Leserunde zu "Die Gottesmaschine" von Reinhard Kleindl

Wer nach Gott sucht, wird den Tod finden
Cover-Bild Die Gottesmaschine
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Reinhard Kleindl (Autor)

Die Gottesmaschine

Thriller

Wer nach Gott sucht, wird den Tod finden

Als Gefallen für einen guten Freund reist der römische Weihbischof Lombardi in ein abgelegenes Kloster im Montblanc-Gebiet. Hier erforschen Wissenschaftler aus aller Welt mit einem leistungsfähigen Supercomputer die Geheimnisse der Schöpfung. Aber der Frieden wird zerstört, als Lombardi den Mönch Sébastien, den er treffen sollte, tot im Computerraum findet. Die Leiche weist Spuren eines grausamen Rituals auf und ist mit rätselhaften Symbolen übersät. Gemeinsam mit der Physikerin Samira Amirpour findet Lombardi heraus, dass Sébastien eine folgenschwere Entdeckung gemacht hat. Und dieses Wissen wird nun auch für Lombardi und Amirpour lebensgefährlich ...

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 14.06.2021 - 04.07.2021
  2. Lesen 19.07.2021 - 01.08.2021
  3. Rezensieren 02.08.2021 - 15.08.2021

Bereits beendet

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Wenn ihr wissen möchtet, wie eine Leserunde funktioniert und auf welche Kriterien wir bei der Auswahl der Teilnehmer achten, schaut doch mal hier vorbei.

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Abschnitt 2, KW 30, Seite 196 bis Ende

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Fever

Mitglied seit 09.11.2020

Jedes Buch hat eine Chance verdient!

Veröffentlicht am 26.07.2021 um 10:18 Uhr

ACHTUNG, POST ENTHÄLT SPOILER!

Dann eröffne ich mal Runde 2! Ich fand das Buch unheimlich spannend und habe es dann am Wochenende ganz verschlungen – jetzt musste ich ungeduldig auf Montag warten, um meine Meinung dazu kundzutun.

Es passierte ja noch einmal wahnsinnig viel, ich muss erst einmal meine Gedanken sortieren. Positiv ist mir dabei aufgefallen, dass die Handlung zwar chaotisch ist, das aber nicht in einer chaotischen Erzählweise resultiert. Die verschiedenen Handlungsstränge waren mir immer klar und präsent vor Augen, die relevanten Fragen und Konflikte immer deutlich. Die kurzen Kapitel helfen sicher dabei, den Überblick zu behalten, allerdings muss ich noch einmal betonen (wie auch in Woche 1 schon gesagt wurde), dass mir die Cliffhanger am Kapitelende etwas zu sehr Überhand genommen haben. Ich fand das irgendwann etwas mühsam – und auch unnötig, denn wenn man so weit im Buch gekommen ist, wird man sicher nicht mehr mit dem Lesen aufhören, als Strategie, um die LeserInnen am Ball zu halten, ist es also irgendwann überflüssig.

Bei Lombardi hatten ja einige den richtigen Riecher. Ganz kurz dachte ich zwischendurch, dass er vielleicht sogar eine Liebesbeziehung mit Badalamenti hatte, aber es ist einfach die Frau in Afrika. Finde ich schlüssig!

Auch bezüglich Amirpour waren wir ja teilweise auf der richtigen Fährte, auch wenn sie sich am Schluss doch als integer herausstellt.

Dass Philipp nicht der Diener war, hat mich ebenfalls wenig überrascht, denn das wäre wirklich zu offensichtlich gewesen. Den Computertechniker hatte ich allerdings nicht auf dem Schirm! Nach dem Ausschlussprinzip dachte ich mir, er könnte es sein, weil sonst nicht mehr so viele Charaktere übrig waren, die uns vorgestellt wurden, aber ehrlich gesagt hätte ich mir hier ein paar mehr Anhaltspunkte gewünscht. Er war schon eine große und nicht vorhersehbare Überraschung. Oder habe ich Hinweise übersehen? Vielleicht hatte ihn jemand anders ja im Verdacht? Dann würde mich interessieren, woran ihr das festgemacht habt.

Die Entwicklungen im Vatikan fand ich durchaus spannend, allerdings habe ich nicht so ganz verstanden, wie sich die Demonstrierendengruppen zusammensetzen. War da die Idee, dass sich grundsätzlich alle monotheistischen Religionen von der Widerlegung der Existenz eines beliebigen Gottes angegriffen fühlen? Das fand ich ein wenig schwammig. Dass der Papst zuletzt dann die gewaltbereiten Demonstrierenden einfach so zur Ruhe bringen konnte, fand ich auch ein wenig zu einfach gelöst. Gerade wenn da unterschiedliche Religionen unterwegs sind, würde doch nicht jede/r seine Autorität anerkennen, oder?

Das Wichtigste war aber, dass die Geschichte insgesamt meist schlüssig zu Ende erzählt wurde – es gibt keine losen Enden, und es war immer spannend. Für mich war das eine befriedigende Auflösung – mit einem wirklich unerwarteten Twist über Philipps und Sébastiens wie auch immer geartete Beziehung.

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Tawny

Mitglied seit 26.05.2020

Veröffentlicht am 26.07.2021 um 11:38 Uhr

Mhh, ich muss zwar gestehen, dass ich die zweite Hälfte deutlich besser fand als die erste, aber so richtig begeistert bin ich nicht.
Die wörtliche Rede, die ich im ersten Teil sehr hölzern fand, hat mich nun nicht mehr so sehr gestört. Leider bin ich mit den Personen aber auch bis zum Ende nicht warm geworden, da man sie nur sehr oberflächlich kennengelernt hat.

Auch hat es mich enttäuscht, dass die eingepflanzten Chips zur Überwachung der Gesundheitszustände keine weitere Rolle mehr bekommen haben. Ich hatte mir insgeheim erhofft, dass darüber der Täter ermittelt oder aber ein Verdächtiger entlastet hätte werden können.

Außerdem hatte ich mit einem ganz anderen Schwerpunkt des Thrillers gerechnet. Der Titel „Die Gottesmaschine“ hat mich irgendwie davon ausgehen lassen, dass der Supercomputer und die damit einhergehenden Entdeckungen viel mehr im Zentrum der Handlung stehen. Natürlich, die Handlung hat sich immer wieder mit Sébastians Werk befasst, aber dass es letztendlich nie komplett erläutert werden konnte, lässt mich etwas unzufrieden zurück.

Ebenso gehts es mir mit der Entführung im Vatikan, die mir persönlich einfach nicht vollständig genug erzählt wurde. Bzw. die Ereignisse im Vatikan haben sich plötzlich fast überschlagen, ich fand das einfach alles in der zweiten Hälfte des Thrillers etwas too much.
Meiner Meinung nach gab es im Thriller einige gute Handlungsbrocken, die für mich aber nicht perfekt zusammengereiht bzw. auserzählt wurden.

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TheLidel

Mitglied seit 26.01.2021

Veröffentlicht am 26.07.2021 um 16:20 Uhr

Das Buch habe ich zwar schon beendet, aber ich rätsle immer noch verzweifelt an dem Code! Ich habe schon alle ziemlich naheliegenden Schlüssel ausprobiert (Physik, Gott, Wissenschaft, …) aber nichts… hat jemand eine Idee was der Schlüssel sein könnte? Ich denke man kann ihn erraten, sonst würde diese Botschaft ja nicht in der Danksagung auf uns warten (hoffe ich zumindest).

Aber jetzt zum Buch. Alles in allem hat es mir schon gefallen, es war nicht langweilig und man konnte mit rätseln. Vom Hocker gehauen hat es mich aber dann doch nicht wirklich. Zwei Punkte haben mich schlussendlich doch gestört:

Zum einen die Demonstrationen vor dem Petersplatz. Wieso? An die Öffentlichkeit ist bis dahin ja nur die Skizze des Beweises gedrungen und Experten hatten diese noch nicht einmal analysiert/verifiziert. Und das soll solche Unruhen auslösen? In wem? Ungläubige fühlen sich bestätigt, Gläubige weichen nicht von ihrem Glauben ab. So war es zuvor und ich bezweifle, dass lediglich die Andeutung eines Beweises für oder gegen Gott so etwas auslösen würde. Vor allem was soll denn passieren? Wollen sie die Kirche einstampfen? Auch nachdem wir am Schluss erfahren, um was es sich handelt, ist diese ganze gewaltbereite Stimmung für mich nicht nachvollziehbar. Die Neuartigkeit eines solchen „Beweises“ ist für die Demonstrierenden doch gar nicht greifbar.

Zum anderen hat mich Lombardi in der zweiten Hälfe mit seiner Naivität wirklich manchmal zum Verzweifeln gebracht! Als er niemandem mehr trauen kann und gerade so aus seiner Zelle fliehen kann und eigentlich jeder unter Verdacht steht, ruft er die interne Notruffunktion der Abteieigenen App auf, um Demetrios zu retten? Ein Wunder, dass er den Mörder nicht direkt mit alarmiert hat, wenn man bedenkt um wen es sich handelte. Das wurde nur noch davon übertroffen, als er, an einem Seil hängend, sein Leben in Blessings Händen, diesen damit konfrontiert, der Mörder müsste ein Mönch sein… Vielleicht genau der, der gerade noch dein Seil hält, Lombardi?!

Was ich am Ende wirklich gelungen fand war, dass es der Wissenschaft gelingt Gräben zu schließen, welche die Kirche eher weiter aufreißt. Samira Amirpour arbeitet genauso am Projekt mit wie Geistliche und Claudia, wohingegen Amirpour sich von Seiten der Kirche mit übelsten Diskriminierungen konfrontiert sieht („Eine Naturwissenschaftlerin mit muslimischen Wurzeln“ – Gott bewahre, die stärksten Feinde der Kirche!). Die Kirche scheint hier leider nicht zu begreifen, dass die Wissenschaft andere Ziele verfolgt als deren „Vernichtung“. Höhere Ziele, denen sich die Kirche nicht verschließen sollte. Obwohl im Nachwort ja sogar darauf eingegangen wird, dass die Kirche eine Brücke zu der Wissenschaft geschlagen hat.

Ein bisschen mehr mystische Spannung hätte mir gut gefallen, ein bisschen mehr in die Tiefe gehen, was den Exorzismus und die alten Bräuche anbelangt. Aber alles in allen ein lesenswertes Buch.

Jetzt probiere ich mich mal an weiteren Schlüsseln aus, hoffentlich nicht so erfolglos wie bisher…

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TheLidel

Mitglied seit 26.01.2021

Veröffentlicht am 26.07.2021 um 16:26 Uhr

Zitat von Tawny

Der Titel „Die Gottesmaschine“ hat mich irgendwie davon ausgehen lassen, dass der Supercomputer und die damit einhergehenden Entdeckungen viel mehr im Zentrum der Handlung stehen.



Mit dem Titel habe ich auch etwas gehadert. Man vermutet ja, dass mit Hilfe des Supercomputers Gott widerlegt/bewiesen werden kann. Aber falls überhaupt, hat Sébastien seine Berechnungen mal damit durchführen lassen und diese "Gottesmaschine" hat recht wenig zur eigentlichen Handlung beigetragen.

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carola1475

Mitglied seit 14.02.2021

Veröffentlicht am 26.07.2021 um 19:00 Uhr

Ich hadere nicht nur mit dem Titel, sondern auch mit dem "Aufmacher" auf dem hinteren Cover "Wer Gott sucht, wird den Tod finden". Das stimmt doch so gar nicht.

Die Ereignisse im Vatikan und auf dem Petersplatz finde ich auch zu viel. Genau so wie die Episode mit Pater Angelus. Aber Fahrt aufgenommen hat der zweite Teil schon, immerhin.

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carola1475

Mitglied seit 14.02.2021

Veröffentlicht am 26.07.2021 um 19:07 Uhr

@Thelidel:
Der Code findet sich auch auf der homepage des Autors und wenn man ihn anklickt, gelangt man zu einer Art Werbung für das Buch. Das bringt uns aber leider auch nicht weiter...

Die Demonstranten auf dem Petersplatz waren sicherlich nur durch die Medien angestachelt ohne die (wissenschaftlichen) Hintergründe überhaupt zu verstehen. Und dann die Eskalation durch die lancierte Nachricht über den verletzten Demonstranten.

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TheLidel

Mitglied seit 26.01.2021

Veröffentlicht am 26.07.2021 um 19:40 Uhr

Zitat von carola1475

Der Code findet sich auch auf der homepage des Autors und wenn man ihn anklickt, gelangt man zu einer Art Werbung für das Buch. Das bringt uns aber leider auch nicht weiter...



Danke für den Hinweis! Ich glaube im Buch ist ein führendes "X" mehr als auf der Homepage... Was mich jetzt ehrlich gesagt noch mehr verwirrt... :D

UPDATE: Den Code habe ich entschlüsselt, bzw. den richtigen Schlüssel gefunden. Damit kann man sich auf der Seite des Autors einloggen. Allerdings ergibt für meinen Schlüssel nur der Code im Buch Sinn und nicht der auf der Homepage ohne das "X".

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MaeLee

Mitglied seit 19.07.2016

"Nicht die Welt macht diese Menschen, sondern diese Menschen machen die Welt." Elfriede Hablé

Veröffentlicht am 26.07.2021 um 21:22 Uhr

Ja nun geselle ich mich zu Euch :)
In einem Punkt scheinen wir uns eins zu sein: der 2. LA hat gut Fahrt aufgenommen. Obwohl der Autor noch immer versucht hat, uns die wissenschaftlichen Hintergründe nahe zu bringen. Ich könnte mir vorstellen, dass die Falsifizierung einer These eine Bestätigung sein oder nicht sein kann, da dürfte er schon den einen oder anderen " verloren" haben.
Sebastia'n hat also die Annahme zu Grunde gelegt, dass es Gott" nicht gäbe. Aufgrund der gesamten Aktionen rund um Bischof Lombardi, ist die These und Antithese etwas in den Hintergrund gerückt. Was ich für nicht weiter schlimm, empfinde.
Bischof Lombardi ist und war ein merkwürdiger Mensch. Eine Frau, die er liebt in Afrika. Unklar ob er für sein Empfinden würdig oder unwürdig im Mönchvergleich, erscheint. Vielleicht hat seine innere Zerrissenheit dazu geführt, dass er behäbig reagiert hat?!
Angelus ist Konstanz. Damit hatte ich auch nicht gerechnet. Konstanz hatte ein friedvolle Grundidee. Diese sollte zu einem Schulterschluss zwischen Wissenschaft & Kirche führen. Das hat nicht funktioniert. Ich bin mir auch nicht sicher, ob der Vatikan das überhaupt wollen würde.
Die Demonstranten: ich fühle mich erinnert an Geschehen der jüngsten Vergangenheit hier in den Flutkatastrophe Gebieten. Wer würde damit rechnen, dass sich Menschen finden, die Mitarbeiter des THW bewerfen?! Es braucht nicht viel um Massen zu mobilisieren. Oder auch der "Run auf das Capitol"... Ein paar Worte und schon machen viele mit. Natürlich durfte auch die Angst vor einem Terrorakt nicht fehlen. Da würde es mir dann wirklich zu viel. Insofern, dass die abgerissenen Themen nicht mehr abgearbeitet werden konnten oder würden. Viele "Töpfe",ohne Inhalt und Abschluss.
Der Papst: ein wirklich schlecht erklärtes Klischee. Zum Einen ist es sicher von der jeweiligen Person und ihrer "Aura" sowie Fähigkeit überzeugen und befrieden zu können. Für mich war das zu sehr " heile katholische Welt!" Ein Imam könnte sicher ebenso wie andere religiöse Führer, die natürliche Autorität besitzen, um einen Mob günstig zu beeinflussen.?!
Dann hätten wir noch das Thema: Homosexualität innerhalb eines Ordens. Bei dieser Offenlegung hat die Story schon zu viele "Baustellen" angesprochen. Für mich würde auch das zu schnell abgehandelt. Blessing und Demetrios: obwohl sie fast konstant dabei waren, waren sie mir noch immer gern. Ich kann sie noch immer nicht einschätzen.
Und, der Computerfreak war der Diener! Also, den guten Jungen hatte ich vollkommen aus den Augen verloren.
Er war anfangs ja mehr oder minder als "Ungläubigen" vorgestellt worden, war dann aber von seiner Idee von Religion und seinem Auftrag beseelt.
Nun insgesamt muss ich wirklich alles noch einmal überdenken. Ich bin mir doch unschlüssig, was am Ende bleibt ;)
Die Gottesmaschine: ich dachte wie einige andere, dass es sich dabei um den Supercomputer handle. In weiter gefassten Sinne kann es sich aber auch um die gesamte Maschinerie rund um Monotheistische Glaubensgemeinschaften handeln?
Ich bin noch auf unsere weiteren Diskussionen gespannt.

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Vindoe50

Mitglied seit 01.05.2019

Veröffentlicht am 27.07.2021 um 08:26 Uhr

Achtung, wenn ihr noch nicht durch seid, evtl. Spoiler.

Der zweite Teil war zwar etwas spannender als der erste, aber so richtig zufriedenstellend für mich leider nicht. Alles wirkte chaotisch, nicht nur die Situation in der Abtei, auch vor bzw. in dem Petersdom. Terroristen, die die Kirche zerstören wollen und Kardinal Gnerro als Geisel nehmen. Verschiedengläubige Demonstranten, Falschmeldungen etc. Warum haben die sich so schnell eingefunden? Nur weil man aus den Arbeitsteilen, die Sébastien veröffentlicht hatte, annahm, er hätte einen Beweis gegen Gottes Existenz gefunden? Und dann geht der Papst (ungesichert natürlich) auf die Demonstranten zu und alles löst sich in Wohlgefallen auf und Gnerro lässt zudem noch die Täter entkommen?! Ich fand das alles sehr aufgebauscht und dann war die Luft raus. Genauso mit dem Gottesbeweis. Am Ende dann doch nichts.
Und die Situation in der Abtei? Als Lamberti festgesetzt wurde, kann er die Gitterstäbe lockern und rausklettern. Hängt nun an der Mauer, will zu dem Geheimgang gelangen. Im nächsten Moment lässt er sich schon auf den Boden des Geheimgangs sinken. Er ist also mit verletzter Hüfte außen an der Mauer, den Abgrund unter sich, wie Spiderman zum Gang gekrabbelt? Fand ich unglaubwürdig.
Auch Samira. Letztlich doch nichts mit Geheimdienst und bezahlter Intrige gegen die Kirche. Einzig überraschend war der wahre Diener. Nicht Philipp, wie sicher jeder hier angenommen hatte. Ich hatte mir ehrlich gesagt von dem Thriller mehr versprochen. Schon der Titel "die Gottesmaschine" hatte andere Erwartungen in mir geweckt. Irgendetwas Spektakuläres, was mit Hilfe der Computer entdeckt bzw. bewiesen werden würde, auch, wenn es nur Fiktion wäre. Es ging zwar um Sébastiens Arbeit, aber der Supercomputer, also die "Gottesmaschine", kam kaum noch vor. Statt dessen unendliches Gerenne durch irgendwelche Gänge. Nicht zu vergessen der Schreibstil. Kurze Kapitel, die immer dann enden, wenn man gerade auf die Fortsetzung der Situation wartet. Statt Spannung zu wecken fand ich das nervig und war dann auch froh, das Buch ausgelesen zu haben.

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Vindoe50

Mitglied seit 01.05.2019

Veröffentlicht am 27.07.2021 um 08:29 Uhr

Zitat von MaeLee

Die Gottesmaschine: ich dachte wie einige andere, dass es sich dabei um den Supercomputer handle. In weiter gefassten Sinne kann es sich aber auch um die gesamte Maschinerie rund um Monotheistische Glaubensgemeinschaften handeln?


Interessanter Ansatz.