Wer einmal in den Sog gerät, kann sich nur schwer befreien ...
Als sich der Seenebel vor Hörnum lichtet, gibt er bei den Tetrapoden am Strand eine Männerleiche frei. Auf den ersten Blick ist ersichtlich: Auf das Opfer wurde brutal eingestochen. Dreiundzwanzig Messerstiche zählt Gerichtsmediziner Sebastian Gerlich, zwei davon waren tödlich. Die eilig angereiste Kriminalkommissarin Liv Lammers und ihre Flensburger Kollegen ermitteln in alle Richtungen. Bald wissen sie: Der Tote heißt Timur Roters, hat zusammen mit seiner Frau Merret als Sozialpädagoge in einer Jugendwohngruppe gearbeitet und sich durch seine liberale Einstellung Feinde gemacht. Doch reicht das, um einen solchen Sturm der Gewalt zu entfesseln?
Liv Lammers ermittelt in ihrem achten Fall auf Sylt, Deutschlands beliebtester Urlaubsinsel
Der Sylt Krimi von Sabine Weiß hat mir wirklich gut gefallen.
Es ist der 8. Fall aus der Krimi Reihe um Liv Lammers. Ich habe zwar bereits andere Teile gelesen, dennoch denke ich, dass man dieses Buch ...
Der Sylt Krimi von Sabine Weiß hat mir wirklich gut gefallen.
Es ist der 8. Fall aus der Krimi Reihe um Liv Lammers. Ich habe zwar bereits andere Teile gelesen, dennoch denke ich, dass man dieses Buch auch sehr gut ohne Vorwissen lesen kann.
In diesem Buch geht es darum, dass der Sozialpädagoge einer Jugendgruppe tot aufgefunden wurde.
Die Ermittlungen drehen ihre Kreise und sowohl bei den Ermittlungen, als auch im Privatleben von Liv und in der Dienstgruppe geht es heiß her.
Die Ermittlungen scheinen schier endlos bis von jetzt auf gleich ein überraschender Durchbruch stattfindet.
Der Krimi lässt sich super und flüssig lesen. Der Spannungsbogen hat mir sehr gut gefallen.
Ich mag den Schreibstil der Autorin, der sehr bildlich ist und einen somit gedanklich nach Sylt holt.
Liebe Sabine Weiß, danke für den Ausflug nach Sylt, ich bin schon gespannt auf das nächste Abenteuer von Liv.
Liv Lammers ermittelt wieder. Und diesmal ist nicht nur der Fall komplex und auf den ersten Blick ziemlich verworren, auch mischt Livs Tochter- ohne es zu wollen - kräftig mit.
Die Gestalt im Schleppnetz ...
Liv Lammers ermittelt wieder. Und diesmal ist nicht nur der Fall komplex und auf den ersten Blick ziemlich verworren, auch mischt Livs Tochter- ohne es zu wollen - kräftig mit.
Die Gestalt im Schleppnetz – ein Mensch? Das Anfangsszenario lässt Bilder im Kopf entstehen, die während des Weiterlesens immer mal wieder hervorblitzen, die aber bis zum Schluss nicht zu deuten sind. Mit der männlichen Leiche, die später dann an Land gespült und mit 23 Messerstichen aufgefunden wird, scheint diese Gestalt nichts zu tun zu haben. Bald wird klar, dass es sich bei dem Toten um Timur Roters handelt. Er leitet eine Jugendwohngruppe, zum Team gehören seine Frau Merret und Bernd Beversen, der im Gegensatz zu dem Ehepaar Roters nicht auf dem Hof mit den Jugendlichen wohnt. Die Jungen und Mädchen gelten als schwer erziehbar, sie kommen aus schwierigen Verhältnissen. Vivien, Raffa, Nico, Idris, Alicia und auch Elaine, Timur und Merrets Tochter, leben hier. Nicht jeder kann seine Emotionen unterdrücken, so mancher rastet ziemlich schnell aus. Andere sind sehr empfindsam, ihre Gefühle fahren Achterbahn. Drogen, Tablettensucht, Alkohol, Brandstiftung und noch so einiges mehr sind ihnen nicht unbekannt.
Liv hätte sich auf ein paar Tage mit Sanna, ihrer Tochter, gefreut. Nun aber hat sie Timurs Tod zusammen mit ihrem Kollegen Andreas Bork, der die Ermittlung leitet, aufzuklären. Andreas ist ziemlich daneben, schon die Anfahrt gleicht einer Höllenfahrt. Er lässt den Macho raushängen, er ist so gar nicht teamfähig. Und Sanna arbeitet für We – Jugendliche helfen Jugendlichen, sie ist hier voll engagiert und mit einem der Mädchen befreundet. Liv weiß davon nichts, denn dieser Kontakt kann für sie und die Ermittlungen ernsthafte Folgen haben.
Verdächtige gibt es so einige, allen voran ist es einer, der mit Merret wohl mehr als befreundet ist, auch ist ein Nachbar nicht gut auf die Jugendgruppe zu sprechen. Auch unter den Jugendlichen macht sich so mancher verdächtig, direkt zu fassen ist jedoch keiner.
Sabine Weiss kenne und schätze ich sowohl als Krimiautorin als auch als Verfasserin vieler historischer Romane. Ihr Name bürgt für stets gut recherchierte, zudem sehr unterhaltsame Bücher. Und natürlich hat es mir Liv Lammers angetan, denn um sie geht es hier. „Gefährlicher Sog“ ist der mittlerweile achte, in sich abgeschlossene Fall, in dem sie auf Sylt ermittelt. Kaum angefangen, bin ich mittendrin am Raten, die Spannung ist sofort da. Die Charaktere sind gut beschrieben, sie sind nahbar, andere kaum zu greifen. „Er durfte nicht zulassen, dass seine Verfehlungen ans Licht kommen.“ Die kurzen Einflechtungen dazwischen lassen viel Raum zum spekulieren, sie sind so mysteriös wie unerklärlich.
„Gefährlicher Sog“ hat alles, war ein Krimi braucht. Ein undurchsichtiger Todesfall, in dem es daneben um Kinder- und Jugendgewalt und der damit einhergehenden Strafmündigkeit geht. Schon überzeichnet, aber dennoch fesselnd, dramatisch und auch gefährlich. Das Cover zeigt eine Düsternis, eine stürmische See, die auf diesen Sylt-Krimi bestens einstimmt.
Ein toter Mann wird an den Strand gespült. Er wurde mit 23 Messerstichen hingerichtet. Es ist der Sozialpädagoge Timur Roters, der zusammen mit seiner Frau Meret eine Wohngruppe für geschädigte und traumatisierte ...
Ein toter Mann wird an den Strand gespült. Er wurde mit 23 Messerstichen hingerichtet. Es ist der Sozialpädagoge Timur Roters, der zusammen mit seiner Frau Meret eine Wohngruppe für geschädigte und traumatisierte Jugendliche leitet. Seine Frau hat ihn erst Stunden später als vermißt gemeldet. Kommissarin Liv Lammers und ihr Kollege Andreas fahren auf die InseL Sylt, um den Fall zu lösen. Während ihren Ermittlungen bekommen sie den Eindruck, dass Roters so manche Feinde hatte. Da war z.B. der Muschelfischer Erk, der sich immer über die lauten Jugendlichen beschwert hat, die neben seinem Kutter ein altes Boot renovierten. Und auch ein Kollege von Timur war mit dessen liberalen Erziehungsmethode nicht einverstanden. Und da gab es noch den Schafbauer. Die Jungendlichen akzeptieren die Schafhaltung des Bauern überhaupt nicht und angeblich sollen sie auch einen Brand gelegt haben, weshalb immer Streit herrschte. Und wo verschwand manchmal die Ehefrau Meret und kam erst Stunden später wieder zurück? All dies gibt Liv zu denken. Und dann auch die Jugendlichen, die alle große Probleme hatten, aus zerrütteten Familien kamen, schon mit Drogen und Alkohol Kontakt hatten. Vivien, Alicia, Nico, Idris, Raffa, Elanie, alle haben eine wirklich schreckliche Vergangenheit. Ist einer der Teenies ausgerastet? Und dann kommt es auch noch zu einem folgenschweren Eklat zwischen Liv und Andreas. Als wäre das alles nicht genug, mischt sich auch plötzlich Livs Tochter Sanna Undercover in die ganze Sache ein. Die Autorin schreibt derart spannend und läßt uns voll auf das Geschehen ein. Man meint selbst auf Sylt zu sein und bei der Vernehmung der vielen Zeugen bzw. Verdächtigen dabei zu sein. Da es eine Vielzahl Personen gibt, die mit Timur nicht klarkamen und ihm am besten aus dem Weg geräumt sahen, war es wirklich unheimlich interessant. Der Spannungsbogen steigerte sich von Kapitel zu Kapitel, da man so manche Verdacht hatte, der sich aber den wieder zerschlug, da man meinte, einen anderen potenziellen Täter jetzt gefunden zu haben. 400 Seiten hochkarätige Spannung, die noch dadurch erhöht wurde, dass zu dem ganzen beruflichen Dilemma auch noch persönliche und kollgiale Probleme dazukamen. Diese Sylt Krimis von Sabine Weiss sind ein Geheimtip unter den Krimilesern. Obwohl dies schon das achte Buch in dieser Reihe ist, hat er von seiner Faszination noch nichts verloren. Ich bin schon total gespannt auf den nächsten Syltkrimi und freue mich auf dessen Erscheinen. Das Cover paßt sich den Vorgängerbänden total an. Dunkler Himmel, aufgewühlte See, tieffliegende Möwen. Man merkt daran schon, das etwas Böses in der Luft liegt.
Den Kriminalroman "Gefährlicher Sog" hat Sabine Weiss am 28. März 2024 gemeinsam mit dem Verlag lübbe herausgebracht. Das düstere Cover passt gut zur Geschichte und in das Genre. Es handelt sich um den ...
Den Kriminalroman "Gefährlicher Sog" hat Sabine Weiss am 28. März 2024 gemeinsam mit dem Verlag lübbe herausgebracht. Das düstere Cover passt gut zur Geschichte und in das Genre. Es handelt sich um den 8. Teil mit der Kriminalkommissarin Liv Lammers. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Von Sabine Weiss habe ich schon verschiedene historische Romane und Krimis gelesen. Ich habe mich gefreut, als ich ihr neues Werk in die Hände bekommen habe. Liv Lammers kenne ich bereits. In ihrer Rolle als Kriminalkommissarin und alleinerziehende Mutter von Sanna hat sie mich immer beeindruckt. In diesem Teil fordert Sanna ihre Mutter sehr und es lüftet sich das Geheimnis um Sannas Vater.
Der Schreibstil der Autorin liest sich gewohnt flüssig. In modernen Worten und einer angenehmen Schriftsprache gelingt es meinem Geist zügig in die Geschichte abzutauchen. Sabine Weiss präsentiert schnell den ersten Toten. Der Krimi und die damit verbundenen Ermittlungen sind spannend gestaltet und der Autorin gelingt es scheinbar mühelos, die hohe Spannung durch die ganze Erzählung aufrecht zu erhalten. Am Ende ist er sauber gelöst und meine Fragen sind beantwortet.
Sabine Weiss beschäftigt mich in diesem Teil mit einer Gruppe krimineller Jugendlicher. Diese leben in einer Jugendwohngruppe und werden von Sozialpädagogen betreut. Das damit verbundene private und rechtliche Umfeld führt sie mir eindrucksvoll vor Augen und lässt mich nachdenklich zurück.
Sabine Weiss hat mit “Gefährlicher Sog” einen sehr guten Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, der mich auch nach dem Lesen noch beschäftigt. Er ist sehr spannend und spielt in einer der schönsten Ecken Deutschlands. Er spielt auf Sylt. Gerne empfehle ich diesen Krimi an alle Krimileser uneingeschränkt weiter. Von mir bekommt sie verdiente 5 Lesesterne.
Bei „Gefährlicher Sog“ von Sabine Weiß handelt um einen weiteren Teil einer Reihe von Sylt-Krimis rund um die Polizistin Liv Lammers und ihre Kollegen. Sie ermitteln auf Sylt in einem Mordfall: der Leiter ...
Bei „Gefährlicher Sog“ von Sabine Weiß handelt um einen weiteren Teil einer Reihe von Sylt-Krimis rund um die Polizistin Liv Lammers und ihre Kollegen. Sie ermitteln auf Sylt in einem Mordfall: der Leiter einer pädagogischen Jugendwohngruppe wird ermordet aufgefunden. Neben seiner Frau und den Jugendlichen gerät auch der geheimnisumwobene Nachbar ins Visier der Ermittlungen. Ein verzwickter Fall, der es in sich hat. Auch die Probleme innerhalb des Kommissariats erschweren die Ermittlungen erheblich. Der ehemalige Partner von Liv durchlebt eine schwere Zeit und lässt Liv das spüren.
Und dass Liv´s Tochter Sanna hinter dem Rücken ihrer Mutter Kontakt zu den Jugendlichen der Wohngruppe hat, macht die Ermittlungen nicht unbedingt einfacher.
Immer, wenn man denkt, dass der Möder entlarvt zu sein scheint, geschieht eine Wendung, mit der man so nicht gerechnet hätte. Und das bis zum Schluss.
Der Beginn des Buches gibt ein spannendes Rätsel auf, das bis zum Schluss im Hinterkopf bleibt. Und ebenso spannend geht es in diesem Sylt-Krimi auch weiter.
Die Mischung aus dem Mordfall an sich, den Problemen innerhalb des Kommissariats und Liv´s Privatleben ist ausgewogen und trägt sich jeweils wohl dosiert durch das Buch. Immer gerade so viel, dass die Spannung erhalten bleibt, aber doch so, dass es einen nicht völlig hoffnungslos zurücklässt.
Die Figuren sind gut beschrieben und man kann sich in jeden einzelnen Charakter hineinversetzen. Manche sind sympathischer als andere, aber jeder einzeln genommen mit seiner Geschichte passt gut ins Gesamtgefüge. Mir gefiel gut, dass alle Protagonisten beleuchtet wurden. Das macht es leicht, sich in die Geschichte eines jeden hineinzuversetzen. Man kann wohl sagen, dass es an vielen Stellen authentisch ist, aber nicht alles, was in Wohngruppen im echten Leben passiert, eignet sich für ein Buch. Von daher ist es an einigen Stellen sicher angepasst.
Der Schreibstil des Buches ist sowohl einfühlsam wie auch pointiert. Es zieht sich nicht lang hin und lässt sich flüssig lesen. Dadurch, dass immer wieder neue Spuren und Geheimnisse zu Tage treten, bleibt das Buch spannend und erhält die Neugier aufrecht. Denn mit jeder neuen Spur und jedem neuen Geheimnis wirft man die bereits erstellte Theorie, wer der Möder sein könnte, buchstäblich über Bord.
Wobei ich hier eine Einschränkung platzieren muss: das letzte Drittel ist meiner Meinung nach verglichen zum Rest recht „schnell“. Plötzlich passieren so viele Dinge auf einmal, es ergeben sich Sachverhalte, von denen zuvor noch keine Rede war und im Vergleich zum Rest des Buches, wurden doch viele Wendungen sehr schnell und sehr abgehackt „abgearbeitet“. Das schmälert nicht den Lesespaß, aber kam doch überraschend.
Das Cover passt hervorragend zum Buch. Es ist düster, rau, stürmisch und leitet perfekt in die Geschichte ein, die ebenso beginnt.
Wäre das Buch nicht in Leseabschnitte eingeteilt gewesen, ich hätte es wohl in einem Rutsch verschlungen. Jedoch wollte ich mir den Spaß an der Leserunde nicht nehmen lassen. Und es HAT Spaß gemacht! Auch der Austausch war hervorragend und zu sehen, dass andere ebenso gerätselt haben und den Wirrungen der Ermittlungen erlagen, hat den Nervenkitzel umso größer gemacht.
Ein durch und durch spannendes Buch, das man nicht so einfach aus der Hand legen kann.
Aus meiner Sicht ein sehr empfehlenswertes Buch!