Wie ein bittersüßer Herbsttag in Buchform
Ich hab A Taste of Bitter Secrets angefangen und war sofort mitten drin. Wir lernen Gwen direkt kennen. Sie kommt zurück nach Canterbury (ja, England-Vibes pur!) und will dem Familienrestaurant mit Videos ...
Ich hab A Taste of Bitter Secrets angefangen und war sofort mitten drin. Wir lernen Gwen direkt kennen. Sie kommt zurück nach Canterbury (ja, England-Vibes pur!) und will dem Familienrestaurant mit Videos neuen Schwung verpassen. Nur dumm, dass da dieser Henry steht. Der Koch mit der Miene eines Donnergottes. Grummelig, wortkarg, aber mit einer Ausstrahlung, die man nicht ignorieren kann.
Das Setting? So cozy! Ich hatte beim Lesen richtig Lust auf herbstliche Spaziergänge und heiße Schokolade. Zwischen dampfenden Töpfen, Social-Media-Stress und kleinen Familiengeheimnissen entsteht eine Stimmung, die sich anfühlt wie das warme Licht am Ende eines grauen Tages. Anne Goldberg schafft es, das alles so lebendig zu erzählen, dass man fast das Brutzeln aus der Küche hört.
Was ich besonders mochte: die Dynamik zwischen Gwen und Henry. Es knistert, aber nicht auf die plumpe Art, sondern ganz langsam – so richtig slow burn. Und obwohl beide echt unterschiedliche Welten vertreten, merkt man, wie sie sich gegenseitig brauchen, um wieder ein bisschen klarzukommen. Der Schreibstil ist flüssig, emotional und trotzdem witzig. Ich hab an mehreren Stellen laut gelacht (und bei einer sogar kurz geschluckt, weil’s doch ernster wurde, als gedacht).
Fazit: A Taste of Bitter Secrets schmeckt nach Romantik, Chaos, Mut und einer Prise Hoffnung. Ein Buch, das mich überrascht hat – im besten Sinne.