Von der Bestseller-Autorin des millionenfach gelesenen TIKTOK-Hypes "One Dark Window"
Sabrina Železný (Übersetzer)
Dieses Buch gibt es in zwei Versionen: mit und ohne Motiv-Farbschnitt. Sobald die Farbschnitt-Ausgabe ausverkauft ist, liefern wir die Ausgabe ohne Farbschnitt aus.
»Du könntest mich verhöhnen, Sybil Delling. Mich niederwerfen, bis ich Staub bin. Ich weiß nicht, wie ich es nennen soll, aber ich will es. Ich will dich.«
Schon seit neun Jahren dient Sybil Delling zusammen mit ihren Schwestern in der Kathedrale von Aisling als Weissagerin. Doch als eines Tages der geheimnisvolle Ritter Rodrick Myndacious nach Aisling kommt, ändert sich ihr Leben schlagartig. Obwohl der attraktive Rory ihr bei jeder Begegnung zeigt, dass er nicht an Sybils Visionen glaubt, sagt sie auch sein Schicksal vorher - und sieht dort ein mysteriöses Omen, das sie nicht zu deuten weiß. Sybils düstere Vorahnung scheint sich zu bewahrheiten, als ihre Schwestern nach und nach verschwinden. In ihrer Verzweiflung kann sie sich nur an Rory wenden, denn Sybil spürt, dass sie allein mithilfe dieses unverschämten Ketzers die Götter herausfordern kann, die ihr eigenes Schicksal so lange bestimmt haben.
»Macht euch bereit für eure nächste Obsession!
THE KNIGHT AND THE MOTH
ist eines der besten Bücher, das ich in diesem Jahr gelesen habe.«
REBECCA ROSS
Der Auftakt der neuen düster-romantischen Dilogie von
TIKTOK
-Star Rachel Gillig
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The knight and the moth ist das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe aber definitiv nicht das Letzte.
Das Cover ist wunderschön und tatsächlich gefällt mir die deutsche Version deutlich besser. ...
The knight and the moth ist das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe aber definitiv nicht das Letzte.
Das Cover ist wunderschön und tatsächlich gefällt mir die deutsche Version deutlich besser. Der Titel ist passend und wenn man die ersten Kapitel gelesen hat, sieht man auch was auf dem Cover dargestellt wird. Auch ist der Farbschnitt unfassbar schön.
Zum Schreibstil: Ich selbst musste erst paar Seiten lesen um rein zu kommen, was bei Fantasy Büchern auch sein kann. Immerhin kommen hier uns unbekannte Elemente entgegen und hier muss man erwähnen, dass es hier super gelungen ist. Die Handlung ist neu oder ich kann soweit sagen, dass ich keine Bücher hatte, wo die Protagonistin eine Waissagerin ist. Auch die Art wie alles abläuft und die ganzen Omen hatte ich tatsächlich auf diese Art und Weise noch nicht. Daher hat mich dieses Buch direkt gefesselt. Die Autorin hat einen bildhafte Art des Erzählens und lässt alles mitfühlen.
Die Charaktere sind mir auch sehr ans Herz gewachsen und auch hier sieht man eine gut gelungene Charakterentwicklung. Ich liebe es.
Fazit: Ein fesselndes Buch mit einer Slowburn Romanze die einem alles liefert, was Romantasy eben ausmacht.
Ich weiß gar nicht so recht wo genau ich anfangen soll. Ich schiebe diese Rezension jetzt seit knapp 2 Wochen vor mir her, weil ich jetzt schon weiß, dass keine Worte einer Geschichte von Rachel Gillig ...
Ich weiß gar nicht so recht wo genau ich anfangen soll. Ich schiebe diese Rezension jetzt seit knapp 2 Wochen vor mir her, weil ich jetzt schon weiß, dass keine Worte einer Geschichte von Rachel Gillig gerecht werden können. Aber hey, let's try.
Beginnen wir doch mit der Verpackung von The Knight and the Moth. Und ich muss sagen, der LYX Verlag hat hier ganze Arbeit geleistet. Das Cover ist einfach nur wunderschön, spiegelt direkt den Charakter der Geschichte wieder. Und es ist so viel schöner als das Original-Cover. Der Farbschnitt dazu tut sein Übriges. Aber das richtige Schmuckstück des Buches? Das findet man unter dem Schutzumschlag. Die Gestaltung des Bezugs ist zum Dahinschmelzen. Wir finden hier Rory, die Weissagerin Sybil und einen Gargoyle abgebildet und ich war direkt schockverliebt.
Im Vorsatz finden wir eine Karte von Traum mit den wichtigsten Orientierungspunkten. Und was mir beim Lesen auch sehr gut gefallen hat, waren diese kleinen, knackigen Kapitelüberschriften.
Generell hat mich der Schreibstil von Rachel Gillig auch wieder direkt abgeholt. Ich kenne aber auch bereits ihre Vorgänger-Dilogie. Für Neulinge kann es sich zu Beginn vielleicht etwas holprig anfühlen, bis man ihre Art zu schreiben und direkt mitten in die Geschichte einzutauchen, mit tausenden an Informationen, lieben lernt.
Die Spannungskurve ist zu Beginn noch eher flach gehalten, wobei man durch die vielen Infos, die nach und nach eingestreut werden, immer schön am Ball gehalten wird.
Und dann, auf einmal, zack, ist man mitten in der Geschichte drin und kommt von der Achterbahnfahrt gar nicht mehr runter. Aussteigen? Unmöglich! Man möchte es an einem Stück verschlingen.
Und dafür sorgen die vielen Stationen, die wir passieren, das unfassbar tolle und komplexe Worldbuilding (ja, ich liebe komplexen Weltenaufbau inklusive Bewohner), ausgefallene sowie düstere Wesen und natürlich vor allem die ganzen Charaktere.
Die Hauptgeschichte dreht sich vermutlich um die Weissagerin Sybil, jedoch hat Rachel Gillig das wunderbar unauffällig verpackt, zwischen den vielen super interessanten "Neben"-Charakteren. Allen voran natürlich Rory aka Rodrick Myndacious.
Selbstverständlich darf bei Rachel Gillig auch so etwas ähnliches wie ein tierischer Sidekick nicht fehlen, der aber definitiv schon eine Hauptrolle mit spielt. Wobei unser Gargoyle hier mir die Bezeichnung sicher mehr als übel nehmen würde. lach Aber er ist mir so dermaßen ans Herz gewachsen und definitiv mein Lieblingscharakter, da er diese düstere Geschichte nicht nur massiv mit gestaltet und aufwertet, sondern auch immer etwas Leichtigkeit zurückbringt, wenn sie mal abhanden gekommen ist. Mei, was habe ich gelacht mit diesem Kerlchen. :D
Aber genug davon, man muss es selbst gelesen haben.
Die Charakterentwicklungen von vor allem Sybil und Rory haben mir wahnsinnig gut gefallen. Aber auch der Gargoyle hat eine Steilkurve hingelegt, direkt mitten ins Herz.
Und der Cliffhanger hat definitiv den Vogel abgeschossen. Didn't see this coming.
Wer also etwas düsteres, atmosphärisches sucht, das nicht von der Stange kommt und es gerne etwas anspruchsvoller mag, der sollte auf jeden Fall The Knight and the Moth in Betracht ziehen und sich von jeder Menge Twists and Turns alá Rachel Gillig begeistern lassen.
Ich kann Band 2 jetzt schon kaum erwarten. Denn das Ende, dieser äußerst miese Cliffhanger, der hat es schon absolut in sich.
Nach „One Dark Window“ ein weiteres Highlight von Rachel Gillig! Für alle Fans und diejenigen, die es noch werden wollen.
Da ich ein großer Fan der „One Dark Window“ Dilogie von Rachel Gillig bin, wollte ...
Nach „One Dark Window“ ein weiteres Highlight von Rachel Gillig! Für alle Fans und diejenigen, die es noch werden wollen.
Da ich ein großer Fan der „One Dark Window“ Dilogie von Rachel Gillig bin, wollte ich auch unbedingt dieses Buch lesen.
Rachel Gillig hat einen ganz einzigartigen Schreibstil, der auch bei „The Knight und the Moth“ ein ganz besonderes Gefühl entstehen lässt. Zwischendurch ließ mich die Autorin so viel fühlen, dass ich erstmal innehalten musste. Die bedachte und gewählte Schreibweise ließ mich die Atmosphäre viel besser spüren und hat mich direkt in einen Bann gezogen. Zwar ist das Buch nichts für zwischendurch und erfordert etwas Konzentration, dennoch habe ich gleich diesen Lesesog verspürt und wollte unbedingt mehr erfahren.
Wir werden in eine Welt voller Weissagungen und Weissagerinnen, Gargoyles und Omen eingeführt. Ich liebe Bücher über Fae oder Drachen, weiß es aber sehr zu schätzen, dass wir hier etwas ganz Neues kennenlernen dürfen.
Sechs oder auch Sybil Delling ist eine der Weissagerinnen in der Kathedrale von Aisling. Auf der einen Seite macht sie das Weissagen zu dem, was sie ist. Auf der anderen Seite lässt der mysteriöse Ritter Rory sie ihr ganzes Leben und ihre Aufgabe als Weissagerin hinterfragen.
Das Buch ist für mich ein perfekter Mix aus Handlung und Liebesgeschichte. Sybils Reise zu sich selbst ist von vielen tollen Haupt- und Nebencharakteren begleitet. Die meisten Personen sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich war begeistert von der Tiefe und Vielschichtigkeit der Nebencharaktere. Neben der Handlung, die einige spannende Wendungen enthielt, hat vor allem der Gargoyle viel Humor mitreingebracht. Zudem hat mich die Liebesgeschichte sehr verzaubert, da sie ohne viel Spice und mit einem wunderbaren Slow Burn gestaltet wurde.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Buch ein wunderbares Worldbuilding, ein paar Twists, die ich erwartet habe und definitiv noch mehr, die ich nicht erwartet habe, eine wunderschöne Liebesgeschichte und tiefgründige Charaktere hatte. Definitiv ein Highlight für mich!
In The Knight and the Moth geht es um Sybil, eine Weissagerin, die mit ihren fünf Schwestern in einer Kathedrale lebt. Ihr Leben gerät völlig aus dem Gleichgewicht, als der Ritter Rory ...
Achtung, Spoiler!
In The Knight and the Moth geht es um Sybil, eine Weissagerin, die mit ihren fünf Schwestern in einer Kathedrale lebt. Ihr Leben gerät völlig aus dem Gleichgewicht, als der Ritter Rory auftaucht. Plötzlich verschwinden ihre Schwestern nacheinander und Sybil wird in eine Geschichte voller Geheimnisse, Dunkelheit und Intrigen hineingezogen.
Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gepackt. Schon lange hat mich kein Fantasybuch mehr so sehr gefesselt und gleichzeitig berührt. Rachel Gillig hat einen Schreibstil, der unglaublich lebendig wirkt und es schafft, diese düstere, fast schon gothische Stimmung perfekt einzufangen. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, mitten in dieser Welt zu sein.
Auch optisch ist das Buch ein Highlight. Das Cover ist wunderschön und die Illustration von Sybil passt perfekt zur Geschichte. Ich freue mich schon sehr darauf, das Print-Exemplar bald in den Händen zu halten :)
Sybil hat mich als Protagonistin sehr beeindruckt. Sie ist stark und mutig, trägt aber trotzdem so viel in sich. Rory hat dagegen sofort mein Herz erobert. Mit seiner frechen, charmanten Art bringt er eine Leichtigkeit in die Geschichte, die einen tollen Kontrast zu Sybils Ernsthaftigkeit bildet. Die Chemie zwischen den beiden stimmt von Anfang an, und ich habe jede Szene mit ihnen geliebt.
Mein persönliches Highlight war aber definitiv der Fledermaus-Gargoyle. Er ist witzig, hat ein viel weicheres Herz, als man denkt, und hat mir beim Lesen oft ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Gleichzeitig hat er mich aber auch sehr berührt, weil er mir unendlich leidgetan hat.
Und dann dieses Ende! Ich war einfach nur sprachlos. Vor allem Benjis Handlungen konnte ich überhaupt nicht fassen, und jetzt frage ich mich wirklich, wie ich so lange auf den nächsten Band warten soll.
Für mich ist „The Knight and the Moth” ein absolutes Fantasy-Highlight und definitiv eines meiner Jahreshighlights. Ich bin sicher, dass ich es noch einmal lesen werde, sobald mein Print-Exemplar bei mir ankommt❤️
Huhu liebe Lesende. Sehen und gesehen werden? Nun. Klingt fast wie eine Anweisung für Stars, Sternchen und VIP’s und die Glamourwelt aus Schein und Sein, hinter ...
The Knight and the Moth von Rachel Gillig
Huhu liebe Lesende. Sehen und gesehen werden? Nun. Klingt fast wie eine Anweisung für Stars, Sternchen und VIP’s und die Glamourwelt aus Schein und Sein, hinter der sich manchmal so Einiges verbirgt. Doch wer genau hinsieht wird erkennen, dass sich unter dieser Floskel so viel mehr versteckt und verbirgt. Eventuell auch die Aufforderung genau hinzusehen, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen und hinter die Dinge zu schauen. Ebenso wie hinter die Fassaden von Menschen. Seien sie selbst gebaut, von anderen vorgegeben oder einfach so, wie die Welt uns sieht, und in welche Schublade sie uns steckt. Gesehen werden kann so viel mehr bedeuten, wenn jemand hinter unsere Schleier blickt. Zu sehen kann so viel mehr sein als nur oberflächliches Sehen. Es kann tiefer gehen, es kann Geheimnisse entlarven, es kann dazu führen, dass wir uns unwiderruflich zu Menschen hingezogen fühlen, wenn wir mehr beachten, als die Oberflächlichkeit, die uns gegeben wird. Und das hat tatsächlich mit dem Buch zu tun.
Das was uns die Geschichte zeigt, was wir darin sehen:
Sybil Delling ist zusammen mit 5 anderen Mädchen seit Jahren Weissagerin in der Kathedrale von Aisling. Kurz bevor der Dienst nach 10 Jahren für alle endet, wird das Haus der Götter für eine Weissagung vom Knabenkönig und seiner Ritterschaft aufgesucht. Unter ihnen Ritter Rodrick, genannt Rory. Der glaubt nicht an Weissagung und Visionen, und trotzdem sieht Sybil in einem Traum ein Omen für ihn und sein Schicksal voraus, das alles ändert, denn sie kann es nicht deuten. Doch das Omen bewahrheitet sich, und kurze Zeit später verschwinden die 5 anderen Mädchen, Sybils Schwestern. Um diese zu finden wendet sich Sybil an Rory. Denn auch wenn er mit den Gottheiten und Omen der Kathedrale nichts anfangen kann, so hat sie im Gefühl, dass er der Einzige ist, der ihr dabei helfen kann die Anderen zu finden. Und so nimmt das Schicksal um Omen und Visionen und Götter seinen Lauf, ebenso wie die Geschichte. Denn unter dem Schicksal der Wahrsagungen liegt oft die Wahrheit. Und die ist oftmals ganz anders, und versteckt sich hinter einem Schleier aus Dingen, die man oftmals erst sieht, wenn es zu spät ist. Wie genau alles weitergeht, solltet ihr unbedingt in der Geschichte nachlesen. Denn die ist so vielschichtig, dass Worte allein sie gar nicht so gut beschreiben können. Versuchen tu ich es trotzdem :)
Cover und Titel:
Das Cover des Buches ist wieder eines der wunderschönen Sorte. Passend zu Rachel Gillig. Schön düster und mythisch, so wie die Geschichte sich im Schreibstil spiegelt. Schätze, das hat sie als Autorin einfach drauf, und die Cover passen wirklich immer wundervoll zur Geschichte und andersrum.
Ich mag den Bezug des Titels auf die Geschichte, weil wir das mit der Motte schon am Anfang erklärt bekommen, es aber trotzdem noch ein wenig unter dem Tuch des Geheimnisses schwebt, und man noch nicht genau sehen kann, was es damit auf sich hat. Und genau dieses Tuch, das Geheimnisvolle, spiegelt sich im Cover wider als Szenerie der Weissagung. Traumhaft eben, im wahrsten Sinne des Wortes für einen Weissagungstraum, und eine Buchwelt namens Traum.
Fazit und Gedankenallerlei der Sicht auf die Dinge:
Rachel Gillig hat es einfach wieder getan. Und sie hat es wieder geschafft mit ihrer Sicht auf die Dinge meine Sicht auf ihre Geschichten mit Begeisterung zu entflammen. Wie eine Ballade aus alten Zeiten mit dem Sprachstil von heute kommt die Geschichte daher. Und doch erscheint alles märchenhaft mythisch, wie eine Erzählung, die beides in sich trägt. Vergangenheit und Gegenwart vereint. Beide Dinge gemeinsam, weil man durchaus zwei und mehrere Dinge in sich vereinen kann.
Da ist wieder dieses dunkel Atmosphärische, dieses Mythische, beinahe Folkloristische, das seine Finger nach uns ausstreckt, uns greift, und irgendwie während der Lektüre nicht mehr loslässt. Gefangen in einem Kokon aus einfach nur genialer Geschichte, einem World-Building das wirklich sehr besonders ist, Düsternis, Hoffnung, Hoffnung in der Düsternis, Dunkelheit aber auch Licht, von dem Motten ja angezogen werden. Erstmal bin ich ins Buch super reingekommen, weil es sich diesmal schon in der Leseprobe abgezeichnet hat, dass ich diese Geschichte und den Schreibstil sehr mögen werde. Ich durfte von Rachel Gillig schon die Shepherd-King Dilogie lesen, die mich restlos begeistert hat, und eines meiner Lesehighlights war. Und ja, auch hier glänzt die Autorin wieder mit diesem magischen Schreibstil, der einen sofort in den Bann zieht, und dessen Worte einen schwer wieder loslassen. Genau so kam es dann auch. Die Geschichte hat einen eingesogen und man war sofort nicht nur im Setting gefangen, sondern auch in der atmosphärischen Düsternis und Dunkelheit, die aber so wunderbar zur Geschichte selbst passt. Ich mag mittlerweile die gesamte Atmosphäre nicht einfach nur, sondern habe gelernt sie und den Schreibstil zu lieben. Da ist diese Dunkelheit die von Aisling, der Kathedrale, ausgestrahlt wird.
Dieses merkwürdige Gefühl, dass irgendwas nicht stimmt, dass sich mehr hinter allem verbirgt, hatte man von Anfang an beim Lesen. Klar ist, dass es darum geht, was richtig und was falsch ist, wie in vielen Geschichten, was hier aber wunderschön herausgearbeitet wurde, denn auch hier gibt es Masken, Schleier und den Hauch von morally grey, dem Guten, welches sich unter anfänglichen Zweifeln und bösen Blicken versteckt, und das Böse, das eventuell auch nicht sofort ersichtlich ist, weil man nicht richtig hinsieht und versteht. Aber darum muss man das Buch ja unbedingt lesen. Denn gibt es einen Cliffhanger? Unbedingtes Ja. Denn auch hier handelt es sich um eine Dilogie, und man fiebert Band 2 nur so entgegen. Und überhaupt, diese Welt kommt einem dann eh so vor, als ob man sich beim Lesen direkt darin befinden würde.
Das Buch geht in die Tiefe des Sehens. Wie oben erwähnt: Sehen und gesehen werden. Die Geschichte wird nicht oberflächlich abgehandelt. Genauso wenig wie die Charaktere im Buch. Sybil sieht schon immer, aber sieht plötzlich so viel mehr. Und Rory wird von ihr gesehen, genauso wie Sybil ebenfalls von Rory. Im Inneren, und so viel tiefer als beiderlei Äußeres der Welt von sich zeigt. Die Geschichte birgt auch zweierlei Wahrheit in sich, dass man sowohl das Eine und Andere durchaus zusammen sein und in sich haben kann. In einer Welt voller Kartierungen und Schubladen in die wir gesteckt werden, zeigt die Geschichte uns den Ausweg aus dieser heraus, und dass wir manchmal so viel mehr sind, als das, was die Welt in uns sieht, als was sie uns sieht und als was sie uns unbedingt sehen will, obwohl wir gar nicht so sind. Deswegen ist für mich das Sehen an sich, eine der wichtigsten Thematiken des Buches. Und das symbolisch für eine Seherin, die In Omen Dinge sieht und weissagt, und dafür ihr ganzes Leben eine Augenbinde trägt.
Die Geschichte zeigt, dass es kein Widerspruch in sich selbst ist, wenn man sowohl das Eine, als auch das andere ist. Und das gefällt mir ungemein gut und ist so wunderschön zu lesen und erleben. Ist es doch oftmals so, dass Menschen und als dies oder Jenes sehen, und Schattierungen unseres Seins gar nicht mitbekommen, und sich dann wundern, dass wir auch noch eine andere Seite in uns verbergen, die nur geborgen werden will. Dass wir uns der Welt zeigen wollen, damit andere sehen, wer man wirklich ist, wenn die Leute nur das sehen, was sie von einem erwarten, wenn sie unser Abbild anschauen. Der Schleier auf den Augen der Weissagerinnen von Aisling ist ein Symbol durch die ganze Geschichte. Um Augen zu haben, die sehen, ohne zu sehen, und zu sehen trotz Schleier. Um den Schleier vor den Augen wegzureißen und zu erkennen, symbolisch und real im wahrsten Sinne des Wortes. Der Blick auf die Welt hinter Schleiern. Aber auch der Blick in Augen und die Welt, die diese in sich bergen.
Die Weissagungen als Symbol für die Religion des Settings oder die Ritterlichkeit und das Gute in Form von Rory und den anderen Rittern finde ich grandios. Das System aus König, seiner loyalen Ritterschaft und Weissagungen, quasi Herrscher und Religion, mutet als Setting erst mal sehr mittelalterlich an. Und das meine ich gar nicht böse, weil ich es liebe. Es ist ähnlich wie bei One Dark Window, das in meinem Kopf eine mittelalterliche Welt voller Mythen entstanden ist, die in ihrer Sprache eben doch recht modern scheint. Denn ….. Was ich unheimlich mochte war die Dynamik zwischen Sybil und Rory, wenn sie miteinander reden und agieren. Auch diese kleinen Nuancen die immer wieder im Text erscheinen mag ich total, weil es Hinweise sind, dass mehr hinter Rory, aber auch Sybil steckt. Sie ist die einzige Wahrsagerin, die nicht verschwindet.
Finde, dass der Sidekick des Gargoyles unheimlich gut gelungen ist. Da ist Situationskomik den er an den Tag legt, weil er nicht weiß, wie er auf Menschen wirkt, weil er seine eigene Sicht von sich selbst hat. Er avanciert tatsächlich zu einer Figur, deren Szenen ich als meine Lieblingsstellen im Buch markieren würde, weil ich fast immer lache über das, was er sagt. Kein böses lachen, sondern ein nettes Mitlachen :). Wir müssen bitte über den Fledermaus Gargoyle reden, der im Buch vorkommt, und ebenfalls ein Bewohner Aislings, und später Sybils und Rorys Begleiter auf der Suche ist? ---> Totale Liebe. Er bringt in jede seiner Szenen etwas Lustiges, obwohl die Grundstimmung düster ist. Gerade seine Antworten sind es (und dass er ein wenig der tollpatschige Sidekick ist, der in sich aber viel mehr sieht und sich aufplustert auf liebe Art und Weise und dadurch total lustige Dinge von sich gibt), die wieder mehr in sich bergen, als man anfänglich denkt. Durchdrungen von Lustigkeit, aber auch einer tiefen Weisheit, die man erst auf den zweiten Blick bemerkt. Diese Atmosphäre der lustigen Unterhaltungen, Gespräche und der Konversation, bemerkt man übrigens auch bei Sybil und Rory. Anfangs dynamisch und gegnerisch neckend, mündet das Ganze später in ……. Etwas viel Schöneres und Großes mit einer gegenseitigen Bedeutung, die man irgendwie beim Lesen fühlt.
Und können wir ebenfalls bitte darüber reden und erwähnen wie toll dieser Vibe und die Chemie zwischen Rory und Sybil die ganze Zeit ist? Man spürt was zwischen den Beiden. Einfach sehr gut hinbekommen im Schreiben. Überhaupt Rory als Charakter: Ein Ritter der Ritterlichkeit. Vielleicht nicht auf die alte Art und Weise von Rittern und ihren Regeln. Er erscheint wie ein „moderner Ritter“, ist irgendwie total eine Green-Flag, und würde damit auch in unserer Zeit als „Ritter“ passen. Mit neuen Regeln und Werten. Vor allem den Werten. Er hält sich nicht an die festgestampften Regeln, und das ist auch gut so, weil er impulsiv, aber meist richtig handelt, und den richtigen Weg einschlägt, und das Richtige tut. Weil er sieht. Den Durchblick hat. Finde diese Symbolik auch hier wieder unheimlich toll umgesetzt, dass er als derjenige, der eigentlich kein Ritter sein sollte, weil er nicht adlig ist, dann der ritterlichste Kerl von allen ist, den man eben problemlos in unsere heutige Zeit einsetzen könnte. Vielleicht ist er aber auch erst so geworden durch Sybil? Anfangs grumpy, aber doch viel mehr dahinter? Kann gut sein, und sollte immer dazu anstiften, hinter Menschenfassaden zu schauen. Hinter die Augenbinden. Hinter die Geschichten. Hinter die Träume und Weissagungen. Symbolismus pur darüber was „dahinter“ liegt und die Wahrheit ist.
Die Augen hinter der Binde sind eine echt schöne Symbolik, die das ganze Buch widerspiegelt. Dieses „Was steckt dahinter?“, die Selbstaufgabe, das „Alle Weissagerinnen sind gleich, keine ist individuell“ und dann die Sicht von Rory, dass sie sich trotzdem alle unterscheiden, weil jeder Mensch ein Individuum ist. Auf alle Fälle war die Geschichte so wie in meiner Vorstellung, ohne dass ich es habe kommen sehen. Widersprüchlich? Nein. Wir haben ja gelernt, dass zweierlei möglich ist, und hinter Vielem mehr steckt :). Rachel Gillig hat es echt drauf, so zu schreiben, dass sich eine Menge Theorien im Kopf bilden, und so ist es nun auch wieder gewesen. Die Atmosphäre ist ähnlich der in One Dark Window, aber natürlich ist alles eine völlig neue und eigenständige Geschichte die einem erzählt wird. Trotzdem ist es, als ob man sich gerade beim Schreibstil fallen lassen kann, weil es einem vertraut vorkommt. Nicht zu vergleichen. Aber vertraut zum Fallenlassen in Geschichte und Schreibstil. Und vor allen Dingen für die Bewegungen in der eigenen Gedankenwelt.
Man gleitet direkt in dieses Düstere rein, was die ganze Atmosphäre des Buches ausmacht. Es gibt unaufgedeckte Unwahrheiten, die das ganze Leben da waren, und das in einem Ausmaß, das groß ist, weil es um Macht und Geld geht, ohne Rücksicht auf die Bevölkerung. Erschreckend, aber nichts Neues. Wer Macht und Geld hat will mehr Macht und Geld und die die nichts haben ………. Müssen drunter leiden. Puh. Zum Glück gibt es da einen Augenöffner, und das ist jetzt wirklich im Buch wahrhaftig verknüpft, mit den vor der Welt verschlossenen Augen, die eigentlich nur genauer hinsehen sollten, was hinter der realen Welt steht. Vielleicht auch eine Falschheit des Glaubens aufzudecken oder zu hinterfragen. Der Schreibstil selbst, den ich ja schon bei One Dark Window und Fortsetzung kennenlernen durfte, ist wieder so, dass man sofort in der Geschichte ist und in ihr hängenbleibt. Man wird sofort eingezogen in diese mystische und dunkle Stimmung, und will mal wieder einfach genau dort bleiben, und die reale Welt um sich herum vergessen. Was man dann auch irgendwie tut.
Selbstfindung. Was man ist. Identität. Ein Individuum und besonders sein. Das eigene Sein und die Existenz. Freiheit. Vorherbestimmung oder freier Wille seine Zukunft selbst zu gestalten. Machtwünsche. Geheimnisse. Entdeckungen. Emotionaler Missbrauch. Alles wird thematisiert. Aber genau für diese dunklen Geschichten und fast schon Folklore Märchen mag ich die Autorin. Und die Weissagungen? Was soll ich sagen? Solche Geschichten reißen mit, weil es Geheimnisse aufzudecken und zu entdecken gibt, und das damit wieder eines der Bücher ist, für das ich tausend Theorien gesponnen habe. Scheint dann vielleicht so eine Tradition zu werden bei Rachel Gilligs Büchern, die mich bis jetzt alle mitgerissen haben.
Heutiges Rezensionslied? Ich musste eines nehmen das Dunkelheit, Träume, Wahrheit und Sehen enthält:
„There ain't language for the things I've seen, yeah. And the truth is stranger than my own worst dreams. The truth is stranger than all my dreams. Oh, the darkness got a hold on me.“