Cover-Bild Lehrerin einer neuen Zeit

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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Themenbereich: Belletristik - Biografischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 10.08.2020
  • ISBN: 9783492062404
Laura Baldini

Lehrerin einer neuen Zeit

Maria Montessori – Die schwerste Entscheidung ihres Lebens traf sie für das Wohl der Kinder

Die Ausnahmepädagogin, die ihr Leben den Kindern widmete
Rom, 1896. Die junge Maria Montessori ist erschüttert, als sie den vermeintlich schwachsinnigen Kindern in der Psychiatrie begegnet: Gespenstische Stille herrscht in dem nackten Raum, und sie blickt in todtraurige Gesichter. Als Maria darauf besteht, den Kindern Spielzeug zu geben, erwachen sie zum Leben. Die Klinikärzte können nicht fassen, welche Verwandlung sich vor ihren Augen abspielt. Für Maria ist es einer ihrer größten Glücksmomente und der Beginn einer beispiellosen pädagogischen Karriere. Bald jedoch stellt die Liebe zu einem Kollegen sie vor die schwerste Entscheidung ihres Lebens.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.12.2020

Ein wundervoller Roman

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Laura Baldinis Roman über Maria Montessoris Leben war ein Buch, was mir persönlich am Herzen hing. Als angehende Sozialarbeiterin und Sozialassistentin kenne ich die Lehre nach Montessori. Wie ihr Leben ...

Laura Baldinis Roman über Maria Montessoris Leben war ein Buch, was mir persönlich am Herzen hing. Als angehende Sozialarbeiterin und Sozialassistentin kenne ich die Lehre nach Montessori. Wie ihr Leben war, wusste ich bis jetzt noch nicht. Deswegen konnte ich an diesem wundervollen Buch nicht vorbei laufen. Zum Glück würde ich sagen.
Das Cover ist wunderschön gestaltet. Wir sehen eine junge Maria Montessori welche vor einem Haus mit Kindern steht. Der Titel lässt einen dabei aber noch im Dunkeln. Was die schwerste Entscheidung war und wie sich diese auf die junge Frau auswirkte, erfährt der/die LeserIn erst am Ende der fast 400 Seiten. Die Farben sind sehr harmonisch gehalten weswegen es wunderschön in einem Bücherregal aussehen wird.
Der Schreibstil der Autorin gefiel mir sehr gut. Es war flüssig zu lesen und passte sich der zeitlichen Epoche an. Der/Die Leser
In wird in diese Zeit aufgesogen und darf das Rom im Jahr um 1900 erleben. Ein roter Faden lässt sich anhand der Jahreszahlen sowie der Ortsangabe vor jedem Kapitel gut verfolgen. Verschiedene Zeitsprünge werden hierdurch klar deutlich und verwirren nicht. Der Spannungsbogen wird bis zum Schluss aufgebaut um sich dann in einem einzigen Ereignis zu entladen. Sowohl der Anfang, wie auch die Mitte sowie der Schluss haben mir sehr gut gefallen. Von der Geschichte war ich vollkommen beeindruckt. Die Autorin hat für einen historischen Roman sehr gut recherchiert. Ich kann hier also nichts bemängeln.
Die Charaktere, vor allem Maria Montessori hat mir sehr gut gefallen. Wir begleiten eine junge, kluge und starke Frau welche genau weiß, was sie von ihrer Zukunft will. Ein Mann hat darin nichts zu suchen. Sie entwickelt sich in dem Buch immer weiter. Von der jungen Ärztin zu einer jungen Pädagogin und Psychologin welche sich für das Wohl aller Kinder interessierte. Es war spannend und interessant diesem Weg zu verfolgen und mit dieser sympathischen Frau die ersten Jahre ihrer Karriere zu erleben.
Die Nebencharaktere waren dabei weise gesetzt. Von der Armen Familie die krank war und ihr Leben prägte bis hin zu den Schwachsinnigen Kindern welche sie beruflich weiterbrachten. Alle haben genau gestimmt. Am wenigsten mochte ich jedoch die Mutter obwohl diese alles für ihr Kind getan hätte. Die Autorin wusste, wo sie welche Charaktere einbringt und recherchierte auch hier wieder sehr gut über deren Hintergründe.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und es ist einer der besten Nacherzählungen eines Lebens in Form eines Romans welches ich je gelesen habe. Deswegen erhält dieses Buch von mir 5 von 5 Sternen mit einer Empfehlung an jeden, der sich für starke Frauen interessiert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.12.2020

Ein gelungener hist. Roman

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Laura Baldini ist das Pseudonym der Wienerin Beate Maly, die uns Lesern durch historische Roman und die Krimis rund um die pensionierte Lateinlehrerin Ernestine Kirsch und dem Apotheker Anton Böck bekannt ...

Laura Baldini ist das Pseudonym der Wienerin Beate Maly, die uns Lesern durch historische Roman und die Krimis rund um die pensionierte Lateinlehrerin Ernestine Kirsch und dem Apotheker Anton Böck bekannt ist.
Diesmal hat sich die Autorin einer interessanten historischen Persönlichkeit zugewandt: Maria Montessori.

Maria Montessori kommt aus guten Haus, der Vater Finanzbeamter, die Mutter natürlich Hausfrau. Beide fördern ihre wissbegierige Tochter, wenn auch der Vater es lieber gesehen hätte, Maria würde sich einen Ehemann suchen. Wir steigen in Marias Leben um 1896 ein und begleiten sie zu ihrer ersten Sezierstunde, die sie nächtens alleine in gruseliger Atmosphäre absolvieren muss.

Maria ist eine von wenigen Frauen, die zu dieser Zeit Medizin studiert und die Gesellschaft macht es ihr nicht leicht. Stolpersteine sonder Zahl muss sie überwinden. Schon während des Studiums arbeitet sie in einer psychiatrischen Klinik. Sie ist erschüttert über die Zustände, die dort herrschen. Verwahrloste, traumatisierte oder wirklich psychisch kranke Kinder werden wahllos in großen Schlafsälen „gehalten“. Es gibt keine Zuwendung, kaum Essen und bei der Schilderung der „Behandlungen“ u.a. mit Elektroschocks, läuft es einem der kalte Schauer über den Rücken.

Als Maria erkennt, dass einige der Kinder durchaus Fähigkeiten haben, verursacht sie Aufruhr, setzt aber letzten Endes durch, das von ihr entwickelte Spiel- und Lernmaterial einzusetzen. „Lernen mit allen Sinnen“ ist ihr Credo.

Wir lernen auch die private Seite von Maria Montessori kennen. So wie sich wegen ihres Studiums über nahezu alle Konventionen hinwegsetzt, so hält sie es auch mit ihrem Privatleben. Zu jener Zeit ist es verheirateten Frauen verboten, einer Arbeit nachzugehen. Daher will sie unter keinen Umständen die Ehe mit ihrem Kollegen eingehen. Auch als sie schwanger wird, bleibt sie konsequent (um nicht zu sagen stur). Schweren Herzens gibt sie ihr eigenes Kind in Pflege, um sich den vielen anderen Kindern widmen zu können. Sie wird ihre Methode mit den unterschiedlichen Lernmaterialien verfeinern und die nach ihr benannte Lehrmethode entwickeln.


Meine Meinung:

Der Autorin ist es sehr gut gelungen, die Konventionen dieser Zeit darzustellen. Wie viel Potenzial ist damals verschwendet worden? Intelligente, ehrgeizige Frauen durften nicht oder nur „zum Zeitvertreib“ studieren. Arbeiten war Töchtern aus vermögenden verboten. Sie sollten hübsch, manierlich und unterwürfig sein. Anders geht es bei den Armen zu: Da müssen die Frauen sehr wohl arbeiten. Solange sie unverheiratet sind als Dienstbotin, später dann als Näherin, Waschfrau oder Fabrikarbeiterin. Hier sieht man deutlich die Bigotterie der Zeit.

Maria Montessori wird auch zu einer Galionsfigur der Frauenbewegung. Allerdings habe ich den Eindruck, dass sie diese Rolle nicht ganz so gerne ausfüllt.

Dieser historische Roman ist sehr gut recherchiert. Einiges ist der Fantasie der Autorin entsprungen, was sie in ihrem Nachwort erklärt.

Der Schreibstil ist locker und flüssig und die Seiten fliegen nur so dahin.
Dieses Buch ist der Auftakt zu der Reihe „Bedeutende Frauen, die die Welt veränderten“, die von verschiedenen Autorinnen verfasst worden sind. Band 2 über Anna Freud und Band 3 über Emily Roebling erscheinen demnächst.

Fazit:

Das Buch ist ein schönes Stück Zeitgeschichte, das die frauenfeindliche Atmosphäre zu Beginn des 20. Jahrhunderts gut wiedergibt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

Veröffentlicht am 24.11.2020

Wie Maria Montessori ihre eigene Pädagogik entwickelte - fesselnder Roman über eine bemerkenswerte Frau

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„Die Kinder haben sich selbst geholfen“.(..) „Wenn die Sinne schwach sind, dann müssen sie geweckt werden. Das ist alles“.

Als die junge Medizinerin Maria Montessori Ende des 19. Jahrhunderts eine Assistentenstelle ...

„Die Kinder haben sich selbst geholfen“.(..) „Wenn die Sinne schwach sind, dann müssen sie geweckt werden. Das ist alles“.

Als die junge Medizinerin Maria Montessori Ende des 19. Jahrhunderts eine Assistentenstelle in einer Psychiatrie in Rom annimmt, ist sie entsetzt, wie dort mit „schwachsinnigen“ Kindern umgegangen wird. Die völlig vernachlässigten kleinen Patienten verbringen den ganzen Tag untätig im Zimmer. Maria ist davon überzeugt, dass es möglich ist, die Kinder zu fördern. Sie bringt ihnen verschiedene Spielzeug mit und stellt daraufhin unglaubliche Entwicklungen bei ihren Schützlingen fest. Auch für ihr Privatleben hat Marias berufliches Engagement Folgen, bald verbindet die junge Frau mit einem Kollegen nämlich mehr als nur die gemeinsame Arbeit. Doch Liebe und Karriere vertragen sich in diesen Zeiten nicht besonders...

Autorin Laura Baldini schreibt gut verständlich, klar und flüssig aus der Sicht von Maria Montessori. Ihr lebendiger, angenehmer Sprachstil macht es den Lesern einfach, sofort einen Bezug zur Geschichte aufzubauen.

Maria Montessori, die berühmte Pädagogin, die zunächst in der Medizin tätig war, nimmt die Hauptrolle in „Lehrerin einer neuen Zeit“ ein. Sie ist eine überaus interessante Persönlichkeit, die hier sehr nachvollziehbar und plastisch dargestellt wird. Für die intelligente, willensstarke, ehrgeizige Frau aus dem teils-konservativ bürgerlichen Milieu bedeutet ihr Beruf, ihr Plan, benachteiligte Kinder zum Lernen zu bringen, alles. Sie geht dabei keine Kompromisse ein, wirkt mitunter etwas stur und starrsinnig und ordnet sogar ihr privates Glück dem beruflichen Erfolg komplett unter. Zweifelsohne eine sehr faszinierende Frau, deren Karriere zu ihrer Zeit alles andere als selbstverständlich ist und die sich von Widerständen nicht bremsen lässt. Im Roman erklärt sie ihr großes Ziel: „Ich werde eine Methode entwickeln, die sich von allen grundlegend unterscheidet. Ich werde der Welt zeigen, wie man mit Kindern umzugehen hat, und ich werde Respekt gegenüber allen Kindern einfordern“. „Ich werde Schulen zu Orten machen, an denen Freude herrscht“. Zum Erreichen dieses Ziels hat sie zweifelsohne einen großen Beitrag geleistet.

Mir als Lehrerin war Maria Montessori mit ihrem ohne Frage wirkungsvollem, aber sehr striktem pädagogischen Konzept selbstverständlich ein Begriff. Ihr verdanken Schüler noch heute viele spezielle, effektive und anschauliche Fördermaterialen. Die Frau hinter dem Konzept kannte ich bisher aber noch nicht näher. Dieses Buch hat mir diese außergewöhnliche Persönlichkeit, die die Pädagogik reformierte, auf eine ganz neue Weise vorgestellt. Ein informativer, packender unterhaltsamer Roman über eine große Frau, die stets für einen respektvollen Umgang mit Kindern kämpfte. Wirklich lesenswert!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.11.2020

Beeindruckend

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Ich habe schon viele Historische Romane gelesen, aber in letzter Zeit haben sie sehr nachgelassen.
Dieser Roman hat mich in seinen Bann gezogen. Maria Montessori war eine beeindruckende Frau.

Rom, 1896. ...

Ich habe schon viele Historische Romane gelesen, aber in letzter Zeit haben sie sehr nachgelassen.
Dieser Roman hat mich in seinen Bann gezogen. Maria Montessori war eine beeindruckende Frau.

Rom, 1896. Die junge Maria Montessori ist erschüttert, als sie den vermeintlich schwachsinnigen Kindern in der Psychiatrie begegnet: Gespenstische Stille herrscht in dem nackten Raum, und sie blickt in todtraurige Gesichter. Als Maria darauf besteht, den Kindern Spielzeug zu geben, erwachen sie zum Leben. Die Klinikärzte können nicht fassen, welche Verwandlung sich vor ihren Augen abspielt. Für Maria ist es einer ihrer größten Glücksmomente und der Beginn einer beispiellosen pädagogischen Karriere. Bald jedoch stellt die Liebe zu einem Kollegen sie vor die schwerste Entscheidung ihres Lebens.

Ich kann das Buch mit guten Wissen weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 16.10.2020

Eine starke Frau

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Rom, 1896. Die junge Maria Montessori ist erschüttert, als sie den vermeintlich schwachsinnigen Kindern in der Psychiatrie begegnet: Gespenstische Stille herrscht in dem nackten Raum, und sie blickt in ...

Rom, 1896. Die junge Maria Montessori ist erschüttert, als sie den vermeintlich schwachsinnigen Kindern in der Psychiatrie begegnet: Gespenstische Stille herrscht in dem nackten Raum, und sie blickt in todtraurige Gesichter. Als Maria darauf besteht, den Kindern Spielzeug zu geben, erwachen sie zum Leben. Die Klinikärzte können nicht fassen, welche Verwandlung sich vor ihren Augen abspielt. Für Maria ist es einer ihrer größten Glücksmomente und der Beginn einer beispiellosen pädagogischen Karriere. Bald jedoch stellt die Liebe zu einem Kollegen sie vor die schwerste Entscheidung ihres Lebens. (Klappentext)

Ich habe mich schon lange mit der Montessori Pädagogik auseinandergesetzt, da ich glaube, dass es Kinder gibt, die damit gut lernen können. In den letzten Jahren habe ich inklusiv Kindern und Behinderten gearbeitet und bin immer noch erstaunt darüber, dass Menschen genau diese Zielgruppen immer wieder ins Negative stellen. Ich habe ein Kurzzeitpraktikum in einer Werkstatt gemacht wo u.a. Menschen ankommen die aufgrund Erkrankungen, Unfälle oder Depressionen etc. leiden bzw. aus ihrem Leben gerissen wurden. Nachdem ich Ihre Geschichte kennengelernt habe, würde ich niemals und das meine ich auch so, niemals mir ein Urteil über diesen Menschen bilden. Sowas kann jederzeit auch uns treffen.

Mich hat das Buch sehr berührt, weil auch Maria hier nicht nur für sich kämpfen muss gegen Vorurteile, sondern auch gegen Ihre eigene Familie. Während Ihre Ausbildung zur Ärztin muss Sie Beleidigungen und Demütigungen und auch Entwürdigungen als Frau ertragen. Ich habe das wirklich sehr bewundert, wie stark diese Frau ist und Ihren Weg macht.

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