Cover-Bild Idol - Gib mir deine Liebe
Band 3 der Reihe "VIP-Reihe"
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12,90
inkl. MwSt
  • Verlag: LYX
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 576
  • Ersterscheinung: 28.06.2019
  • ISBN: 9783736308435
  • Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Kristen Callihan

Idol - Gib mir deine Liebe

Anika Klüver (Übersetzer)

Ein Sturm, ein Rockstar und ein Kuss, der alles verändert

Kurz vor einem Schneesturm will Stella Grey noch schnell ihre Vorräte aufstocken. Doch ein attraktiver Unbekannter reißt sich die letzte Packung Eis unter den Nagel. Eins ist klar: Ohne das Minzeis mit Schokoladensplittern wird Stella das Unwetter nicht überstehen. Und so greift sie zu einer drastischen Maßnahme: Sie küsst den Fremden und lenkt ihn damit ab, sodass sie mit dem Eis fliehen kann. Wer hätte schon ahnen können, dass es sich bei dem Überrumpelten um Jax Blackwood, Sänger und Leadgitarrist der erfolgreichen Rock Band Kill John, handelt? Und dass ausgerechnet er sich als Stellas neuer Nachbar entpuppt?

"Ein sehr emotionales Buch. Wenn einer sein Happy End verdient hat, dann ist es Jax!" SMEXY BOOKS

Band 3 der "VIP"-Reihe von NEW-YORK-TIMES-Bestseller-Autorin Kristen Callihan

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.03.2020

jetzt wird’s wieder heiß

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IDOL – Gib mir deine Liebe ist, wie der Titel bereits vermuten lässt, ein Liebesroman. Es ist der dritte Teil der VIP-Reihe, wovon der nächste 2021 erscheinen soll. Es ist als Paperback im Juni 2019 im ...

IDOL – Gib mir deine Liebe ist, wie der Titel bereits vermuten lässt, ein Liebesroman. Es ist der dritte Teil der VIP-Reihe, wovon der nächste 2021 erscheinen soll. Es ist als Paperback im Juni 2019 im LYX Verlag erschienen und wurde von der amerikanischen Autorin Kristen Callihan verfasst.

Die Bücher der Reihe können eigentlich alle unabhängig voneinander und durcheinander gelesen werden. Ich persönlich lese lieber in der richtigen Reihenfolge. Wer wissen möchte worum es in den ersten beiden Bänden geht und wie sie mir gefallen haben, kann sich gerne meine Rezensionen dazu durchlesen: Band 1: Gib mir die Welt | Band 2: Gib mir dein Herz .

Nun aber zum Inhalt: Kurz vor einem Schneesturm möchte Stella noch ihre Vorräte aufstocken, da schnappt ihr ein sexy Unbekannter die letzte Packung Eis vor der Nase weg. Eins ist klar: Ohne ihr heiß-geliebtes Minz-Eis mir Schokosplittern geht gar nichts! In einer Kurzschlussreaktion küsst sie ihn und flieht! Nur wusste sie nicht, dass der Unbekannte Jax Blackwood ist, der Leadsänger und Gitarrist der berühmten Band Kill John und noch dazu ihr neuer Nachbar!

Die ersten beiden Bände habe ich mit sehr großer Begeisterung gelesen und konnte der Anziehungskraft zu diesem Band auch nicht widerstehen. Das Cover ist der Farbgebung der anderen Bände angepasst, hat aber eine ganz andere – eine sexy – Ausstrahlung. Sofort, wenn man das Cover sieht, weiß man, dass es heiß her gehen wird in diesem Buch. Und das tut es auch – keine Sorge. Leser~innen, die dieses Genre gerne lesen, werden voll auf Ihre Kosten kommen.

Wer jetzt allerdings eine neue Art von Liebesgeschichte erwartet, wird enttäuscht werden. Eigentlich ist es eine typische und klischeehafte Geschichte zwischen einem richtig gut aussehendem, sexy durchtrainierten und erfolgreichen Rockstar, der innerlich gebrochen ist und einer angeblich durchschnittlichen, aber insgeheim doch wunderschönen und offenherzigen Frau, die gewillt ist seine hohen Mauern zu überwinden und auch mit tragischen Problemen belastet ist. Dabei sind wie immer mit dabei: Intrigen, Drama und Anziehungskraft.

Das Grundgerüst der Geschichte steht auf etwas wackeligen Beinen, denn es wirkt ein wenig unglaubwürdig. Stellas ist nur Jax Nachbarin, da sie für mehrere Wochen Tier-Sitterin ist und sich in besagter Wohnung häuslich niederlässt, während der Besitzer auf Reisen ist. Mehrere Wiederholungen ähnlicher Szenen und die etwas künstlich herbeigeführten Begegnungen machen aus dem Plot auch kein Meisterwerk. Doch durch den stetigen Perspektivwechsel, der sich kapitelweise ergibt, bleibt die Geschichte dynamisch und die Einblicke in die Gedankenwelt von Stella und Jax bringt etwas Tiefe in die Geschichte rein. Auch habe ich dadurch diese prickelnde Anziehungskraft, die zwischen Stella und Jax herrscht verstärkt miterlebt und das brachte mich dazu immer weiter zu lesen.

„Wann immer es passiert, wir werfen wir einander einen heimlichen Blick zu und Stella lächelt schüchtern. Das sorgt dafür, dass ich sie küssen will. Jedes Mal.

Sie ist mein neues Lieblingslied. ich will sie immer und immer wieder spielen.“
Jax S. 298

Besonders gut gefallen hat mir, dass die Darstellung von Musik wieder einen großen und wichtigen Teil eingenommen hat und ich mit Jax die Kraft von Rhythmus, die Leidenschaft die mit einher spielt, das Scheinwerferlicht und die Dynamik der Massen, erleben durfte. Gerade für Jax ist die Musik der wichtigste Bestandteil seines Lebens. Wie bereits aus den anderen Bänden bekannt ist, hat Jax psychische Probleme. Ein Thema, das in diesem Buch ein einem guten Rahmen und angemessen eingebunden wird.

„Er legt seine Finger auf die Gitarrensaiten, öffnet den Mund und die Welt verändert sich. Meine Welt verändert sich. Wer ich war, all meine Probleme, all meine Ängste, alles verschwand und es gab nur noch Klang, Musik und Gefühle. Seine Gefühle, bittersüß und wunderschön und schmerzhaft.“ Stella

Der Schreibstil der Autorin ist wieder sehr flüssig und locker. Diese leichte Art wird durch den Humor ergänzt, der in vielen Szenen mitschwingt. Aber auch ernste Szenen werden gekonnt auf Papier gebannt ohne zu schwer zu wirken. Sehr schön war auch wieder, nebenher etwas von der Band mitzubekommen und lieb gewonnene Charaktere wiederzusehen.

Das Ende hat den langen einfühlsamen und eindringlichen Teil der Handlung dann wieder etwas zerstört. Es gab sehr viele dramatische Dinge, auf denen das vermeintlich tragische Ende hätte aufgebaut werden können, doch davon wurde nichts benutzt und stattdessen etwas verwendet, dass etwas an den Haaren herbeigezogen wirkt. Wirklich schade, aber nicht zu ändern. Ich hoffe sehr, dass sich die Autorin für den vierten Teil etwas anderes und originelleres ausgedacht hat.

Fazit:

Eine wunderbare Rockstar-Romanze, die kein Herz verschont und kein Auge trocken lässt. Dabei steht das Grundgerüst aber leider auf wackligen Beinen und der vorhersehbare, obligatorische Drop am Ende zerstört den einfühlsamen Eindruck wieder, sodass nur Freunde des Genres voll auf ihre Kosten kommen werden. Wer eine neue Art von Liebesgeschichte sucht, wird mit diesem Buch nicht glücklich werden. Ich gebe an dieser Stelle 3 Schmetterlinge.

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Veröffentlicht am 21.10.2019

Band 3 der Reihe

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Dieses Buch handelt vom Leadgitarristen Jax, der schon in den anderen Bänden der Reihe vorkommt.
Beim Einkaufen lernt er Stella kennen, die sich auch als seine Nachbarin herausstellt.
Die beiden kommen ...

Dieses Buch handelt vom Leadgitarristen Jax, der schon in den anderen Bänden der Reihe vorkommt.
Beim Einkaufen lernt er Stella kennen, die sich auch als seine Nachbarin herausstellt.
Die beiden kommen sich erst freundschaftlich und schließlich auch als Liebende näher. Dabei müssen sie allerdings viele Hürden überwinden.

Meine Meinung:
Die Protagonisten sind sympathisch und realistisch beschrieben, jeder mit seinen Fehlern und Schwierigkeiten.
Sie harmonisieren auch deshalb gut miteinander, ebenso ergibt sich deshalb der ein oder andere Schlagabtausch, der mich zum lachen gebracht hat.
Allerdings geht Kristen Callihan auch auf ernste Themen wie etwa Depressionen ein und macht die Geschichte dadurch vielschichtiger. Leider ist mir das an einigen Stellen zu oberflächlich geblieben.
Der Schreibstil ist locker und sehr angenehm, das lesen macht sehr viel Spaß und die Charaktere Stella und Jax gefallen mir echt gut.
Das Ende ging mir jedoch zu schnell und enthält meiner Meinung nach zu viel Drama. Da wurde zu viel gewollt und in zu wenigen Seiten umgesetzt.

Fazit:
Schönes Buch für zwischendurch, an einigen Stellen sehr tiefsinnig und an anderen wiederum lustig. Ein schöner Roman für alle Fans von Rockstargeschichten!

Veröffentlicht am 20.08.2019

Enttäuschend

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Schreibstil:
Den Schreibstil der Autorin fand ich wie immer sehr schön. Es lässt sich super locker und leicht lesen, alles ist flüssig und hätte vom Stil her auch gut mitgezogen, leider bot die Geschichte ...

Schreibstil:
Den Schreibstil der Autorin fand ich wie immer sehr schön. Es lässt sich super locker und leicht lesen, alles ist flüssig und hätte vom Stil her auch gut mitgezogen, leider bot die Geschichte dies aber nicht.

Klappentext:
Noch vor Kurzem glaubte Jax Blackwood nichts zu haben, wofür es sich zu leben lohnt. Zwar ist er der Frontmann von Kill John, der erfolgreichsten Rockband der Welt. Doch das hilft ihm auch nicht, wenn wieder einmal alles in seinem Leben zu dunkel und zu hoffnungslos erscheint. Da trifft er seine neue Nachbarin und nach einem unvergesslichen Kuss fängt Jax an, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen. Was er nicht weiß: Stella kämpft mit ihren eigenen Dämonen …

Die Charaktere:
Ich war wahnsinnig auf Jax gespannt, denn schließlich hat man schon in den vorigen Bänden gemerkt, dass seine Probleme über die anderer hinausgehen. Ganz schön war so zu Anfang, dass man gleich merkte, wie schwer er Vertrauen zu anderen aufbaut. Der Leser lernt Jax, oder John, wie er sich selbst nennt, von einer ganz anderen Seite kennen. Er ist zurückgezogen, einsam, hält sich von anderen fern und stimmt kein bisschen mit dem Jax überein, den man aus den anderen Büchern kennt. Dies ist aber keineswegs schlecht, sondern fühlte sich für mich realistisch an, denn er war in den anderen Büchern auch nie Privatperson. (Auch die anderen hat man noch wieder privater kennengelernt. Der Fokus zoomt in jedem Buch etwas näher dran, was mir sehr gefällt.)
Dann taucht Stella in Jax Leben auf und er taut langsam auf. Allerdings scheint er leider nicht wirklich aus seinen Gewohnheiten hinauszufinden. Es ist ein ständiges Auf und Ab mit ihm, die Kommunikation zwischen ihm und Stella nur mäßig fortschrittlich. Richtiges Vertrauen erlebt man erst auf der letzten Seite.
Wie anfangs erwähnt, habe ich bei Jax außerdem eine Auseinandersetzung mit seiner Vergangenheit erwartet. Nicht nur bezogen auf den jüngsten Teil, sondern vielleicht auch auf seine Familie (bei Libby und Killian zumindest kam das auch zum Tragen). Leider kam das ziemlich kurz. Einmal stürzt er ein wenig ab, aber ehrlich gesagt, hätte ich das jedem der Jungs zugetraut und Killian und Gabriel haben es tatsächlich ähnlich durchgemacht. Es hatte nicht sonderlich etwas mit seinen Depressionen zu tun. Das ganze Thema schwebte nur immer irgendwie im Raum, wurde aber nicht ganz Ernst genommen.

Stella war von Anfang an der Sonnenschein, der Stern im Himmel von New York. Mit ihrer selbstbewussten, direkten Art hat sie mir sehr gut gefallen. Gleichzeitig hatte ich immerzu das Gefühl, dass sie ebenso schwach ist wie John. Sie hat sich vollkommen von der Welt abgeschottet, hält alle auf Abstand und in Johns Gegenwart ist sie immerzu unsicherer, als ich es ihr zutrauen würde. So entwickelt sie sich gar nicht richtig. Beide haben Angst, John gesteht sich dies zumindest ein, Stella stattdessen ruht sich auf ihrem „fehlenden Vertrauen“ aus. Das ist es auch, was sie als größtes Problem hinsichtlich John sieht und so rückt es immer mehr in den Fokus, wobei ich auch an anderen Stellen gerne noch mehr Tiefe gehabt hätte. Zum Beispiel hat sie definitiv zwei Menschen in ihrem Leben, die ihr sehr viel bedeuten. Das gesteht sie sich aber nicht ein. Und dann ist da noch ihr Vater. Sie hakt es ziemlich leicht ab und der Typ taucht auch nur sehr zusammenhanglos mal im Buch auf, aber mir wurde als Leser gar nicht klar, wie sie mit ihm abgeschlossen hat. Falls sie das überhaupt hat. So fühlte es sich mit Stella an, als würde man auf der Stelle treten.

Zur Geschichte allgemein:
Die ersten hundert Seite des Buches haben mir wirklich gut gefallen. Schön süß und zart lernen sich John und Stella immer besser kennen, nähern sich langsam aneinander an. Dann wird es aber leider etwas nervig, denn die beiden können nicht miteinander reden. Ich möchte gerne einmal an Idol 2 erinnern, in dem es um Gabriel und Sophie ging. War etwas faul, hat der andere es gleich gemerkt und angesprochen. Wenn man sich kennt, sollte das durchaus möglich sein, finde ich. John und Stella bekommen das aber leider nicht so gut hin. Es bleibt alles oberflächlich, ein bisschen Kratzen an der Oberfläche, dann lieber wieder den einfachen Weg einschlagen und sich in eine Traumwelt flüchten.
In diesem oberflächlichen Bereich befindet man sich dann die nächsten 200-300 Seiten. Die Fortschritte zwischen den beiden sind wirklich sehr klein. Die Seiten werden mit vielen schönen gefüllt, aber nichts davon ist richtig spannend, sodass ich mich durch diesen Teil des Buches schleppen musste.
Danach geschieht wieder etwas, allerdings hat mich das eher die Augen verdrehen lassen, als dass es zu meiner Unterhaltung beigetragen hätte. Völlig aus dem Nichts taucht Stellas Vater auf, dann verschwindet er wieder und nichts passiert, dann taucht er mal wieder auf, dann ist er wieder weg. Warum? Wofür war das gut?
Dann muss natürlich noch der dramatische Wendepunkt kommen. John bricht zusammen, weil (Achtung Spoiler), die Nachbarin stirbt. Das macht ihm natürlich bewusst, dass es sinnvoller ist sein Leben ohne Bewegung auf dem Teppich zu verbringen. Ohne Stella. Die nimmt das selbstverständlich so hin. Vorher konnten die beiden ja auch schon nicht wirklich miteinander reden.
Und am Ende ist es dann die wahre Liebe. So richtig konnten mich die Gefühle innerhalb des Buches aber nicht erreichen. Beide wollten sich eigentlich voneinander fernhalten, dann ist er heiß und sie hübsch, aber die gehen sich auf die Nerven und plötzlich ist es Liebe. So wäre es auch für den Leser zum besseren Verständnis sinnvoll gewesen, wenn die beiden mehr miteinander geredet hätten.

Fazit:
Dieser dritte Teil konnte mich nicht überzeugen. Der Schreibstil war wie gewohnt toll, die Figuren wieder zu erleben, war schön und auch der Humor und so manche gefühlvolle Szene haben mir gefallen. Leider war dieses Paar aber so gar nicht mein Fall. Die tiefe Liebe zwischen beiden war für mich nicht spürbar, alles ist nur oberflächlich abgehandelt und das Buch hat wirklich viele Längen, die es großteilig langweilig machen. Sehr schade, aber ich freue mich trotzdem auf den nächsten Teil:)

3 von 5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 06.08.2019

Über Popstars & Minzeis

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Über den ersten Band von Idol habe ich nicht wirklich gute Dinge gehört. deswegen war ich erstmal abgeschreckt, bis eine Freundin mir so vom zweiten Band vorschwärmte.
Ich versprach ihr mir dieses Buch ...

Über den ersten Band von Idol habe ich nicht wirklich gute Dinge gehört. deswegen war ich erstmal abgeschreckt, bis eine Freundin mir so vom zweiten Band vorschwärmte.
Ich versprach ihr mir dieses Buch zu kaufen, da es für sie ein absolutes Highlight gewesen war, doch da schob sich der dritte Band in mein Sichtfeld und erweckte mein Interesse. Konnte ich also den dritten Band lesen bevor ich weder den ersten noch den zweiten gelesen hatte? Ja, konnte ich und tat ich auch.
Den zweiten Band habe ich mir aber vor ein paar Tagen gekauft, also keine Panik auf der Titanik.
Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht, vielleicht auch weil die Umstände unter denen sich die Protagonisten kennenlernten wirklich sehr witzig & abwechslungsreich waren.
Auch der weitere Verlauf der Geschichte war sehr ungewohnt, erfrischend und neu, sodass die Seiten nur so dahinflogen.
Der Schreibstil erwies sich auch als sehr angenehm, nur hatte ich manchmal Probleme mit dem Tempo der Geschichte, da es viele unnötige Wiederholungen gab und auch einige Stellen nur sehr schleppend und langsam vorangingen.
Die Charaktere waren mir sympathisch, auch wenn Stella manchmal etwas zu impulsiv handelte & Jax in manchen Momenten einfach zu klischeehaft war. Manchmal hatte ich einfach genug davon von einem Frauenheld zu lesen der wegen dem einen besonderen Mädchen plötzlich eine 180 Grad Wendung machte und sein Leben ganz neu aufkrempelte.
Besonders begeistern konnten mich aber die Nebencharakter, die wirklich sehr einzigartig waren.
Insgesamt ist das Buch wirklich angenehm zu lesen, sehr flüssig geschrieben, doch auch an ein paar Stellen ziemlich hervorsehbar, was ich sehr schade fand.
Das Buch ist sehr unterhaltsam für zwischendurch und trotz der fraglichen Stellen besser als ich erwartet hätte. Ein bisschen weniger Erotik hätte es auch getan, vor allem gegen Ende.
Insgesamt erhält der dritte Band von Idol 3 von 5 Sterne von mir & ich freue mich schon den zweiten Band zu lesen, der laut meiner Freundin ja super gut sein soll.

Veröffentlicht am 08.07.2019

zu viele Zufälle, zu wenig Tiefe

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„Jeder, der über die Liebe spottet, hat noch nie wahre Leidenschaft erlebt und hat keine Ahnung, wovon er redet.“ (Scottie zu Jax in Idol 3)

Worum geht’s?

Jax, Sänger und Gitarrist der Band Kill John, ...

„Jeder, der über die Liebe spottet, hat noch nie wahre Leidenschaft erlebt und hat keine Ahnung, wovon er redet.“ (Scottie zu Jax in Idol 3)

Worum geht’s?

Jax, Sänger und Gitarrist der Band Kill John, möchte sich vor einem drohenden Schneesturm noch kurz ein Eis aus dem Supermarkt holen. Im Supermarkt trifft er auf Stella, die es auf den gleichen, letzten Eisbecher abgesehen hat. Kurzerhand überrumpelt sie Jax mit einem Kuss und flüchtet mit dem Eis. Doch das Schicksal führt beide schnell wieder zusammen: Als Stella ihre Wohnung verliert und verzweifelt einen Job sucht, endet sie als Katzensitterin in einem Luxusappartement. Und mit Entsetzen muss sie feststellen, dass nebenan der verprellte Geküsste wohnt…

Idol – Gib mir deine Liebe ist Band 3 der VIP-Reihe um die Band Kill John. Das Buch ist in sich geschlossen. Es werden keine Vorkenntnisse benötigt, es empfiehlt sich allerdings, die Vorbände gelesen zu haben, da aus den Vorbänden bekannte Personen und Ereignisse nur kurz angesprochen werden.

Schreibstil / Gestaltung

Das Cover ist gestalterisch an die Vorgängerbände angepasst. Farblich ist es etwas femininer gehalten und kommt etwas heller daher als die Vorgänger, dafür wird dieses Mal der Titelheld unbekleidet präsentiert. Wäre nicht nötig gewesen, stößt mich auch eher ab, anderen wird es aber sicher gefallen.

Kristen Callihan kommt mit ihrem gewohnt lockeren Schreibstil auch wieder in Idol 3 daher. Das Buch ist sprachlich auf dem Niveau für junge Erwachsene gehalten, es gibt einige Kraftausdrücke, zahlreiche erotisch angehauchte Szenen (die anders als bei Band 2 nicht so dezent und unschuldig sind) und zudem viele Witze und Anekdoten in dem Buch. Das Buch lässt sich gut über längere Zeit lesen und überzeugt mit einem abwechslungsreichen Vokabular.

Das Buch wird wechselseitig von Jax und Stella aus der Ich-Perspektive erzählt. Wie auch bereits bei den Vorbänden wechselt öfter auch innerhalb eines Kapitels die Perspektive. Beide Charaktere haben weitestgehend eine eigene Persönlichkeit, die durch den Schreibstil auch transportiert wird.

Mein Fazit

Nach einem absolut grandiosen Band 2 mit einer schönen, lockeren und lustigen Story um Scottie und Sophie habe ich mich so sehr auf Band 3 gefreut: Ein Buch um Jax, der so viel durchmachen musste. Ich hoffte, endlich mehr über Jax, seine Depressionen und seinen Selbstmordversuch zu erfahren. Doch am Ende wusste ich wahrscheinlich mehr über seinen Genitalbereich als über seine Gedanken…

Bereits der Einstieg wollte mich nicht so recht überzeugen. Stella und Jax treffen im Supermarkt aufeinander. Stella denkt, dass Jax sie verfolgt. Als es zum finalen Showdown um den letzten Becher Eis kommt, den Stella durch einen Kuss für sich entscheidet, war ich bereits vom Buch gelangweilt. Nach einem kurzen weiteren Intermezzo an der Kasse trennen sich die Wege der beiden, sie vergessen sich jedoch nicht. Stella findet zuhause die Kündigung für ihre Wohnung und da sie keinen richtigen Job hat, muss sie improvisieren. Über Kontakt landet sie dann ausgerechnet zufälligerweise als Catsitterin bei Scottie, dem Bandmanager, der für den Kater von Kilian und Libby eine viermonatige Betreuung benötigt. Hierbei darf Stella im luxuriösen Appartement von Libby und Kilian wohnen. Und naja, ihr Nachbar stellt sich dann als Jax heraus. Zufälle über Zufälle. Irgendwie entwickelt sich dann etwas zwischen den beiden und die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Idol 3 ist keine Wundertüte und das habe ich auch nicht unbedingt erwartet. Zugegeben, bereits der Klappentext stand für mich als Grundidee auf wackeligen Beinen, auch Stellas Einzug in die Wohnung von Kilian und Libby warf für mich mehr Fragen auf als mir lieb war. Es folgen zahlreiche Neckereien und Streitereien mit Jax, bei denen Stella eine für mich nervtötende Art und Weise der Übergriffigkeit an den Tag legte, gepaart mit ganz viel sexuellen Gedanken von Jax, zahlreichen Anekdoten rund um die Band und der ein oder anderen wohlplatzierten Aw- und Oh-Szene, die leider aber stets so künstlich und unpassend waren, dass ich das Gefühl hatte, der Autorin ist eingefallen, dass noch was passieren muss, ob es aber passt, ist ja eigentlich auch egal. Es fehlte für mich ein roter Faden, eine nachvollziehbare Entwicklung. Der Geschichte plätscherte vor sich hin. Das erste Drittel des Buches bestand primär aus sexueller Anziehung, dann folgt eine fast schon checklistenartige Ansammlung von pseudo-niedlichen Szenen, die dann mit einem sehr langen Sexteil abgeschlossen werden. Man war fast versucht zu sagen: Gott, endlich landen sie im Bett, dann hören die Gedanken vielleicht mal auf. Als krönender Abschluss kommt bei etwa 85% dann die notwendige Heartbreak-Szene, die bei mir aber leider komplett verpuffte, da Jax und Stella für mich keinen Paar-Charakter hatten. Das obligatorische Zurechtrücken nach dem großen Drama geht gewohnt fix daher, zeigt sich erschreckend unreflektiert und wirkt nicht ganz rund. Aber immerhin war es dann auch vorbei. Wobei, nicht ganz. Im Epilog wird noch einmal richtig hart aufgetischt, der Leser soll ja das ultimative „Wie süß“-Gefühl haben.

Was in diesem Buch komplett untergeht: Vieles. Jax leidet unter Depressionen, hat einen Selbstmordversuch hinter sich. Es gibt wenige Szenen, die das Thema ansprechen. Jax ist in regelmäßiger psychologischer Betreuung, das wird jedoch nur in ein, zwei Sätzen angesprochen und findet nie aktiv statt. Jax hat einige Breakdowns in dem Buch, die aber für meinen Geschmack viel zu kurz kamen und zu wenig beleuchtet wurden – dafür umso mehr seine sexuellen Gedanken. Auch die Auswirkungen auf die Band und insbesondere die Auswirkung auf die Beziehung Kilian zu Jax wird nur sehr oberflächlich und für mich viel zu idealistisch beleuchtet. Gerade rund um das Thema Depressionen und Schattenseiten des Ruhms hätte man so viel machen können.

Jax und Stella haben es mir als Charaktere leider auch eher schwer gemacht. Jax wirkte für mich über weite Teile des Buches sehr genitalgesteuert, einige potenzialreiche Szenen verliefen leider zu sehr im Sande. Stella fand ich von Anfang an nervig und ihre stets paranoide Art, dass sie andauernd denkt, Jax würde sie verfolgen, war übertrieben. Ich hatte das Gefühl, viel zu wenig über Stella erfahren zu haben. Ich weiß, was sie arbeitet und zumindest in 3-4 Sätzen, was da mit ihrem Vater war. Mehr kam da irgendwie nicht. Zudem war ich sehr angenervt, dass Stella andauernd übergriffig handelte, etwa mehrfach einfach in Jax Wohnung einstieg, ihm dann noch Vorschriften machte, wie er sich in seiner Wohnung zu benehmen hatte. Insgesamt litt hierunter auch die Dynamik zwischen den beiden. Denn für mich war – abgesehen von sexueller Anziehung – nicht greifbar, wie sich zwischen beiden eine Liebesgeschichte entwickeln sollte.

Vieles an diesem Buch wirkte willkürlich und zu plastisch. Für meinen Geschmack hat die Autorin zu sehr versucht, Sachen einzubauen, als zu überlegen, ob es passt. So geschehen immer wieder Sachen, die komplett random und unerklärlich wirkten, etwa Jax plötzliche Meinung, er müsse Stella in Krankheit gesundpflegen oder ein komplett aus der Luft gegriffenes Jobangebot für Stella. Ich hatte leider zu oft das Gefühl, dass die Ereignisse nicht nachvollziehbar, unlogisch oder unrealistisch waren.

Einziger Lichtblick in dem ganzen Buch war für mich, dass zumindest die anderen Charaktere als Randfiguren erneut dabei waren. Im Fokus stand hierbei Scottie aus Band 2, den ich persönlich sehr mochte und mich daher freute, hier mehr über ihn und Sophie zu erfahren und wie ihre Beziehung weitergegangen ist. Es gab einige witzige Szenen rund um die Band, ansonsten hatte das Buch mit Musik und Bandleben doch eher wenig zu tun. An einigen Stellen wurde auch bereits auf das Pärchen für Band 4 hingewiesen.

Vielleicht war meine Erwartung zu hoch oder vielleicht ist auch Band 2 Schuld daran, weil er die Messlatte so hoch gesetzt hat. Auf jeden Fall konnte Idol 3 in keiner Weise meine Erwartungen erfüllen. Es haperte an allen Ecken und Enden, die Grundgeschichte und ihre Umsetzung stand auf wackligen Beinen und es fühlte sich an, als hätte die Geschichte sich immer wieder verlaufen und durch Zufälle sollte es wieder geradegebogen werden. Ich habe zu wenig über Jax und nahezu gar nichts über Stella erfahren, sodass ich keine Verbindung zu ihnen aufbauen konnte und mich daher ihre Irrungen und Wirrungen auch leider kaltließen. Ich hoffe, dass Band 4 mit Brenna und Rye dort bessere Arbeit leisten kann. Band 3 war leider eine allenfalls durchschnittliche, unspannende Liebesgeschichte.

[Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag überlassen wurde. Meine Meinung ist hiervon nicht beeinflusst.]