Cover-Bild Death. Life. Repeat.
(53)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Beltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KG
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 17.07.2024
  • ISBN: 9783407759399
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Louise Finch

Death. Life. Repeat.

Die ewigen Leben der Clara Hart
Wolfgang Egle (Übersetzer)

Spencer, eher am Feiern interessiert als am Lernen, wird mit den dunklen Seiten seines Freundes Anthony konfrontiert, als dieser Clara Hart auf einer Party missbraucht. Die tragische Nacht wiederholt sich immer wieder, und Spencer erkennt schließlich, dass er in einer Zeitschleife gefangen ist. Wie oft wird er Clara Hart sterben sehen, bevor er diesen Bann brechen kann?
Louise Finch nimmt sich toxischer Männlichkeit, geschlechtsspezifischer Gewalt und kollektivem Schweigen an. Aktuelle Themen erzählt aus einer ungewöhnlichen Perspektive..

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.07.2024

Gefangen in der Zeitschleife

0

Spencer hat vor genau einem Jahr seine Mutter verloren. Sein bester Freund veranstaltet genau an diesem Tag eine Party, wo eine Mitschülerin vergewaltigt wird.Allerdings erlebt er den selben Tag immer ...

Spencer hat vor genau einem Jahr seine Mutter verloren. Sein bester Freund veranstaltet genau an diesem Tag eine Party, wo eine Mitschülerin vergewaltigt wird.Allerdings erlebt er den selben Tag immer und immer wieder, weil seine Mitschülerin Clara von einem Auto überfahren wird und stirbt. Spencer ist in einer Zeitschleife gefangen und muss erst die Lösung zum Rätsel finden und seinen besten Freund durchschauen bevor es endlich Samstag werden kann.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, der verändert sich auch mit Spencers Entwicklung im Laufe der Handlung. Für mich eine sehr lehrreiche Lektüre, auch wenn wir viel über Vergewaltigung und Sexismus erfahren. Aber ich finde, dass das Buch auch gut für den Unterricht geeignet wäre, denn auch wenn es hart ist, muss man darüber aufklären. Von mir gibt es 5 Sterne und eine klare Empfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.10.2024

So wichtig

0

Cover, Schreibstil, Inhalt und Fazit
Ich mag das Cover echt gerne, es sieht gut aus und farblich so toll gestaltet.
Der Schreibstil ist echt angenehm zu lesen und ich bin direkt in der Geschichte drin ...

Cover, Schreibstil, Inhalt und Fazit
Ich mag das Cover echt gerne, es sieht gut aus und farblich so toll gestaltet.
Der Schreibstil ist echt angenehm zu lesen und ich bin direkt in der Geschichte drin gewesen.
Was für ein Buch, es ging unter die Haut hier geht es um toxische Männlichkeit und um Gruppenverhalten.
Spencer erlebt immer und immer wieder einen Tag, der ihn immer und immer wieder verändert.
Allerdings ist sie Entwicklung von ihm nicht ganz so flüssig wie ich es mir gewünscht hätte aber vielleicht bräuchte er einfach die Zeit.
Mirnist Spencer nicht wirklich sympathisch aber das ist auch der Sache geschuldet.
Es geht aber auch um Clara und wie ein Moment alles verändert.
Ich fand die Emotionen so stark und es zeigt einen wirklich hochaktuelles Problem.
Ich kann das Buch wirklich empfehlen und finde es sehr wichtig auch wenn es oft weh getan hat.
Ich danke Netgallery für das Rezi Exemplar welches meine Meinung nicht beeinflusst hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.09.2024

Der Schreibstil war nicht meins, der Inhalt dafür schon

0

Triggerwarnung: sexuelle Übergriffe, Drogenmissbrauch, toxische Männlichkeit, Sexismus, Entmenschlichung von Frauen, Victimblaming.


Spencer ist ein typischer Teenager. Er interessiert sich mehr dafür ...

Triggerwarnung: sexuelle Übergriffe, Drogenmissbrauch, toxische Männlichkeit, Sexismus, Entmenschlichung von Frauen, Victimblaming.


Spencer ist ein typischer Teenager. Er interessiert sich mehr dafür zu feiern und cool zu sein, als für die Schule oder seine Zukunft. Auch in seiner kleinen Clique, die nur aus drei Mitgliedern besteht, will er dazugehören und seinem besten Freund gefallen. Für ihn ist es normal, Mitschülerinnen nach ihrem Äußeren mit Punkten zu bewerten, sich über sie auszulassen und darüber zu lachen, wenn es seine Freunde tun.
Doch eine Nacht verändert alles. Spencer erlebt, wie Clara Hart stirbt. Obwohl er Clara nicht besonders mag, wünscht er ihr dieses Schicksal nicht und als sich der Tag plötzlich wiederholt, versucht er ihren Tod zu verhindern. Immer und immer wieder.


Der Schreibstil war gar nicht meins. Diese Mischung aus Jugendsprache, Umgangssprache und kurzen, abgehackten Sätzen, machte mir heftig zu schaffen. Ich tat mich damit echt schwer. Davon abgesehen möchte ich das Buch aber wirklich jedem ans Herz legen. Meiner Meinung nach sollte es Schullektüre werden.

Warum? Wegen Spencer. Zuerst ist er ein typischer Teenager-Junge. Er glaubt, die Welt dreht sich nur um ihn, erkennt die toxische Männlichkeit nicht, die ihn umgibt und an der er aktiv beteiligt ist. Doch je öfter sich der Tag wiederholt, je weiter er zurückgehen muss, um die Weichen zu stellen und hoffentlich Claras Tod zu verhindern, desto mehr fällt ihm auf, dass das was er und vor allem auch sein bester Freund Anthony tut, nicht in Ordnung ist. Er beginnt Zeichen zu erkennen und Dinge anders zu deuten. Er sieht auch Clara mehr und mehr in einem anderen Licht und Mädchen im Allgemeinen.

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Geschichten, in denen sich Tage immer und immer wieder wiederholen, aber bei diesem Buch fand ich das toll. Weil es gut gemacht war. Ja, man kriegt keine Erklärung dafür, wie das möglich ist und so aber darum geht es auch gar nicht. Es geht darum, wie Spencer mehr und mehr seine Sicht auf die Welt verändert. Wie er den Blick auf sich selbst und andere Jungs, vor allem auf seine Freunde, verändert. Wie er lernt, Dinge anders einzuordnen und kritisch zu hinterfragen.


Fazit: Der Schreibstil war überhaupt nicht meins, aber das lag daran, dass – so vermute ich es zumindest – versucht wurde die Sprache der Jugend abzubilden, was zudem noch in einer Übersetzung bestimmt alles andere als leicht war. Ich persönlich tu mich einfach mit der Sprache schwer, mit dem abgehackten Satzbau und der Wortwahl, die ich oft nicht gut verstanden habe. Ich musste erst die Vokabeln lernen, wenn man so will.

Davon abgesehen fand ich das Buch aber richtig, richtig gut und verdammt wichtig. Es werden sehr viele wichtige Themen behandelt und das ohne Zeigefinger, sondern mittels der Entwicklung des Protagonisten. Besonders die alltägliche toxische Männlichkeit unter Teenager-Jungs und die Objektivierung von Mädchen und Frauen wurde richtig schön herausgearbeitet.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Sterne und eine dicke Empfehlung für Jugendliche.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.07.2024

Der ewige Freitag

0

Auch wenn die Problematik eines sich wiederholenden Tages nicht neu ist, schaffte es dieses Buch dennoch, mich in den Bann zu ziehen. Ein Mix aus „Täglich grüßt das Murmeltier“, „Butterfly effect“, „50 ...

Auch wenn die Problematik eines sich wiederholenden Tages nicht neu ist, schaffte es dieses Buch dennoch, mich in den Bann zu ziehen. Ein Mix aus „Täglich grüßt das Murmeltier“, „Butterfly effect“, „50 erste Dates“ (weil alle anderen ja alles vergessen und Spence wieder bei null anfängt und „Matrjoschka“ (Russian Doll) nur eben in jünger. Denn der Protagonist Spence geht noch zur Schule und genau am einjährigen Todestag seiner Mutter muss er einen schrecklichen Freitag immer und immer wieder durchleben. Da hilft ihm sein Philosophie Lehrer, der ohnehin mit den Schülern gerade Nietsches Wiederkehr durchgeht, auch nur bedingt herauszufinden, was der Auslöser ist, den Spence ändern muss, um endlich wieder einen Samstag erleben zu können. Und da dachte er, Claras Unfalltod am ersten Abend wäre das schlimmste, was er zu sehen bekäme, doch schnell muss er erkennen, schlimmer geht immer, trotz seiner Versuche sie zu retten. Doch bei all seinen Bemühungen lernt er Clara auch von einer ganz anderen Seite kennen und nach und nach wird auch er ein anderer, als er mal war. Man kann sich immer verändern und weiterentwickeln, zu einem besseren Menschen werden und das richtige tun. Das ist eine der zentralen Botschaften dieses Jugendromanes. Das Schweigen brechen, anderen wirklich zuhören, Dinge zu hinterfragen und zu beobachten. Die Sprache ist an die Zielgruppe angepasst (auch wenn manche Fehler im Leseexemplar des e-Books noch drin waren, besonders was die Interpunktion angeht, die nicht auf Jugendslang zurückzuführen ist), was mir sehr gefallen hat. Es war toll, die Entwicklung von Spencer mitzuverfolgen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.04.2026

TRIGGERWARNUNG. Wichtige, ernste Themen aus der Perspektive eines Mittäters

0

Uff. Death. Life. Repeat. ist ein Buch, das erst einmal verdaut werden muss. Eine Triggerwarnung zu den Themen verbale und körperliche Gewalt gegenüber Mädchen und Frauen, Vergewaltigung und toxische Männlichkeit ...

Uff. Death. Life. Repeat. ist ein Buch, das erst einmal verdaut werden muss. Eine Triggerwarnung zu den Themen verbale und körperliche Gewalt gegenüber Mädchen und Frauen, Vergewaltigung und toxische Männlichkeit ist angebracht. Auch exzessiver Alkohol- und Drogenkonsum auf Partys kommen im Buch vor, darüber hinaus gewaltvolle Tode unterschiedlicher Art.

Es gibt vieles, was Death. Life. Repeat. von den Büchern unterscheidet, die ich normalerweise lese.
Als erstes fällt mir das Lesemotiv ein: ich lese im Normalfall zur Entspannung, zum Abschalten vom Alltag. Death. Life. Repeat. lässt das nicht zu.
Dann ist da die Erzählform, im Präsens aus der Ich-Perspektive eines Mitschuldigen. Alles Erzählte geschieht genau jetzt, während ich es lese. Im Gegensatz zur Vergangenheitsform, in der die meisten Bücher geschrieben sind, die ich sonst lese, wirkt dadurch alles sehr unmittelbar, distanzlos. Bedrückend.
Und schließlich enthält Death. Life. Repeat. abgesehen von der Zeitschleife keine Fantasy-Elemente, sondern nichts als die schonungslose Realität.

Die ersten paar Kapitel erinnerten mich an Bücher, die ich während meiner Schulzeit lesen musste (die Betonung liegt auf „musste“): trocken, gelangweilt, abgestumpft, stellenweise abstoßende „Jugendsprache“. Deshalb vergingen auch einige Wochen, bevor ich mich zum Weiterlesen aufraffen konnte. Und obwohl dieses Gefühl von Schullektüre, von einem Jugendbuch, das dringend eine Botschaft vermitteln will, bis zum Ende nicht verflog, gefiel es mir zum Ende hin etwas besser. Nachdem ich verstanden hatte, wie diese Geschichte aufgebaut ist, wie sie funktionieren soll.

Die Botschaft ist klar und deutlich: Übergriffe, Missbrauch und – im Klartext – Vergewaltigungen sind Realität. Darüber zu schweigen löscht diese Wahrheit nicht aus. Und neben den Tätern müssen nicht die Mädchen und Frauen, die meist als Betroffene oder Opfer dastehen, zur Verantwortung gezogen werden, sondern die Jungs und Männer, die die Anzeichen übersehen (wollen) oder gar in vollem Bewusstsein wegschauen.

Obwohl es auch für die Hauptfigur James Spencer mehr als eine Frau braucht, um ihn mit der Nase auf den Kern des Problems zu stoßen, erkennt er am Ende seine eigene Schuld und die Konsequenzen seiner Taten – und die Konsequenzen, die aus seinem Nichtstun entstanden. Der mühsame Weg zu dieser Erkenntnis, der von der Autorin in Form einer Zeitschleife und der ständigen Wiederholung eines einzelnen Tages dargestellt wird, ist auch für mich als Leserin mühsam und anstrengend gewesen.

An einigen Stellen wollte ich Spencer am Nacken festhalten und seinen Kopf in die richtige Richtung drehen, in anderen Momenten dachte ich, jetzt muss der Junge es doch verstanden haben! Aber nein, die gesellschaftliche Sozialisierung, also die Macht der Gewohnheit, war stärker. So frustrierend das als Leseerlebnis auch war – in der Realität sieht es eben genau so aus: Es sind immer die anderen. Nie kann Mann sich vorstellen, dass die eigenen Freunde etwas so Schreckliches tun würden. Und schon gar nicht würde man selbst irgendwelche Grenzen überschreiten. Sie wollten das doch. Hey, lach doch mal!

Es war stellenweise schwer, einfach weiterzulesen. Ich verstehe, was die Autorin mit ihren Dialogen, Chatverläufen und Gedanken von Spencer erreichen will, und meiner Meinung nach hat sie das zumindest bei mir auch geschafft. Genau das ist aber auch der Grund, weshalb ich keinen Spaß beim Lesen hatte und mich durchgehend richtig schlecht gefühlt habe.
Ich glaube, wenn jemand beim Lesen von Death. Life. Repeat. auch nur einen Funken Freude empfindet, ist das ein deutliches Signal, den eigenen moralischen Kompass unter die Lupe zu nehmen.

Technisch gut gemacht fand ich die Zeitschleifen. Sie repräsentieren für mich das ständige Überdenken, ob eine einzelne andere Entscheidung irgendetwas an dem schlimmen Ausgang eines Abends geändert hätte. Was wäre gewesen, wenn? Hier wird dieses Gedankenkarussell nun zur Abwechslung einmal nicht dem Opfer eines Übergriffs, sondern einem Mitschuldigen bzw. Mitläufer des Schuldigen in den Kopf gesetzt.

Dass es Bücher wie Death. Life. Repeat. schwer haben, das richtige Publikum zu erreichen und die erhoffte Botschaft erfolgreich zu vermitteln, dafür bin ich selbst mit meinem ersten Instinkt aus „Oh, das liest sich wie eine Schullektüre – davon brauche ich erst einmal eine Pause!“ das beste Beispiel. Und das, obwohl meine letzte Schullektüre schon fast 10 Jahre her ist. Ich denke dabei auch an Bücher wie Wie du mich siehst von Tahereh Mafi, das ich lange nach meiner Schulzeit gelesen habe und noch immer so wichtig finde.
Deshalb hoffe ich, dass einige Jungen und junge Männer Death. Life. Repeat. lesen und verstehen – und dabei ihr eigenes Umfeld und ihre eigene Verantwortung überdenken.

Noch einmal: es machte mir keine Freude, Death. Life. Repeat. zu lesen, deshalb sieht meine Rezension entsprechend aus. Aber das Buch ist handwerklich gut gemacht und es vermittelt erfolgreich eine wichtige Botschaft. Hut ab.