Cover-Bild Für eine Nacht sind wir unendlich
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12,95
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 24.07.2020
  • ISBN: 9783423740609
Lea Coplin

Für eine Nacht sind wir unendlich

Roman

Ein Trip nach England, ein Konzert am letzten Abend und nur eine Nacht, um die große Liebe zu erkennen

»Die schönsten Liebesgeschichten schreibt das Leben, heißt es. Mit ›Für eine Nacht sind wir unendlich‹ widerlegt Lea Coplin diese Aussage - denn besser hätte es das Leben auch nicht hinbekommen.« Anne Freytag

Als Jonah und Liv bei einem Festival in England aufeinandertreffen, könnte das, was sie wollen, nicht unterschiedlicher sein. Doch dann beginnt es zu knistern. Und obwohl Liv von vornherein klarstellt, dass nichts laufen wird zwischen ihnen, und obwohl Jonah sich einredet, dass das ganz in seinem Sinne ist, kommen sich die beiden immer näher. Nur wird Jonah am nächsten Tag mit seinen Freunden zurück nach Deutschland fahren. Ihm und Liv bleibt nur diese eine Nacht, um herauszufinden, was da zwischen ihnen ist. Doch wie nah kann man sich kommen, wenn am nächsten Morgen alles vorbei ist?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.03.2021

Irrtümliche Vorstellungen zuvor, fragwürdiger Umgang mit bestimmten Themen

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Liv hilft ihrer Tante einen Foodtruck auf dem Glastonbury Festival in England zu betreiben. Kurz bevor dieses zu Ende ist, besucht ihr Freund sie dort. Doch sein Besuch kommt für Liv ungewollt. Nicht zuletzt ...

Liv hilft ihrer Tante einen Foodtruck auf dem Glastonbury Festival in England zu betreiben. Kurz bevor dieses zu Ende ist, besucht ihr Freund sie dort. Doch sein Besuch kommt für Liv ungewollt. Nicht zuletzt ist sie auch nach England gegangen, um Abstand von ihm zu gewinnen. Als auch ihm dies dämmert, macht er kurzerhand mit Liv neben dem Truck ihrer Tante Schluss. Zufälligerweise beobachtet Jonah das Schauspiel aus der Schlange heraus. Schon in diesem Moment weckt irgendwas an ihr sein Interesse. Doch erst als er sie später auf dem Festivalgelände wiedersieht kommen die beiden richtig ins Gespräch. Da Livs Tante ihr wenigstens den letzten Tag des Festivals freigeben will, beschließen die beiden die restliche Zeit gemeinsam zu verbringen. Während Liv danach noch länger bei ihrer Tante bleiben wird, fährt Jonah am nächsten Tag mit seinen Freunden zurück nach Deutschland.

Charaktere:
Fangen wir mal mit Liv an. Zunächst hatte ich erstmal nicht den besten Eindruck von ihr, denn mit ihrem Freund war sie nicht gerade nett umgegangen. Sie hätte ihm schon vorhersagen sollen, dass sie nicht wirklich an ihm interessiert ist und ihn nicht extra nach England kommen lassen sollen, nur um ihn dann zu enttäuschen. Sie hatte zwar versucht dann die Wogen zu glätten, musste sich jedoch im Verlaufe des Buchs eingestehen, dass sie eigentlich allgemein nichts für ihn empfunden hatte. Ansonsten war sie dann aber eigentlich eine nette Protagonistin. Sie war vor allem sehr realistisch, was ihre Unsicherheiten betraf. Es wurde schnell klar, dass sie mit ihrem Gewicht hadert, vor allem im Vergleich mit anderen Mädchen/Frauen. In dem Zuge hat man auch eine (sich anbahnende) Essstörung bei ihr feststellen können. Worauf die Autorin leider nicht weiter eingegangen ist. Meiner Meinung nach, wäre es wichtig gewesen das Thema zu vertiefen und Leser:innen in einer ähnlichen Situation eine Hilfestellung mit an die Hand zu geben und wenn es nur gewesen wäre, dass sie sich ihren Eltern anvertraut und da versucht gegen anzugehen. Es hätte einfach mehr beleuchtet werden sollen, dass sich dünn hungern nicht der richtige Weg ist. Es ist in Ordnung mit seinem Körper unzufrieden zu sein und sich nicht wohlzufühlen, aber das sollte man auf gesunde Art verändern. Und vor allem aus sich heraus und nicht wegen anderen Menschen.
Jonah war leider nicht mein Fall. Liv gegenüber war er zwar ganz süß, aber alle anderen Mädchen/Frauen hat er ziemlich herablassend behandelt. Das mit seiner Ex vielleicht nicht so gut Kirschen esse ist, ist ja vielleicht noch nachvollziehbar. Aber das er dann auch die Frauen, die er auf dem Festival getroffen hat, so abwartende behandelt fand ich wirklich nicht in Ordnung. Und auch mit seinen Freunden geht er teilweise nicht besonders nett und ehrlich um. Ich bin leider nicht so wirklich warm mit ihm geworden. Schade, dass er nur in Bezug auf Liv recht sympathisch war. Wenn er nicht nur ein fiktionaler Charakter wäre, würde ich auf jeden Fall hoffen, dass er sich nach dem Ende des Buchs noch weiterentwickelt.

Schreibstil/Spannungsbogen:
Den Schreibstil würde ich so im Mittelfeld einordnen. Mich konnte allerdings leider das Festival Feeling nicht packen. Ehrlicherweise muss ich sagen, ich war noch nie auf einem, vielleicht hätte es mich ansonsten noch mehr diesbezüglich abgeholt. Ich muss jedoch auch sagen, dass es gefühlt mehr auf dem Zeltplatz, bei den Foodtrucks oder externen Plätzen gespielt hat, als auf dem eigentlichen Festival. Es ging sehr wenig um Bands und Musik. Ich erinnere mich nur an eine Band, die sie etwas länger verfolgt hatten. Was die Spannung angeht, muss ich zugeben, dass ich nicht erwartet hatte, dass das ganze Buch nur 24 Stunden umfassen würde. Für mich war das persönlich einfach nichts. Ich empfand es teilweise als relativ langatmig jede Minute des Tages mitzubekommen. Das mag aber mehr an meiner Erwartungshaltung, aufgrund des Klappentexts gelegen haben. Ich muss auch sagen, dass ich es etwas überdramatisiert fand, dass sie unbedingt in dieser Nacht alles herausfinden mussten. Es ist ein modernes Buch. Es gibt Smartphones, Internet etc. und nach den Ferien sind sie beide wieder in Deutschland, wenn auch in unterschiedlichen Teilen.

Fazit:
Ich muss leider gestehen, dass ich eine andere Erwartungshaltung an das Buch hatte. Ich dachte es wird eine sehr süße, leichte Geschichte, in der sich die Protagonisten sehr blauäugig verlieben und wir sie über das Festival hinaus noch begleiten. Tatsächlich spielt das Buch innerhalb von etwa 24 Stunden, was scheinbar nicht so mein Fall ist. Nachdem ich dieses Buch gelesen hatte, meide ich nun auch solche Geschichten, da ich schnell gemerkt hatte, dass ich es sehr langatmig finde jede Minute eines Tages zu verfolgen. Die Protagonistin mochte ich eigentlich ganz gerne, sie war sehr authentisch, doch ich fand leider, dass mit einer ernsthaften Problematik hier nicht sensibel genug umgegangen wurde. Jonah war rückblickend außerdem nicht allzu sympathisch. Außer in Bezug auf Liv, die beiden waren schon ganz niedlich zusammen. Ich denke ich war von dem Buch einfach ein wenig enttäuscht, da ich mir persönlich etwas anderes vorgestellt hatte. Mit 300 Seiten kann man es dennoch relativ schnell und gut lesen, aber es entsprach einfach nicht meiner Vorstellung bzw. meinem Geschmack. Dafür kann natürlich die Autorin nichts. Vielleicht hätte man den Klappentext ein wenig anders formulieren können, aber das ist auch eine subjektive Meinung. Ich persönlich merke außerdem immer öfter, dass ich nicht mehr so viel mit Jugendbüchern bzw. jugendlichen Protagonisten anfangen kann. Sie sind mir oft einfach ein wenig zu naiv und unsicher. Eigentlich würde ich das Buch deswegen auch einem jüngeren Publikum empfehlen, doch aufgrund der Kritik, die ich an den Charakteren geäußert habe, möchte ich auch das eher unter Vorbehalt machen.

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Veröffentlicht am 21.12.2020

Wie machst du eine Nacht zur besten deines Lebens?

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Konzerte, Musik, Feuerwerk, Menschen. Das Glastonbury Festival in England zieht jedes Jahr hunderttausende Besucher an. So auch Liv und Jonah. Sie lernen sich am letzten Tag des Festivals kennen und sofort ...

Konzerte, Musik, Feuerwerk, Menschen. Das Glastonbury Festival in England zieht jedes Jahr hunderttausende Besucher an. So auch Liv und Jonah. Sie lernen sich am letzten Tag des Festivals kennen und sofort funkt es zwischen ihnen. Doch sie haben nur eine Nacht, bevor sie sich wieder trennen müssen und jeder seinen eigenen Weg geht.

Die Idee zum Buch fand ich fantastisch. Ich bin selbst fast zehn Jahre lang auf Festivals gegangen und habe da einiges erlebt. Das hat mir geholfen, die Atmosphäre mitzuerleben und mir vorstellen zu können, was Liv und Jonah gerade tun.

Das komplette Buch spielt innerhalb von etwa 30 Stunden. Da ist es ja klar, dass ich es innerhalb eines Tages verschlingen musste. Ich konnte es wirklich nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil von Lea Coplin hat mir unheimlich gut gefallen. Es war literarisch absolut nicht meisterhaft, aber es war etwas erfrischend anderes.

Die Kapitel wechseln sich jeweils mit der Perspektive von Liv und Jonah ab, sodass wir Einblicke in die Gedanken von beiden Hauptcharakteren bekommen. Nur mit ihren Gedanken und den Dialogen erfahren wir alles über die beiden Figuren, was wir wissen müssen. Alle beide haben eine dunkle Vergangenheit, und die Autorin schafft es, diese innerhalb einer Nacht authentisch und charmant aufzudecken.

Liv und Jonah haben sich sofort in mein Herz geschlichen. Obwohl sie so verschieden sind, passen sie wunderbar zusammen. Sie bringen Seiten an dem jeweils anderen zum Vorschein, die ihnen wahrscheinlich selbst noch unbekannt waren. Ich mochte es, dass Jonah zuerst der verschlossene, geheimnisvolle Typ war, der nach und nach auftaut und sich dann als sympathischer, tiefgründiger und verständnisvoller Junge entpuppt. Auch Liv wird gezwungen, sich zu öffnen und ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Nach diversen Rückschlägen innerhalb der Nacht schafft sie es, ihr Leben zu akzeptieren und nach vorn zu blicken.

Beide Hauptfiguren haben einzigartige Eigenschaften, die während der Geschichte immer wieder zum Vorschein kommen. In ihrem Verhalten und in dem, was sie sagen, kann man immer wieder ihre Eigenheiten erkennen. Das hat mir unglaublich gut gefallen, weil man so etwas wirklich selten lesen kann. Auch die Konflikte, die die beiden miteinander und mit sich selbst austragen müssen, fand ich authentisch. Mit Liv konnte ich mich gut identifizieren. Es hat viel Spaß gemacht, Liv und Jonah zu begleiten, während sie sich aneinander annähern. Großes Kompliment an Lea Coplin für dieses Talent!

Die Geschichte braucht nicht viele Nebencharaktere. Sowohl Liv als auch Jonah haben Bezugspersonen, die am Rande ihrer Story auftauchen und sowohl unterstützen als auch Probleme machen. Diese Nebenfiguren lernen wir nicht näher kennen, aber ihre Auftritte reichen vollkommen aus, um die Geschichte der Hauptfiguren voran zu treiben.

Das Cover ist wunderschön gestaltet, ansprechend und auffällig. Mir haben es vordergründig die Farben angetan, und ich habe die beiden Gesichter hinter der Schrift erst gar nicht wahrgenommen. Als ich das dann entdeckt hatte, hat es mir nochmal mehr gefallen. Im Einband des Buches gibt es eine Playlist, die sich teilweise auch in der Geschichte wiederfindet, wenn Liv und Jonah auf den Konzerten sind. Auch dieses kleine Detail hat mir wirklich gut gefallen.

Insgesamt war ich von "Für eine Nacht sind wir unendlich" restlos begeistert. Tolles Cover, passender Titel, super Idee, einzigartige Figuren und kreative Umsetzung. Lea Coplin hat so viel Gefühl in 30 Stunden gepackt, dass es mich wirklich mitgerissen hat. Dieses Buch ist nur zu empfehlen!

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Veröffentlicht am 09.12.2020

Nur diese eine Nacht für die große Liebe

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Der Schreibstil ist leicht, flüssig und bildhaft. Ich habe mich sehr schnell in die Geschichte eingefunden.

Jonah und Liv sind beides Charaktere mit Ecken und Kanten, Schwächen und Problemen. Sie sind ...

Der Schreibstil ist leicht, flüssig und bildhaft. Ich habe mich sehr schnell in die Geschichte eingefunden.

Jonah und Liv sind beides Charaktere mit Ecken und Kanten, Schwächen und Problemen. Sie sind sehr aneinander interessiert und möchten mehr über den Jeweils anderen erfahren, ohne sich selbst Blöße zu geben. Dieses Hin und Her war sehr natürlich und menschlich und machte Beide sehr nahbar. Auch ihre Vorgeschichten waren emotional und glaubhaft.

Mir gefiel der Aspekt der ablaufenden Zeit, die sie miteinander verbringen können und auch das ganze Drumherum. Das Festivalfeeling war greifbar und authentisch und auch das Kennenlernen von Jonah und Liv ist wie aus dem Leben gegriffen.

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Veröffentlicht am 27.11.2020

tolles Jugendbuch für Zwischendurch!

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"Für eine Nacht sind wir unendlich" von Lea Coplin ist ein sehr schönes Jugendbuch für Zwischendurch.

Um ihrer Tante mit ihrem Foodtruck auf dem Glastenbury Festival zu helfen, verbringt Liv ein paar ...

"Für eine Nacht sind wir unendlich" von Lea Coplin ist ein sehr schönes Jugendbuch für Zwischendurch.

Um ihrer Tante mit ihrem Foodtruck auf dem Glastenbury Festival zu helfen, verbringt Liv ein paar Tage bei ihr in England. Ihr Freund reist ihr extra nach, doch hat Liv eigentlich gar keine Zeit für ihn. Nur wenige Stunden nach dem sie sich auf eine Beziehungspause einigten, steht Jonah vor ihr am Tresen. Sofort spüren die beiden die Anziehungskraft zwischen ihnen. Auch Livs Tante bemerkt sie und schickt die beiden kurzerhand zusammen fort und Liv und Jonah erleben zusammen eine unvergessliche Zeit.

"Zwei zufällig zusammengewürfelte Teilchen, von denen noch niemand sagen kann, ob sie sich anziehen oder abstoßen werden. Schätze ich."

Liv und Jonah sind beide nicht perfekt, beide tragen ihre Päckchen mit sich herum, Päckchen wie jeder sie kennt (früheres Übergewicht, Selbstzweifel etc.)Sie haben Ecken und Kanten und genau diese Ecken und Kanten machen sie so menschlich. So nahbar.

Der Autorin gelingt es, aus diesen zwei unterschiedlichen Geschichten eine zu machen. Sie verwebt Livs und Jonahs Geschichte miteinander, lässt die beiden schließlich einen Tag und eine Nacht gemeinsam verbringen, die unwiderruflich ihr Leben verändern werden. Auch wenn sie es selbst noch gar nicht wissen. Liv und Jonah bauen in diesen wenigen Stunden eine sehr große Vertrautheit zueinander auf, sie erzählen einander bisher unausgesprochenes, schauen in das jeweils tiefste ihres Gegenüber und entwickeln eine sehr große Verbundenheit zu einander.

Die Stimmung in der Geschichte war sehr schön. Die Festival-Atmosphäre wurde sehr gut eingefangen. Die Ungezwungenheit, das Loslassen des Alltags und die Freude des Lebens. Alles ist in seinem ganz eigenen Flow. Die Beziehung der beiden entsteht ganz langsam. Durch vorsichtiges und zögerliches Herantasten an den jeweils anderen. Und mit dem Wissen, dass es nur diese wenigen Stunden gibt, die die Beiden zusammen erleben.

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Veröffentlicht am 28.10.2020

Grandiose Atmosphäre trifft auf etwas langatmige Handlung

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Grandiose Atmosphäre trifft auf etwas langatmige Handlung

Klappentext
„Ein Trip nach England, ein Konzert am letzten Abend und nur eine Nacht, um die große Liebe zu erkennen

Als Jonah und Liv bei einem ...

Grandiose Atmosphäre trifft auf etwas langatmige Handlung

Klappentext
„Ein Trip nach England, ein Konzert am letzten Abend und nur eine Nacht, um die große Liebe zu erkennen

Als Jonah und Liv bei einem Festival in England aufeinandertreffen, könnte das, was sie wollen, nicht unterschiedlicher sein. Doch dann beginnt es zu knistern. Und obwohl Liv von vornherein klarstellt, dass nichts laufen wird zwischen ihnen, und obwohl Jonah sich einredet, dass das ganz in seinem Sinne ist, kommen sich die beiden immer näher. Nur wird Jonah am nächsten Tag mit seinen Freunden zurück nach Deutschland fahren. Ihm und Liv bleibt nur diese eine Nacht, um herauszufinden, was da zwischen ihnen ist. Doch wie nah kann man sich kommen, wenn am nächsten Morgen alles vorbei ist?“

Gestaltung
Im Hintergrund erkennt man ein Mädchen und einen Jungen, welche auf einer Wiese liegen und in den Himmel schauen. Dieses Motiv wäre zunächst ziemlich unspektakulär und langweilig. Doch der Titel des Buches steht in einem Kasten geschrieben über beiden Gesichtern. Dabei erinnert der Kasten an eine Leuchtreklame, die neonblau und neonpink leuchtet, wodurch das gesamte Cover in diesen beiden Farben erstrahlt.

Meine Meinung
Von Lea Coplin mochte ich bereits „Nichts ist gut. Ohne dich.“ sehr gern, weswegen ich gespannt auf „Für eine Nacht sind wir unendlich“ war. In diesem neuen Werk geht es um Jonah und Liv, die sich auf einem Festival treffen und einander näher kommen. Sie haben nur diese eine gemeinsame Nacht, in der sie herausfinden können, was da zwischen ihnen ist, denn am nächsten Morgen wird Jonah zurück nach Deutschland reisen…

Besonders gefallen hat mir an „Für eine Nacht sind wir unendlich“ die prickelnde und knisternde Atmosphäre. Dieses Buch schreit geradezu nach Abenteuer, Freiheit, Sommer und Unternehmungslust. Dafür sorgt vor allem die ausgelassene Festivalstimmung, die beim Leser gute Laune erzeugt. Selbst mir, jemandem der noch nie ein Festival besucht hat, wurde diese Stimmung transparent gemacht und geradezu auf mich übertragen.

An der Handlung gefiel mir vor allem, dass die Fragen „Was passiert mit Liv und Jonah nach dieser einen Nacht?“ und „Werden sie vielleicht doch als Paar zueinander finden?“ über der Geschichte schwebten und für Spannung sorgten. Ich wollte unglaublich gerne Antworten haben und war ungemein neugierig, wie die Geschichte ausgehen würde.

Gleichzeitig empfand ich die Handlung aber auch als etwas langatmig und zäh, da für meinen Geschmack nicht so viel passiert ist. Ich habe mir zwar schon gedacht, dass es eine ruhigere Geschichte ist, aber trotzdem hatte ich ein wenig mehr Geschehnisse erwartet. Die Nacht, die erzählt wird, kam mir so einfach sehr, sehr lang vor.

Positiv waren jedoch die Dialoge zwischen Liv und Jonah, die viele verschiedene Themen aufgegriffen und diskutiert haben. Beispielsweise haben sie sich über Klimaschutz unterhalten, wodurch das Buch aktuelle Züge erhielt. Aber auch „belanglosere“ Dinge wie Schauspieler oder Musik waren Themen der beiden. Diesbezüglich fand ich schön, dass man als Leser sofort einen Draht zu diesen Dingen hatte aufgrund ihrer Aktualität.

Fazit
Auch wenn sich die Handlung von „Für eine Nacht sind wir unendlich“ doch etwas langatmig anfühlte, so konnten mich die Dialoge zwischen den Protagonisten aufgrund ihrer Aktualität überzeugen. Auch durch die Frage, wie es mit Liv und Jonah nach der Nacht weitergehen würde, sorgte für Spannung. Am besten gefiel mir die ausgelassene Festivalstimmung, die nach Abenteuerlust und Unternehmungsdrang roch.
4 von 5 Sternen!

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