Cover-Bild Du wolltest es doch
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8,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Carlsen
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 03.09.2020
  • ISBN: 9783551318930
Louise O'Neill

Du wolltest es doch

Der Roman zur #Metoo-Debatte
Katarina Ganslandt (Übersetzer)

Nein, richtig sympathisch ist Emma nicht. Sie steht gern im Mittelpunkt, die Jungs reißen sich um sie und Emma genießt es. Bis sie nach einer Party zerschlagen und mit zerrissenem Kleid vor ihrem Haus aufwacht. Klar, sie ist auf der Party mit Paul ins Schlafzimmer gegangen. Hat Pillen eingeworfen. Die anderen Jungs kamen hinterher. Aber dann? Sie erinnert sich nicht, aber die gesamte Schule weiß es. Sie haben die Fotos gesehen. Ist Emma wirklich selber schuld? Was hat sie erwartet – Emma, die Schlampe in dem ultrakurzen Kleid?

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.10.2020

Rezension

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Es war eins der Buch, die am längsten auf meinem SuB darauf warten mussten gelesen zu werden. Eigentlich wollte ich das Buch direkt nach dem Kauf lesen, aber ich hab mich immer davor gedrückt. Ich hatte ...

Es war eins der Buch, die am längsten auf meinem SuB darauf warten mussten gelesen zu werden. Eigentlich wollte ich das Buch direkt nach dem Kauf lesen, aber ich hab mich immer davor gedrückt. Ich hatte Angst davor, was mich erwartet, gleichzeitig war ich auch total neugierig. Und irgendwann hat dann die Neugier gesiegt.
Es ist mit total schwer gefallen in die Geschichte rein zu kommen. Man bekommt so viele verschiedene Figuren auf einmal vorgestellt, dass man einfach nur verwirrt ist. Das zieht sich durch das ganze Buch. Ich habe noch nie ein Buch gelesen mit so einem anstrengenden Schreibstil. Zudem dauert es fast 150 Seiten bis es "spannend" ist. Also bis die Tat begangen wurde.
Bei den meisten Charakteren sitzt man wirklich mit offnem Mund da und fragt sich wieso und warum man so handel kann. Zum Beispiel ihre Eltern. Die waren mir ab den ersten Seiten schon unysmpathisch, aber je mehr ich von der Geschichte gelesen habe, desto schlimmer wurden sie. Öfter mal hätte ich das Buch am liebsten gegen die Wand geschmissen oder die Leute darin angschrien, dass sie endlich mal ihre Augen öffenen sollen.
Emma konnte ich am Anfang auch nicht leiden, aber sie ist ein starkes Mädchen. Das alles zu überleben mit solchen hinterlistigen Freunden und selbstsüchtigen Eltern ist hart. Einzig ihr Bruder, ihre eine Lehrerin und ihr Freund Conor sind vernünftig und erwachsen genug um zu begreifen was da vor sich geht. Und sie alle halten und glauben an Emma. Solche Menschen sind unheimlich wichtig.
Zudem wurden die Folgen schlecht aufgezeigt und ausgearbeitet. Vor allem die ersten paar Tage waren unglaubwürdig, aber zum Ende hin wurde es sehr realistisch.
Das Ende war offen und hatte überhaupt keinen Abschluss. Als hätte man mitten im Geschehen aufgehört. Aber ehrlich gesagt wüsste ich auch nicht, wann und was für einen besseren Schluss man bei solchen Themen schreiben soll. Schließlich trägt man das ein ganzes Leben mit sich rum.

Veröffentlicht am 14.06.2020

Wenn Autoren wütend machen...

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"Du wolltest es doch" ist ein von der Thematik her eher schwieriges Buch, das sowohl zum Nachdenken anregt, als auch aufwühlt und wütend macht. Da ich bislang fast nur positive Bewertungen zu dem Buch ...

"Du wolltest es doch" ist ein von der Thematik her eher schwieriges Buch, das sowohl zum Nachdenken anregt, als auch aufwühlt und wütend macht. Da ich bislang fast nur positive Bewertungen zu dem Buch gelesen habe, wollte ich es unbedingt lesen und muss sagen, dass ich trotz aller Lobeshymnen doch recht enttäuscht bin.

Schuld daran ist nicht nur der oftmals sehr langatmige Schreibstil, sondern auch die Botschaft, die hier im Buch vermittelt wird, denn hier wird das Vergewaltigungsopfer wie eine Täterin behandelt. Jeder sagt, sie ist selbst schuld. Jeder sagt, dass sie es aufgrund ihres bisherigen Verhaltens verdient hat. Dadurch vermittelt die Autorin dem Leserin, dass man eine solche Tat selbst zu verantworten hat, was dazu führen kann, dass ein Opfer erst gar nicht erst zur Polizei geht und eine solche Tat zur Anzeige bringt. Eine Autorin, die ein solch brisantes Thema anspricht, steht meiner Meinung nach in der Verantwortung, um besonders jüngere Leserinnen aufzuklären, was hier jedoch kaum passiert ist.

Dazu kommt, dass fast alle Figuren, insbesondere das Opfer, sehr unsympathisch dargestellt werden. Emma ist (natürlich!) wunderschön und sich dessen auch bewusst, denn sie liebt es im Mittelpunkt zu stehen und bei den Jungs gut anzukommen. Sie wirkt sehr arrogant und aufdringlich und wird bei einer Party das Opfer einer Vergewaltigung. Während sie sich an kaum etwas erinnern kann, existieren sogar Fotos davon, was dazu führt, dass Emma keinerlei Mitleid oder Hilfe angeboten bekommt, sondern von allen nur als Schlampe abgestempelt wird.

So erschreckend dies auch ist und so wütend mich das Ganze gemacht hat, so muss ich auch sagen, dass die Geschichte damit leider auch sehr authentisch ist, da es leider viele junge Mädchen und auch Frauen gibt, die sich für das, was ihnen passiert ist schämen und es somit nicht zur Anzeige bringen.

Kurz gesagt: "Du wolltest es doch" ist alles andere als eine leichte Lektüre: Sie macht fassungslos, wütend, lässt einen mit dem Kopf schütteln und regt gleichzeitig zum Nachdenken an. An sich könnte das Buch nahezu perfekt sein, da die Autorin jedoch meiner Meinung nach oftmals daneben gegriffen hat und auch die Figuren sehr unsympathisch sind, bin ich letztendlich doch enttäuscht.

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Veröffentlicht am 20.01.2020

Es lässt einen nicht mehr los..

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Titel→ Du wolltest es doch Autor→ Louise O´Neill Verlag→ Carlsen Seiten → 368 ISBN → 978-3551583864




Punkt 2: Das Cover
Ich habe hinter dem Cover einen Thriller vermutet und war beim Klappentext ...

Titel→ Du wolltest es doch Autor→ Louise O´Neill Verlag→ Carlsen Seiten → 368 ISBN → 978-3551583864




Punkt 2: Das Cover
Ich habe hinter dem Cover einen Thriller vermutet und war beim Klappentext dementsprechend überrascht. Ich fände es unpassend, das Cover als schön zu bezeichnen. Es ist ausdrucksstark und somit perfekt getroffen.


Punkt 3: Inhaltsangabe
Emma ist hübsch und beliebt, die Jungs reißen sich um sie. Und sie genießt es, versucht, immer im Mittelpunkt zu stehen: Das Mädchen, das jeden herumkriegt. Bis sie nach einer Party zerschlagen und mit zerrissenem Kleid vor ihrem Haus aufwacht. Klar, sie ist mit Paul ins Schlafzimmer gegangen. Hat Pillen eingeworfen. Die anderen Jungs kamen hinterher. Aber dann? Sie erinnert sich nicht, aber die gesamte Schule weiß es. Sie haben die Fotos gesehen. Ist Emma wirklich selber schuld? Was hat sie erwartet – Emma, die Schlampe in dem ultrakurzen Kleid?


Punkt 4: Meine Meinung
Ich muss gestehen, dass ich lange überlegt habe, ob ich mich mit diesem Buch befassen möchte. Es ist eine schwere Kost. Dennoch habe ich mir vom lieben Carlsen Verlag, dass Buch als Leseexemplar schicken lassen. - Ich möchte mich für die Annahme meiner Anfrage bedanken. 💚!!. Analysieren wir mal von Anfang an. Der Schreibstil von Louise O´Neill, ist locker und lädt zu einer längeren Leserunde ein. Die Storyline an sich bietet abwechslungsreiche Protagonisten, mit verschiedenen Persönlichkeiten, welche sich im laufe der Story noch wandeln. Kaum einer von ihnen, ist nach den 368 Seiten noch so wie auf Seite 1 und das ist erschreckend. Vermeintliche Freunde, zerstören das Leben von Emma, was ihr Familienleben auf die Probe stellt und sie komplett zerstört. Und genau das zu verfolgen, schmerzte sehr. Ein gerade mal 18 Jähriges Mädchen, kann nicht mehr anders, als über Suizid nachzudenken und sich komplett abzukapseln. Die Kettenreaktion bestehend aus einer labilen Hauptprotagonistin, dessen besorgten Bruder, der sich nach Gerechtigkeit sehnt, das Familienoberhaupt, dass seiner Tochter, nicht einmal mehr in die Augen schauen kann und dessen Frau, die ihren Kummer betrinkt, setzt dem Leser zu. Man hat das Bedürfnis, alles ungeschehen zu machen. Das Ende, war hart! Sehr hart! So hart, dass es mich wohl noch eine Weile beschäftigen wird und dennoch muss ich gestehen, dass es die Autorin nicht anders hätte schreiben können, weil es eben DAS Ende ist, welches nach so einem traumatischen Erlebnis am realistischen klingt. Ich lese mir eigentlich nie das Nachwort durch. Heute, habe ich es getan, was mich in meiner Sichtweise was das Ende betrifft bestärkt hat. Ich bin froh, dass ich so etwas nie habe durchmachen müssen und ich hoffe, dass dem so bleibt. Niemand, hat diese Qualen verdient.

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