Cover-Bild Nichts wünsche ich mir mehr

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12,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Julius Beltz GmbH & Co. KG
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 206
  • Ersterscheinung: 30.01.2017
  • ISBN: 9783407821911
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Lena Hach

Nichts wünsche ich mir mehr

Roman
Nach der Diagnose »Alopezie«, bricht für Katha eine Welt zusammen. Ein Leben ohne Haare?! Katha traut sich nicht mehr vor die Tür. Niemand soll merken wie anders sie ist. Schon gar nicht Jasper. Aber der bringt Katha mit einem Candle-Light-Dinner im Hotdog-Kostüm zum Lachen. Aber darf Katha ihre Gefühle zulassen? Hält die Liebe ihre Krankheit aus?
Ernst, komisch, unwiderstehlich erzählt Lena Hach davon, wie nah Anderssein und Normalsein beieinander liegen – wenn man sich dem Leben und der Liebe öffnet.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 9 Regalen.
  • 4 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.
  • Dieser Titel ist das Lieblingsbuch von 1 Mitgliedern.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.09.2017

Klasse Thema, klasse Umsetzung!

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Die Geschichte:
Katha entdeckt münzgroße Stellen an ihrem Hinterkopf. Klarer Fall: Haarausfall. Doch in ihrem Alter? Sie ist erst sechzehn und hat nun mit einer Krankheit zu kämpfen: Alopezie. Das bedeutet ...

Die Geschichte:
Katha entdeckt münzgroße Stellen an ihrem Hinterkopf. Klarer Fall: Haarausfall. Doch in ihrem Alter? Sie ist erst sechzehn und hat nun mit einer Krankheit zu kämpfen: Alopezie. Das bedeutet nicht nur Haarausfall auf dem Kopf, sondern am ganzen Körper. Zu Anfang lässt es sich noch gut verstecken, doch die Krankheit schreitet voran. Katha verliert immer mehr Haare und damit steigt die Angst zur Schule zu gehen. Irgendwann ist nur noch so wenig Kopfhaar übrig, dass sie sich selbst für eine Glatze entscheidet. Eine Perücke soll ihr helfen. Doch das kann nicht die Lösung sein! Ihre Mutter versucht Katha zu unterstützen und sucht mit ihr nach Heilmethoden, die leider nur wenig Aussicht auf Erfolg bieten. Also bleibt Katha mit der Frage zurück: Freund trotz Alopezie? Die Antwort ist ihr eigentlich klar: Natürlich nicht. Wenn da nicht Jasper wäre, der sich einfach nicht abschütteln lässt…

Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin ist wirklich außergewöhnlich und interessant. Sie schreibt in vielen kurzen Abschnitten und unterschiedlichen Kapitellängen. Dennoch wirkt der Schreibstil nicht abgehackt oder sprunghaft, sondern ist flüssig und schlüssig. Außerdem wird nicht viel auf Äußerlichkeiten geachtet. Die Autorin konzentriert sich auf das Wesentliche und das hat mir sehr gefallen. Sie hält sich nicht viel auf mit oberflächlichen Beschreibungen vom Aussehen der Personen oder Schauplätzen. Sie konzentriert sich hauptsächlich auf die Gefühle und Eindrücke der Protagonistin. Diese Art ist sehr erfrischend, denn so kommt keine Langeweile auf und man will unbedingt wissen wie es weiter geht. Das liegt vor allem daran, weil man unbedingt wissen will, wie Katha mit ihrer Krankheit umgeht. Grade als Mädchen, kann ich mir kaum ein Leben ohne Haare vorstellen. Ich finde es gut, dass Katha stark bleibt. Sie muss viele Tiefschläge wegstecken und zieht trotzdem nicht ganz den Kopf ein oder denkt gar an Selbstmord. Ich kann mir gut vorstellen, dass das auch betroffenen Jugendlichen Mut gibt. Aber nicht nur denen. Das Buch lässt mich mit einem positiven Gefühl zurück und das wünsche ich auch anderen. Also mein Rat: Lest das Buch! Es macht Mut und gibt ein positives Lebensgefühl.

Veröffentlicht am 24.04.2017

Ein sensibles Thema ergreifend umgesetzt

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„Nichts wünsche ich mir mehr“ von Lena Hach (12,95€, erschienen am 30.01.17 bei Beltz & Gelberg)

Katharina, genannt Katha, wird auf einmal persönlich mit der Krankheit Alopezie konfrontiert. Ein Leben ...

„Nichts wünsche ich mir mehr“ von Lena Hach (12,95€, erschienen am 30.01.17 bei Beltz & Gelberg)

Katharina, genannt Katha, wird auf einmal persönlich mit der Krankheit Alopezie konfrontiert. Ein Leben ohne Haare kann sie sich gar nicht vorstellen. Es beginnt ein Versteckspiel. Sogar vor ihren besten Freundinnen hält sie den Haarausfall geheim. Von nun an beschäftigen sie Fragen wie, sitzen die vielen Klammern im Haar richtig, so dass die kahlen Stellen verdeckt sind. Perücke ja oder nein? Sieht man den Unterschied? Und dann ist da auch noch Jasper, der doch sicher keine Freundin ohne Haare möchte, oder?

Das Thema hat mich (auch aus persönlichen Gründen) direkt angesprochen und das Cover ein echter Hingucker! Die Autorin hat es geschafft, so ein sensibles Thema ergreifend, realistisch und eindringlich umzusetzen. Es ist medizinisch wie auch emotional gut recherchiert, was es für mich noch viel ergreifender gemacht hat. Als Leser lernt man Katha schnell kennen und lieben. Man versteht ihre Gefühle, man weint oder lacht mit ihr. Ihr solltet also Taschentücher bereit halten.
Den Schreibstil möchte ich hier auch einmal besonders hervorheben. Die Worte sind mit Bedacht gewählt, es gibt viele tolle Wortspiele und auch beim erneuten Lesen so viel zu entdecken.
Ich kann das Buch wärmstens empfehlen, denn es ist einfach für jeden etwas: Ein ergreifendes Thema, eine Liebesgeschichte, die Suche nach dem Weg im Leben, Freundschaft und Familie. Die Nebencharaktere erhalten nicht ganz so viel Gestalt wie Katha, aber sie wachsen einem im Laufe der Geschichte teilweise ziemlich ans Herz. Am Ende des Buches war ich wirklich traurig, dass es schon vorbei ist, dennoch war der Zeitpunkt gut gelegt. Rückblickend finde ich es schön, dass es nicht nur viele traurige-ergreifende Szenen im Buch gab, sondern auch welche, in denen man laut lachen muss.

Zusammenfassend gesagt:
Ein sehr sensibles Thema ergreifend, realistisch und eindringlich umgesetzt!

Veröffentlicht am 26.03.2017

Ein Leben ohne Haare

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Katha ist erst sechzehn Jahre, als sie die Diagnose „Alopezie“ erhält. Es ist fürchterlich für sie und natürlich ist sie niedergeschlagen. Außerdem schwärmt sie für Jasper, der an ihrer Schule ist, und ...

Katha ist erst sechzehn Jahre, als sie die Diagnose „Alopezie“ erhält. Es ist fürchterlich für sie und natürlich ist sie niedergeschlagen. Außerdem schwärmt sie für Jasper, der an ihrer Schule ist, und bei dem sie sich kaum Hoffnungen macht. Dann zerstört die Diagnose auch noch das letzte Fünkchen Hoffnung.
Obwohl die Geschichte tiefgründig ist, liest sich das Buch sehr angenehm und Kathas Geschichte ist sehr einfühlsam erzählt. Dabei geht es nicht nur tieftraurig zu.
Wen würde eine solche Diagnose nicht niederschmettern. Besonders schlimm aber ist es für ein Mädchen in dem Alter, dass sich ja erst selbst noch finden muss. Wir können miterleben, wie Katha versucht, ihr Problem zu vertuschen und wie sie mit der Zeit immer besser damit fertig wird und die Sache sehr offensiv angeht. Dabei hat sie die Unterstützung von Familie und Freunden und ganz besonders Jasper hilft ihr mit Mitgefühl und ungewöhnlichen Aktionen. Aber natürlich gibt es auch die anderen, die über sie herziehen.
Alle Charaktere sind sehr gut und authentisch ausgearbeitet. Aber besonders gut hat mir Jasper gefallen, der den richtigen Weg findet, um Katha aufzubauen
Dieses Buch hat mich wirklich angesprochen. Es ist eine Mutmach-Geschichte verpackt in eine Liebesgeschichte, die sehr gut über die Krankheit „Alopezie“ informiert.
Ein lesenswertes Buch!

Veröffentlicht am 24.03.2017

Mal ein Thema was ich so noch nicht gelesen habe...

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Der Titel passt wirklich gut zu der Geschichte, das Cover an sich spiegelt gut wieder was sich Katha am meisten wünscht, nämlich Haare. Ich denk für jedes Mädchen wäre solch eine Diagnose irgendwie ein ...

Der Titel passt wirklich gut zu der Geschichte, das Cover an sich spiegelt gut wieder was sich Katha am meisten wünscht, nämlich Haare. Ich denk für jedes Mädchen wäre solch eine Diagnose irgendwie ein Schock.

Katha war mir immer sehr sympathisch, auch mit ihrem Schicksal ist sie ganz gut umgegangen, denn ich glaub so würde sich am Anfang jeder verhalten, dass er versucht das "Problem" zu verstecken. Elias hat mit echt überrascht, aber genaueres kann ich dazu garnicht sagen, das würde zuviel verraten.
Auch die anderen Nebencharaktere haben mir im großen und ganzen wirklich gut gefallen.

Etwas Abwechslungsreichen hätten meiner Meinung nach die Handlungen noch sein können. Aber trotzdem hab ich mich gut unterhalten gefühlt und es war mal Interessant sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

Für mich war der Schreibstiel gut und flüssig zu lesen.

Veröffentlicht am 05.03.2017

Diagnose Alopezie - eine einfühlsam und doch auch unterhaltsam erzählte Geschichte

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Zitate
"Die Krankheit tut noch mehr. Sie rüttelt an den Festen des Selbstbilds. An dem man jahrelang gesessen hat, mit feinem Pinselstrich. Ein Bild, das man mag oder auch nicht. Es ist nicht wichtig, ...

Zitate
"Die Krankheit tut noch mehr. Sie rüttelt an den Festen des Selbstbilds. An dem man jahrelang gesessen hat, mit feinem Pinselstrich. Ein Bild, das man mag oder auch nicht. Es ist nicht wichtig, denn die Hauptsache ist: Man kennt das Bild. Und nun soll alles anders sein?"
".... Mein Aussehen lenkt ab von der, die ich wirklich bin, denke ich. Aber wer bin ich eigentlich, jetzt, in diesem Moment? Und wer bin ich morgen? Oder: Wer will ich sein? (Wer kann ich noch sein?)"

Infos zur Krankheit
Alopecia Areata ist eine ungefährliche Haarausfall-Erkrankung die ohne Vorwarnung und in unterschiedlicher Ausprägung auftreten kann. Es wird geschätzt, dass in Deutschland etwa 1-1,5 Mio. Menschen davon betroffen sind, wobei nur bei etwa 10% der Betroffenen der Totalverlust der Kopf- und Körperbehaarung eintritt.
Quelle: https://www.aad-ev.de/%C3%BCber-alopecia/

Meine Eindrücke
Von der ersten Seite an hat mir die Geschichte gefallen. In lockerer und jugendlicher Sprache erfährt man, wie Katharinas Leben sich durch die Diagnose und den immer weiter fortschreitenden Verlust der Haare verändert. Es ist ein Schock und sie kann sich zuerst gar nicht vorstellen, wie ihr Leben künftig aussehen soll. Ihre größte Angst besteht darin, dass jemand etwas davon bemerkt. Wie werden ihre Freundinnen und ihre Mitschüler reagieren? Und wird sich jemals ein Junge in ein Mädchen mit Glatze verlieben? Am liebsten würde sie das Haus gar nicht mehr verlassen.
Zum Glück hat Katha eine ganz wunderbare Familie und gute Freundinnen, die ihr zur Seite stehen.

Glaubwürdig wird erzählt, was in Katha vorgeht, welche Gedanken und Ängste ihr durch den Kopf gehen. Auf den ersten Schock folgt die Suche nach einer Therapie oder einem Heilmittel, egal was man dafür in Kauf nehmen muss. Wie weit ist man bereit zu gehen, damit eine geringe Möglichkeit besteht, dass wieder Haare wachsen?

In unserer Zeit wird man oft nach seinem Aussehen beurteilt und ohne Haare fällt eine Frau einfach auf. Die Mitschüler tuscheln und dauernd wird man angestarrt. Damit muss man lernen klarzukommen und das ist nicht einfach. Katha lernt, dass es verschiedene Wege gibt mit der Erkrankung umzugehen und sie muss für sich selbst entscheiden, welcher der richtige für sie ist. Soll sie eine Perücke tragen, die so aussieht wie ihre alte Frisur, oder will sie sich jeden Tag mit einem neuen Look und einer anderen Perücke präsentieren, oder gar oben ohne gehen und sich wie Sinead O'Connor stylen? Wer will sie künftig sein und wie will sie wahrgenommen werden?

Obwohl es kein leichtes Thema ist, war das Buch nicht schwermütig. Oft wird die Handlung durch humorvolle Dialoge oder Erlebnisse aufgelockert. Die Balance zwischen Kathas ganz persönlichem Drama und unterhaltsamen Passagen ist perfekt gelungen.

Fazit: Die Geschichte eines jungen Mädchens, das an Alopezie erkrankt und einen Weg finden muss, damit klarzukommen - einfühlsam und kurzweilig in jugendlicher Ausdrucksweise erzählt.