Cover-Bild Nicht tot zu sein, ist noch kein Leben
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Unken-Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 30.05.2025
  • ISBN: 9783949286131
Lou Bihl

Nicht tot zu sein, ist noch kein Leben

.

Dieser Roman erzählt von der Freundschaft zweier ungleicher Frauen bis zum letzten Atemzug, von selbstbestimmtem Sterben und der Kraft der Liebe.

Seit dem Studium sind sie das „doppelte Lenchen“ und beste Freundinnen: Helena wird Ärztin und Palliativmedizinerin, Marlene Wissenschaftsjournalistin. Nach einer gescheiterten Ehe verliebt sich Marlene in den attraktiven Lektor Julian, dessen Charme auch Helena beinahe erliegt. Für Helena werden selbstbestimmtes Sterben und assistierter Suizid unverhofft zum persönlichen Thema, als Marlene auch ihre Patientin wird. Sie leidet unter einer besonders bösartigen Form von Brustkrebs, kurz nach der Erstbehandlung schwindet die Hoffnung auf Heilung. Die lebenslustige Marlene ist entschlossen, ihr Dasein und die Liebe bis zur Neige auszukosten. Doch sie bittet Helena, ihr als letzten Freundschaftsdienst einen assistierten Suizid zu Hause zu ermöglichen, falls der Krebs ihre Lebensqualität in unerträglichem Maße mindern sollte. Sie hatte dies schmerzlich bei ihrer Zwillingsschwester erlebt, die wegen einer unheilbaren Nervenerkrankung Sterbehilfe in der Schweiz suchte, da eine Suizid-Assistenz in Deutschland nach § 217 StGB strafbar ist. Diese Rechtslage stellt auch Helena vor ein Dilemma. Doch dann setzt das Bundesverfassungsgericht den Paragrafen außer Kraft...

In ihrem ersten Leben als Ärztin und Klinikchefin behandelte Lou Bihl viele Krebspatienten, oft über lange Zeiträume hinweg. Sie kennt die Komplexität der menschlichen Psyche und die Entscheidungen, die unheilbar erkrante Patienten und ihre behandelnden Ärzte treffen müssen oder wollen – jede:r auf einzigartige Weise. "Nicht tot zu sein, ist noch kein Leben" ist Lou Bihls vierter Roman.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.01.2026

Über das Sterben

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Keine leichte Kost, aber eine, die uns alle angeht und früher oder später betrifft: unser Lebensende und wie wir es gestalten. Neben der emotionalen Komponente, gibt die Autorin auch viele sachliche Informationen, ...

Keine leichte Kost, aber eine, die uns alle angeht und früher oder später betrifft: unser Lebensende und wie wir es gestalten. Neben der emotionalen Komponente, gibt die Autorin auch viele sachliche Informationen, zB zur Gesetzgebung zum assistierten Suizid in Deutschland oder auch medizinische Einblicke in Krebserkrankungen.
Ein Thema, bei dem es nicht die eine richtige Antwort gibt, aber bei dem es sich lohnt für sich selber eine Antwort zu finden. Und die Einsicht, dass man Gefühle nicht planen oder vorhersehen kann.

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Selbstbestimmtes Sterben. Pro - Contra

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Selbstbestimmtes Sterben. Pro - Contra!

Als ich den Klappentext gelesen habe, war sofort mein Interesse geweckt.

Es geht um Krebs, die Geißel der Menschheit. In diesem Roman lernen wir zwei beste Freundinnen ...

Selbstbestimmtes Sterben. Pro - Contra!

Als ich den Klappentext gelesen habe, war sofort mein Interesse geweckt.

Es geht um Krebs, die Geißel der Menschheit. In diesem Roman lernen wir zwei beste Freundinnen kennen, die sehr verschieden sind. Helena wird Ärztin und Palliativmedizinerin. Marlene findet berufliche Erfüllung als Wissenschaftsjournalistin. Der Versuch, nach dem Tod ihrer Eltern deren Apotheke weiterzuführen, ist gescheitert.

Während Helene ziemlich schnell den Mann fürs Leben findet und ein Kind bekommt, klappt es bei Marlene mit der Ehe erst beim zweiten Anlauf. Sie findet bei dem Lektor Julian ihre große Liebe.

Das Buch kommt anfangs wie ein schöner Roman über zwei Freundinnen daher, die sich nicht immer einig sind, aber dennoch nie den Kontakt zueinander verlieren.

Als Marlene an einer sehr aggressiven Form von Brustkrebs erkrankt, bittet sie Helene ihr zu helfen, wenn die Krankheit ihr keinerlei Lebensqualität mehr lässt. Helene muss erkennen, dass ihrer Hilfsbereitschaft Grenzen gesetzt sind.

Die Thematik ist nicht neu und wird vielerorts diskutiert. Ob im Bekanntenkreis, Altenheimen oder Krankenhäuser; immer wieder bitten unheilbar erkrankte Menschen um assistierten Suizid. Man spürt bei jedem Wort, Lou Bihl weiß, wovon sie schreibt. Die ehemalige Klinikchefin und Ärztin hat bei dieser Geschichte den richtigen Ton getroffen.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Ich wünsche mir auch mehr Würde beim Sterben. Wie im Buch erwähnt, sollte kein unheilbar erkrankter Mensch, mit sehr starken Beschwerden gezwungen sein, sein Leben selbst zu beenden, indem er sich vor einen Zug schmeißt und einen Lokführer traumatisiert zurücklässt. Wir hatten tatsächlich einen traumatisierten Lokführer in der Verwandtschaft. Die Diskussionen zum Thema assistierten Suizid fand ich sehr interessant.

Von mir eine klare Empfehlung. Dieses Buch sollte wirklich jeder gelesen haben. Es betrifft uns alle.

Danke, Lou Bihl für ihre wertvollen Worte.

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Veröffentlicht am 17.06.2025

Bis zur bitteren Neige

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Obwohl nichts so sicher im Leben ist wie der Tod, liegt es in der Natur des Menschen dieses sensible Thema nicht nur auszublenden, sondern es tunlichst komplett zu ignorieren. Dabei kann es jeden, jederzeit ...

Obwohl nichts so sicher im Leben ist wie der Tod, liegt es in der Natur des Menschen dieses sensible Thema nicht nur auszublenden, sondern es tunlichst komplett zu ignorieren. Dabei kann es jeden, jederzeit treffen! Eine ganz besondere Stellung nehmen dabei Krankheiten ein, die einen vollkommen unverhofft treffen und das Leben von jetzt auf gleich restlos auf den Kopf stellen.
In dem von Lou Bihl beispielhaft geschilderten Prozess, den ihre Protagonistin Marlene nach der Diagnose Brustkrebs durchlebt, gelingt es der Autorin den Leser durch einen höchst emotionalen Prozess zu führen, der das gesamte Umfeld der Todeskandidatin miteinbezieht. Dadurch entsteht ein überaus komplexes Szenario, dass durch die teilweise überraschenden Reaktionen der Protagonisten zusätzliche Dynamik erfährt.

FAZIT
Absolute Leseempfehlung – nicht nur für Betroffene und Angehörige.

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Veröffentlicht am 11.06.2025

Übertrifft die Erwartungen

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Sie kennen sich seit ihrer Jugend: Lena und Lene nehmen uns mit auf ihrer Lebensreise- und auch darüber hinaus.

Eines Tages vertraut sich Lene ihrer besten Freundin, die auch Ärztin ist, an und eine ...

Sie kennen sich seit ihrer Jugend: Lena und Lene nehmen uns mit auf ihrer Lebensreise- und auch darüber hinaus.

Eines Tages vertraut sich Lene ihrer besten Freundin, die auch Ärztin ist, an und eine neue Herausforderung kommt auf alle zu.

Lena ist eine sehr kluge Frau, die in diesem Buch auch ihre Schwächen hat. Aber das ist absolut menschlich und realistisch.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, sowohl inhaltlich, als auch von der Sprache her. Die Konversationen der beiden haben mir fast am besten gefallen. Die Methode mit den Emails, die einem nicht zuletzt mit dem Zeitverlauf eine Stütze bietet, war sehr klug bedacht.

Unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Ein Roman über das Sterben und von der Leichtigkeit des Lebens.

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Ich kenne bereits Romane der Autorin und war sehr gespannt auf dieses Buch. Das Cover finde ich wieder sehr ansprechend und harmonisch gestaltet, die Illustration ist sehr hübsch und der Titel ist gut ...

Ich kenne bereits Romane der Autorin und war sehr gespannt auf dieses Buch. Das Cover finde ich wieder sehr ansprechend und harmonisch gestaltet, die Illustration ist sehr hübsch und der Titel ist gut gewählt und hat mich neugierig gemacht.

In diesem Buch geht es um das Thema Tod. Marlene ist Anfang 50 als sie die schlimme Krebsdiagnose bekommen. Sie möchte ihre Zeit genießen, an der Seite ihrer großen Liebe Julian.

Helena und Marlene kennen sich von von früher, sie waren während des Studiums Mitbewohnerinnen und wurde beste Freundinnen, genannt haben sie sich selber "das Doppelte-Lenchen" Helena ist Ärztin für Palliativmedizin geworden und Marlene Wissenschaftsjournalistin. Als Marlene Julian heiratet, kann Helena ihre Gefühle für Julian nicht mehr zügeln und beide machen vor der Hochzeit miteinander rum. Das führt dazu, dass die Frauen lange keinen Kontakt mehr haben, dies ändert sich aber nach der Diagnose. Es beginnt ein Auf- und Ab. Es geht um Sterbehilfe und das Recht auf einen würdevollen Tod. Wie kann Helena es vereinbaren Ärztin und Freundin zu sein? Und wie wird sie mit Julian umgehen?

Das Buch hat mich sehr bewegt. Der Schreibstil war angenehm zu lesen. Die Charaktere hatten Ecken und Kanten. Die angesprochenen Themen wurde detailliert und verständlich umgesetzt. Ein Buch, das für Diskussionen und Überlegungen sorgt. Ich fand es toll und empfehle es auf jeden Fall weiter.

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