Der Prolog führt uns zurück in die schreckliche Kindheit von Sanna und ihrer Schwester Elin. Die Schwestern waren nicht nur der rohen Brutalität des Vaters ausgesetzt, Sanna wurde von ihm wiederholt missbraucht. ...
Der Prolog führt uns zurück in die schreckliche Kindheit von Sanna und ihrer Schwester Elin. Die Schwestern waren nicht nur der rohen Brutalität des Vaters ausgesetzt, Sanna wurde von ihm wiederholt missbraucht. Dieses frühkindliche Trauma hat eine dissoziative Identitätsstörung bei ihr ausgelöst. Da verwundert es nicht, dass Sanna unbedingt wissen muss, ob ihr verhasster, totgeglaubter Vater noch am Leben ist.
Der Autor schafft es von Beginn an, Spannung aufzubauen und den Leser zu fesseln. Er schreibt flüssig, bildhaft und auch das Lokalkolorit kommt nicht zu kurz. Das atmosphärische Cover passt perfekt zu Titel und Geschichte.
Ich frage mich, was Wolfs und Sannas Recherchen ergeben werden. Lebt der schreckliche Tyrann etwa noch? Wieso wollte er Suizid begehen? Hat er damals seine Frau ermordet oder warum sonst? Gewissensbisse waren es bestimmt nicht. Wer ist Kvernbergs Informant? Viele offene Fragen, die für anhaltende Spannung sorgen. Ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte weitergeht.