Leserunde zu "Der Tote Antiquar von Limehouse" von Ann Granger

Ein Mörder in Limehouse – gehen Liz und Ben ihm auf den Leim?
Cover-Bild Der tote Antiquar von Limehouse
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Ann Granger (Autor)

Der tote Antiquar von Limehouse

Ein Fall für Lizzie Martin und Benjamin Ross aus dem viktorianischen London. Kriminalroman

Axel Franken (Übersetzer)

London, 1871. Jacob Jacobus ist ein wahrhaft berüchtigter Antiquar mit einem Laden im zwielichtigen Viertel Limehouse, ein schlitzohriger Halunke, Vertrauter von Gaunerbanden - aber auch Augen und Ohren für Scotland Yard. Inspector Benjamin Ross sucht ihn regelmäßig auf, um an Informationen zu kommen. Auch jetzt, als er den spektakulären Diebstahl eines Diamanthalsbandes aufklären muss, eines wertvollen Erbstücks der Familie Roxby. Doch Jacobus ist tot, jemand hat ihm die Kehle aufgeschlitzt. Hängen der Mord und der Diebstahl miteinander zusammen? Ben und seine Ehefrau Lizzie ermitteln wieder einmal gemeinsam und kommen bald einem tragischen Geheimnis auf die Spur ...

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 04.11.2024 - 24.11.2024
  2. Lesen 16.12.2024 - 29.12.2024
  3. Rezensieren 30.12.2024 - 12.01.2025

Bereits beendet

Schlagworte

Mord Ermittlerduo Scotland Yard Hobbydetektivin Anne Perry Viktorianische Zeit Viktorianischer Krimi England Cosy Crime historischer Krimi Krimis

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 12.01.2025

Ein neuer Fall für Inspector Benjamin Ross.

1

Ann Granger entführt ihre Leser mit ihrer viktorianischen Krimireihe ins Jahr 1871 nach London.
Ein neuer aufregender Fall für von Scotland Yard und seine Ehefrau Lizzie Martin.

Die Autorin schaffte es, ...

Ann Granger entführt ihre Leser mit ihrer viktorianischen Krimireihe ins Jahr 1871 nach London.
Ein neuer aufregender Fall für von Scotland Yard und seine Ehefrau Lizzie Martin.

Die Autorin schaffte es, mich mit ihrem ganz eigenem, altertümlichen, Schreibstil, direkt in diese Zeit zu versetzen. Das Flair des alten Londons wird lebendig, diese düstere Stimmung, die dunklen Gassen, der Nebel der über der Stadt hängt. Hier passt alles perfekt zusammen.

Dieser Kriminalfall ist aufregend und hat seine spannenden Momente. Dank der vielfältigen Charaktere spiegelt sich hier das Sittenbild der damaligen Zeit wieder. Die gesellschaftlichen Zustände, die Standesunterschiede und die Arbeit der Polizei sind sehr gut geschildert und zaubern Bilder im Kopf.

Für mich war es der erste Band dieser Reihe, aber sicher nicht der letzte.

Das neue Buchcover dieser Reihe gefällt mir richtig gut.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Spannend und unerwartet

1

Ich liebe englische Krimis und besonders wenn sie in der viktorianischen Zeit spielen.
Der Krimi beginnt mit dem Tod des Antiquars Jacob Jacobus und einem Diebstahl eines Smaraktcolliers. Inspektor Benjamin ...

Ich liebe englische Krimis und besonders wenn sie in der viktorianischen Zeit spielen.
Der Krimi beginnt mit dem Tod des Antiquars Jacob Jacobus und einem Diebstahl eines Smaraktcolliers. Inspektor Benjamin Ross löst beide Fälle mit Hilfe seiner Frau Lissie. Bis zum Schluss ist nicht klar, ob beide Verbrechen zusammenhängen.
Der Krimi lebt von seinen liebenswerten und skurrilen Figuren und der atmosphärisch dichten Beschreibungen des viktorianischen Londons und deren Gesellschaft.
Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und es fällt einem schwer das Buch beiseite zu legen. Ich freue mich schon auf weitere Fälle von Ben und Lizzie

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Veröffentlicht am 05.01.2025

Musste er wirklich sterben?

2

Im viktorianischen London geschehen seltsame Dinge. Zuerst passieren mehrere Juwelendiebstähle, dann wird der Antiquar Jacobus nach dem Besuch der Polizei ermordet und das Collier der Roxby-Familie verschwindet ...

Im viktorianischen London geschehen seltsame Dinge. Zuerst passieren mehrere Juwelendiebstähle, dann wird der Antiquar Jacobus nach dem Besuch der Polizei ermordet und das Collier der Roxby-Familie verschwindet spurlos.
Ben Ross versucht mit der Hilfe seiner Frau Lizzie dem Täter/den Tätern auf die Spur zu kommen. Doch wird es ihm gelingen jemanden festzunehmen?
In der Zeit, in der es noch keine Autos gab, die Frau dem Mann untergeordnet war und es wirklich darauf ankam, was die Gesellschaft von einem denkt, spielt der spannende Krimi von A. Granger.
Die Unterschiede, sowohl zwischen Mann und Frau als auch in der Gesellschaft werden von der Autorin perfekt eingefangen und vermittelt. Der Schreibstil zeichnet die damalige Geschichte und erwekt sie z. B. durch das Gesagte der Charaktere zum Leben. Alles passt perfekt zusammen und ist empfehlenswert zu lesen.
Obwohl ich keine Bücher der Reihe kenne/kannte, hatte ich absolut keine Probleme das Buch zu lesen und zu verstehen.
Einen kleinen Minuspunkt habe ich aber leider für das Buch: Der Titel passt nicht 100%ig zum Buch. Es geht natürlich um den toten Antiquar, aber zu dieser Ermittlung wird, meiner Meinung nach, im Buch zu wenig erzählt und ermittelt. Der Fokus liegt eher bei der Ermittlung zum Verschwinden des Roxby-Erbstücks. Etwas schade, da ich gerne mehr über Jacobus erfahren hätte.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Krimi rundum schlüssig ist, die Suche nach dem Täter als Leser super Spaß macht und das Ende/die Wendungen unerwartet sind. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 05.01.2025

Spannender historischer Krimi

4

Mit ihrem neuen Fall der Lizzie Martin und Benjamin Ross Reihe entführt uns Ann Granger ins viktorianische London im Jahre 1871.
Der dubiose Antiquitätenhändler Jacob Jacobus, der auch Informant für Benjamin ...

Mit ihrem neuen Fall der Lizzie Martin und Benjamin Ross Reihe entführt uns Ann Granger ins viktorianische London im Jahre 1871.
Der dubiose Antiquitätenhändler Jacob Jacobus, der auch Informant für Benjamin Ross war, wird auf brutale Weise ermordet. Zeitgleich wurde der Diebstahl eines Colliers durch die wohlhabende Mrs. Roxby bei Scotland Yard zur Anzeige gebracht. Mit der Aufklärung beider Fälle wird Inspector Ross betraut. Neben akribischer Polizeiarbeit ist in beiden Fällen auch Fingerspitzengefühl erforderlich. Hier kann Inspector Ross auch auf die Hilfe seiner Frau Lizzie bauen, die mit guten Ideen und Ratschlägen unterstützen kann - sowie durch Gespräche, die Lizzie mit der Tochter und Erbin des Jacobus führt, als auch Gespräche in gesellschaftlichen Kreisen.
Die Aufklärung der Verbrechen gestaltet sich in beiden Fällen schwierig. Allerdings vermutet der Inspector bald einen Zusammenhang zwischen dem Diebstahl und dem Mord.
Ann Granger vermag es sehr gut den Leser durch ihre bildhafte Sprache und den tollen Schreibstil ins viktorianische London eintauchen zu lassen. Die Charaktere, ob im armen Limehouse oder im reichen Hampstead, sind wunderbar ausgearbeitet. Die gesellschaftlichen Unterschiede sowie die verschiedenen Rollenbilder werden sehr gut dargestellt.
Welche Familie hat wohl keine Geheimnisse. Die Aufklärung der Fälle bringt noch einige Überraschungen mit sich. Für mich war am Ende alles stimmig abgeschlossen.
Das Cover des Buches passt perfekt ins düstere London.
Das Buch hat mich von Anfang bis Ende gefesselt und ich war immer am Mitraten.
Von mir gibt es eine klare Empfehlung für das Buch.

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Veröffentlicht am 03.01.2025

Ermittlungen im viktorianischen London

6

In seinem 9. Fall verschlägt es Inspector Benjamin Ross von Scotland Yard in die gesellschaftlich nicht gerade bevorzugten Stadtteil Limehouse. Der etwas exzentrische und nebulöse Antiquar Jacob Jacobus ...

In seinem 9. Fall verschlägt es Inspector Benjamin Ross von Scotland Yard in die gesellschaftlich nicht gerade bevorzugten Stadtteil Limehouse. Der etwas exzentrische und nebulöse Antiquar Jacob Jacobus wurde ermordet. Gleichzeitig wird er mit der Aufklärung des Diebstahls eines wertvollen Colliers betraut, der im wesentlich besser gestellten Stadtteil Hampstead stattgefunden hat.

Mir hat die akribische und unvoreingenommene Herangehensweise des sympathischen Inspectors bei seinen Ermittlungen gut gefallen. Bemerkenswert für jene Zeit ist sicherlich, dass er seine Frau Lizzie Martin nicht nur die Geschehnisse schildert, sondern auch ihre Gedanken dazu abwägt und gegebenenfalls berücksichtigt. Auch die Figur des Hehlers Jacob Jacobus fand ich trotz seiner leicht kriminellen Ader irgendwie liebenswert. Nur schade, dass er so schnell das zeitliche segnen musste. Weniger sympathisch sind da die besser gestellten Personen, die hochnäsig daherkommen und meinen, sich ihre Regeln selbst machen zu können.

Ich habe schon einige Bücher von Ann Granger gelesen und bin jedes Mal aufs Neue von ihrem Schreibstil begeistert. Sie schafft es hervorragend den viktorianischen Zeitgeist einzufangen und scheut sich auch nicht davor, bei ihren Beschreibungen ins Detail zu gehen. So bekommt man als Leser ein ziemlich genaues Bild von der Mode, den gesellschaftlichen Gepflogenheiten, aber auch von den sozialen Diskrepanzen zwischen den Gesellschaftsschichten sowie den herrschenden Missständen.

Dieser historische Krimi mit Mord, Diebstahl und Familiengeheimnissen in einem exklusiven Schreibstil verfasst, war für mich das reine Lesevergnügen.

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