Leserunde zu "Das Smartphone" von Marc Meller

Ein gebrauchtes Handy. Ein Mord. Eine gnadenlose Jagd
Cover-Bild Das Smartphone
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Marc Meller (Autor)

Das Smartphone

Du kaufst ein Smartphone. Du schaltest es ein. Und die Jagd auf dich beginnt .... Thriller

Die Studentin Janine kauft ein gebrauchtes Smartphone in einem Handyshop. Kurz danach wird der Inhaber des Ladens ermordet. Die Polizei beschlagnahmt Janines Handy; sie wird verdächtigt, mit dem Mord zu tun zu haben. Dann taucht ein Mann auf, der dem Mordopfer zum Verwechseln ähnlich sieht: der Zwillingsbruder. Er behauptet, dass es bei der Tat eine Verwechslung gab und er das Opfer hätte sein sollen. Jetzt sei auch sie in Gefahr, und die Polizei könne ihr nicht helfen. Janine ist verzweifelt. In was für eine Geschichte ist sie da hineingeraten? Was hat es mit dem Smartphone auf sich? Und wem kann sie wirklich trauen?...

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 08.07.2024 - 28.07.2024
  2. Lesen 19.08.2024 - 01.09.2024
  3. Rezensieren 02.09.2024 - 15.09.2024

Bereits beendet

Schlagworte

Big Data Gesundheit Ware App Sharing Versicherung Konzern Profit Genetik Smartphone Strobel Thriller

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 02.09.2024

KI trifft auf Epigenetik

7

Paula Krüger, angehende Doktorandin der Epigenetik, kauft sich ein gebrauchtes Smartphone. Und damit beginnt eine Verkettung von Morden und angeblichen Unglücksfällen, denn auf Paulas altem, in Zahlung ...

Paula Krüger, angehende Doktorandin der Epigenetik, kauft sich ein gebrauchtes Smartphone. Und damit beginnt eine Verkettung von Morden und angeblichen Unglücksfällen, denn auf Paulas altem, in Zahlung gegebenen Handy, befindet sich eine Spyware welche beim Verkauf auffliegt.
Paula gelingt es mit Hilfe des IT-Nerds Emil, einem Bruder eines der Mordopfer, hinter die Zusammenhänge zu kommen und beginnt Nachforschungen anzustellen.
Doch sie ahnen noch nicht mit welch mächtigen Gegnern sie sich anlegen...


Das Cover passt sehr gut zum Thema, die abgebildete Herzkurve verbindet sich mit den im Hintergrund sichtbaren Programmiercodes.
Die Charaktere, besonders aber die Hauptpersonen Paula und Emil, werden allesamt gut dargestellt und ihre Eigenheiten ausführlich beschrieben. Der Autor überlässt dabei nichts dem Zufall sondern zaubert immer wieder neue Aha-Momente hervor. Vielleicht ist das auch zum Teil seiner Tätigkeit als Drehbuchautor geschuldet.
Insgesamt spannend geschrieben, die häufigen Wiederholungen einiger technischer und epigenitischer Erklärungen schmälerte für mich allerdings den Lesegenuss.

Dieser Thriller von Marc Meller ist teilweise sehr wissenschaftlich aber immer actionreich, verursacht aber auch ein wenig Beklommenheit beim Lesen.
Sind wir alle viel zu leichtsinnig mit unseren Daten? Und was wird in Zukunft noch passieren wenn KI immer mehr Entscheidungen übernehmen wird?
Vielleicht sollten wir alle genauer überlegen wem wir was von uns verraten......

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Veröffentlicht am 23.10.2024

Solider Roman

2

Ich habe "Das Smartphone" gerne gelsen und würde mein Fazit direkt voran stellen. Es handelt sich hierbei um einen soliden Roman/Thriller, vielleicht gerade auch für Neulinge, die noch keine Berührungen ...

Ich habe "Das Smartphone" gerne gelsen und würde mein Fazit direkt voran stellen. Es handelt sich hierbei um einen soliden Roman/Thriller, vielleicht gerade auch für Neulinge, die noch keine Berührungen mit dem Genre hatten.

Insgesamt mochte ich den Erzählstil und die Charaktere (besonders Paula war mir ab Sekunde ein so symptahisch, dass sie mir wie eine Freundin vorkam), auch die Spannung baute sich solide auf, flachte dann aber ein wenig ab um am Ende wieder ein wenig Fahrt aufzunehmen. Vom Gefühl her wie eine langsame Berg-und-Tal-Bahn auf einem dörflichen Jahrmarkt (was tatsächlich positiv zu verstehen sein soll). Schlussendlich habe ich das Buch gerne gelesen, vom Hocker gerissen hat es mich aber nicht.

Der Schreib- bzw. Erzählstil ist leicht und flüssig. Man findet gut in das Buch. Stellenweise (besonders zum Ende hin) empfand ich die Stroyline als zu langatmig und teilweise auch verwirrend, zumal eine gewisse Vorkenntnis von technischen Begriffen förderlich ist. Einerseits konnte ich das Buch zu Beginn kaum aus den Händen legen, anderseits tat ich mir knapp nach der Hälfte ein wenig schwerer wieder in der Handlung Fuß zu fassen, was sich aber nach einigen Kapiteln wieder besserte, zumal auch die Spannung wieder Fahrt aufnahm (losgelöst von der Langatmigkeit).

Gefreut hätte mich eine tiefergehende Ausbildung des Charakters von Sophie, die Nebenstory mit Lennart hätte ich hingegegen nicht gebraucht, zumal ich ihn auch nicht wirklich mochte.



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Veröffentlicht am 11.09.2024

Wirtschafts-/Wissenschafts-Thriller

3

Paula kauft sich ein gebrauchtes Smartphone und tausch ihr altes dagegen ein. Noch am selben Abend wird sie vom Händler kontaktiert, dass sich auf ihrem alten Handy eine Spyware befindet. Sie vereinbaren ...

Paula kauft sich ein gebrauchtes Smartphone und tausch ihr altes dagegen ein. Noch am selben Abend wird sie vom Händler kontaktiert, dass sich auf ihrem alten Handy eine Spyware befindet. Sie vereinbaren ein Treffen am nächsten Morgen, doch als Paula zum Laden kommt, ist der Händler tot. Dieser bleibt jedoch nicht der einzige Tote.

Auch der neueste Thriller von Marc Meller liest sich rasant und schnell, man möchte einfach immer wissen, wie es weitergeht.
Paula gerät natürlich sofort in den Fokus der Polizei und wird verdächtigt, denn es finden sich "Beweise" auf ihrem neuen Handy, die aber gefälscht sind.
Nach eigenen Ermittlungen trifft sie auf Emil, den Zwillingsbruder des Ermordeten, der ein Technik-Genie ist und Paula aus der Klemme helfen soll. Leider wurde mir Emil einfach nicht sympathisch, und die Auflösung der Art seiner Involviertheit hat mich enttäuscht.
Man fiebert jedoch mit Paula mit, kann ihre Ängste über die Bedrohungen nachvollziehen; jedoch könnte man sie manchmal einfach nur schütteln. Auch wenn sie mutig ist und ihr Schicksal in die eigenen Hände nimmt.

Leider gab es diesmal für mich zu viele Längen, einige Dinge wurden mehrmals wiederholt (zB was ein Jailbreak ist); und Handlungsstränge, die für die Geschichte nicht von Mehrwert waren.
Die technischen Infos, auch die zur KI, waren sehr interessant - nur bei den Details zur Epigenetik war ich leicht überfordert ;)
Jedenfalls war es beklemmend zu lesen, was Unternehmen alles (Illegales) machen, nur um den Profit zu maximieren. Menschen zählen dabei gar nicht mehr. Diese "Ideen" waren allerdings gar nicht so abwegig, darum umso furchterregender.
Die Gefahren von Viren, Spyware und Co auf dem Handy ist allen bewusst, aber nicht, wie leicht man sich sowas einfangen kann und es nicht einmal merkt. Darum ist die Geschichte so authentisch.

Gut gefallen hat mir, dass Köln wieder präsent ins Geschehen eingebaut war; da ich die Stadt schon mal besucht habe, kannte ich viele Schauplätze. Mir gefällt immer besonders gut, wenn man die Örtlichkeiten kennt und die Wege nachvollziehen kann.


Fazit:
Ein Wirtschaftsthriller, der Computertechnik, KI und Gen-Wissenschaft zu einer authentischen und spannenden Handlung verknüpft; leider mit einigen Längen und Wiederholungen und die zweite Hauptfigur war mir einfach total unsympathisch.

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Veröffentlicht am 03.09.2024

Mehr als ein Gedankenspiel?

4

Paulas Leben gerät aus den Fugen, als sie ihr altes Handy beim Kauf eines 'neuen' Gebrauchten in Zahlung gibt und der Händler darauf eine Spyware entdeckt. Am nächsten Tag ist der Mann tot. Paula wird ...

Paulas Leben gerät aus den Fugen, als sie ihr altes Handy beim Kauf eines 'neuen' Gebrauchten in Zahlung gibt und der Händler darauf eine Spyware entdeckt. Am nächsten Tag ist der Mann tot. Paula wird von der Polizei verdächtigt und wird mit unerwarteten Entwicklungen konfrontiert.

Die Charaktere werden gut beschrieben und sind glaubhaft, wobei einer der Protagonisten es dem Leser nicht leicht macht, seine Zuverlässigkeit einzuschätzen. Die Handlung beginnt spannend und fesselnd und entwickelt ein hohes Tempo. Man merkt dem Autor seine Erfahrung als Drehbuchschreiber an, ich konnte mir alle Szenen bildhaft vorstellen. Marc Mellers Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen.

Die Geschichte ist komplex und hat mich mit vielen wissenschaftlichen und technischen Details überrascht, die ausführlich und auch wiederholt geschildert werden, wodurch die Spannung immer wieder ausgebremst wird. Dennoch fand ich die Gefahren von Künstlicher Intelligenz, die epigenetische Daten verarbeitet, von Konzernen missbraucht werden und so auch für die Gesellschaft ungeahnte Konsequenzen haben könnte, gut recherchiert, sehr interessant und auch erschreckend.

Die Handlung wird für mich durch zu viele Zufälle voran getrieben, es gibt meiner Meinung nach unnötige Nebenstränge und manchmal konnte ich das Vorgehen der Protagonistin Paula nicht nachvollziehen.
Das Cover in schwarz und rot mit einer türkis dargestellten Frequenz ist ein Hingucker, wobei ich den Untertitel für irreführend halte. Trotzdem hat mich 'Das Smartphone' gut unterhalten und ich habe das Buch gern gelesen.

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Veröffentlicht am 02.09.2024

Aktueller leicht lesbarer Thriller

5

In "Das Smartphone" geht es um eine junge Studentin, Paula, die ein gebrauchtes Smartphone kauft und ihr altes dafür in Zahlung gibt. Noch am selben Abend wird sie von dem Verkäufer des Smartphones kontaktiert, ...

In "Das Smartphone" geht es um eine junge Studentin, Paula, die ein gebrauchtes Smartphone kauft und ihr altes dafür in Zahlung gibt. Noch am selben Abend wird sie von dem Verkäufer des Smartphones kontaktiert, der ihr eröffnet, dass auf ihrem alten Smartphone eine seltsame Spyware installiert war. Als sie ihn am nächsten Tag aufsucht, um die Sache zu klären, ist er brutal ermordet worden und Paulas Leben wird kompliziert...

Der Thriller hat ein gutes Erzähltempo und die Protagonisten sind plausibel und treffend geschildert. Der Handlungsstrang ist streckenweise wirklich sehr schnell und hat einige überraschende Wendungen.
Paula ist eine sympathische, moderne Protagonistin, mit der ich sehr mitgefühlt habe. Die anderen Charaktere waren plastisch genug geschildert, dass ich auch hier Sympathien und Antipathien aufbauen konnte.
Trotz einiger am Schluss nicht ganz aufgelöster Handlungsstränge und zum Teil etwas zu oft wiederholten Informationen, habe ich das Buch gern und schnell gelesen und war auch mit dem Schluss zufrieden.

Die Warnung vor dem, was mit KI machbar ist oder sein könnte, ist auf jeden Fall keine allzu entfernte Zukunftsmusik und ein brandaktuelles Thema.
Gut verpackt in einem spannenden und lesbaren Thriller mit nicht allzu viel Tiefgang kann ich "Das Smartphone" auf jeden Fall weiter empfehlen.

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