Cover-Bild Nichts wünsche ich mir mehr

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12,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Julius Beltz GmbH & Co. KG
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 206
  • Ersterscheinung: 30.01.2017
  • ISBN: 9783407821911
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Lena Hach

Nichts wünsche ich mir mehr

Roman
Nach der Diagnose »Alopezie«, bricht für Katha eine Welt zusammen. Ein Leben ohne Haare?! Katha traut sich nicht mehr vor die Tür. Niemand soll merken wie anders sie ist. Schon gar nicht Jasper. Aber der bringt Katha mit einem Candle-Light-Dinner im Hotdog-Kostüm zum Lachen. Aber darf Katha ihre Gefühle zulassen? Hält die Liebe ihre Krankheit aus?
Ernst, komisch, unwiderstehlich erzählt Lena Hach davon, wie nah Anderssein und Normalsein beieinander liegen – wenn man sich dem Leben und der Liebe öffnet.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 9 Regalen.
  • 4 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.
  • Dieser Titel ist das Lieblingsbuch von 1 Mitgliedern.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2017

Ein Buch über Alopezie, der ersten Liebe und dem Weitermachen - auch wenn es schwer ist.

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Alopezie. Ganzkörper Haarausfall. Nach und nach. Haare auf dem Kopf. Intimbereich. Augenbrauen. Wimpern. Weg, weg, weg. In Kathas Worten: sie wurde zum Nacktmull. Plötzlich. Unerwartet. Keine (wahrscheinliche) ...

Alopezie. Ganzkörper Haarausfall. Nach und nach. Haare auf dem Kopf. Intimbereich. Augenbrauen. Wimpern. Weg, weg, weg. In Kathas Worten: sie wurde zum Nacktmull. Plötzlich. Unerwartet. Keine (wahrscheinliche) Heilung. Die Krankheit tut was ihr gefällt. Nicht sterbenskrank, aber haarlos. Ab jetzt immer: die mit der Glatze. Das ist es, was Katha passiert. Das ist es, womit Katha umgehen muss.

Katha, 16 Jahre alt, zwei beste Freundinnen, Eltern, ein großer Bruder, verguckt in den süßen coolen Jasper - typischer Teenager halt. Bis die Alopezie zuschlägt. Plötzlich sind da tausend mehr Fragen, als davor: wie werden die anderen auf meinen Haarverlust reagieren? Perücke? Therapie? Medikamente? Heilung? Einen Freund finden trotz Alopezie? Tauchen? Schwimmen? Sportunterricht? Den Freunden mitteilen? Bleibt das für immer so?

'Nichts wünsche ich mir mehr' war keinesfalls auf meinem Radar. Ein Buch über das ich nichts gehört hatte. Ein Thema, das mir völlig fremd war. Ich kann nicht für die Menschen sprechen, die selbst an Alopezie erkrankt sind, aber ich fühle mich jetzt als würde ich wirklich Bescheid wissen. Ich fühle mich belehrt, bereichert. Und trotzdem unterhalten. Ich lese nicht viele deutsche Bücher und wenn ich welche lese, mag ich sie oft nicht sehr, aber dieses Buch war wirklich toll. Informativ, ohne 'nur' pragmatisch zu sein. Emotional, ohne melodramatisch zu wirken.

"Mädels, hab ich euch schon erzählt, dass ich mein Fell verliere?"

Besonders gefallen hat mir Katha als Protagonistin. Sie war tapfer, humorvoll, umso stärker durch ihre schwächeren Momente - sie war real und greifbar. Ein nicht perfekter, aber guter Mensch. (Wo wir gerade beim Thema sind: Jasper war verdammt nah dran am Traum-Freund. Hätte ich so einen Jungen in der Schule kennengelernt, würde ich ihn nie mehr gehen lassen.) Auch die beiden Freundinnen und die Familie waren wunderbar. Besonders das Band zwischen den beiden Geschwistern, Henri und Katha hat mich fasziniert, ihre Interaktionen gingen mir unglaublich nah.

Das Thema und die Fragen, die es aufgeworfen hat, haben mich sehr beschäftigt. Für jeden Menschen nicht gerade der optimale Ausgang (Haarverlust), aber für Frauen und Mädchen stelle ich es mir besonders schwer und herzzerreißend vor. Das hat viel mit Femininität und Stolz zu tun. Und Selbstliebe. Die Gedankengänge, die einem durch die Krankheit im Kopf herumschwirren, sind im Buch nur all zu deutlich. Auch wie die Mitschüler reagieren, ist teils grausam, traurig und trotzdem realitätsnah dargestellt. Katha musste zwischenzeitlich unglaublich mutig sein, um sich durch den Tag zu kämpfen.

Der Schreibstil war sehr nach meinem Geschmack. Einfach, direkt, an Momenten witzig. Gut geschrieben, sehr jugendlich. Ich bin leicht hereingekommen, bin fast durch das Buch geflogen. Geholfen hat auch, dass es nicht unnötig in die Länge gezogen wurde.

"Katha, du kriegst 'ne Glatze."
"Nice try."

Definitiv empfehlenswert.

(weitere Rezensionen auf meinem blog: zwischenweltlerinblog.wordpress.com)

Veröffentlicht am 22.02.2017

Schön!

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Als Katha die Diagnose Alopezie stürzt für sie die Welt zusammen. Wie soll sie nur ohne Haare weiterhin von ihren Mitschülern respektiert werden – geschweige denn einen Freund finden?

Eine toughe Protagonistin? ...

Als Katha die Diagnose Alopezie stürzt für sie die Welt zusammen. Wie soll sie nur ohne Haare weiterhin von ihren Mitschülern respektiert werden – geschweige denn einen Freund finden?

Eine toughe Protagonistin? Check.

Eine Geschichte, die dich sowohl entsetzt sowie zum Lachen bringt? Check.

Eine gut recherchierte Krankheit, die nicht verherrlicht wird? Check.

Ein angenehmer Schreibstil? Check.

Klar, anfangs hatte ich ein paar Startschwierigkeit. Besonders am Beginn des Buches fiel es mir etwas schwerer mich auf Katha einzulassen, da es häufige Zweitwechsel gab. Das legte sich mit der Zeit und so konnte ich ganz entspannt Kathas Geschichte folgen, die gleichzeitig schön wie schlimm ist.

Sehr feinfühlig geht Lena Hach auf die Ängste Kathas ein und schafft es uns diese sehr authentisch zu vermitteln. Nach den ersten Kapiteln ist Katha ein durch und durch greifbarer Charakter, den man gerne an die Hand nehmen und trösten würde.

Jedoch ist das Buch sehr auf Katha fixiert und die Nebenfiguren bleiben deshalb teilweise doch sehr blass.

Besonders Jasper, der Love Interest, bleibt am Anfang doch sehr uneindeutig. Bis zum Ende ist sein Motiv, warum er sich anfangs an Katha anheftet, doch sehr uneindeutig. Aber ich kann euch versprechen: Jasper ist genial :) Er hat mich mehr als einmal zum Lachen gebracht.

Auch andere Charaktere wie etwa Henri und Tiffy waren einfach super und haben das Gesamtbild eines schönen Jugendbuches vervollständigt.

Die Handlung geht recht flott voran, zieht sich nicht, hält sich auch nicht mit unwichtigen Details auf. Normalerweise bin ich kein Fan von solchen kurzen „Abschnitten“, da ich das Gefühl habe, dass einfach die Charakterentwicklung o.Ä. zu kurz kommt, aber dies war hier keineswegs der Fall.

Der Schreibstil ist sehr ansprechend. Auch die Jugendsprache hat recht gut gepasst und war nicht so erzwungen, wie bei manch anderen Büchern ;)

Insgesamt ist >Nichts wünsche ich mir mehr< ein schönes Jugendbuch über die erste Liebe, eine außergewöhnliche Krankheit und Selbstakzeptanz.

Veröffentlicht am 20.02.2017

Nichts wünsche ich mir mehr

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Die sechzehnjährige Katha bemerkt kleine Stellen an ihrem Kopf, an denen ihr die Haare ausgefallen sind. Als sie dann die Diagnose “Alopezie” bekommt, bricht eine Welt für sie zusammen. Ein Leben komplett ...

Die sechzehnjährige Katha bemerkt kleine Stellen an ihrem Kopf, an denen ihr die Haare ausgefallen sind. Als sie dann die Diagnose “Alopezie” bekommt, bricht eine Welt für sie zusammen. Ein Leben komplett ohne Haare kann sie sich nicht vorstellen. Es fällt ihr immer schwerer, aus dem Haus zu gehen. Ihre Gedanken kreisen nur noch um die Frage “Was ist, wenn jemand was merkt?”

Die Autorin hat ein wundervolles und einfühlsames Buch geschrieben. In der Ich-Form aus Kathas Sicht erlebt der Leser hautnah mit, wie sich die Krankheit bei Katha bemerkbar macht und in welches psychische Loch sie dadurch fällt. Anfangs ist sie sehr ängstlich, hat kein Selbstvertrauen und will niemanden an sich heranlassen, nicht einmal ihre beiden besten Freundinnen. Im Laufe des Buches spürt und erlebt man dann, wie Katha sich langsam verändert. Sie wird stärker und selbstbewusster durch die Enttäuschungen und negativen wie auch positiven Erfahrungen. Diese Entwicklung zu erleben, ist wirklich toll und wird sehr verständlich dargestellt.

Die Personen sind durchgängig menschlich und gut vorstellbar beschrieben. Katha und ihre Gedanken und Gefühle und ihre Auseinandersetzung mit ihrer Krankheit sind sehr realistisch beschrieben. Das wurde sehr gut umgesetzt und ich konnte mich prima in sie hinein versetzen.

Auch Kathas Freundinnen sowie ihr Bruder samt Freundin sind mir ans Herz gewachsen. Sie bringen mit ihren Sprüchen und Aktionen unheimlich viel Humor in die Geschichte, so dass ich mehrmals lachen musste. Auch Kathas Eltern werden toll beschrieben, sind immer für sie da und unterstützen sie, wo und wie sie nur können.

Und Jasper, in den Katha sich verliebt hat, wird ebenfalls sympathisch beschrieben. Er hat eine wunderbar locker-leichte Art, so dass Katha sich sofort zu ihm hingezogen fühlt. Doch auch er darf nichts von ihrer Krankheit erfahren, denn sie hat Angst, dass er sich nicht mehr für sie interessiert. Die Entwicklung zwischen den beiden fand ich sehr schön und ich habe sie sehr gerne begleitet.

Das Buch fand ich sehr lesenswert und es hat mir die Krankheit “Alopezie” nahe gebracht und mich zum Nachdenken angeregt. Ich kann eine absolute Leseempfehlung aussprechen und vergebe fünf Sterne.