Cover-Bild Exit this City
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14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER E-Books
  • Themenbereich: Belletristik - SciFi: Nahe Zukunft
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Science Fiction
  • Ersterscheinung: 24.02.2021
  • ISBN: 9783104911861
Lisa-Marie Reuter

Exit this City

Climate Fiction aus Deutschland: »Exit This City« ist ein Science-Fiction-Thriller über die Zukunft der Ernährung.
Deutschland im Jahr 2158: Auf den Reisplantagen des verarmten Agrarlands braut sich eine Rebellion zusammen. Genmanipulierte Bienen sollen die Felderträge steigern, doch ihr Stich ist tödlich. Tausende Menschen wurden mit dem Gift infiziert, alle starben – bis auf die charismatische Veeru, die seitdem wie eine Göttin verehrt wird. Die Plantagenarbeiter folgen ihr auf einem Feldzug gegen die Landbesitzer. Ihr Ziel ist die Europazentrale des skrupellosen Konzerns FinalFood Inc. Doch Veerus wahre Absichten bleiben dunkel, und vieles deutet darauf hin, dass sie insgeheim ihre eigenen Pläne verfolgt.
Am anderen Ende der Welt irrt Marti ohne Erinnerung durch Delhi. Er ist allein und er wird verfolgt. Als ein radioaktiv verseuchter Staubsturm Kurs auf die Millionenmetroploe hält, gibt es für die Bevölkerung nur noch eines: Raus aus der Stadt! Doch Marti kann erst fliehen, wenn er weiß, warum es die unbekannten Feinde auf ihn abgesehen haben. Seine Suche nach der Wahrheit führt ihn mitten hinein in die Machenschaften eines Konzerns, der in Deutschland ein skrupelloses Spiel um Macht und Einfluss spielt.
Für Science-Fiction-Fans und Leser*innen von Zoë Beck, Andreas Eschbach, Tom Hillenbrandt, Theresa Hannig und Andreas Brandhorst.

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Veröffentlicht am 04.05.2021

Fesselnd, packend, außergewöhnlich – Climate Fiction zwischen Deutschland und Indien

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Klimawandel, Killerbienen und eine Geschichte voll Spannung und Fantasie, welche die Kilometer zwischen Indien und Deutschland klein werden lässt – und uns zugleich die Auswirkungen der Globalisierung ...

Klimawandel, Killerbienen und eine Geschichte voll Spannung und Fantasie, welche die Kilometer zwischen Indien und Deutschland klein werden lässt – und uns zugleich die Auswirkungen der Globalisierung groß und bildgewaltig vor Augen führt.
Deutschland versinkt im Schlamm und hat seine Vormachtstellung in der Welt schon lange verloren. Die Menschen werden als Lehnarbeiter auf den Feldern ausgebeutet, sind verarmt, haben ihre Kultur und Traditionen abgelegt. Der Kampf ums tägliche Leben und Überleben überlagert alles. Und dann Indien: hochtechnologisiert, gereift von den Früchten und Erträgen Deutschlands und mit Delhi als urbanem Zentrum und Pulsgeber des internationalen Warenstroms. Vieles hat sich im Vergleich zu heute verändert, wirkt wie auf den Kopf gestellt und zeigt uns doch zugleich, die menschlichen Nöte und Bedürfnisse sind die gleichen geblieben – nur die Verteilung von Macht und Einfluss ist veränderbar.
Mit Veeru hat die Not und Verzweiflung in Deutschland ein Gesicht erhalten – und zwar das Gesicht einer indischen Göttin, asketisch, aschfahl, unnahbar. Ihrer Mission, die Menschen aus der Ausbeutung und Unterdrückung zu führen, hat sie alles untergeordnet, auch ihr eigenes Leben, ein mögliches Glück. Marti, auf der anderen Seite der Welt, in Indien, versucht derweil seinen eigenen Weg zu finden, zurück zu seinem fernen Planeten oder doch erstmal in sein Gedächtnis, seine Erinnerungen, die ihm verschlossen bleiben. Ein sprechender Hund ist ihm dabei Gefährte, Wegbegleiter und auch Lotse durch den gigantischen Großstadtdschungel.
Dieses Setting ist so wunderbar abgedreht, rasant, so reich an Ideen, Einfallstum und mit einer Energie, welche die Leserin und den Leser tief in die Geschichte hineinzieht – und mit der Geschwindigkeit eines Autocopters über die Seite fliegen lässt. Das macht großen Spaß und für mich persönlich auch schon mal die Nacht zum Tag. Und nicht nur das: Es macht mich auch neugierig auf Indien, seine Geschichte, Kultur, seine Menschen. Und vor allem macht es mich neugierig auf alles, was die Autorin sicherlich auch zukünftig für uns bereithalten wird – in Indien, Deutschland oder einer Welt voll Fantasie und Abenteuer.

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Veröffentlicht am 24.02.2021

Rebellion und Selbstfindung – düster, spannend, mit Informationsdefizit und Logikschwächen

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Dies ist ein abgeschlossener dystopischer Nahe-Zukunft-Thriller inklusive Rebellion. Thematisiert werden Änderungen am Klima und am Essverhalten, ein mächtiger Lebensmittelkonzern, genmanipulierte Bienen ...

Dies ist ein abgeschlossener dystopischer Nahe-Zukunft-Thriller inklusive Rebellion. Thematisiert werden Änderungen am Klima und am Essverhalten, ein mächtiger Lebensmittelkonzern, genmanipulierte Bienen und der Einfluss von Technik (z. B. Drohnen), Künstlicher Intelligenz und sozialen Medien.
Der Einstieg weckte bei mir positive Assoziationen zu Tribute von Panem (Suzanne Collins), c23 (Ralph Edenhofer), Die Optimierer (Theresa Hannig) und Hologrammatica (Tom Hillenbrand).
Es gibt zwei kapitelweise wechselnde Erzählperspektiven: Die fünfzehnjährige Waise Paksha im Main-Gebiet und der geheimnisvolle Kurierfahrer Marti in Delhi.

Stärken: Vielversprechender Einstieg. Interessante Themen und viele futuristische Eindrücke. Rätsel sowie Figuren mit mysteriösem Hintergrund animieren zum Nachdenken und Spekulieren. Reizvolle Verortung in Deutschland und Indien im Jahr 2158. Auflockernder Humor (z. B. Hund). Flüssig lesbar. Gelungenes Zusammenführen der Handlungsstränge. Unterhaltsam und spannend. Schnell gelesen, weil ich wissen wollte, wie sich alles entwickelt, zusammenfügt und auflöst.

Schwächen: Zu wenig reflektiert, zu einseitig, zu wenig Hintergrundinformation zum Weltenbau, zu Abläufen und zu Figuren. Irgendwie fühlte ich mich ständig gedrängt, welche Meinung ich einnehmen soll. Beispiele:
- Es bleibt unverständlich, was an den Galionsfiguren der Rebellion so toll sein soll. (Ruhm entspringt leider Ereignissen von vor dem Buchstart.) Zuneigung ist einfach da. Es irritiert, dass Anhänger ihr Leben riskieren auf Basis unbestimmter Phrasen. Alltägliche Missstände sind lückenhaft (intensiv und unaufdringlich dargestellt z. B. in Die Geschichte der Bienen (Maja Lunde)).
- Versorgungslage, Druckmittel (z. B. Waffen, Auswirkungen des Streiks) und Ziele der an die Spartakusbewegung erinnernden Rebellion bleiben lange offen. Klärungen erfolgen nur teilweise.
- Influencer, soziale Medien und Kommunikationstechnik sind toll und unmanipulierbar.
- Künstliche Intelligenz im Jahr 2158 (!) agiert dumm, z. B. limitierte Aufmerksamkeitsspanne.
- Man kann nur vermuten, wie eingesetzte Technik funktioniert bzw. was sie bewirkt. Ständig werden Displays bedient. Erläuterungen im Text oder ein Glossar hätten geholfen.
- Die Identifikation der Nebenfiguren fällt schwer. Ein Personenverzeichnis wäre hilfreich.

Die Autorin ist offensichtlich Indien-Fan, erzeugt mystischen Flair und propagiert selbstbewusste Frauen.

Der Weltenbau fasziniert anfangs, kratzt dann aber zu sehr an der Oberfläche, um Kenner des Genres zu begeistern. Es war mir zu viel Heroismus, Influencer-Lobhudelei und “Klimakirche“. Dabei missfällt, dass die „Guten“ schlechte Vorbilder sind. Um Denkanstöße zu generieren, wäre es wertvoll gewesen, ein gelungenes Beispiel für futuristischen Städtebau, Industrie und Zusammenleben gegenüberzustellen.

Fazit: Moderne, coole Handlung mit Rätseln und individuellen Hauptfiguren in einem reizvollen Umfeld, bei dem einiges zu oberflächlich bleibt oder gewollt wirkt. Weil ich trotz stilistischer und inhaltlicher Kritik doch viel Freude beim Lesen hatte, vergebe ich knappe vier Sterne.

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Veröffentlicht am 24.02.2021

Spannung ohne Ende

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Deutschland und Delhi im Jahre 2158.
Genmanipulierte Bienen treiben ihr Unwesen in Europa. Ihr Stich ist Tödlich und alle starben, außer Veeru. Seit dem wird sie wie eine Göttin verehrt. Paksha wird von ...

Deutschland und Delhi im Jahre 2158.
Genmanipulierte Bienen treiben ihr Unwesen in Europa. Ihr Stich ist Tödlich und alle starben, außer Veeru. Seit dem wird sie wie eine Göttin verehrt. Paksha wird von Veeru gerettet und folgt ihr unabdingbar.
Am anderen Ende der Welt irrt Marti ohne Erinnerung durch Delhi.
Seine Suche nach der Wahrheit führt ihn mitten hinein in die Machenschaften eines Konzerns, der in Deutschland ein skrupelloses Spiel um Macht und Einfluss spielt.

Meinung
Das Cover mit der Biene vorne drauf ist sehr passend gestaltet und ich fand es direkt gut.
Ich finde dieses Buch ist eine interessante Dystophi. Es fühlt sich auch sehr real an, beim Lesen, da ich mir wirklich vorstellen, dass es in 130 Jahre wirklich so aussehen kann.  Der Schreibstil war am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, die vielen fremden Begriffe und man wird direkt in das Geschehene hinein katapultiert, daran muss man sich kurz gewöhnen, aber dann wird es von Kapitel zu Kapitel spannender.
Dieses Thema finde ich auch sehr wichtig, hier wurde weiter gedacht, was passiert wenn wir Nahrungsknappheit haben, die vielen Naturkatastrophen und und und.
Die Protagonisten waren sehr gut beschrieben, Paksha ist eine Sympathie Trägerin und nicht ohne Grund, ein Gesicht der Rebellion. Ich fand sie unglaublich mutig und schon sehr reif für ihr Alter. Marti hat von mir regelmäßig, während dem Lesen, mein Mitgefühl bekommen. Nicht zu wissen wer man ist, finde ich persönlich sehr schrecklich. Veeru war mir dagegen regelmäßig suspekt. Sie hat in mit widersprüchliche Gefühle geweckt. So richtig habe ich ihr nicht über den Weg getraut.
Am Schluss wartet ein großes Finale auf den Leser und ein sehr guter Abschluss.

Fazit
Ein gelungenes Buch, dass sehr nah an der Realität ist, mehr wie man es gerne hätte.
Ich kann das Buch nur empfehlen. Dieses Buch bleibt noch ein bisschen in meinen Gedanken und regt sehr zum Nachdenken an.

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Veröffentlicht am 24.02.2021

Düstere komplexe Zukunftsvision

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“Exit this City” entführt seine Leser in eine düstere Zukunftsvision, in der Lebensmittel knapp sind und für die Effizienzsteigerung Bienen genmanipuliert wurden. Leider sind daraufhin Killerbienen entstanden, ...

“Exit this City” entführt seine Leser in eine düstere Zukunftsvision, in der Lebensmittel knapp sind und für die Effizienzsteigerung Bienen genmanipuliert wurden. Leider sind daraufhin Killerbienen entstanden, deren Stich tödlich ist. Dazu ist die Welt mittlerweile von Korruption zerfressen. Das will sich Veeru nicht länger gefallen lassen und zettelt einen Aufstand gegen die Landbesitzer und einen großen Ernährungskonzern an. Da sie eine der wenigen das Bienengift überlebt hat, wird sie verehrt und findet schnell Mitstreiter. Gleichzeitig begleitet man Marti, der ohne Gedächtnis durch Delhi irrt, als ein radioaktiver Staubsturm die Stadt bedroht. Er kann vor ihm fliehen, doch von wem wird er dabei verfolgt?

Die Autorin hat eine ziemlich komplexe düstere Zukunft geschaffen, die brutal ist und erschreckend real erscheint, wenn man das aktuelle Weltgeschehen im Blick hat. Dabei bringt der Wechsel zwischen den beiden Handlungsorten Indien und Deutschland eine schöne neue Komponente in die Geschichte und verhilft ihr zu Dynamik. Der Einstieg in die Geschichte fällt allerdings etwas schwer, da die Autorin direkt einsteigt und mit vielen Begriffen hantiert, die man zunächst nicht gut versteht. Hier hätte ein Glossar geholfen. Dazu die komplexe Geschichte um Genmanipulationen, Korruption und Egoismus - Gesellschaftskritik gepaart mit Sci-fi-Elementen. Die Geschichte braucht also etwas, um in Fahrt zu kommen, das letzte Drittel des Buches lässt einen dann aber atemlos zurück, wenn sich alle Handlungsstränge verdichten. Dazu begegnet man vielen spannenden Charakteren, die neben Gewalt, Angst und Unterdrückung trotzdem ihre Menschlichkeit nicht verloren haben. Eine Geschichte, auf die man sich einlassen muss, die einen aber gegen Ende so richtig packen und begeistern kann.

Eine interessante komplexe Welt, die erschreckend real eine Zukunftsvision aufzeigt und dabei mit Gesellschaftskritik nicht spart. Spannende vielseitige Charaktere helfen über so manche Länge hinweg. Nicht nur für Fans des Genres werden hier schöne Denkansätze für ein Zusammenleben in Zukunft aufgezeigt.

Veröffentlicht am 23.02.2021

Spielt halb in Deutschland und halb in Indien

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Veeru führt einen Aufstand der Arbeiter in Europa an. Nachdem Killerbienen freigelassen wurden, die gut bestäuben, aber tödliche Stiche haben, findet sie schnell Follower.
Marti irrt durch Delhi. Sein ...

Veeru führt einen Aufstand der Arbeiter in Europa an. Nachdem Killerbienen freigelassen wurden, die gut bestäuben, aber tödliche Stiche haben, findet sie schnell Follower.
Marti irrt durch Delhi. Sein Gedächtnis hat er verloren und zur Hilfe hat er nur seine Arbeitgeberin Izmat.

Das erste Drittel des Buchs fand ich sehr interessant. Allerdings hätte ich mir mehr Erklärung für manche Dinge gewünscht. Was sind B- Waves, Egostreams und so weiter? Da ich selten dieses Genre lese, konnte ich mit vielen Begriffen bis zum Ende nichts anfangen.

Das zweite Drittel war eher langweilig und konnte mich nicht begeistern. Da habe ich das Buch auch einige Male gerne aus der Hand gelegt.

Das letzte Drittel war dann sehr spannend. Aber auch hier hätte ich mir mehr Beschreibungen gewünscht. Zum Beispiel bei den Kampfszenen fehlen die Bilder. Irgendwie kann man als Leser nicht richtig folgen. So etwas habe ich schon besser geschrieben gelesen.

Ich liebe, dass ein Teil in Würzburg spielt. Auch die Handlung in Deutschland hat mich begeistert. Bei den Teilen in Delhi merkt man, dass die Autorin sich damit auskennt.

Fazit: Eine interessante Idee mit spannendem Ende. Ich finde toll, dass die Handlung in Deutschland spielt und wie sich alles langsam auflöst.