Spannender norddeutscher Krimi
Es ist Eva Jensens fünfter Fall mit dem Ermittlerteam Katja Greve und Daniel Kowalski aus Schleswig. Für mich war es der erste Fall, der mich aber gleich abholte und mein Herz für das durchaus sympathische ...
Es ist Eva Jensens fünfter Fall mit dem Ermittlerteam Katja Greve und Daniel Kowalski aus Schleswig. Für mich war es der erste Fall, der mich aber gleich abholte und mein Herz für das durchaus sympathische Ermittlerteam erwärmte.
Der Fall beginnt also damit, dass Luisa ihre Freundin Vanessa vermisst. Deren Briefkasten quillt über, die Blumen sind vertrocknet, sie meldet sich nicht, dabei waren Luisa und Vanessa doch verabredet. Eine junge Polizeianwärterin nimmt die Vermisstenanzeige auf und ein Glück nicht auf die leichte Schulter. Da Katja und Daniel in ihrer Abteilung momentan etwas Flaute haben, machen sie sich also auf die Suche und sehen sich schon bald mit einem Verbrechen konfrontiert.
Die Autorin schreibt den Roman aus diversen Sichtwinkeln, was in meinen Augen dem Krimi den besonderen Pfiff gibt. Immer wieder fühlt man sich in das Opfer hinein, spürt die Ohnmacht, Wut und Angst.
Bis zum Ende möchte man einfach dran bleiben und verzweifelt aber auch immer wieder an dem langwierigen Procedere, das unsere Justiz nun einmal mit sich bringt.
Auf den Punkt gebracht: Mein erster Krimi von Eva Jensen wird nicht der letzte sein, und ich kann ihn durchaus als Lektüre nahelegen, die man an einem Abend vor dem Einschlafen lesen mag: Keine Horrorszenen, höchstens der Gedanke, dass man vor dem Schlafen doch noch ein Kapitel mehr schafft, da man ja schon wissen möchte, was als nächstes passiert.