Cover-Bild Die Schlinge
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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: DuMont Buchverlag
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 350
  • Ersterscheinung: 13.10.2020
  • ISBN: 9783832165208
Lilja Sigurðardóttir

Die Schlinge

Ein Reykjavík-Krimi
Tina Flecken (Übersetzer)

Die junge Mutter Sonja glaubt, dass sie endlich dem Netz entkommen ist, in das sie von skrupellosen Drogenbaronen gelockt wurde. Im fernen Florida ist sie mit ihrem kleinen Sohn Tómas untergetaucht. Doch das Glück währt nur kurz: In einem unachtsamen Moment verschwindet Tómas. Sonja ist sich sicher, dass ihr Ex-Mann dahintersteckt, und macht sich verzweifelt auf den Weg nach Reykjavík, zurück in die Welt der Kriminalität. Sie schwört sich: Diesmal wird sie nicht nur alles tun, um ihren Sohn zurückzubekommen, sondern sich auch an denen rächen, die ihr das Leben zur Hölle machen. Diesmal ist sie zu allem bereit.
Auf die Unterstützung ihrer Freundin Agla, die selbst in kriminelle Machenschaften verstrickt ist, wagt sie nicht zu hoffen. Doch auch Bragi, ihr unerwarteter Komplize vom Flughafenzoll, ist hochnervös und beginnt, daran zu zweifeln, ob seine Allianz mit Sonja eine gute Idee war. Die Nerven liegen blank, und es scheint unmöglich, dass das Trio diesmal ungestraft davonkommt …

Lilja Sigurðardóttir legt mit ›Die Schlinge‹ nach ›Das Netz‹ den zweiten Teil ihrer von Presse wie Publikum gefeierten Spannungstrilogie aus Island vor.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.11.2020

Ein neues Netz, in dem die Drogenkurierin Sonja sich verfängt ...

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Das geschah im ersten Band:
Sonja hatte geglaubt, mit ihrer Arbeit als Drogenkurier die Anwaltskosten für den Sorgerechtsstreit um ihren Sohn Tómas zu finanzieren und ihn so vom Vater freikaufen zu können. ...

Das geschah im ersten Band:
Sonja hatte geglaubt, mit ihrer Arbeit als Drogenkurier die Anwaltskosten für den Sorgerechtsstreit um ihren Sohn Tómas zu finanzieren und ihn so vom Vater freikaufen zu können. Doch dann fand sie sich in einem instabilen „Netz“ (so heißt der erste Band der Trilogie) aus gegenseitigen Abhängigkeiten wieder, das sofort zu reißen drohte, sowie sie sich bewegte. Mit Sonja verknüpft sind in diesem Netz nicht nur ihr Mann Adam, der sie mit dem gemeinsamen Sohn als Geisel erpresst, hinzu kommen der Zollbeamte Bragi, der kurz vor seiner Pensionierung noch einmal zu Hochform aufzulaufen scheint, und Sonjas Liebhaberin Agla, gegen die inzwischen wegen ihrer Rolle im isländischen Börsen-Skandal ermittelt wurde.

Inhalt
Die Isländerin Sonja ist mit ihrem Sohn Tómas auf einem Campingplatz in Florida untergetaucht. Sie floh im Streit um das Sorgerecht für Tómas vor ihrem Mann, ahnungslos, wie weit der Arm des Drogen-Kartells reicht, für das sie regelmäßig Kokain nach Reykjavik geschmuggelt hatte. Als Sonja in ihrer Heimatstadt ohne Tómas, ohne Gepäck und in kurzen Hosen an der Tür ihrer Ex-Geliebten Agla läutet, scheint sie völlig am Ende zu sein. Bei der Rückkehr von einer ihrer "Geschäftsreisen" nach Island war damals der erfahrene Zollbeamte Bragi auf Sonja aufmerksam geworden. Gemeinsam hatten sie ein Geschäftsmodell entwickelt, das Bragi finanziell in die Lage versetzte, seine demenzkranke Frau Valdís aus dem Pflegeheim zu holen und für sie eine Pflegerin einzustellen. Wenn Sonja von ihrem Auftraggeber nun wieder auf ihren alten Platz als menschliches Maultier gezwungen wird, könnte ihr Absturz auch Bragi mitreißen. Bragis und Sonjas Kooperation ist genauestens austariert, so dass der alte Zollbeamte kurzfristig aus dem Konzept gerät, als er eine Schmuggelroute verfolgen soll, die aus der isländischen Hauptstadt hinausführt.

Zwischen Sonja und der Frau ihres obersten Bosses einerseits, sowie der Bankerin Agla und der Ermittlerin María, die bereits nach dem Banken-Crash gegen Agla ermittelt hat, andererseits zeigen sich neue Netze, die an den Titel des ersten Bandes denken lassen. Die Frauen mit ihrer selten fiesen Art, anderen ins Kreuz zu treten, schenken sich gegenseitig nichts, wirklich nichts. Keine von ihnen möchte ich als Verfolgerin an den Hacken kleben haben. Bragi hingegen tut das, für das seine jüngeren Kollegen ihn wie einen Wunderheiler verehren – er erkennt als einziger ein Muster hinter den Ereignissen, mit dem niemand gerechnet hat. Ein Netz, Schlingen, Gitterstangen … in den Lackelementen der Cover-Illustrationen setzt sich jeweils ein Motto eines der drei Bände fort.

Fazit
Die Ereignisse spielen 2011, zum Ende der isländischen Bankenkrise. Mit extrem kurzen Kapiteln, die meist nur 1 bis 2 Seiten umfassen, und schnellen Perspektivwechseln treibt Lilja Sigurðardóttir im zweiten Band ihrer Trilogie die Handlung voran. Es ist zu verführerisch, nur noch ein paar Seiten zu lesen und noch ein paar … Kurz und prägnant charakterisiert Sigurðardóttir ihre Figuren und vermittelt eine Ahnung davon, was jede von ihnen antreibt.

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Veröffentlicht am 26.10.2020

Wieder gefangen

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Sonja glaubt dem Netz aus Drogenbaronen entkommen zu sein und sich jetzt mit ihrem Sojn Tómas ein neues Leben in den USA aufbauen zu können. Doch falsch gedacht... In einem Augenblick der Unachtsamkeit ...

Sonja glaubt dem Netz aus Drogenbaronen entkommen zu sein und sich jetzt mit ihrem Sojn Tómas ein neues Leben in den USA aufbauen zu können. Doch falsch gedacht... In einem Augenblick der Unachtsamkeit verschwindet Tómas. Ihr Ex-Mann scheint dahinterzustecken und so macht sich Sonja auf den Weg zurück nach Island in die Welt der Kriminalität. Schafft sie es sich wieder daraus zubefreien und ihren Sohn zurückzubekommen? Ihr verbündeter Zollbeamter Bragi ist höchst nervös und beginnt daran zu zweifeln ob die Zusammenarbeit wirklich eine gute Idee war. Auch Agla scheint eher weniger eine Hilfe zu sein, denn sie ist selbst in kriminelle Machenschaften verstrickt...

"Die Schlinge" ist der zweite Teil der Island-Trilogie. Auch wenn in diesem Teil gefühlt nur das Gleiche passiert wie in Band eins, ist es dennoch empfehlenswert mit Band eins ("Das Netz") zu starten, wenn man die komplette Trilogie verstehen möchte.

Thema der Handlung war auch hier wieder Drogenschmuggel und Bankencrash. Da hätte ich mir ein bisschen was Neues zwischen gewünscht.

Spannungstechnisch war anfangs recht Flaute. Vieles hat sich inhaltlich aus dem ersten Teil wiederholt, wenn auch nur in ein wenig abgeänderter Form. Erst zum Ende hin kamen unerwartete Wendungen und die Spannung hat sich aufgebaut. Aber langweilig wurde es mir eigentlich nicht.

Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven der einzelnen Hauptcharakteren Sonja, Bragi und Agla erzählt. Der ständige Wechsel zwischen diesen Perspektiven hat mir sehr gut gefallen. Wenn eine Perspektive zu Ende ging, endete sie meist mit einem Cliffhänger, sodass ich weitergelesen habe, weil ich wissen wollte wie es mit dem Charakter weitergeht.

Durch die sehr kurzen Kapitel ist man quasi durch das Buch geflogen.
Der Schreibstil war angenehm und flüssig zu lesen.

Was mir vielleicht ein bisschen gefehlt hat, war ein kleiner Rückblick zu Band eins. Das hätte mir den Einstieg ein wenig erleichtert.

Mein Fazit:
Ich fand das Buch jetzt nicht wirklich überragend, daher von mir 3,5 Sterne und ich hoffe auf einen packenden Abschluss in Band drei.

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