Cover-Bild Meine Familie, die AfD und ich
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Themenbereich: Gesellschaft und Sozialwissenschaften - Politik und Staat
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 192
  • Ersterscheinung: 10.09.2025
  • ISBN: 9783442320035
Leonie Plaar

Meine Familie, die AfD und ich

Wie Rechtsextremismus uns entzweit – und wie wir dagegenhalten - Von der Historikerin und Aktivistin Frau Löwenherz - SPIEGEL-Bestseller, Booktok-Bestseller
Wenn die Familie nicht mehr miteinander redet – eine Geschichte der Entfremdung

Leonie ist queer, politische Aktivistin, Historikerin – und Tochter eines AfD-Mitglieds. Tatsächlich wählen fast alle ihrer nahen Verwandten die Alternative für Deutschland. Bis sie die Reißleine zog und den Kontakt abbrach, hat sie deren Radikalisierungsprozess also hautnah miterlebt. Sie hatte einen Platz in der ersten Reihe bei Gesprächen zwischen AfDler*innen, die dachten, sie wären unter sich. Über Jahre hinweg hat sie zugehört, analysiert, mitdiskutiert. Vor allem aber musste sie erleben, wie es sich anfühlt, wenn der eigene Vater Teil einer Bewegung wird, die sich gegen alle Werte richtet, die Leonie verkörpert.

Angesichts der Diskussionen über die aktuellen politischen Entwicklungen, über das Erstarken rechtskonservativer Ideologien vergessen wir manchmal, dass diese eben nicht nur auf wissenschaftlicher oder öffentlicher Ebene stattfinden: Die politischen Gräben ziehen sich auch durch Familien. Zu jedem Punkt im Wahlprogramm, zu jedem Verschwörungsmythos und populistischen Wahlplakat gibt es persönliche Geschichten, die sich überall in Deutschland abspielen. An Küchentischen, auf Familienfeiern, beim Grillen oder an Weihnachten.

Leonie erzählt ihre eigene Geschichte hinter den Partei-Narrativen. Sie macht die Radikalisierung der letzten Jahre entlang ihrer persönlichen Familiengeschichte nachvollziehbar und legt die private Seite hinter der Radikalisierung der AfD und ihrer Mitglieder offen. Denn nichts ist so persönlich wie Politik.

Eine gesellschaftliche und politische Analyse und gleichzeitig die berührende Erzählung eines familiären Bruchs.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.09.2025

Wer spannende Einblicke in den Umgang mit verschiedenen Ansichten sucht, ist hier leider fehl am Platz

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Ich habe das Buch gekauft, mit der Absicht die Spannungen zwischen einer politisch links eingestellten, queeren Person und deren rechts eingestellter Familie zu erfahren.

Leider scheint mir das Buch ...

Ich habe das Buch gekauft, mit der Absicht die Spannungen zwischen einer politisch links eingestellten, queeren Person und deren rechts eingestellter Familie zu erfahren.

Leider scheint mir das Buch eher eine persönliche Abrechnung der Autorin mit ihrer Familie und deren mangelndem Verständnis gegenüber den politischen Einstellungen und persönlichen Ansichten der Autorin zu sein.

Ich hatte gehofft, dass sie Situationen und Dynamiken aus ihrer Familie nacherzählt. Damit beginnt die Autorin auch häufig, schweift dann aber meist in persönliche Frustration ab.

Sie berichtet von mangelndem Verständnis, beschreibt aber eher sehr ausschweifend ihre eigene Gefühlslage zur Gesamtentwicklung, ohne einen weiteren Eindruck in die jeweiligen Situationen zu geben.

Schade. Ich hatte mir das Buch zum besseren Verständnis ihrer Sichtweise und Erlebnisse gekauft. Nun gehe ich mit dem Gefühl heraus, dass sie leider genauso wenig Verständnis und Bereitschaft für die Belange ihrer Familie zeigt wie umgekehrt.

Aus meiner Sicht nutzt sie das Buch eher, um ihre Ansichten, die in ihrer Familie kein Gehör finden, endlich ausformulieren zu können - häufig jedoch mit ähnlich mantraartig wiedergegebenen Formulierungen ihrer eigenen Ansichten, die sie doch eigentlich ihrer Familie vorwirft - mit dem ständigen Zusatz "ich habe ja auch recht."

Dies fördert aus meiner Sicht kein weiteres Verständnis, denn selbst mir fiel es zunehmend schwer, ihren ausschweifenden Erklärungen zu folgen, obwohl ich mir das Buch genau dafür gekauft habe, diese besser nachzuvollziehen.

Erfreulich wäre gewesen, wenn sie die Bedürfnisse ihrer Familie erforscht, erklärt und nachgefühlt hätte und dann im Buch einen Vorschlag gebracht, wie man darauf eingehen könnte - auch wenn ihre Familie noch nicht darauf angesprungen ist.

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