Cover-Bild Muse of Nightmares - Das Erwachen der Träumerin
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ONE
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 28.08.2020
  • ISBN: 9783846601013
Laini Taylor

Muse of Nightmares - Das Erwachen der Träumerin

Buch 2
Gerade noch war Lazlo der unscheinbare Bibliothekar aus Zosma, der von der vergessenen Stadt Weep träumte. Jetzt hängen die Hoffnungen all ihrer Bewohner an ihm, und Lazlo steht vor einer unmöglichen Entscheidung: Entweder er rettet die Liebe seines Lebens - oder Weep. Sein Gegner ist unberechenbar, und ohne die Hilfe von Sarai kann er ihn nicht bezwingen. Doch ist ihre Liebe stark genug, um alle Hindernisse zu überwinden und Weep endlich zu befreien?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.11.2020

Was für eine Liebe und Begeisterung ich für diese Buchreihe empfinde!!

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》INHALT:
Eben noch war Lazlo der unscheinbare Bibliothekar aus Zosma, der von der vergessenen Stadt Weep träumte, und Sarai die Muse der Albträume, ohne dieser Last entkommen zu können. Nun tragen sie ...

》INHALT:
Eben noch war Lazlo der unscheinbare Bibliothekar aus Zosma, der von der vergessenen Stadt Weep träumte, und Sarai die Muse der Albträume, ohne dieser Last entkommen zu können. Nun tragen sie die Last auf ihren Schultern unzählige Familien, auch ihre eigene, retten zu müssen – und den Preis dafür zu zahlen. Ihr Gegner dabei ist unberechenbar und nicht allein zu bezwingen. Ist ihre Liebe stark genug, um alle Hindernisse zu überwinden, Weep endlich zu befreien und ihren wahren Namen zurück zu bringen?

》EIGENE MEINUNG:
Hier ist er also, Teil 4, der Abschlussband – der Kreis schließt sich! Und das beginnt mit dem letzten dieser wundervollen Cover: Perfekt in Farbe und Abbild bzw. Spiegelung von Irrlicht.

„Das Erwachen der Träumerin“ schafft alles was ich mir erhofft hatte und noch so viele mehr, auch wenn es sich durchaus von seinen Vorgängern abhebt, und kann mich dazu noch überraschen:

- Klar: Die Fäden aller Erzählstränge mussten zusammen geführt werden. Jedes Puzzleteil schlüssig an seinen Platz finden. Ich war mehr als gespannt und auch etwas ängstlich, aber es ist perfekt gelungen! Zu Beginn hatten wir zwei Handlungsstränge: Lazlos Reise und Sarai in der Zitadelle. Sobald beide nun vereint an einem Ort sind, eröffnet die Autorin erneut einen zweiten Erzählstrang durch den sie für mich einen wunderbaren Weg wählt Vergangenheit und Gegenwart zusammen zu führen und dem Leser die Möglichkeit zu geben, die Lösungen zu vielen Rätseln langsam selbst zusammen zu setzen. Auch, wenn es manchmal weht tut… Für mich war die Auflösung des Weltenaufbaus teils wissende Erleichterung, teils Überraschung und im ersten Moment etwas fremd. Doch es finden alle Geschehnisse, Entwicklungen und Charaktere darin ihren Platz und Raum.
- Schon im letzten Band hielt für mich, oft unterschwellig, immer mehr Grausamkeit, Schmerz und Leid Einzug in die Geschichte und ich wollte doch das Träumerische, Hoffnungsvolle, Leichte nicht verlieren. Ich Nachgang kann ich sagen: Die Autorin hat hier eine perfekte Balance geschaffen, die das Leseerlebnis für mich umso eindringlicher und nachhaltiger macht! Lange habe ich mich noch mit einer Grausamkeit Skatis beschäftigt, die doch nie wirklich ausgesprochen wurde.
- Unglaublich, aber wahr: Laini Taylor hat die Erzählung in diesem Abschlussband noch einmal mehr an Tiefe gewinnen lassen. Was für ein Weltenaufbau! Welch eine Komplexität. Und zum Schluss fügen sich doch alle, über die Zeit eingestreuten, Hinweise zu einem logischen Ganzen zusammen.
- Erneut konnte mich der Schreibstil einfach nur von den Socken reißen und tief in die Geschichte hinein ziehen. Er ist bildhaft, detailreich, fantasievoll, beeindruckend und lässt mich teils sprachlos zurück. Erschütternd und schmerzhaft, dann wieder mit solcher Leichtigkeit, Herzenswärme und Poesie.
- Die Spannung erreicht in diesem Band ihren Höhepunkt und hält diesen unheimlich lange. Es ist aufregend, geradezu nervenaufreibend und ich war komplett darin gefangen! Hinzu kommen Dramatik, Emotionalität und teils eine gewisse Schwere, teils luftige Erleichterung.
- Die verschiedenen Aufgaben, vor denen die Protagonisten stehen, werden nicht – wie in anderen Fantasy-Büchern, lange aufgebaut und dann auf der nächsten Seite ohne große Probleme erledigt. Alles erhält und braucht seine Zeit. Es gibt kein Vergessen – alles hat Auswirkungen, die andauern.
- Wir finden hier erneut eine große Handlungs- und Entwicklungsstärke vor. Die Charaktere wachsen immer noch weiter. Wer hätte gedacht, dass Minja einmal nicht mehr das Hauptproblem sein würde und ich sie sogar ins Herz schließen würde? Wer hätte gedacht, dass ich zum Schluss einen Lieblings-Alchimisten haben würde? Kora und Nova als Protagonistinnen konnten mich dagegen nie so begeistern wie Laszlos Gruppe, aber ihre Geschichte mich dafür absolut ergreifen. Welch eine Bandbreite erlebter Gefühle während des Lesens!
- Das Ende schließlich hätte ich mir nie träumen lassen können und doch war es genau so richtig, mitreißend und absolut würdig. Dabei alles andere als zuckersüß. Und: Es scheint es als bliebe ein kleiner Hoffnungsschimmer auf ein Wiedersehen… Dazu habe ich gelesen, dass in diesem Buch wohl sogar eine kleine Verbindung zu „Daughter of Smoke and Bones“ erwähnt wird. Ein weiterer Grund für mich, diese Reihe als nächstes zur Hand zu nehmen!

》FAZIT:
Meine Liebeserklärung an diese einzigartige Buchreihe: Sie ist ganz klar eine der besten, die ich je gelesen habe und hat sich meine tiefe Liebe zu Weltenaufbau, Handlung und Figuren für immer gesichert! Hier im Abschlussband findet alles seinen Höhepunkt – es kommt zusammen, was zusammen gehört – ein unglaubliches Finale!

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Veröffentlicht am 12.11.2020

Leider für mich der schwächste Teil der Reihe, aber ein toller Abschluss

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Meinung:

Muse of Nightmares - Das Erwachen der Träumerin ist das Finale einer sehr tollen Reihe. Der dritte Teil der Reihe endet sehr gemein und deswegen habe ich mich umso mehr auf den letzten Teil gefreut.

Alle ...

Meinung:

Muse of Nightmares - Das Erwachen der Träumerin ist das Finale einer sehr tollen Reihe. Der dritte Teil der Reihe endet sehr gemein und deswegen habe ich mich umso mehr auf den letzten Teil gefreut.

Alle Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen. Alle haben eine sehr starke Entwicklung durch gemacht, aber gerade Lazlo, mit der größten Entwicklung, ist mir am meisten ans Herz gewachsen. Wie soll es auch anders sein, natürlich hat sich auch Sarai, nicht nur im Buch an seine Seite gestellt, sondern auch in meinem Herzen. Schon in Band 1 (vom Muse of Nightmares) sind zwei Charaktere dazu gekommen, bei denen ich mir noch nicht so sicher war welche Rolle sie spielen und es hat mich schlussendlich positiv überrascht. Jeder Charaktere findet in den Büchern genau den richtigen Platz. Während in Strange the Dreamer sich noch nichts von dem gesamten Ausmaß erahnen lässt, fügt sich am Ende alles zusammen. Jeder Band steht irgendwie für sich, gehört aber zu dem ganzen dazu.

Ich habe mich sehr auf das Finale gefreut. Die Idee hinter der Reihe hat mir sehr gut gefallen und auch die Charaktere haben, wie schon gesagt, einen Platz in meinem Herzen eingenommen. Leider war der letzte Band für mich im gesamten der schwächste. Ich habe bei den anderen Teilen schon bemängelt, das die Szenen sehr detailliert beschrieben wurden und für mich war das des Öfteren ermüdend. In Band 4 spielt eine Szene eine ganz große Rolle und so kommt es, dass diese die meisten Seiten des Buches besetzt. Ich hatte nach dem Lesen das Gefühl, das auf den fast 400 Seiten irgendwie nicht viel passiert ist. Und obwohl ich beim lesen das Gefühl hatte, das nicht viel in den Büchern passiert, fühlt es sich im Nachhinein genau anders an.

Für mich ist die Spannung im ganzen Buch gleich bleibend gewesen. Wirklich etwas rausreißen konnte keine Szene für mich wirklich. Die Idee hinter der Geschichte und das Verlangen zu wissen, wie die Reihe ihr ende findet, konnte mich dennoch überzeugen weiter zu lesen.

Fazit:

Für mich war der vierte Band der schwächste. Die Geschichte hängt sich an wenigen Szenen auf, die sehr ausführlich beschrieben werden. Das war für mich an manchen Stellen ermüdend. Die Charaktere, welche mir sehr an Herz gewachsen sind, und das Verlangen zu wissen wie die Geschichte ihren Abschluss findet, konnten mich dennoch zum weiter lesen animieren.

Auch wenn ich nicht mit der Gestaltung der Autorin im ganzen einverstanden bin, hat mir die gesamte Reihe dennoch sehr gefallen. Die Idee konnte mich sehr überzeugen und obwohl Band 4 für mich schwierig zum lesen war, bin ich trotzdem traurig, das die Geschichte nun zu Ende ist...

~Spannungsjägerin

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Veröffentlicht am 06.11.2020

Was von den Göttern übrig blieb

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Die Götter haben mit ihnen gespielt. Mit den Frauen von Weep, die sie holten. Mit ihren Männern, die sie meistens zurückließen. Eril-Fane hatten die Götter nicht in der Stadt zurückgelassen, um wie alle ...

Die Götter haben mit ihnen gespielt. Mit den Frauen von Weep, die sie holten. Mit ihren Männern, die sie meistens zurückließen. Eril-Fane hatten die Götter nicht in der Stadt zurückgelassen, um wie alle anderen darauf zu warten und zu hoffen, dass die Entführten wieder zurückgebracht werden würden.

Skathis, der Gott der Bestien, nahm ihn mit und schenkte ihn der Göttin der Verzweiflung als Spielzeug. Eril-Fanes junge Frau war es, die in Weep zurückblieb und warten musste. Die Jahre vergingen, doch ihr Mann kehrte nicht zurück. Bis Skathis auch vor ihrer Tür auftauchte, um sie zur Zitadelle mitzunehmen. Und die junge Frau war bereit –, glaubte sie zumindest.

Inzwischen sind die grausamen Götter längst fort. Doch ihre Spuren haben sie nicht nur an den Gebäuden und Orten, sondern auch an und in den Menschen hinterlassen. In der schwebenden Zitadelle versuchen die letzten der Götterbrut – Kinder gezeugt von Göttern und Menschen – am Leben zu bleiben. Und mit dem Grauen des Tages zu leben, als ein Mensch im Säuglingstrakt all die anderen Kinder der Götter abschlachtete, um die Menschen von den Göttern zu befreien. Doch auch im Schatten der Zitadelle leben noch immer Menschen, die die Schrecken der Götter nicht vergessen können, die zu lange ihr Leben bestimmt haben.

»Die Frauen von Weep teilten ein seltsames Gefühl miteinander, gegen das sie ihr ganzes Leben lang zu kämpfen hatten, nämlich, dass sie nur halb existieren. Sie waren Reststücke, übrig gebliebene Krumen vom Festschmaus der Götter.«

Wie lebt man mit einer Vergangenheit, die so voller Grauen und Verzweiflung ist? Wie lebt man damit, die Schuld auf sich geladen zu haben, die Götter und ihre Babys zu töten? Wie lebt man mit der Erinnerung, als Kleinkind nur in der Lage gewesen zu sein, vier der Babys zu retten, weil man nicht mehr tragen konnte?

»Doch Sarai wusste, was nur sie allein wissen konnte, nämlich dass Eril-Fane jeden Tag die größte Mutprobe ablegte, die sie je gesehen hatte: Um anderen zu helfen, lebte er weiter, obwohl es viel einfacher gewesen wäre, einfach damit aufzuhören.«

›Strange the Dreamer‹, Band 1 und Band 2, sowie ›Muse of Nightmares‹, Band 1 und Band 2, von Laini Taylor stellen diese Fragen. Die Fantasy-Romane zeigen das Leben jener, die übrig geblieben sind: Ihre Versuche, einen Weg hinaus aus Hass, Wut und Verzweiflung zu finden, die nicht immer gelingen können.

Doch obwohl das Grundthema der Bände düster und komplex ist, gelingt es Taylor, eine Romanwelt zu erschaffen, die von der Suche nach Hoffnung, Liebe und Vergebung erfüllt sind. Viele der Überlebenden sind Kinder, die nichts für die Verbrechen ihrer Eltern können, sich nicht einmal an sie erinnern, doch deren bloße Existenz genügt, um an diese zu erinnern. Dabei ist Taylors Sprache einfach, klar und zugleich poetisch.

Ein bisschen schade ist es, dass mehrere Auflösungen von Rätseln und Geheimnissen im letzten Band der Reihe über geraffte Erzählermonologe geschehen und nicht wie bisher an das Erleben und Erinnern der Figuren gebunden sind. Auch die Liebesgeschichte zwischen Lazlo und Sarai hat mich nie ganz überzeugen können, doch im Vergleich zu der unglaublich tiefen und geheimnisvollen Geschichte, die Taylors Romanwelt zu bieten hat, verliert sie dadurch nur wenig.

Wer die Bände von ›Strange the Dreamer‹ und ›Muse of Nightmares‹ noch nicht kennt, aber eine Schwäche für Geheimnisse, Traumata und Götter hat, dem sind sie wärmstens zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 04.11.2020

der gelungene Abschluss einer außergewöhnlichen und durchweg mitreißenden Fantasy Dilogie

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Muse of Nightmares – Das Erwachen der Träumerin ist eine großartige Fortsetzung und zugleich das packende Finale einer rundum gelungenen Dilogie bzw. hierzulande einer Tetralogie, an die man sich noch ...

Muse of Nightmares – Das Erwachen der Träumerin ist eine großartige Fortsetzung und zugleich das packende Finale einer rundum gelungenen Dilogie bzw. hierzulande einer Tetralogie, an die man sich noch lange erinnern wird. Nachdem man die letzte Seite gelesen und das Buch zugeschlagen hat, kann man das nächste Werk dieser brillanten Autorin wirklich kaum noch erwarten. Bis dahin muss man sich wohl oder übel mit den bisher erschienenen Büchern begnügen – sofern man diese nicht bereits gelesen hat.
Der zweite Teil des letzten Bandes schließt wieder nahtlos an den Vorgänger an, sodass die Gruppe um Lazlo und Sarai weiterhin vor der Frage steht, wie sie Minyas Rachedurst unter Kontrolle bringen sollen, ohne die Bewohner von Weep zu gefährden. Minya zu töten kommt weder für die anderen Götterkinder noch für Lazlo in Frage – und das nicht nur, weil sie Sarais Seele festhält, immerhin ist Lazlo trotz allem noch der schüchterne und hilfsbereite Bibliothekar, den man im ersten Band kennen und lieben gelernt hat.

Doch wer glaubt, dass dies die größte Herausforderung ist, der die Charaktere im Finale gegenüber stehen, irrt sich gewaltig, denn Laini Taylor hat noch einige Überraschungen auf Lager, einschließlich neuer Feinde, mit denen weder die Menschen noch die Götterbrut gerechnet haben. Feinde, die möglicherweise nur mit vereinten Kräften besiegt werden können, sodass die einstigen Gegner nun Hand in Hand zusammen arbeiten müssen.

Es handelt sich hierbei allerdings nicht nur um eine sehr spannende, sondern auch um eine überaus emotionale Fortsetzung, die einem manchmal sogar Tränen in die Augen treibt, da die Kämpfe, die natürlich nicht ausbleiben, mitunter zu traurigen Verlusten führen. Mindestens ebenso berührend ist das Zusammentreffen gewisser Charaktere, die sich nun zum ersten Mal begegnen. Durch Lazlos unerwartete Verwandlung haben einige Bürger Weeps erkannt, dass von den Götterkindern nicht grundsätzlich eine Gefahr ausgeht. Sie fangen an ihr Handeln und Denken zu hinterfragen und entwickeln sogar den Wunsch ihre Kinder oder Enkelkinder kennen zu lernen. Für ein paar romantische Momente sorgt zudem weiterhin die Liebesgeschichte zwischen Lazlo und Sarai. Die beiden sind einfach ein wundervolles Paar und ihre Liebe zueinander ist in jedem Augenblick spürbar.

Im letzten Band wird auch der Wissensdurst des Lesers zufriedenstellend gestillt. Die meisten Fragen werden im Verlauf des Buches beantwortet, sodass nur wenige Ungewissheiten übrig bleiben, darunter jedoch das Rätsel, wie es Eril-Fane damals gelang Skathis zu töten. Dafür erfährt man mehr über Lazlos Vergangenheit und darüber, was mit all den anderen Götterkindern geschah, die über die Jahre von Korako weggebracht wurden. Darüber hinaus wird man mit ein paar unerwarteten Erkenntnissen über Minya konfrontiert, die sie in ein völlig neues Licht rücken, und Minya selbst ist später ebenfalls noch für eine Überraschung gut. Letzteres gilt auch für die Schwestern Kora und Nova, die man im ersten Teil des zweiten Bandes kennen gelernt hat und die selbstverständlich im Finale eine Rolle spielen, allerdings nicht mehr wie bisher nur in Form von Rückblenden.

Schön zu beobachten ist ferner, dass sich einige Charaktere merklich weiterentwickeln – in positiver Hinsicht. Vor allem Thyon ist kaum wiederzuerkennen und nun wesentlich sympathischer als zu Beginn. Er blüht in Weep regelrecht auf und zwischen ihm und einer gewissen anderen Figur keimen sogar tiefere Gefühle auf, obgleich diese Beziehung sehr langsam voranschreitet und allenfalls angedeutet wird. Das Verhalten anderer Figuren zaubert einem wiederum permanent ein Lächeln aufs Gesicht.

Alles in allem ist dieser Abschluss generell ganz anders als erwartet. Die Welt, die Laini Taylor erschaffen hat, wird noch um einiges komplexer und bekommt zusätzlich Ebenen, die aber nur im Ansatz beleuchtet werden können. Vielleicht hebt sich die Autorin manches davon für zukünftige Bücher auf. Dieser Eindruck entsteht jedenfalls, zumal sie mehrfach weitere Geschichten in Aussicht stellt. Verstärkt wird dies nicht zuletzt auch durch den Bezug zu ihrer Zwischen den Welten Trilogie, der im letzten Band hergestellt wird, ohne jedoch näher darauf einzugehen, sodass dies vermutlich nur den besonders aufmerksamen Fans der Autorin auffällt.

Obschon man sich manches anders vorgestellt hat, ist man mit dem Ende durchaus zufrieden und kann sehr gut damit leben. Der abschließende Epilog gewährt letztlich noch einen interessanten Ausblick darauf, welcher Aufgabe die Charaktere sich nun widmen werden und wir ihr Leben nach den jüngsten Ereignissen weiter verläuft.

FAZIT
Muse of Nightmares – Das Erwachen der Träumerin ist der gelungene Abschluss einer außergewöhnlichen und durchweg mitreißenden Fantasy Dilogie, die man wahrlich nur empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 26.10.2020

Ein würdiges Ende für diese Reihe

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Ein absolut gelungener und sehr spannender Abschluss dieser Reihe. Ich weiß eigentlich gar nicht, was ich zu meinen drei vorherigen Rezensionen noch hinzufügen soll. Es war eine wirklich tolle Buchreihe, ...

Ein absolut gelungener und sehr spannender Abschluss dieser Reihe. Ich weiß eigentlich gar nicht, was ich zu meinen drei vorherigen Rezensionen noch hinzufügen soll. Es war eine wirklich tolle Buchreihe, die von der Autorin handwerklich wahnsinnig mitreißend und umfangreich geschaffen wurde. Ich finde es immer noch absolut beeindruckend was für Stränge sie nach und nach zur Haupthandlung hinzu geflochten hat. Die Geschichte, mit all ihren Nebenhandlungen, hat einfach so viel hergegeben. Auch, wenn es nicht meine persönlich liebste Fantasy Reihe werden konnte, kann ich sie wirklich besten Gewissens jedem der Fantasy mag empfehlen. Die Geschichte von Lazlo, Sarai und den ganzen anderen ist voller unerwarteter Wendungen, wunderschöner Freundschaften, sowie Liebe und noch so, so, so vielem mehr, was sie einzigartig macht.

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