Cover-Bild Das Licht von tausend Sternen

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12,95
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 13.03.2020
  • ISBN: 9783423740579
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Leonie Lastella

Das Licht von tausend Sternen

Ein Roman, so unvergesslich wie die erste Liebe

Als sie Ashton zum ersten Mal in die Augen sieht, stellt er Harpers Welt völlig auf den Kopf. Doch egal wie stark ihr Herz auch klopfen mag, sie kann sich nicht auf einen Flirt mit Ashton einlassen. Denn jeden Abend schlüpft sie aus ihrem sorglosen Studentenleben in die Rolle der fürsorglichen Schwester, die sich um ihren autistischen Bruder kümmert. Harper hat keine Zeit für Abenteuer, für Spontaneität, für Kompromisse. Und doch erobert Ashton nach und nach ihr Herz. Zum ersten Mal ist ihr etwas wichtiger als ihre Familie – und plötzlich steht Harper vor der wohl schwersten Entscheidung ihres Lebens …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2020

Eine Jugendbuch, das zum nachdenken anregt

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MEINE MEINUNG
In „Das Licht von Tausend Sternen“ geht es um Harper, deren Welt aus studieren und sich um ihren autistischen Bruder zu kümmern besteht. Harper hat keine Zeit für Abenteuer und dennoch, ...

MEINE MEINUNG
In „Das Licht von Tausend Sternen“ geht es um Harper, deren Welt aus studieren und sich um ihren autistischen Bruder zu kümmern besteht. Harper hat keine Zeit für Abenteuer und dennoch, als sie Ashton kennen lernt, sprüht sie das er ihr Welt durcheinanderbringt. Muss sie am Ende eine Entscheidung treffen was ihr wichtiger ist ?? Familie oder Liebe ?

Harper Studentin und jeder denkt, dass sie auf den ersten Blick sorglose wirkt und niemand ahnt das in ihrem Leben kein Platz für Abenteurer ist. Sie kümmert sich um ihren autistischen Bruder, der und ihre Familie ihr wichtig ist. Was passiert, wenn auf einmal alles anders wird ?

Ashton ist ein authentischer Protagonist der auf einmal in Harper’s Leben landet und er sie Nähe kennen lernen will. Er hat eine besondere Ausstrahlung, die mich in ihren Bann gezogen hat.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und wird am meisten aus der Perspektive von Harper erzählt. Der Leser kann sie so noch näher kennen lernen und ihre Gedanken und Gefühle erfahren während der Handlung. Auch ihre Familie die ein sehr wichtiger Punkt ist, lernt man hier kennen. Die Nebenfiguren sind ebenso authentisch und gestalten die Geschichte mit.

Die Spannung und Handlung haben mich mit jeder Seite mehr in die Geschichte von Harper und Ashton gezogen. Sie hat kein einfaches Leben denn neben dem Studium hat sie einen strikten Abschluss, weil sie sich um ihren autistischen Bruder kümmern muss während ihrer Mutter arbeitet. Harper hat keine Zeit für zwanglose Abenteuer und spontan sein. Als sie aber Ashton kennen lernt, scheint dieser sie aus dem Takt zu bringen. Doch sie kann ihren Gefühlen eigentlich nicht nachgeben, weil sie nicht einfach aus ihrem Alltag und das Betreuen ihres Bruders ausbrechen kann. Was passiert, aber wenn ihre Gefühle immer mehr werden und auf einmal ihre Familie nicht mehr an erster Stelle steht? Muss Harper eine Entscheidung treffen, die alles ändern wird ? Die Autorin zeigt hier eine besondere Liebesgeschichte die mich immer weiter mitgerissen hat und ich nicht aufhören konnte mit dem lesen. Sollte wirklich nichts wichtiger sein, als die erste Liebe ?

Das Cover sieht einfach toll aus und ich habe mich direkt in dieses verliebt. Es passt perfekt zusammen.


FAZIT

Das Licht von Tausend Sternen ist eine besondere Liebesgeschichte die von der ersten großen Liebe erzählt, die viele Hindernisse überwinden muss

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2020

Ashton& Harper. Prickelnd. Ehrlich. Bewundernswert.

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•Schreibstil•
Wir sind nur so durch die Seiten geflogen und der Schreibtsil ist sehr unterhaltsam. Einige Informationen hätten wir uns evtl. etwas früher gewünscht, aber das war nicht so schlimm.
•Charaktere•
Lasst ...

•Schreibstil•
Wir sind nur so durch die Seiten geflogen und der Schreibtsil ist sehr unterhaltsam. Einige Informationen hätten wir uns evtl. etwas früher gewünscht, aber das war nicht so schlimm.
•Charaktere•
Lasst uns erstmal über Ash reden😍😍Er hat Harper richtig gemocht und das konnte man spüren! Ihr müsst ihn euch ein bisschen so wie Luca aus Berühre.mich.nicht vorstellen😍
Mit Harper konnten wir uns auch sofort identifizieren. Respekt wie sie mit ihrem Familienverhältnis umgeht!! Etwas hat es uns genervt, dass sie einige Dinge verschweigt, dennoch ist sie eine echt starke Persönlichkeit ❤❤
•Story•
Schon die erste Szene hat uns zum Lachen gebracht und wir saßen lachend nebeneinander, da wir das Buch ja zweimal haben. Die Kennenlernphase und der gesamt Verlauf waren authentisch, natürlich und realistisch{ ihr könnt euch ein Adjektiv aussuchen😂}
Man hat durchgehend Lust weiterzulesen& das Buch macht einfach Spaß ☝🏼 Das liegt auch daran, dass es einfach mal etwas anderes war, was die beiden Protagonisten in ihrem Leben geprägt hat♥
•Fazit•
Ein rund um gelungenes Buch, mit Humor und Realitätsnähe♥
Lest das Buch unbedingt es erwarten euch super Charaktere!!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2020

Zwischen Pflichtbewusstsein und dem Drang endlich man selbst sein zu dürfen.

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Harpers kleiner Bruder ist Autist. Ihr Vater ist vor einigen Jahren verstorben und ihre Mutter arbeitet nachts im Krankenhaus. Um die Betreuung ihres Bruders zu gewährleisten, muss Harper weitestgehend ...

Harpers kleiner Bruder ist Autist. Ihr Vater ist vor einigen Jahren verstorben und ihre Mutter arbeitet nachts im Krankenhaus. Um die Betreuung ihres Bruders zu gewährleisten, muss Harper weitestgehend ihr eigenes Leben zurückstellen. Nicht einmal ihr Studienfach konnte sie frei wählen. Während ihr Herz für die Künste schlägt, hat sie sich für Sozialpädagogik entschieden um ihren Bruder besser unterstützen zu können. Und obwohl sie ihren Bruder über alles liebt, ist es schwer immer wieder zurückstecken zu müssen und sein Leben nach jemand anderen auszurichten, auch wenn man weiß, dass sich der andere das auch alles so nicht ausgesucht hat.

Doch was ist, wenn du dich plötzlich verliebst und dir nichts sehnlicher wünschst als Zeit mit ihm verbringen zu können? Doch was ist, wenn du Angst haben musst ihn direkt wieder zu verlieren, weil er sein Leben lang gegenüber seiner kranken Schwester zurückstecken musstest und es leid ist die zweite Geige im Leben einer geliebten Person zu spielen?

Harper tanzt auf einem schmalen Grat zwischen sich endlich ein wenig Freiheit erlauben, um ihr eigenes Leben zu leben und ihre Träume zu verwirklichen und sowohl ihre Familie als auch Ashton zu verletzen und zu hintergehen.

Charaktere:

Harper ist meiner Meinung nach auf der einen Seite sehr reif und auf der anderen Seite auch wiederum nicht. Aber ehrlich gesagt, passt das auch sehr gut zur Handlung des Buchs. Eigentlich ist sie sehr diszipliniert, da sie genau weiß, dass ihre Mutter ihre Hilfe braucht und sie ein wichtiger Anker für ihren Bruder ist, welcher durch seine Krankheit nicht gut mit Veränderungen umgehen kann. Deswegen weiß sie genau, wie wichtig es ist pünktlich nach Hause zu kommen und ihre Pflichten nicht zu vernachlässigen. Und genau an diese Dinge hält sie sich, bis Ashton in ihrem Leben auftaucht. Beziehungsweise, er taucht nicht nur einfach auf, er ist vor allem sehr bemüht ein fester Bestandteil ihres Lebens zu werden … ganz besonders als sie anfangs eine starke Abwehrhaltung ihm gegenüber zeigt. Zu Beginn des Buchs ist Harper noch sehr bemüht Ashton auf Abstand zu halten, da sie genau weiß wie kompliziert ihr Leben ist und das sie so schon keine Zeit für sich selbst hat. Doch nach und nach bröckelt ihr Widerstand und sie ergaunert sich Zeit mit Ash, durch Schwänzen der Uni oder zu spätes nach Hause kommen. Nach und nach beugt Harper diese Grenzen immer weiter aus. Das Problem dabei ist vor allem, dass sie ihrer Mutter nicht erzählt, weshalb sie in letzter Zeit weniger zuverlässig ist. Ihr ganzer Umgang mit Ashton und ihrer Mutter ist für mich der Teil, der eher naiv ist. Anstatt mit ihnen darüber zu reden, was sie bedrückt, versucht sie alles mehr schlecht als recht unter einen Hut zu bringen, was ihr schließlich natürlich auch um die Ohren fliegt.

Ansonsten ist Harper aber eine wirklich angenehme Protagonistin. Sie hat Witz, kann auch durchaus recht taff sein … und ganz ehrlich, man muss schon stark sein, um mit dieser Situation fertig zu werden. Ich bewundere wie gelassen sie meistens mit allem umgeht. Ich denke, ich hätte da deutlich größere Schwierigkeiten meine Bedürfnisse so zurückzustellen und es hinunterzuschlucken.

Nicht nur Harper, sondern auch Ashton ist ein wirklich toller Charakter. Wie auch Harpers Bruder, hatte es auch seine Schwester nicht besonders gut getroffen. Sie ist früh an Krebs erkrankt und musste jahrelang kämpfen, bevor sie schließlich leider verlor. Auch Ashton musste sein ganzes Leben zurückstecken, da natürlich auch seine Eltern vor allem um seine Schwester besorgt waren. Dennoch hat er es ihr nie übelgenommen und sie von ganzem Herzen geliebt. Im Gegensatz zu seinen Eltern wollte seine Schwester allerdings auch, dass er sein Leben lebt und seine Träume verfolgt. Dies hat er sich allerdings erst nach ihrem Tod erlaubt … ganz zum Leidwesen seiner Eltern. Diese haben lange noch so in ihrer Trauer gesteckt, dass sie nicht verstanden haben wie er ‚glücklich‘ sein kann, nachdem seine Schwester nicht mehr da ist. Diese Haltung ihm gegenüber hat schlussendlich auch zu einem Bruch geführt und dazu, dass Ash nicht mehr die zweite Geige für jemanden sein möchte. Natürlich weiß Harper ganz und gar nicht wie sie damit umgehen soll … denn ihr Bruder wird immer die höchste Priorität bei ihr haben … neben Ash und Harper darf der Leser noch einige andere großartige Charaktere kennenlernen. Besonders gerne mag ich Becca, Ashtons beste Freundin, welche ehemals die beste Freundin seiner Schwester war. Sie kennt Ashton einfach in- und auswendig und weiß somit genau, wann sie ihm in den Arsch treten muss und wann er eher eine Kuschelbehandlung braucht. Becca ist ein wirklich aufgedrehter, toller Charakter der nicht nur dem Leser, sondern auch allen anderen Buchcharakteren, schnelle ans Herz wächst. Berührt hat mich vor allem aber Harpers Bruder. Die Autorin hat es geschafft mir das Thema Autismus so nahezubringen, dass ich Anfangs ein bisschen feuchte Augen bekam. Und auch im Laufe des Buchs hat es mich immer wieder berührt, wenn Ben auf seine Art Harper gezeigt hat, dass er sie liebt. Vor allem von den Charakteren und ihren Beziehungen zueinander ist das Buch für mich wahnsinnig gelungen.

Schreibstil/Spannungsbogen:

Während mein Abschnitt zu den Charakteren sehr lang ausgefallen ist, werde ich mich hier relativ kurzfassen. Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen, er war sehr angenehm und leicht. Das Buch hat sich gut ‚weg gelesen‘ und ich hatte nicht das Bedürfnis es weglegen zu wollen oder am nächsten Tag nicht den Wunsch es nicht weiterzulesen. Der Spannungsbogen war meiner Meinung nach etwas moderat. Es wurde zwar nicht langweilig … aber ich würde es auch nicht direkt sehr spannend bezeichnen. Das Augenmerk lag meiner Meinung nach vor allem zwischen dem Wechselspiel der Charaktere und darauf wie sich die Beziehung zwischen Ashton und Harper entwickelt. Natürlich kam es den ein oder andere Handlungshöhepunkt … aber der war meiner Meinung nach relativ vorhersehbar. Für mich ist das vollkommen in Ordnung, ich finde nicht, dass jedes Buch einen unter Dauerstrom setzen muss. Es ist auch sehr angenehm mal etwas ‚leichteres‘ zu lesen, welches vor allem durch seine Charaktere und Emotionalität besticht.

Fazit:

Für mich ist „Das Licht von tausend Sternen“ ein großartiges und emotionales Buch, welches ich mit guten Gewissen jeden weiterempfehlen kann, der gerne Liebesgeschichten (Young Adult) liest. Die Protagonisten sind ihres Alters entsprechend manchmal etwas unsicher oder naiv, aber wie gesagt, ist das für die Handlung sehr passend und authentisch. Für mich besonders war an diesem Buch der Umgang mit dem Thema Autismus. Bisher hatte ich noch wenig Bezug dazu und habe jetzt allerdings das Gefühl einen wirklich guten Einblick in diese Krankheit bekommen zu haben. Natürlich weiß man nicht wie sich ein Autist oder dessen engeres Umfeld fühlt … aber das Buch schafft es auf jeden Fall, dass man mehr Verständnis und Respekt dafür entgegenbringt. Dafür bin ich sehr dankbar.

Wie oben erwähnt ist für mich das bestechende an dem Buch vor allem die Charaktergestaltung und ihre Beziehungen, Dialoge etc. untereinander. Persönlich hätte ich mir noch ein bisschen mehr Spannung bzw. eine etwas überraschendere Wendung gewünscht, aber das ist meine persönliche Meinung und kann für jeden Leser anders sein. Und vor allem, wenn man mehr Lust auf eine entspannte, aber dennoch tiefgründige und emotionale Geschichte hat, ist „das Licht von tausend Sternen“, vielleicht genau das was ihr sucht. ♥

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2020

Doch keine 0815-Liebesgeschichte…

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„Das Licht von tausend Sternen“ ist eine Liebesgeschichte, die Autorin Leonie Lastella im amerikanischen Universitäts-Milieu ansiedelt.
Zum Klappentext:
Als sie Ashton zum ersten Mal in die Augen sieht, ...

„Das Licht von tausend Sternen“ ist eine Liebesgeschichte, die Autorin Leonie Lastella im amerikanischen Universitäts-Milieu ansiedelt.
Zum Klappentext:
Als sie Ashton zum ersten Mal in die Augen sieht, stellt er Harpers Welt völlig auf den Kopf. Doch egal wie stark ihr Herz auch klopfen mag, sie kann sich nicht auf einen Flirt mit Ashton einlassen. Denn jeden Abend schlüpft sie aus ihrem sorglosen Studentenleben in die Rolle der fürsorglichen Schwester, die sich um ihren autistischen Bruder kümmert. Harper hat keine Zeit für Abenteuer, für Spontaneität, für Kompromisse. Und doch erobert Ashton nach und nach ihr Herz. Zum ersten Mal ist ihr etwas wichtiger als ihre Familie – und plötzlich steht Harper vor der wohl schwersten Entscheidung ihres Lebens …
Als ich diesen Klappentext gelesen hatte, dachte ich, es folgt eine 0815-Uni-Liebesgeschichte. Die Autorin hat mich positiv überrascht!
Beide Protagonisten haben schwierige Zeiten in familiärer Hinsicht erlebt oder stecken noch mitten drin. Beide sind sich ähnlicher, als es zunächst den Anschein hat. Mir haben beide Charaktere gut gefallen: Harper ist eine pflichtbewusste und disziplinierte Studentin, die sich ihrer Rolle und ihrer Verantwortung als große Schwester für ihren autistischen Bruder sehr bewusst ist und in ihrem Privatleben bislang strikt zurückgesteckt hat. Welches Motiv neben ihrem Pflichtbewusstsein noch dahintersteckt, wird erst im Laufe der Geschichte klar, aber sie hat noch ein ordentliches Päckchen mit sich herumzuschleppen.
Ashton kommt anfangs als der klassische Bad Boy daher, dessen Playboy-Verständnis keine Ablehnung durch ein umworbenes Mädchen akzeptiert – aber schon bald wird klar, dass sein Interesse für Harper einen tieferen Grund hat und auch er eine Last mit sich herumträgt, die sich erst nach und nach zeigt.
Mir hat die Entwicklung der Liebesgeschichte zwischen den beiden mit all den Konflikten, die sich daraus für Harper und Ash ergeben haben, sehr gut gefallen! Klare Leseempfehlung für alle , die Liebesgeschichten abseits der gängigen Klischees mögen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.03.2020

Ich habe mehr erwartet ...

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"Das Licht von tausend Sternen" ist das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und ich muss zugeben, dass hierbei wirklich das Cover dafür ausschlaggebend war, dass ich es lesen wollte. Der Klappentext ...

"Das Licht von tausend Sternen" ist das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und ich muss zugeben, dass hierbei wirklich das Cover dafür ausschlaggebend war, dass ich es lesen wollte. Der Klappentext klingt nach einer zuckersüßen Liebesgeschichte und hat mich auch durchaus angesprochen, aber in das Cover habe ich mich sofort verliebt! Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht, wodurch man gut und schnell in die Geschichte hineinkommt. Erzählt wird hier aus den Sichten beider Protagonisten und das ist auch notwendig, weil beide - neben der Hauptstory - auch ihre eigene Geschichte zu erzählen haben. Die Kapitel sind alle schön kurz gehalten und sorgen noch einmal mehr für einen guten Lesefluss.

Ich habe gelernt, das Leben als eine Aneinanderreihung von Momentaufnahmen zu sehen, und jede einzeln zu genießen oder abzuhaken.

Harper, die Protagonistin, führt ein etwas anderes Leben als die anderen Leute in ihrem Alter. Sie kümmert sich neben dem Studium gemeinsam mit ihrer Mutter um ihren autistischen Bruder und alles dreht sich nur darum, dass seine kleine perfekte Welt aufrecht erhalten wird. Harper schenkt ihren eigenen Bedürfnissen keine Beachtung, steckt immer zurück und gibt alles, was sie zu geben hat, ihrem Bruder. Es ist deutlich zu sehen, dass sie mit dieser Situation nicht glücklich ist und trotzdem fügt sie sich einfach. Ich muss hierbei sagen, dass ich sie zum Teil dafür bewundert habe, dass sie so selbstlos ist, jedoch übertreibt sie damit meiner Meinung nach an manchen Stellen auch. Familie und Zusammenhalt ist wichtig, aber ebenso wichtig ist es, dass sie Raum und Zeit dafür hat, ihr eigenes Leben zu leben, Erfahrungen zu sammeln und vor allem glücklich und frei zu sein. Oftmals hatte ich hier das Gefühl, dass sie sich selbst ein wenig widerspricht und sehr sprunghaft ist. Im einen Moment trifft sie eine Entscheidung und kurz darauf bereut sie diese wieder, wobei aber dann das, was sie von sich gibt, nicht zu ihren Gedanken und Gefühlen passt. Sie hat manchmal einen sehr naiven Eindruck auf mich gemacht und mit ihrer Unschlüssigkeit und ihrem ambivalenten Verhalten hatte ich so meine Schwierigkeiten.

Ashton ging mir leider die meiste Zeit über gewaltig auf den Keks. Es wird immer wieder aus seiner Vergangenheit berichtet und gezeigt, was auf ihm lastet und was ihn bedrückt und ich muss sagen, dass mir dieser Teil auch sehr gefallen hat, weil er mit deutlich mehr Tiefgang und Gefühl zusammenhängt als der Rest des Buches. Jedoch wird sein oftmals impulsives und vor allem unreifes Verhalten mit eben genau dieser Vergangenheit gerechtfertigt. Und auch, wenn ich dies zum Teil nachvollziehen konnte, ist es für mich noch lange keine Erklärung dafür, warum er sich andauernd so merkwürdig benehmen muss, wie er es tut. Ashton ist für mich einfach kein authentischer Charakter und leider auch überhaupt nicht greifbar. Bei ihm wusste ich nie, wo genau ich gerade dran bin und oftmals fand ich seine Reaktionen auf bestimmte Dinge wirklich maßlos übertrieben. Ich muss zugeben, dass es auch einige schöne Momente gab, in denen er mir auch sympathisch war, jedoch waren diese Momente eher selten.

Auch mit der Liebesgeschichte hatte ich leider von Anfang an schon meine Probleme. Ich komme absolut nicht damit klar, wenn diese überstürzt beginnen, aber genauso ist es hier. Die erste Begegnung der beiden ist recht lau, aber trotzdem scheint sie in den Augen beider etwas zu sein, das sie nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Es ist von einer Verbindung die Rede, die sie beide gespürt haben sollen, die für mich als Leserin aber absolut nicht nachzuvollziehen und auch nicht erkennbar war. Und auch alles, was danach kam, konnte mich nicht wirklich überzeugen. Zwischen Harper und Ashton herrscht lange Zeit ein ständiges Hin- und Her, denn während die eine nicht ganz ehrlich ist und sich ihr Verhalten durch diese Unehrlichkeit ganz oft nicht erklären lässt, weiß der andere glaube ich selbst nicht so recht, was er will, ist super empfindlich und reagiert oftmals einfach über. Was mir hier am meisten gefehlt hat, war zu einem das wirkliche Kennenlernen der beiden und zum anderen die Gefühle. Denn diese sind meiner Meinung nach einfach nicht vorhanden und jedes Mal, wenn von ihnen die Rede war, habe ich mich nur gefragt, woher das jetzt auf einmal kommt. Es gibt einige schöne Momente zwischen ihnen, ebenso wie scheinbar tiefgründige Momente, in denen aber leider überhaupt nichts bei mir ankam. Entweder, weil sie einfach nicht zu dem gepasst haben, was zuvor passiert ist oder weil sie erzwungen gewirkt haben. Ich finde das selber wirklich unglaublich schade, aber für mich kam hier nicht der Eindruck einer flüssigen Liebesgeschichte auf, sondern von einer Aneinanderreihung von typischen Szenen in Liebesgeschichten, deren Übergänge sehr holprig waren.

Was mir dafür wiederum sehr gut gefallen hat, war die Thematik mit dem Autismus von Harper's Bruder. Man hat hierbei gemerkt, dass die Autorin sich entweder sehr gut damit auskennt oder sich zumindest gründlich mit dem Thema beschäftigt hat, weil hiermit nicht nur sehr gut umgegangen worden ist, sondern es vor allem super authentisch rübergebracht wurde. Meiner Meinung nach dreht sich der Großteil der Geschichte zwar um dieses Thema, jedoch finde ich das, wenn man bedenkt, dass mir die Liebesgeschichte nicht wirklich zugesagt hat, überhaupt nicht schlimm. Denn so hat es das Buch mich doch noch zum Teil überzeugen können.

Eine weitere Sache, die ich zudem noch wirklich gut in diesem Buch fand, waren die Freundschaften hier. Besonders die Freundschaft zwischen Ashton und Becca, der Zusammenhalt und die freundschaftliche Liebe zwischen ihnen, haben mir super gut gefallen. Bei diesen beiden Charakteren war auch die Verbindung deutlich zu spüren, die ich bei Harper und Ashton so vermisst habe. Schade natürlich, dass ich diese bei der Liebesgeschichte nicht fühlen oder sehen konnte, aber besser an einer anderen Stelle als überhaupt nicht, oder?

Als Gesamtes betrachtet hat mir das Buch zwar schon gefallen, konnte aber meine Erwartungen nicht erfüllen und mich auch nicht vollends überzeugen. Mir haben die Hintergrundgeschichten beider Protagonisten und deren Einbringung in das Buch sehr gut gefallen, ebenso wie der Umgang mit der hier behandelten Thematik des Autismus. Dafür konnte ich aber zu den Charakteren leider nur schlecht bis gar keine Beziehung aufbauen und berühren konnte mich die Geschichte auch nicht. In meinen Augen ist das Buch schön für zwischendurch, aber nichts, das man lesen sollte, wenn man auf der Suche nach einer Geschichte ist, die einen emotional mitreißen soll oder von der man gefesselt werden möchte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere