Schmerzen, Krämpfe, Endobelly, Fatigue, Unfruchtbarkeit – Endometriose raubt Betroffenen ein riesiges Stück Lebensqualität. Heilbar ist die Erkrankung nicht. Aber es gibt Wege, sie erträglicher zu machen. Was hilft, ist individuell. Und oft eine Frage des Ausprobierens. Als Lena Düsterhus 2020 ihre Diagnose bekam, hat sie genau das getan. Jetzt teilt sie ihr Wissen – in einer prall gefüllten Toolbox für den Alltag mit Endo: von Wärmegel, Eisbaden, Tees, Atemübungen, Bauchmassage und Akupressur-Matte bis zu Waldbaden, Zyklustracking und ehrlichen Tipps zu Partnerschaft und Sex. Mit fachlichem Input von Endometriose-Therapeutin Dr. med. Kirsten Hübner. Der tolle Selbsthilfe-Begleiter, mit dem sich Betroffene ihr Leben zurückerobern.
Nach einem zum Glück vergleichsweise kurzen Leidensweg habe ich vor ca. einem halben Jahr meine Diagnose Endometriose bekommen. Also bin ich noch ziemlich frisch dabei, mich mit der Erkrankung auseinanderzusetzen. ...
Nach einem zum Glück vergleichsweise kurzen Leidensweg habe ich vor ca. einem halben Jahr meine Diagnose Endometriose bekommen. Also bin ich noch ziemlich frisch dabei, mich mit der Erkrankung auseinanderzusetzen. Da gerade die Aufklärung meiner Ärztin etwas knapp ausfiel, hat mir der "Endometriose Alltagshelfer" doch nun einiges an Wissen sowie an Tipps mit an die Hand gegeben.
Der Ratgeber ist wirklich leicht verständlich und sehr ermutigend verfasst. Der Aufbau der Seiten ist sehr übersichtlich, ruhig, aber auch ästhetisch gehalten. Inhaltlich deckt er ein breites Spektrum ab, verbleibt hinsichtlich der einzelnen Themen jedoch etwas oberflächlich, was, um einen ersten Einblick in die Erkrankung zu erlangen, aber völlig in Ordnung ist. Dadurch hatte ich den Eindruck, dass der Ratgeber sich sehr gut dazu eignet, eine erste Richtung zu finden, welche einem Erleichterung verschaffen kann.
Ein großes Plus ist, dass immer wieder Expertinnen sowie Betroffene zu Wort kommen. Gerade diese Seiten spenden einiges an Hoffnung! Dadurch, dass diese "Info-Seiten" eher etwas verstreut im Buch sind, wird man davon auch nicht erschlagen.
"Dein Endometriose Alltagshelfer" ist ein wirklich guter Einsteiger-Ratgeber in dieses Thema, sowohl für Betroffene als auch für PartnerInnen!
Lena ist wichtig und ein Teil der Social Media Endobubble. Schonungslos schildert sie ihre Höhen und Tiefen, so dass ich mich gefreut habe, ihr Buch in meiner Bibliothek begrüßen zu können.
Sie schafft ...
Lena ist wichtig und ein Teil der Social Media Endobubble. Schonungslos schildert sie ihre Höhen und Tiefen, so dass ich mich gefreut habe, ihr Buch in meiner Bibliothek begrüßen zu können.
Sie schafft es, ihren eigenen steinigen Weg zur Diagnose und den Alltag mit einer Vielfalt an Symptomen aufzuzeigen und dennoch zu betonen, dass es bei jedem anders sein kann. Das ist gut und wichtig. Dies gelingt nicht jedem Buch. Das Buch zeigt neben der Schulmedizin (fachlicher Input durch Dr. med. Kirsten Hübner) auf, was Betroffene als (zusätzliche) Option oder Alternative für sich tun können.
Besonders gelungen und hervorgehoben ist jedoch der Aspekt, dass man den Betroffenen die Erkrankung nicht ansieht. Sie ist jedoch da und einige Menschen zweifeln dies jedoch an. Hier ist die Selbstorganisation und -hilfe gefragt. Mit Zitaten und Erfahrungen wird betont, wie wichtig der eigene Weg zurück zur Lebensqualität ist.
Die Alltagshelfer sind eine echte Fundgrube mit Tipps und Tricks diese auch ja nicht zu vergessen. Hier ist ausprobieren angesagt. Besonders lobend erwähnen, möchte ich auch die Warnhinweise, wann welche Tipps nicht funktionieren oder nicht angewendet werden sollten. Wer Lena schon eine Weile folgt, der weiß, hier ist sehr viel Persönliches drin (einschließlich des Rezeptes ihres Papa Bernhards für die Wok Pfanne).
Aber Lena, mal so ganz nebenbei: Du sagst, man solle sich regional, saisonal und frisch ernähren mit den Clean 15 und in dieser Liste finden sich u.a. Avocado, Papaya, Grapefruit, Mango. Ähm finde den Fehler
Anmerkungen an den Verlag (und ausdrücklich nicht an die Autorin): Die Seiten dieses Buches sind, wie für Sachbücher typisch, bearbeitet und sehen qualitativ toll aus. Ein Textmarker ist für Markierungen hier aber leider völlig ungeeignet. Schade, ich hatte nämlich mehrfach das Bedürfnis mir etwas anzustreichen. Da diese auf diesen Seiten nur schmieren würden, war es dann doch nur ein roter Buntstift.
Der Satz und/oder das Lektorat sind teilweise unübersichtlich und verwirrend:
Lenas Packlisten für Krankenhaus und Reha in bunten Bubbles darzustellen, sticht ins Auge, aber die Anordnung ist unübersichtlich und alles andere als eine Liste.
Auch endet zum Beispiel die Seite 59 mit „Scheiden-„ danach folgt ein dreiseitiger rosa Einschub einer Betroffenen und schließlich geht es, als ob kein Einschub dagewesen wäre mit Seite 63 und der „hinterwand“ weiter. Diese rosa Einschübe tauchen mehrfach auf, die den weißen Text immer mitten im Satz unterbrechen.
Auch ein weiterer Punkt: Verschiedene Schriften = verschiedene Stimmen/Autoren/Betroffene - das leuchtet ein, wirkt aber über das gesamte Buch verteilt optisch zusammen mit den Einschüben wie Kraut und Rüben.
Darüber hinaus fehlen hier und da Buchstaben! Bei einem Selbstverlag könnte ich das verstehen, aber doch nicht bei GU.
Ich möchte daher dem Buch gerne zwei Bewertungen geben: Lena und Dr. med. Kirsten Hübner erhalten von mir 8 von 10 Punkten für ein Einstiegsbuch in das Thema Endometriose. Vertiefend ist dieses Buch nicht.
Der Verlag erhält jedoch für Darstellung, Lektorat und Co. 5 von 10 Punkten, so dass ich gut gemeinte 7 Punkte vergebe.
(Bei einer Überarbeitung in der nächsten Auflage gerne mehr, denn ich denke schon, dass Lena mit ihrer tollen offenen Art und ihrem Instagram Account/Podcast und diesem Buch so viele Betroffene erreichen wird, dass der Verlag das Buch für die nächste Auflage überarbeiten sollte.)