zu erfinden, sich zu entwickeln, ja sogar neue Heimaten zu erobern, ohne dabei die eigenen Wurzeln zu vergessen. Im Laufe der Jahrhunderte zeigen sich zwei grundlegende Problemfelder, die die Entwicklung des Rabenvolkes wiederkehrend beeinflussen: zum einen die Gefahr von außen, durch sich verändernde globale Machtverhältnisse (unverschuldet) zwischen die Fronten zu geraten und dabei eventuell zugrunde zu gehen, und zum anderen die Gefahr von innen, durch den permanenten Zwiespalt zwischen dem Festhalten an Traditionen und der (notwendigen?) Anpassung an die Moderne, Teile der Gesellschaft bis hin zur eigenen (Volks)Identität zu verlieren.

Charaktere

Im Laufe der Chronik des Rabenvolkes begegnen dem Leser eine Vielzahl von Charakteren, deren Bedeutung für den Fortgang der Geschichte nicht immer sofort erkennbar ist. Es bleiben jeweils nur wenige Seiten, um die punktuell herausgegriffenen Ereignisse aus über 3000 Jahren zu schildern, was naturgemäß dazu führt, dass die Entwicklung der Charaktere kaum stattfinden kann. Kaum hat man sich in einem Zeitalter mit den geschichtlichen und religiösen Umständen vertraut gemacht und die bestimmenden Charaktere dieser Epoche kennengelernt, schon folgt ein Zeitsprung und die Protagonisten des letzten Kapitels sind nicht mehr als eine Randnotiz oder ein Verweis in den Annalen der Vergangenheit. Dieser Umstand macht es unheimlich schwer, sich in die Handlung der Geschichte einzufühlen oder sich gar mit dem Erleben der Handelnden zu identifizieren. Die Protagonisten sind, geschuldet dem schieren Umfang der zu erzählenden Jahre, nur sehr oberflächlich gestaltet, es bleibt einfach nicht genug Raum, ihnen Eigenheiten wie Ecken und Kanten zu verleihen. Genau das ist für mich einer der Schwachstellen dieses Buches: die Charaktere sind austauschbar und nehmen mich selten mit. Selbst für die Geschichte des Volkes der Raben so prägende Charaktere wie die Begründer des Volkes Rabo und Welgo oder auch der Prophet Elias haben für mich keinen Wiedererkennungswert. Ihr Erleben, ihre Wünsche, ihre Ängste, ihre Träume, ihre Gefühle, all das bleibt verborgen, und die jeweiligen Protagonisten damit eindimensional.

Schreibstil

Die Erzählweise in "Das Volk der Raben" ist sehr wechselhaft. Manche Kapitel haben mich durch eine lebhafte Gestaltung begeistert mitgerissen, andere hingegen wirkten auf mich sehr ermüdend. Vor allem wenn seitenweise globale Entwicklungen durch das Benutzen von indirekter Rede geschildert wurden, um die Erzählung auf dem Zeitstrahl der Geschichte voranzutreiben, fühlte ich mich als Leserin wenig abgeholt oder mitgenommen. So mancher Dialog wirkte seltsam hölzern, die Handlungsmotive einzelner Protagonisten wurden mir nicht präzise genug herausgearbeitet, Kausalketten nicht deutlich genug dargestellt.

Fazit

Beim Lesen dieses Buches merkt man sofort: Klaus D. Kuhlmann hat sich intensiv mit Themen wie Religionsgeschichte und der Geschichte der Zivilisation beschäftigt. Diese immens großen Themen in ein Buch zu packen, ist unbestritten eine Herausforderung. Und um ganz ehrlich zu sein: der Funke ist bei mir nicht immer übergesprungen. Ob es nun an meinem mangelnden Hintergrundwissen lag, oder ob der Autor wirklich ein zu großes Faktenwissen voraussetzt: ich musste mich phasenweise wirklich zwingen, das Buch weiterzulesen. Allzu oft verlor ich die Orientierung zwischen Saduzzäern, Babyloniern, Griechen, Römern und Phöniziern. Oft wusste ich nicht mehr, wer Feind oder Freund war oder wer gerade wen aus welchen Gründen hinterging. Oft fehlten mir die Entwicklung von Charakteren oder das Zeichnen von lebensnahen und farbenfrohen Bildern vor meinem geistigen Auge, die ein Mitfiebern oder Mitleiden mit dem Volk der Raben erst ermöglicht hätten. In den vielen Kapiteln jedoch, in denen es Klaus D. Kuhlmann gelingt, Emotionen zu wecken und Geschichte lebendig werden zu lassen, ist "Das Volk der Raben - Der Aufstieg" eine tolle Lektüre, die Lust macht, den zweiten Teil dieser Chronik zu lesen, um den Kampf dieses tapferen Volkes um das Fortbestehen seiner Traditionen und Werte beizuwohnen. Nicht zuletzt die schon jetzt im Buch auftauchenden Zeitsprünge in die Gegenwart lassen noch spannende Ereignisse erwarten.

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