Cover-Bild Water & Air

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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Carlsen
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 480
  • Ersterscheinung: 03.03.2017
  • ISBN: 9783551315441
Laura Kneidl

Water & Air

Seit dem Anstieg der Meeresspiegel leben die Menschen in Kuppeln unter Wasser oder in der Luft. Mit ihren achtzehn Jahren hat Kenzie noch nie die Sonne gesehen und ihr Leben in der Wasserkolonie unterliegt strengen Normen. Schließlich hält sie es nicht mehr aus und flieht in eine Luftkolonie, um dort einen Neuanfang zu wagen. Doch dann wird sie zur Hauptverdächtigen in einer mysteriösen Mordserie und nur Callum mit dem geheimnisvollen Lächeln hält zu ihr. Aber nicht nur den beiden droht Gefahr, auch das Schicksal der gesamten Kolonie steht auf dem Spiel.
Packend, romantisch, mit einzigartigen Schauplätzen – der neue Roman von Laura Kneidl, Autorin von »Light & Darkness«!

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2017

Überzeugt mit coolen Charakteren, einer dystopischen Welt der anderen Art und einer überwiegend spannenden Handlung

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Auf das neue Buch von Laura Kneidl habe ich mich schon ziemlich lange gefreut. Light & Darkness und ihre Elemente der Schattenwelt Trilogie haben mir schon gut gefallen, aber irgendwie hatte ich im Gefühl ...

Auf das neue Buch von Laura Kneidl habe ich mich schon ziemlich lange gefreut. Light & Darkness und ihre Elemente der Schattenwelt Trilogie haben mir schon gut gefallen, aber irgendwie hatte ich im Gefühl gehabt, dass Water & Air da noch einen drauf setzen würde - und mein Gefühl hat mich auch nicht getrogen. Zwischenzeitlich war ich so neugierig, dass ich mir beinahe schon das eBook gekauft hätte, das einen Monat vor der Taschenbuchausgabe erschienen ist, aber dann habe ich von der tollen Vorbestellaktion von Carlsen gehört, bei der es zum Buch eine illustrierte Postkarte mit Kenzie und Callum dazu gab und da konnte ich einfach nicht widerstehen - heute (mehr als eine Woche nach dem Erscheinungstermin) ist meine Karte dann auch mal angekommen, worüber ich mich echt gefreut habe. Die Karte ist nämlich wirklich hübsch, schöner zumindest als das Cover, das ich leider etwas zu mainstream finde und nicht unbedingt ein eyecatcher ist.

Wie gesagt habe ich mich sehr auf Water & Air gefreut und bin deshalb sehr froh, dass der Klappentext hält was er verspricht. Auf der Rückseite steht "packend, romantisch, mit einzigartigen Schauplätzen" und dem kann ich mich nur vollkommen anschließen. Für einen guten Mordfall bin ich sowieso immer zu haben und gerade mit dem dystopischen Setting war das richtig spannend. Gegen Ende wurde es zwar trotz sich überschlagender Ereignisse etwas langatmig (das Buch hat aber auch viele Seiten), aber insgesamt hat mir die Handlung dennoch gut gefallen. Die Welt die Laura Kneidl in ihrem neuen Werk geschafften hat ist wirklich faszinierend und so umfassend und detailreich beschrieben, dass man sich die beiden Kolonien, die unterschiedlicher nicht sein könnten, bildlich vorstellen kann. An einigen Stellen waren es mir fast schon zu viele Beschreibungen und irgendwann habe ich die zugegeben auch nur noch überflogen, aber die Autorin hat mit dem worldbuilding dennoch alles richtig gemacht.
Mit Kenzie und Callum hat Laura Kneidl zwei Charaktere geschaffen, die einfach total coole Socken sind.
Kenzie ist ein unglaublich toughes Mädchen, sehr hartnäckig und sie kämpft für das Leben das sie leben will, was mir sehr gut gefallen hat. Gleichzeitig kümmert sie sich auch sehr um ihre Freunde und Mitmenschen und beschließt beinahe sofort, dass sie den Mörder, der die Luftkolonie gehörig auf Trab hält, finden muss.
Ihr Gegenstück Callum ist wirklich genau das - ich finde die beiden ergänzen sich ganz wunderbar. Wo Callum schwach wurde war Kenzie für ihn da und andersherum. Die beiden alleine sind schon toll, aber beide zusammen sind echt unschlagbar.
Der Schreibstil der Autorin las sich locker und flüssig und die Seiten sind so schnell dahin geflogen wie ich es schon länger nicht mehr bei einem "echten" Buch hatte (normalerweise lese ich auf meinem Kindle nämlich viel schnell als wenn ich ein richtiges Buch aufschlage). Den einzigen klitzekleinen Kritikpunkt den ich habe, ist, dass mir der eine oder andere Dialog etwas zu gestelzt klang. Ab und an hauen die Charaktere Sätze raus, die man zwar so schreiben würde, aber eigentlich nicht unbedingt so sagen denke ich. Das hat mich allerdings nicht wirklich gestört, da die Dialoge sich größtenteils sehr flüssig lesen ließen.

Insgesamt ist Water & Air meiner Meinung nach das bisher beste Buch der Autorin, mal eine Dystopie der etwas anderen Art, schön spannend und alles in allem einfach nur ein klasse Roman!

Veröffentlicht am 14.05.2017

Nicht das, was ich mir erhofft habe

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Wundervoller Schreibstil und großartige Protagonisten, aber leider konnten mich weder Dystopie noch Krimiteil inhaltlich überzeugen. :(



Nachdem mich ihre Elemente der Schattenwelt bereits begeistern ...

Wundervoller Schreibstil und großartige Protagonisten, aber leider konnten mich weder Dystopie noch Krimiteil inhaltlich überzeugen. :(



Nachdem mich ihre Elemente der Schattenwelt bereits begeistern konnten, habe ich mich riesig gefreut, Laura Kneidls neuesten Roman beim Carlsen-Thienemann- Bloggertreffen auf der LBM (signiert) zu bekommen ♥ Und der Einstieg fiel mir leicht - sympathische Charaktere und mit der Unterwasserwelt ein ungewöhnliches Setting.

Leider begann die Spannung mit Kenzies "Flucht" in die Luftkolonie abzunehmen... denn nun beginnen kriminalistische Ermittlungen, die mich nicht vollständig packen konnten. Zu lange wird nur rumgerätselt und dann der Täter einfach so auf dem Silbertablet präsentiert - zumal mir die Gründe und Motive hier zu unspektakulär sind... Missverständnisse, falsche Annahmen und Willkür? Hmmm :/ Aber auch der obligatorische Widerstand gegen das dystopische, ungerechte Regime konnte mich nicht aus den Socken hauen - der Antagonist war mir zu schlicht und der "Sieg" eher durch sein Versagen, denn durch hervorstechende Widerstandkämpfer oder brillante Plane verursacht...

Mein Hauptärgernis besteht jedoch bezüglich der dystopischen Aspekte: Für mich müssen Dystopien seit Orwell kritisch, gerne auch mal gewagt oder kontrovers sein. Mir fehlten hier neue Ansätze und der Mut zur tiefgreifenden Kritik. Die Wasserkolonie ist im Prinzip ein sozialistisches System, während die Luftkolonie eine demokratische Marktwirtschaft ist. Es wird angerissen, dass ein solches kapitalistisches System Schwächen und Ungerechtigkeiten hat, aber das war mir nicht genug, zu schwach, zu unkritisch. Zumal mir die Gegenüberstellung beider Systemtypen zu platt, stereotyp und einfach ist - Luftkolonie top, Wasserklonie hop? Sehe ich anders, differenzierter!

Lesespaß hatte ich trotz besagter Längen definitiv - Laura Kneidl hat einfach einen wunderschönen Schreibstil und ihre Charaktere waren gelungen ausgearbeitet - ob Kenzie und Callum (haaaach) oder Noel, Kalif & Co. Begeistert war ich von den Andeutungen einer homosexuellen Beziehung, hätte aber auch gerne mehr erfahren ^^

Veröffentlicht am 29.04.2017

Gute Geschichte mit kleinen Schwächen

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3.5

Lange habe ich auf den neuen Roman von Laura Kneidlgewartet, da sie mich mit ihren vorherigen Werken absolut überzeugen konnte und Water & Air einfach unglaublich interessant klang.

Die Geschichte ...

3.5

Lange habe ich auf den neuen Roman von Laura Kneidlgewartet, da sie mich mit ihren vorherigen Werken absolut überzeugen konnte und Water & Air einfach unglaublich interessant klang.

Die Geschichte konnte mich gut unterhalten. Es gab einige unvorhergesehene Wendungen, die mich zum Teil sehr überraschen konnten und jede Menge Spannung in die Geschichte gebracht haben. Ich fand es eine nette Abwechslung, dass hier eine Dystopie mit crime Elementen verknüpft wurde.

Gleichzeitig hatte es das Buch aber auch ein paar Längen, Abschnitte in denen nicht viel passiert ist. Die Charaktere waren sympathisch, aber nicht immer völlig greifbar für mich und ich konnte nicht alle Handlungen nachvollziehen.

Auch das world-building hätte meiner Meinung nach besser ausgearbeitet sein können. Die Beschreibungen der Wasser- und Luftkolonien waren zwar interessant, aber einige Zusammenhänge und Hintergrundinformationen hätten noch mehr erklärt bzw. geliefert werden können.

Veröffentlicht am 05.04.2017

Ein zweites Mal wurde ich begeistert!

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Cover:
Das Cover ist ein Traum! Es ist schlicht und wirkt dabei trotzdem so wahnsinnig magisch. Die Schnörkel imponieren mir sehr und schaffen ein tolles Gesamtbild, das auf sich aufmerksam macht und ...

Cover:
Das Cover ist ein Traum! Es ist schlicht und wirkt dabei trotzdem so wahnsinnig magisch. Die Schnörkel imponieren mir sehr und schaffen ein tolles Gesamtbild, das auf sich aufmerksam macht und im Regal ein schönes Bild abgibt.

Inhalt:
Wow, ich bin ein weiteres Mal beeindruckt, was Laura Kneidl für Welten erschaffen kann. So komplex und dabei so durchdacht und überzeugend. Wirklich grandios. Allein das hat mich schon sehr fasziniert.
Hinzu kam, dass "Water & Air" eine spannende Handlung zu bieten hat, die ruhig beginnt und immer mehr Fahrt aufnimmt. Ich hing immer mehr an den Zeilen, weil es so unglaublich spannend wurde.
Laura Kneidl lässt den Spannungsbogen stetig wachsen bis zum bitteren Ende.
Ich war von Anfang bis Ende hin und weg, muss ich sagen.


Charaktere:
Auch die Charaktere fügten sich wunderbar in das Gesamtbild ein und konnten auf ganzer Linie überzeugen. Die Autorin beschrieb sie detailverliebt und gestaltete sie dabei sehr vielseitig.
Die Protagonistin Kenzie konnte mich von allen durch ihre Entwicklung am meisten beeindruckt. Am Anfang erscheint sie einem noch so naiv und jung, doch wenn man diese Geschichte mit ihr erlebt hat, ist man von ihrer herzensguten und mutigen Art angetan.
Callum hat es mir natürlich besonders angetan, da man ihn über einen sehr langen Zeitraum nicht wirklich einschätzen kann. Man weiß nicht, was ihn motiviert und was ihn bewegt. Da wird man auf jeden Fall sehr neugierig.
Auch die anderen Charaktere waren großartig gestaltet. Sie sorgten ebenso für Konfliktpotenzil und brachten einige überraschende Wendungen mit ein.

Schreibstil:
Ich bin ein großer Fan des Schreibstil von Laura Kneidl. Sie begeistert mich jedes Mal wieder mit ihren Worten, denn sie schafft es immer, Spannung reinzubringen und mich dazu zu bringen, das Buch überall mit hin zu schleppen. Die Autorin reißt mich mit und begeistert mich von Anfang bis Ende.
Ich mochte vor allem Kenzies Perspektive sehr, denn ich habe richtig mit ihr mitgefiebert und die Geschichte hautnah erlebt durch den sehr überzeugenden Stil.

Fazit:
Ich kann euch "Water & Air" absolut empfehlen. Nach "Light & Darkness" begeisterte mich Laura Kneidl ein weiteres Mal mit einer neuen Welt, die mich mit ihrer authentischen Art und Komplexität zum Staunen brachte. Auch die Charaktere sorgten für ganz viel Spannung, sodass die Geschichte insgesamt einfach Spaß machte und ich es euch absolut ans Herz legen kann.

Veröffentlicht am 02.04.2017

Dystopisch, Romantisch und Gefährlich

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In Water & Air hat Laura Kneidl eine Welt gezeichnet, die nicht halb so brutal ist, wie in bisherigen namenhaften Dystopien. Vielmehr hat Laura sich an realistischeren Szenarien orientiert und sich Gedanken ...

In Water & Air hat Laura Kneidl eine Welt gezeichnet, die nicht halb so brutal ist, wie in bisherigen namenhaften Dystopien. Vielmehr hat Laura sich an realistischeren Szenarien orientiert und sich Gedanken dazu gemacht, wie die Menschen leben würden, wenn der Meeresspiegel drastisch ansteigen würde. Und so leben die Menschen nun unter Kuppeln aus Glas im Wasser und in der Luft, denn das Festland ist geschrumpft und auch sehr kaputt gewirtschaftet. Obwohl die Menschen in den Kuppeln oder auch Kolonien über gute Technik verfügen, ist die Kommunikation zwischen den einzelnen Kolonien doch sehr klein und man kann eine Kolonie nicht verlassen, es sei denn man wird verbannt. Den einzigen Kontakt haben die Representativen - eine ausgewählte Gruppe an Menschen, die in andere Kolonien entsandt werden um Informationen, Lebensstile und Ergbut weiterzugeben.

Die Hauptperson Kenzie lebt in einer Wasserkolonie und hat ihren Platz noch nicht gefunden. Trotz eines guten Abschlusses steht ihr nicht jede Möglichkeit offen und ihren Traumjob - Entdeckerin - darf sie nicht ausüben, weil sie eine Frau ist.
Die Wasserkolonie ist sehr klein und auf regelmäßigen Nachwuchs angewiesen, weshalb Frauen hauptsächlich einfache Arbeiten verrichten und Kinder kriegen sollen.
Und daraus ergibt sich Kenzies Problem.
Aus Angst verbannt zu werden, flieht sie auf einem U-Boot und folgt ihrer Freundin Nilam zu einer Luftkolonie, um da ein neues Leben zu beginnen.
Aber nicht alles ist wie es scheint, und Kenzie gerät in das Zentrum einer Rebellion.

Laura Kneidl ist für mich eine feste Größe, wenn es um atemberaubende Welten und Handlungen geht. Auch in diesem Buch hat sie mit ihren fantastischen Ideen und detaillierten Hintergrundinformationen nicht enttäuscht.

Insgesamt fühlte sich die Welt sehr real an und alles, was irgendwie erwähnt wurde, wurde auch erklärt und belegt. Auch anhand ihrer Pinnwand auf Pinterest bekam man einen guten Eindruck, wie sie sich alles vorgestellt hat.
Der Schreibstil war in diesem Buch sehr nüchtern und knapp, was für eine Dystopie typisch zu sein scheint. Trotzdem wurden die Umgebungen und Bewegungen von Figuren gut beschrieben.
Manchmal kam mir die Welt sehr hart vor, auch wenn es um Vorurteile und Rollenverteilungen geht.
Das spiegelte sich leider auch in den Figuren wieder, sie waren alle sehr klar gezeichnet, nüchtern und manchmal fast gefühlskalt. Ich hatte mir oftmals einen bessere Blick in ihre Köpfe gewünscht, damit ich manche Handlungen auch nachvollziehen könnte.
Bücher werden ja auch gelesen, weil man sich mit den Figuren identifizieren möchte und das ist mir in diesem Buch sehr schwer gefallen.
Kenzie war schon ein sehr fester Charakter, sie musste sich nicht erst Ziele und Prioritäten setzen oder entwickeln, sie hatte das alles schon, dabei ist sie in der Luftkolonien Dingen/ Konflikten begegnet, die es in der Wasserkolonie nicht gegeben hat. Zumindest ein Zweifeln an ihren moralischen Richtlinien hätte meiner Meinung nach mal auftauchen müssen. Denn auf manche Situationen kann man sich nicht vorbereiten und reagiert ganz anders, als angenommen.
Callum hingegen war für mich schon besser zu verstehen, obwohl man seine Motive und Geschichte nicht komplett kannte. Der Interessenkonflikt in dem er sich befindet hat ihn mir sehr viel sympathischer und auch greifbarer gemacht.
Allerdings hat auch Callum so seine Schattenseiten und besonders ein Satz hat mir viele Sorgen gemacht:

>>"Du bist kein Mörder."
"Nein, das bin ich nicht." Callum lächelte traurig. "Aber zum Wohl der Kolonie kann ich zu einem werden." <<

- Holla, da ist mir aber der Mund offen stehen geblieben. Denn egal in welchem Szenario man ist, Mord ist nie eine gute Option, auch nicht zum Wohl von anderen. (Basiert natürlich nur auf meinen moralischen Grundsätzen.) Allein was das schon psychisch mit der Person anstellt. Brrr.

Ich fand es zudem interessant, dass die Figuren teilweise Laster hatten oder einfach nicht in das bevorzugte Weltbild von Dystopien gepasst haben. Heterosexuelle Liebe ist mir in noch keiner Dystopie begegnet und auch Drogen wurden da noch nicht angesprochen, dabei stirbt sowas ja mit der Zukunft nicht aus. Dass die Figuren eben nicht alle absolut vorbildlich waren
hat das Buch meiner Meinung nach, noch besonderer gemacht.
Obwohl man sich an ihnen jetzt kein Beispiel nehmen sollte. Aber Diversity sollte definitiv ein fester Bestandteil von Jugendliteratur werden.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass mir der Plot, die Szenerie und die Figuren sehr zugesagt haben, obwohl ich mir ein bisschen mehr emotionalen Einblick gewünscht habe.