Leserunde zu "Die Tochter des Serienkillers" von Alice Hunter

Liegt dir Mord im Blut?
Cover-Bild Die Tochter des Serienkillers
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Alice Hunter (Autor)

Die Tochter des Serienkillers

Liegt dir Mord im Blut? Thriller

Rainer Schumacher (Übersetzer)

Dieses Buch gibt es in zwei Versionen: mit und ohne Farbschnitt. Sobald die Farbschnitt-Ausgabe ausverkauft ist, liefern wir die Ausgabe ohne Farbschnitt aus.

Jane ändert ihren Namen, sobald sie ihren Eltern entfliehen kann. Ihre Mutter ist manipulativ und kontrollsüchtig und ihr Vater ein überführter Serienkiller. Nun nennt sie sich Jenny, lebt in einem fernen Ort in Devon, ist glücklich verheiratet mit Mark und glaubt, ihr altes Leben hinter sich gelassen zu haben. Bis Marks Ex-Geliebte verschwindet und vor Jennys Haustür Pakete mit grausigen Tierkadavern auftauchen. Weiß jemand von ihrer Vergangenheit? Oder versucht jemand erneut, Einfluss über sie zu gewinnen? Ihre manipulative Mutter? Oder ihr Vater, der Serienmörder? Und nach und nach wird klar, dass Mark und Jenny auch nicht ganz ehrlich zueinander waren. Beide haben ihre Geheimnisse ...

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 03.02.2025 - 16.02.2025
  2. Lesen 24.02.2025 - 16.03.2025
  3. Rezensieren 17.03.2025 - 30.03.2025

Bereits beendet

Schlagworte

Freida McFadden Samantha Downing Die Frau des Serienkillers Die Schwester des Serienkillers Psychothriller Psychodrama psychologische Spannung unzuverlässige Erzähler Serienkiller Serienkiller Familie Familiengeheimnis Thriller

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 17.03.2025

Dunkle Geheimnisse und unerwartete Wendungen: Ein packender Thriller mit einem schwachen Finale

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Das Buch hat mich von Anfang an überrascht und gefesselt, obwohl ich zunächst skeptisch war, da das Cover und der Farbschnitt mich nicht sofort angesprochen haben. Doch der Klappentext hat mich letztlich ...

Das Buch hat mich von Anfang an überrascht und gefesselt, obwohl ich zunächst skeptisch war, da das Cover und der Farbschnitt mich nicht sofort angesprochen haben. Doch der Klappentext hat mich letztlich neugierig gemacht, und ich wurde nicht enttäuscht.
Die Geschichte entfaltet sich mit einem spannenden Prolog, der sofort eine intensive Abneigung gegenüber dem Protagonisten erzeugt und die düstere Atmosphäre des Buches etabliert. Der Roman stellt viele psychologische Fragen und beleuchtet die Abgründe der menschlichen Natur auf eine Art, die sowohl verstörend als auch faszinierend ist.
Die Protagonistin, deren Vergangenheit und innere Konflikte nach und nach enthüllt werden, ist tiefgründig und komplex. Besonders die Frage nach Schuld, Trauma und den Auswirkungen von Kindheitserlebnissen zieht sich durch das gesamte Buch. Der Autorin gelingt es, eine düstere Stimmung zu erzeugen, die den Leser ständig im Unklaren lässt.
Der Schreibstil ist packend und lässt den Leser nie wirklich zur Ruhe kommen. Immer wieder werden neue Fragen aufgeworfen, die das Interesse wachhalten. Besonders gelungen ist die vielschichtige Darstellung der Charaktere, bei denen niemand vollkommen gut oder böse ist. Ihre Motivationen bleiben oft undurchsichtig, was das Buch besonders spannend macht.
Leider war die Auflösung am Ende für mich etwas zu flach und zu abrupt. Während die vielen Wendungen und offenen Fragen im Verlauf der Geschichte gut aufgebaut wurden, konnte das Ende in Bezug auf Tiefe und Emotionalität nicht ganz mithalten. Es fühlte sich ein wenig gehetzt an und ließ einige der zuvor aufgebauten Spannungsbögen nicht so stark zur Geltung kommen, wie ich es mir gewünscht hätte.
Trotz diesem kleinen Makel bleibt das Buch insgesamt ein fesselnder Thriller, der besonders durch seine psychologische Komplexität und die vielschichtige Charakterdarstellung überzeugt.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Leider nicht so spannend, wie die Frau des Serienkillers

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Jennys Vater ist ein Serienkiller und wurde vor vielen Jahren überführt und ins Gefängnis überstellt. Seitdem versucht sie ihrer Vergangenheit zu entfliehen und hat sich ein neues Leben mit Mann und Kindern ...

Jennys Vater ist ein Serienkiller und wurde vor vielen Jahren überführt und ins Gefängnis überstellt. Seitdem versucht sie ihrer Vergangenheit zu entfliehen und hat sich ein neues Leben mit Mann und Kindern aufgebaut. Als plötzlich die Affäre ihres Mannes entführt wird und Tierkadaver vor Jennys Haustüre auftauchen, beginnt sie an sich selbst zu zweifeln. Denn von Albträumen und Blackouts geplagt, kann sie sich nicht mehr erinnern, was sie in der Nacht getan hat, als Olivia verschwand.

Die Tochter des Serienkillers konnte mich leider nicht so sehr überzeugen, wie die Frau des Serienkillers. Der Leser lernt die Gedankenwelt von Jenny und ihrem Mann Mark kennen, aber leider drehen sich die Gedanken oft im Kreis und es passiert nicht viel Neues. Auch das Ende war mir zu abenteuerlich und einige Fragen blieben noch offen. Ich habe mich teilweise gut unterhalten gefühlt, teilweise fand ich es aber leider auch etwas langatmig. Daher eine etwas schwächere Bewertung. Die Schwester des Serienkillers werde ich dennoch lesen.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Kannst du dir trauen?

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Vor zwanzig Jahren gelang es Jane endlich, sich ihrer manipulativen und kontrollsüchtigen Mutter zu entziehen. Seitdem lebt sie nicht mehr unter dem Namen Jane, sondern nennt sich jetzt Jenny. Auch um ...

Vor zwanzig Jahren gelang es Jane endlich, sich ihrer manipulativen und kontrollsüchtigen Mutter zu entziehen. Seitdem lebt sie nicht mehr unter dem Namen Jane, sondern nennt sich jetzt Jenny. Auch um sich von ihrem Vater zu distanzieren, einem verurteilten Serienkiller. Jenny lebt mir ihrem Mann Mark und den beiden Kindern in einem kleinen Ort, weit weg von ihrer Familie und dem Horror der Vergangenheit. Bis Marks Ex-Geliebte Olivia plötzlich verschwindet und Jenny vor ihrer Haustür einen Müllsack mit Tierkadavern findet, die den Verdacht wecken, das jemand Jennys Vergangenheit kennt. Hat jemand herausgefunden, wer Jenny wirklich ist? Hat ihr Vater sie gefunden? Oder ihre Mutter?
Im Zuge der Ermittlungen und im Laufe der Zeit wird klar, dass auch Mark und Jenny ihre Geheimnisse haben.

Nachdem mich der erste Teil begeistert hat, musste ich auch Die Tochter des Serienkillers von Alice Hunter direkt lesen. Beide Teile sind komplett unabhängig voneinander zu lesen, dennoch hat mir das Vorwissen des ersten Bandes diesen Teil spannender erscheinen lassen. Dies liegt nicht am Inhalt, denn der steht zu keiner Zeit in irgendeinem Zusammenhang, sondern am Aufbau und den Auflösungen der beiden Geschichten.

Alice Hunters Schreibstil ist erneut sehr einnehmend und lässt einen super schnell durch die Geschichte fliegen. Im Fokus steht vor allem Jenny, aber auch Marks Perspektive hat einen relativ hohen Anteil. Jennys Perspektive wird dabei noch auch zwei Zeitebenen aufgeteilt, wobei die Vergangenheit nur selten einfließt. Außerdem werden über Extrakapitel die Taten ihres Vaters näher beschrieben. Durch die verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen wird der Geschichte eine gute Tiefe verliehen.

Durch kurze Kapitel, einem flüssigen Schreibstil und den Perspektivwechseln liest sich das Buch sehr gut und lässt sich kaum aus der Hand legen und das obwohl ich inhaltlich dieses Mal leider nicht ganz so begeistert bin. Das liegt u.a. daran, dass ich mir bzgl. der Auflösung ziemlich schnell sicher war und auch die Umstände erahnen konnte. Alice Hunter hat zwar wieder sehr geschickt Streufeuer gelegt, aber überzeugen konnte mich davon keins, sodass mir die Spannung letztendlich fehlte. Zudem nahm mir ein Aspekt In Jennys Gegenwartsgeschichte deutlich zu viel Platz ein und hatte ein erhöhtes Nervpotenzial.

Sehr gut gefallen hat mir wiederum der Prolog und Epilog, der die Geschichte einrahmt, der Figurenbeschreibung super dient und Hoffnung auf mehr aus der Feder Alice Hunters’ macht. Denn auch wenn mich Die Tochter des Serienkillers nicht komplett packen konnte, wurde ich doch wieder gut unterhalten und vor allem der Fokus auf das Innenleben der Figuren finde ich immer wieder spannend.

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