Pageturner mit einer Schwäche
In Holly Jackson neustem und ersten Thriller für Erwachsene geht es um Jet. Jet hat nur noch sieben Tage zu leben. Und die Zeit will sie nutzen und ihren eigenen Mörder ausfindig zu machen.
Was für ein ...
In Holly Jackson neustem und ersten Thriller für Erwachsene geht es um Jet. Jet hat nur noch sieben Tage zu leben. Und die Zeit will sie nutzen und ihren eigenen Mörder ausfindig zu machen.
Was für ein Pageturner. Achtung, Suchtgefahr !
++und Achtung Spoiler!++
Der Einstieg fiel mir allerdings nicht so leicht. Es tauchen viele Namen auf und so richtig spannend wird es erst nach dem Überfall. Aber danach ist das Buch nicht mehr zu Bremsen.
Also zumindest nachdem ich mich damit abgefunden, wie unrealistisch dieses Buch teilweise ist. Jet wird der Schädel gespalten und sie läuft ohne Probleme in der Weltgeschichte herum, schwingt einen großen schweren Vorschlaghammer, fährt Auto und legt sich mit Verdächtigen an, ohne dabei auch nur minimal Kopfschmerzen zu verspüren. Die ab und zu auftretenden Wortfindungsstörungen sind auch ein Witz. Geschweige denn, dass sie so hätte aus dem Krankenhaus entlassen werden können.
Auch dieser "in sieben Tagen bist du Tod" Countdown hat mir nicht so gefallen.
Man sollte das Buch dahin also nicht zu ernst nehmen. Die Autorin beschreibt es in ihrer Danksagung mit dichterischer Freiheit.
Ihre Mutter ging mir leider auch sehr auf die Nerven.
Aber trotz alledem ist das Buch so unfassbar spannend. Ich konnte es nicht aus den Händen legen. Es ist aufwühlend und Jets richtig makaberer schwarzer Humor ist zum Sterben komisch. Ich musste so oft laut loslachen.
Holly wäre nicht Holly, wenn das Ende natürlich anders kommt als man denkt. Das hat mich nochmals kalt erwischt.
Und emotional wird es dann auch noch.
Wer dachte, die letzten Bücher der Autorin wären gut, setzt sie mit "Not quite dead yet" noch einen oben drauf.
Ein wirklich grandioses Buch, wenn man sich auf die nicht vorhandene Logik einlässt. Es Punktet mit Spannung und schwarzem Humor.