Hörrunde zu "Riccardino" von Andrea Camilleri

Commissario Montalbano verabschiedet sich auf Sizilianisch
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Andrea Camilleri (Autor)

Riccardino

Commissario Montalbano löst den Fall seines Lebens.

Hans Jürgen Stockerl (Sprecher), Rita Seuß (Übersetzer), Walter Kögler (Übersetzer)

Ein früher Anruf reißt Commissario Montalbano aus dem Schlaf. Er möge zu einem Treffen mit mehreren Freunden erscheinen, verlangt ein gewisser Riccardino - und legt auf. Kaum im Kommissariat angekommen, erreicht Montalbano die Nachricht von einem Mord auf offener Straße durch einen unerkannt geflohenen Täter. Als Montalbano die Identität des Opfers erfährt - ein Mann namens Riccardino -, fangen seine Probleme erst an. Denn kurz darauf muss der Commissario sich mit einer mysteriösen Anfrage des örtlichen Bischofs und mit einer Wahrsagerin auseinandersetzen, die von seltsamen Vorkommnissen in ihrem Viertel berichtet, in welche anscheinend auch Riccardino verstrickt war.

Timing der Hörrunde

  1. Bewerben 16.06.2025 - 29.06.2025
  2. Hören 07.07.2025 - 20.07.2025
  3. Rezensieren 21.07.2025 - 03.08.2025

Bereits beendet

Schlagworte

Spiegel Bestseller Autor Commissario Montalbano Sizilien sicilianità dolce vita sizilianische Lebensart Urlaubskrimi Kriminalroman Ehe Freundschaft Zugehörigkeit Kulinarik sizilianische Küche TV-Serie Krimis

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Hörrunde

Veröffentlicht am 04.08.2025

Murder, Mystery, and the Supernatural

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Die Handlung setzt mit einem ungewöhnlich frühen Anruf ein, der Commissario Montalbano aus dem Schlaf reißt. Ein gewisser Riccardino lädt ihn zu einem Treffen mit mehreren Bekannten ein. Kaum ist Montalbano ...

Die Handlung setzt mit einem ungewöhnlich frühen Anruf ein, der Commissario Montalbano aus dem Schlaf reißt. Ein gewisser Riccardino lädt ihn zu einem Treffen mit mehreren Bekannten ein. Kaum ist Montalbano im Kommissariat angekommen, erhält er die erschütternde Nachricht: Riccardino wurde auf offener Straße ermordet. Diese Wendung erschwert die Lage für den Ermittler erheblich.

Im weiteren Verlauf der Geschichte steht Montalbano nicht nur vor der Aufgabe, den Mordfall aufzuklären, sondern muss sich zusätzlich mit einer geheimnisvollen Bitte des örtlichen Bischofs auseinandersetzen. Darüber hinaus begegnet er einer Wahrsagerin, die von rätselhaften Geschehnissen in ihrem Viertel berichtet, in die anscheinend auch Riccardino verwickelt war.

Der Roman zeichnet sich durch eine gelungene Verbindung von Spannung, Rätselhaftigkeit und einer geheimnisvollen Atmosphäre aus. Besonders hervorzuheben ist die Darstellung Montalbanos, der nicht nur als rationaler Ermittler, sondern auch als glaubwürdige, menschliche Figur überzeugt. Die Einbindung religiöser und übernatürlicher Motive durch den Bischof und die Wahrsagerin verleiht der Handlung zusätzliche Tiefe. Insgesamt bietet die Erzählung einen fesselnden Einblick in ein komplexes Geflecht aus Verbrechen, Intrigen und mysteriösen Ereignissen, das den Leser bis zur letzten Seite in seinen Bann zieht.

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Sein letzter Fall

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Commissario Montalbano löst seinen letzten Fall und wir nehmen Abschied von einer Kultfigur der italienischen Literatur. Montalbano stellt sich noch einmal den Verwicklungen von Kirche, Staat und Wirtschaft. ...

Commissario Montalbano löst seinen letzten Fall und wir nehmen Abschied von einer Kultfigur der italienischen Literatur. Montalbano stellt sich noch einmal den Verwicklungen von Kirche, Staat und Wirtschaft. Dabei sind wieder sehr spezielle Frauen, viel Betrug und mehr Schein als Sein an der Tagesordnung. Gewürzt ist alles mit dem typischen Humor, den wir aus der Reihe kennen.
Ein früher Anruf klingelt Montalbano aus dem Bett: der Anrufer hat sich verwählt und findet auch wenig später seinen Tod. Natürlich muss Montalbano hier wieder ermitteln. Doch in welche Richtung wird sich der Fall entwickeln?
Der Krimifall kommt zwar ein wenig kurz, aber das tut dem geneigten Leser keinen Abbruch. Denn stattdessen lesen wir auf einer Metaebene, wie der Commissario mit dem "Autor" kommuniziert, was einige raffinierte Einfälle ermöglicht. Und letztlich auch zu einem würdigen Abschluss dieser Reihe führt. Denn wie Camilleri selbst schreibt: er wollte seine Figur weder sterben lassen noch in Rente schicken. Da ist die Lösung, die uns in diesem letzten Band präsentiert wird, ein guter, aber auch ein wenig melancholischer Ausweg. Wenn man noch nie etwas von Montalbano gelesen oder gehört hat, sollte man aber vielleicht erst einen anderen Band der Reihe zur Hand nehmen. Das Hörbuch wird von Hans-Jürgen Stockerl sehr passend und angenehm eingelesen, als Hörvergnügen also auch eine gute Wahl.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Selbstbestimmtes Ende der Krimi-Reihe

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Der Autor hat dieses Ende seiner Krimi-Reihe bewusst schon geschrieben, als er noch aktiv war, um selbstbestimmt ein Ende für Montalbano gestalten zu können. Diese Idee hat mir gut gefallen. Auch dieser ...

Der Autor hat dieses Ende seiner Krimi-Reihe bewusst schon geschrieben, als er noch aktiv war, um selbstbestimmt ein Ende für Montalbano gestalten zu können. Diese Idee hat mir gut gefallen. Auch dieser letzte Fall für Montalbano hat den ganz eigenen Charme, den man kennt und erwartet. Die Charaktere sind gut gezeichnet, der italienische Flair wird vermittelt und Montalbano hat seinen üblichen Spaß mit Obrigkeit und Autoritäten, auch wenn er etwas müde wird. Das Buch ist vielschichtig, da man zum einen den Mordfall hat, dann die übliche schelmische Grundstimmung sowie Montalbanos Telefonate mit dem Autor. Die fand ich ganz gelungen, da Andrea Camilleri mit seiner Hauptfigur wie mit einem alten Freund spricht. Es ist ein eleganter Kniff um mögliche Wendungen und alternative Handlungen zu diskutieren, war mir aber gegen Ende ein Tick zu viel. Alles in allem war es ein interessanter Fall, aber das Ende des Buches und das Ende der Krimi-Reihe sind dann doch eher unspektakulär. Es ist ganz anders als ich es erwartet hatte und war mir zu literarisch und zu wenig handfest für eine Krimi-Reihe. Das Buch bekommt vier Sterne von mir, aber das Hörbuch volle fünf Sterne. Ich fand es sehr unterhaltsam, da es toll und abwechslungsreich gesprochen war, was die kleinen Schwächen des Textes ausgeglichen hat.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

I did it my way

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Commissario Montalbano ist ein harter Hund. Aber auch ein alter harter Hund. Da mag man nicht mehr unsanft geweckt werden. Oder sich um Banalitäten kümmern oder dem Azubi die Welt erklären...

Als er dann ...

Commissario Montalbano ist ein harter Hund. Aber auch ein alter harter Hund. Da mag man nicht mehr unsanft geweckt werden. Oder sich um Banalitäten kümmern oder dem Azubi die Welt erklären...

Als er dann mitten in einen neuen, rätselhaften Fall geschubst wird, nimmt die Arbeit kein Ende und mit jedem vermeintlich gelösten Rätsel wartet ein neues.

Ich bin mit Serien wie Kommissar Rex aufgewachsen und habe durchaus ein intensives Interesse an Krimis. Daher hat mich das Buch interessiert, auch wenn ich den Commissario noch nicht kannte, denn wie viele Krimis schaffen es schon verfilmt zu werden.

Mit dem letzten Band einzusteigen kann funktionieren, für mich hat es das hier leider nicht. Zwar kann man durchaus den Fall als eigenständigen Fall erleben, viele Umstände bzw. mancher Charakter scheinen mir aber besser verständlich oder in ihrer ganzen Tragweite zu erfassen, wenn man den Charakter des Commissario und sein Umfeld bereits kennengelernt hätte. Natürlich ist die Aussage hypothetisch, denn das Szenario lässt sich individuell nicht neu erzeugen.

Ich fand die Struktur des Falls durch den Autor durchaus raffiniert gestrickt und denke auch, dass sich Kenner der Reihe durchaus munter in die Diskussion um den Fall stürzen.

Ich habe mich in manchen Dingen am Commissario gestoßen, da man aber seltenst die perfekte Interpretation nach eigenen Wünschen in Büchern finden, war das für mich weniger relevant als die vorabgenannten Hindernisse.

Daher würde ich das Buch für die empfehlen, die mit Vorwissen glänzen können.

Dennoch:

Ein angegrautes Original geht seinen eigenen Weg.

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Veröffentlicht am 23.07.2025

Der letzte Montalbano ist nicht der allerbeste!

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Zunächst möchte ich betonen, dass ich alle Fälle von Montalbano kenne, als Buch, und alle waren in meinen Augen besser als dieser letzte Fall. Gleichzeitig muss ich sagen, dass der Sprecher eine sehr gute ...

Zunächst möchte ich betonen, dass ich alle Fälle von Montalbano kenne, als Buch, und alle waren in meinen Augen besser als dieser letzte Fall. Gleichzeitig muss ich sagen, dass der Sprecher eine sehr gute Leistung erbracht hat, hier hat alles gepasst.

Salvo wird zu früher Morgenstunde vom Telefon geweckt und ein gewisser Riccardino fragt, wo er bleibt. Er antwortet, er käme gleich, obwohl er keinen Mann dieses Namens kennt. Im Dienst erfährt er, dass ein Mann namens Riccardino von einem Unbekannten erschossen wurde. In diesem undurchsichtigen Fall muss sich Montalbano mit einer Wahrsagerin, einem LKW-Fahrer, dem Bischof und natürlich wie immer mit seinem Chef herumärgern. Und das natürlich wieder mit der ihm eigenen Schelmenhaftigkeit. Aber man merkt, dass er seinen Elan verloren hat und müde geworden ist. Und etwas ist besonders an diesem letzten Fall - der Autor ruft beim Commissario an und sie unterhalten sich über den Fall bzw. streiten sich sogar. Montalbano kommt mir kraftlos und depressiv vor, so kenne ich ihn gar nicht.

Da ich diese Krimi-Reihe liebe, finde ich es sehr schade, dass der letzte Band nicht so gut gelungen ist.

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