Challenges

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"Deine Worte in meiner Seele" von Brittainy C. Cherry

Die Challenge wurde ausgelost! Folgende 10 Gewinner dürfen sich über ein Exemplar von "Deine Worte in meiner Seele", das LYX Book Journal sowie 250 Bonuspunkte freuen:

  1. Anis_R_Gardner
  2. Catherine
  3. Dream_sh_
  4. Nadja-mit-Blitz
  5. Rocky
  6. Schugga
  7. Hannah05
  8. BininmeinerLeseblase
  9. booksforrainydays
  10. AnnalenasBuecherwelt

Herzlichen Glückwunsch!

Die neue Challenge startet am 1. April!

Gewinnerbeiträge

Foto-Beiträge

Text-Beiträge der Gewinner

von AnnalenasBuecherwelt

Liebes Tagebuch,

sicher erinnerst du dich noch an meinen Eintrag von letzter Woche. Ich habe mich darüber beschwert, dass Mrs. Müller schon seit zwei Wochen fehlt. Seit drei Wochen fällt mein Lieblingsfach Deutsch immer aus! So ein Mist!
Aber heute kam dann endlich der Lichtblick. Und zwar wortwörtlich, denn als die Vertretung für Mrs. Müller hereinkam, war es als geht die Sonne auf. Mr. Daniels hat mit seinem Lächeln sofort alle verzaubert.
Sofort hörte ich ein Kichern aus der hinteren Reihe. Anna und Lea. Das war ja klar, dass die direkt anfangen zu schwärmen, wenn ein junger Lehrer reinkommt. Okay, ich gebs ja zu, er ist wirklich gutaussehend, ja eigentlich sogar recht heiß. Aber man verliebt sich doch nicht in seinen Lehrer, oder?
Zuerst hat sich Mr. Daniels ganz locker vorgestellt. Er ist 22 (so früh kann man schon Lehrer werden?) und wollte tatsächlich schon immer unterrichten. Mehr wollte er uns aber nicht verraten. Ich denke er war etwas eingeschüchtert, als Anna und Lea plötzlich fragten, ob er noch Single sei. Eine unverschämte Frage, oder? Aber warum hat mich die Antwort dann so interessiert..? Naja..
Jedenfalls hat er ganz rote Wangen bekommen, was schon ganz niedlich aussah. Beantwortet hat er die Frage aber nicht. Schade eigentlich..
Danach war der Spaß vorbei. Mr. Daniels hat uns ganz viele Arbeitsblätter mitgebracht, die sollten wir vorne bei ihm abholen. Natürlich sind gerade die anderen Mädchen sofort losgestürmt, und haben mit Mr. Daniels quatschen wollen. War ja klar.
Aber ausgerechnet für mich waren dann keine Blätter mehr übrig. Peinlich! Ich musste ihn also wohl oder übel ansprechen.. Dabei war er so in sein Buch vertieft, das tat mir dann schon echt leid.
Natürlich hat er sich sofort entschuldigt. Er kannte wohl die genaue Anzahl der Schüler nicht und hatte deswegen nicht genügend Blätter. Ich solle ihm aber den Kopierer zeigen und dann hätte ich ganz schnell alles.
Zusammen sind wir durch die Flure gelaufen, ohne miteinander zu sprechen. Es war aber keine peinliche Stille. Irgendwie fühlte es sich mit Mr. Daniels ganz anders, ganz angenehm an..
Als wir an einem Spiegel vorbeigelaufen sind, habe ich mich sogar kurz bei dem Gedanken erwischt, dass dir als Paar wirklich gut zusammen aussehen würden. Ich glaube, meine Gedanken spielen mir einen Streich..
Jetzt bin ich zuhause. Oh liebes Tagebuch, ich glaube ich habe wirklich ein Problem. Als ich die Mathehausaufgaben machen wollte, habe ich doch tatsächlich Daniel <3 in mein Heft gekritzelt. Wie peinlich ist das denn?

Moment..
Warum bin ich eifersüchtig auf die anderen Mädchen und ihr Selbstbewusstsein?
Warum stelle ich mir vor, wie Mr. Daniels und ich als Paar aussehen?
Warum kann ich nur noch an ihn denken?

Ich glaube..
Nein, ich weiß es..

Ich habe mich in meinen Lehrer Mr. Daniels verliebt.

 

von Catherine

Himmel….

Was habe ich getan? Was haben wir getan?

Ich bin verloren… Nein, wir sind verloren!

Und jetzt? So tun, als wäre nichts geschehen? Die Gefühle unterdrücken? Alles leugnen oder doch besser Beichten? Beichten…, ha… wir sind nicht mehr im Mittelalter, außerdem wie sollte das gehen?

Hi Mom, du wolltest doch, dass ich in den Theaterkurs gehe. Damit ich endlich einmal ein bisschen aus mir herauskomme, denn ich bin ja immer so zurückhaltend und schüchtern. Wie sagtest du es so schön: „Geh unter die Leute und hab Spaß! Es wird dir gut tun, du musst mal von diesen ganzen Büchern weg. Und der neue Lehrer Mr. Daniels, der den Kurs leitet, er ist doch sehr nett. Und außerdem sieht er verdammt heiß aus. Vielleicht schafft er es dich aus deinem Schneckenhaus rauszuholen.“

Oh ja Mom, vielen Dank auch. Er sieht nicht nur heiß aus, er kann auch verdammt gut küssen. Obwohl ich bezweifle, dass du das ernsthaft so gemeint hast, als du sagtest: „Geh und hab Spaß!“ Und ganz bestimmt meintest du nicht, geh und lass dir dein verdammtes Herz brechen.

Immerhin sollst du Recht behalten, die letzten Wochen waren wunderschön. Die Proben für das Theaterstück machen Spaß, die langen Gespräche mit Daniel aber noch mehr. Wir können über alles reden und ich fühle mich in seiner Gegenwart so leicht und frei. Es ist als würde er mich genau verstehen. Aus anfänglicher Zurückhaltung wurde eine aufrichtige Freundschaft. Doch seit ein paar Tagen fühle ich eine Spannung zwischen uns. Es ist als würden wir uns gegenseitig anziehen und doch voreinander weglaufen, als hätten wir Angst ein Funke könnte überspringen und alles zerstören.

Heute nach dem Kurs war ich mit aufräumen dran. Ich hängte die Kostüme zurück auf die Kleiderständer, während Daniel die Stühle von der Bühne räumte. Es ist schon seltsam, wenn es darum geht sich zu setzen bringt sich jeder einen Stuhl mit auf die Bühne, am Ende der Probe bleiben diese dann aber einfach stehen. Nur die wenigsten der Akteure nehmen ihren Stuhl wieder mit hinter die Bühne, als ob sie von dem bisschen Theaterspiel so ausgelaugt wären, dass sie das nicht schaffen. Aber ich schweife ab… aus gutem Grund. Die Räumlichkeiten leerten sich, die Stimmen verstummten und die Lichter wurden nach und nach gelöscht. Vor und hinter der Bühne. Ich nahm meine Sachen und ging zum Ausgang. Daniel wartete bereits an der Tür auf mich, um hinter mir anzuschließen. Er öffnete die Tür einen Spaltbreit, hielt sie mir auf, ich wollte gerade hindurchgehen, da sah ich seinen Blick. Eine Mischung aus Sehnsucht, Trauer und… Verlangen? Und ich dachte: „Wenn du mich nicht küsst, mich berührst - jetzt hier, auf der Stelle - werde ich sterben.“ Er musste meine Gedanken gehört haben oder warum beugte er sich just in diesem Moment zu mir herunter und strich ganz sanft mit seinen Lippen über die meinen? Dieser erste Kuss war nur ein Hauch ein streicheln, doch ihm sollten viele weitere folgen. Ich nahm noch bewusst wahr, wie die Tür zufiel und dann… Himmel… es war als würde etwas in mir aufplatzen. Etwas Altes, Tiefes, ein Instinkt. Ich verwandelte mich unter seinen Händen in ein loderndes Feuer das ihn, genauso wie mich, mit sich riss und mit Haut und Haaren verschlang.

Und nun wo der Drache geweckt ist, die Ketten gesprengt sind, will er nicht mehr zurück, er will frei sein und ich will es auch.

 

von booksforrainydays

Liebes Tagebuch,
schon länger kann ich mich kaum konzentrieren und Tag und Nacht muss ich an ein bestimmtes Paar Augen denken. Mr. Daniels geht mir einfach nicht mehr aus dem Kopf! So langsam glaube ich, ich habe mich verliebt. Keine kleine Schwärmerei sondern so richtig verliebt, meine ich.
Alles hat angefangen, als er zum ersten mal vor unserer Klasse stand und sich als unser neuer Lehrer vorstellte. Ich sah in seine blauen Augen und habe seitdem das Gefühl, dass mich alles an sie erinnert. Wenn ich morgens auf dem Weg zur Schule an dem Vorgarten unserer Nachbarn vorbeilaufe, dann erinnert mich die Farbe der dort blühenden, tiefblauen Hortensien an Mr. Daniels. Werfe ich einen Blick in den Himmel, so denke ich sofort an, na klar, Mr. Daniels.
So richtig bewusst geworden ist mir das aber erst heute nach dem Unterricht, als Mr. Daniels mich bat noch kurz zu warten, er wollte mit mir reden. Ich erinnere mich noch genau, wie wild mein Herz schlug, als meine Klassenkameraden alle den Raum verlassen hatten und ich endlich mit Mr. Daniels allein war. Ich war sogar so nervös, dass meine Hände zitterten und ich sie in meinen Jackentaschen versteckte, damit Mr. Daniels meine Aufregung nicht bemerkt. Dieser lehnte nämlich ganz entspannt an seinem Pult und sah wie immer unverschämt gut aus.
"Ich habe das Gefühl, dass du in letzter Zeit sehr unkonzentriert bist.", fing eben dieser ohne Umschweife an. "Ich wollte dich fragen, woran das liegt, oder ob ich etwas für dich tun kann." Und dann habe ich mich so richtig blamiert, ich habe nämlich keinen Ton rausgebracht, während er mich mit seinen blauen Augen unverwandt ansah. Im Nachhinein ärgere ich mich so sehr, dass ich nicht eine einfache Antwort parat hatte und mich stattdessen so vor ihm verhielt. Eigentlich bin ich nämlich gar nicht so schüchtern, ehrlich. Aber bei Mr. Daniels ist es irgendwie anders. Bei ihm ist alles anders.
Ich stammelte dann glaube ich doch ein paar Worte über Stress von zuhause oder so etwas in der Art, wobei Mr. Daniels Blick mitfühlend wurde. Er antwortete etwas, aber ich habe keine Ahnung mehr was genau seine Worte waren, denn er legte dabei eine Hand auf meinen Arm, was mich vollständig um meinen Verstand brachte.
So etwas habe ich noch könnte es nicht einfach Jonas aus der Parallelklasse sein? Er ist gut aussehend, wirklich nett, ein Jahr älter als ich und vor allem nicht mein Lehrer! Aber da ist nichts zwischen uns: keine Schmetterlinge, gar nichts. Stattdessen erleidet mein Hirn einen Totalausfall, sobald ich Mr. Daniels nur erblicke. Und sind wir doch ehrlich: Als ob so ein Mann sich in eine seiner Schülerinnen verlieben würde? Und selbst wenn, eine Beziehung zwischen uns wäre sogar illegal.

Was mache ich hier nur?


Ich habe nicht mal jemanden, mit dem ich über Mr. Daniels und meine Gefühle reden könnte. Nur dich. Also werde ich wohl morgen wieder, genauso wie heute, nach der Schule an meinem Schreibtisch sitzen und in mein Tagebuch schreiben.

 

von Rocky

Liebe Sunny,

ich habe mich riesig auf den Schwedenaustausch gefreut, der wohl, mit der Schule zusammen, meine letzte Reise sein wird. Schon Tage zuvor habe ich meinen Koffer sorgfältig gepackt und bin zusammen mit meiner Freundin Ella mehrmals die Packliste durchgegangen. Doch in Schweden ist etwas mit mir passiert. Ich habe mir geschworen mich nicht während der letzten paar Monate Schulzeit zu verlieben. Ich will mich schließlich voll und ganz auf meinen Abschluss konzentrieren. Doch da hatte ich mich wohl geirrt. Sunny, ich erzähl nur dir davon, weil du meine beste Freundin und mein allerliebstes Buch bist.
Unsere Reise begann Montagsmorgens sehr früh am Flughafen. Ms. Brown begleitete schon seit Jahren die kleinen Austauschgruppen nach Schweden. Doch neben ihr fiel mir noch ein junger Mann auf. Er war groß, mit dunkelbraunen Haaren und einem Dreitagebart. Sein Blick kreuzte meinen. Mein Atme stockte. Ich verlor mich beinahe in seinen fast schwarzen Augen. Er konnte nicht älter als 27 Jahre sein und er sah unverschämt gut aus. Er musste wohl der neue Lehrer sein, der auch das Austauschprogramm übernehmen sollte. Ich hatte schon von diesem Mr. Daniels gehört und dachte, er sei Mitte 40 mit einem Pullunder gekleidet, eben so typisch Lehrer. Aber da habe ich wohl falsch gedacht.

Im Flugzeug nutzte Mr. Daniels die Gelegenheit um uns besser kennenzulernen, zumindest die, die noch wach waren. Meine Freundin schlief nämlich schon tief und fest, den Kopf angelehnt am Fenster. „Und wer bist du?“, er lächelte mich an, inzwischen war er bei mir angekommen. Unter seinem Dreitagebart schimmerten zwei Grübchen hindurch. „Siobahn“, stammelte ich. Er machte mich unheimlich nervös und ich wusste nicht warum. „Siobhan, ein irischer Name, außergewöhnlich“. Ich meinte ihn noch ein „das passt“ murmeln gehört zu haben. Meine Wangen brannten, ich musste bestimmt rot wie eine Tomate angelaufen sein. Wie peinlich.
Nach dem Flug legten wir einen mehrstündigen Zwischenstopp in Stockholm ein, bevor die Reise mit dem Zug Richtung Norden weiterging. Wir schlossen unser Gepäck in den Schließfächern am Bahnhof ein und durften in kleinen Gruppen die schöne Hauptstadt erkunden. Es dauerte einige Zeit, bis ich Mr. Daniels aus dem Kopf bekam. Die ganze Zeit musste ich an seine Worte denken, an ihn und seine schönen Augen und ich bekam Herzklopfen. Meine Freundinnen und ich klapperten ein paar Geschäfte ab und haben, so ganz typisch Schwedisch, Köttbullar gegessen. „Armer Mr. Daniels darf jetzt Stunden mit der alten Ms. Brown verbringen“, lachte Ella. Wir anderen prusteten los und beinahe kam mir meine Cola durch die Nase wieder hoch. Sie hatte Recht, Ms. Brown war nett aber leider auch die Schlaftablette in Person. Bei seinem Namen breitete sich eine Hitze in mir aus. Meine Freundinnen lenkten mich leider auch nicht von Mr. Daniels ab, da sie immer wieder anfingen über ihn zu sprechen. Wir setzten uns an den Fluss, der Stockholm durchzog. Die Aussicht war einfach wunderschön, wir genossen die kühle März Luft und die Sonne kitzelte auf meiner Nase. Wir schlürften unsere Cafés, leider kein Wundermittel gegen unsere Müdigkeit. Was Mr. Daniels wohl gerade tat? Die schwarze Jeans und der schwarzen Parka standen ihm wirklich gut.
Wir waren letztendlich zu erschöpft und hatten genug von der Hauptstadt gesehen. So gingen wir zurück zum Bahnhof, holten unser Gepäck und gingen zum Gleis, wo wir uns erst in einigen Stunden treffen wollten. Dort saßen auch schon bekannte Gesichter, wir setzten uns zu ihnen auf den Boden und ich lehnte mich gegen die Säule. Die gelben Fliesen und das gelbe Licht ließen den Bahnsteig schäbig wirken, doch wir waren zu müde, um über den Schmutz nachzudenken, auf dem wir saßen. Die meisten holten ihre Kopfhörer aus den Taschen und dösten ein. Na toll, ich konnte schon wieder nur an Mr. Daniels denken und je länger ich das tat, desto mehr kribbelte mein Bauch und ich war auf einmal ganz hibbelig und aufgeregt. In dem Moment kamen unsere beiden Lehrer und setzten sich wortlos neben uns auf die leere Bank. Auch Ms. Brown schloss die Augen, sie schien ebenfalls erschöpft zu sein. Als ich mich zu ihnen umschaute, sah mich Mr. Daniels an. Ihm war es anscheinend überhaupt nicht unangenehm. Beim kreuzen unserer Blicke lächelt er und zwinkerte mir zu. Und schon wieder wurde ich total rot und meine Wangen fingen an zu brennen. Schnell senkte ich meinen Blick. Er machte mich unglaublich nervös. Sein Lächeln war so einnehmend.

Nach der Bahnfahrt, in der ich zum Glück ein bisschen Schlaf bekam, erreichten wir endlich die kleine schwedische Stadt. Die Sonne glitzerte im Schnee, dort sah die Natur so unberührt aus. Nach dem Treffen mit unseren Austauschschülern und der Führung durch die Schule ließen wir gemeinsam den Abend am Lagerfeuer ausklingen. Mr. Daniels setzte sich direkt neben mich. Damit auch alle Platz nehmen konnten, mussten wir näher aneinanderrücken. So berührten unsere Körper sich. Mir wurde ganz warm im Bauch und die Hitze durchfuhr meinen ganzen Körper. Er stieß extra gegen meinen Arm, sodass mein Marshmallow vom Stock ins Feuer viel und verkohlte. Die Runde fing lauthals an zu lachen und ich knuffte ihm in den Arm. Es fühlte sich so freundschaftlich und unbeschwert an. Doch so wohl durfte ich mich in der Nähe meines Lehrers nicht fühlen, das war falsch.
Am nächsten Tag sind wir Ski gefahren. Ich war wohl ein Naturtalent, denn ich schaffte es beinahe ohne zu stürzen den Berg hinunter. Nach ein Paar Abfahrten fragte Mr. Daniels mich, ob wir nicht gemeinsam hinabfahren wollen. Ich stimmte zu, doch während der Lift-Fahrt hinauf zog ein leichter Schneesturm auf, welcher an der Spitze des Berges die wundschöne Aussicht verschleierte. Aufgrund dessen war uns niemand hinauf gefolgt und ohne eine Skibrille war es unmöglich hinabzufahren. Der Wind kroch in meine Winterjacke und schlug mir die kleinen, harten Schneeflocken ins Gesicht. Mr. Daniels musste wohl gemerkt haben, dass ich fror, denn er legte den Arm um mich und zog mich näher zu sich heran, sodass ich sein Aftershave riechen konnte. Der Moment war so intim, wir beide schwiegen und ich bekam das Bedürfnis meinen Kopf gegen seine Brust zu legen. Mein Herz klopfte, es war so schön in seiner Nähe. So verharrten wir Minuten, bis der Sturm sich wieder legte.

Genau das, Sunny, das war der Moment indem ich mir eingestehen musste, dass ich mich innerhalb weniger Tage in diesen Mann verliebt hatte. Meinen Lehrer! Die restlichen Tage verwirrten meine Gefühle nur noch mehr. Er zwinkerte mir zu, schenkte mir ein unverschämt schönes Lächeln oder bewarf mich mit Schneebällen. Sunny, ich weiß nicht was ich tun soll. Ich kann mich doch nicht Hals über Kopf in meinen Lehrer verliebt haben. Hoffentlich werde ich ihn am Montag nicht in der Schule sehen und zum Glück habe ich ihn nicht im Unterricht. Ich bin mir sicher, dass Mr. Daniels nicht dasselbe für mich empfindet, wie ich für ihn. Aber genau dieser Gedanke versetzt mir einen Stich. Das schönste Gefühl ist doch, wenn die Liebe erwidert wird. Sunny, das darf niemand, wirklich NIEMAND erfahren. Ich werde dir in der nächsten Woche schreiben und erzählen wie es weitergeht. Ich bin müde und gehe jetzt schlafen, hoffentlich kann ich das, bei diesem Gefühlschaos...

Gute Nacht

 

von Hannah05

Liebes Tagebuch,

was ich dir hier anvertrauen muss unter allen Umständen unter uns bleiben.

Diese Worte dürfen niemals diese Seiten verlassen – geschweige denn, dass jemand sie zu lesen bekommt. Ich hatte noch nie so ein großes und gefährliches Geheimniss, es ist zu mächtig, als das jemals jemand davon erfahren darf.
Heute ist etwas passiert, was nicht hätte passieren dürfen. Ich wusste, dass es Verboten und und gar Unmöglich ist, es darf nich sein und trotzdem ist es so.
Jetzt fragst du dich bestimmt, was sich denn dahinter verstecken kann.

Vorab muss du wissen, dass ich nichts von all dem gewollt oder mir gewünscht habe. Oh Gott – wenn ich das in zehn Jahren lesen werde, werde ich bestimmt über mich selbst den Kopf schütteln.

Ich werde mich fragen,was in Gottes Namen mich da geritten hat, warum ich meine Gefühle nicht unterdrücken konnte. Doch ein kleiner Teil von mir wünscht sich auch, dass alles gut werden wird, dass alles anders kommt als gedacht und ich auf diese Seiten und Zeit mit einem Lächeln zurückblicken kann.

Heute in der Schule ist es passiert. Eigentlich war zuerst alles wie immer. Ich habe wie fast jeden Morgen verschlafen, brauchte einen halben Kilo Zucker für meinen Kaffee, da er einfach nicht süß werden wollte und das Essen in der Mensa war schrecklich.

Und doch war heute alles anders. Ich habe unglücklicherweise meine Mathesachen zuhause vergessen, natürlich Mathe, warum hätte es nicht Englisch oder Sport sein können? Ich glaube, dass Schicksal meint es wirklich nicht gut mit mir. Wir haben nämlich seid neustem einen neuen Lehrer – Mr Daniels. Und er ist heiß, also so richtig heiß. Doch da ich nicht oberflächlich wirken möchte oder gar jemanden nur aufs Äußere reduzieren will, darf ich seine herzliche und freundliche Art auf keinen Fall unerwähnt lassen. Er guckt oft verträumt, wenn er mit einem spricht und ich möchte am liebsten wissen, an was er denn immer denkt. Er ist authentisch und unter anderem Umständen hätte ich ihn direkt zu einem Kaffee in Starbucks eingeladen. Unter anderen Umständen, denn das würde natürlich niemals gehen. Er ist mein Lehrer und trotzdem fühlt es sich so falsch an, nicht an ihn denken zu wollen.

Aber ich schweife schon wieder ab, denn das ich ausgerechnet meine Mathesachen vergessen habe, ist noch lange nicht das Schlimmste. Ich glaube bis zu diesem Zeitpunkt hatte mich Mark… äh ich meinte Mr Daniels – ja ich geb’s zu, ich habe ihn gegoogelt ? – noch gar nicht richtig bemerkt, doch auf einmal hatte ich seine vollstes Aufmerksamkeit, als wäre es so außergewöhnlich, dass jemand seine Schulsachen vergisst. Mr Daniels war zum Glück nicht sauer, was ich selbstverständlich auch nicht erwartet hatte, aber dafür schaute er mich auf einmal so lange und nachdenklich an, dass ich binnen Sekunden die ganze Aufmerksamkeit der Klasse hatte. Es war verrückt, er schaute mich an und ich dachte, dass wir uns schon ewig kennen würden. Seine Augen trafen meine und es schien, als würde die Welt still stehen – ohne Spaß. Für einen kurzen Augenblick kam es mir vor, als wären alle anderen in weiter Ferne gerrückt und nur noch wir beide würden in dem Klassenraum sein. Das war das erste Mal, dass ich gemerkt habe, dass sich da etwas anbahnt, etwas, das ich weder kontrollieren, noch aufhalten kann.

Doch es sollte nicht nur bei diesem Aufeinandertreffen bleiben. In der Mittagspause bekam ich einen Anruf von Mum. Izzys Zustand hat sich schon wieder verschlechtert und die Ärzte meinten, dass sie nicht mehr so viel Zeit wie geplant hätte. Ich konnte nicht mehr denken, es war, als wäre mir auf einmal alle Luft zum atmen genommen worden, als würde die Wände auf mich zurücken und die Decke einstürzen. Was sollte ich denn ohne Izzy machen?

Wie immer bin ich zu meinen einzigen Rückzugsort in dieser grässlichen Schule gerannt: Der Bibliothek. Bislang bin ich dort immer allein gewesen, niemand interessiert sich heutzutage noch für Bücher. Warum sollte man auch, wenn man stattdessen vorm Handy sitzen kann oder sich bei den allberüchtigten Partys ins Koma säuft. Nicht einmal die Bibliothekarin ist noch regelmäßig da, es gibt ja niemanden, der irgend etwas etwas kaputt machen könnte. Ich verkroch mich also in meine Lieblingsecke und versteckte mich zwischen den Seiten aus Büchern. Endlich konnte ich den Tränen freien Lauf lassen, ich fühlte mich befreit und doch traurig, so unglaublich traurig – bis er kam. Ich weiß nicht, warum ausgerechnet ER in der Bibliothek war, doch er ist erst seit knapp einem Monat an unsere Schule, deswegen ist es kein Wunder, dass auch er sich diese mal näher angucken wollte.

Auf einmal stand er da, wie eine Erscheinung. Ich habe ihn gar nicht bemerkt, bis er neben mir stand und mich in den Arm nahm. Ich frage mich schon den ganzen restlichen Tag, warum er das getan hat, wahrscheinlich habe ich ihm nur Leid getan. Für ihn war es nur eine mitleidig Geste, er war völlig überrumpelt und hat instintik gehandelt. Für ihn war es nichts Besonderes, doch für mich war er der Anker in einem Strudel aus Hilflosigkeit. Ich spürte eine Verbindung zwischen uns, eine jahrelange Vertrautheit. Er musste gar nichts sagen und doch fühlte ich mir geborgen und sicher. Mr Daniels war einfach für mich da und hat mich gehalten und ich habe mich noch nie so getröstet gefühlt. Von diesem Moment an wusste ich: ab jetzt wird nichts mehr so, wie zuvor. Der Moment fühlte sich an wie eine Ewigkeit, obwohl es bestimmt nicht mehr als ein paar Minuten waren. Dieser Moment hätte eine Ewigkeit dauern können, wenn er mich nicht irgendwann losgelassen hätte, mich erschrocken angeschaut hätte, als könnte auch er nicht glauben, was er eben getan hat. Verlegen hat er mich noch gefragt ob jetzt alles okay wäre, am liebsten hätte ich nein gesagt, hätte ihn gefragt, ob er mich noch einmal in den Arm nehmen könnte, stattdessen habe ich nur schüchtern genickt – oh Gott, mir fällt gerade auf, dass ich mich nicht einmal bedankt habe!

Dies ist mein Geheimnis, was ich niemals jemand anderem als dir anvertrauen kann, weder Mum noch Izzy. Ich habe mich völlig überraschend und überrumpelnd in Mr Daniels verliebt. Ich weiß nicht wie ich mich ihm gegenüber verhalten soll, ob er diese Verbundenheit auch gefühlt hat, die Vertautheit, als könnten wir auch über alles und nichts reden, als hätten wir endlich jemanden gefunden, der uns versteht. Es ist wie ein Instinkt in mir, der geschrien hat, dass ich den Richtigen gefunden habe. Ich weiß nicht wie es mit ihm und mir weitergehen wird, falls es überhaupt weitergeht, da ich nicht einmal weiß, was er davon gehalten hat. In seinen Augen habe ich Reue und Schuld gesehen am liebsten würde ihn jetzt anrufen und versichern, dass er alles richtig gemacht hat, dass ich nichts verraten würde, denn neben diesen zwei Gefühlen habe ich noch etwas viel Größeres in seinen smaragdgrünen Augen gelesen: Angst… – jip, ich sollte Augenleserin werden.

Alles was ich mir gerade wünsche ist ihn wiederzusehen, es ist unglaubwürdig, da ich ihn noch gar nicht kenne, er könnte in Wirklichkeit ein Drogendealer oder weiß der Kuckuck was sein und doch hat es sich angefühlt, als wären wir schon seit einer Ewigkeit befreundet.

Für ihn muss ich wie eine kleine, unreife Schülerin wirken, doch ich wünschte es wäre anders. Ich wünschte, wir hätten uns woanders kennengelernt, dann hätte ich wenigstens die CHANCE gehabt, Mr Daniels kennenzulernen, so jedoch dürfte ich nicht einmal an ihn denken.

Es ist schwierig und es mag wie eine kurze Teenagerliebe wirken, doch als ich mit Jason oder Tom zusammen war, hat es kein einziges Mal so angefühlt.

Ich bin so aufgeregt auf Montag, aufgeregt und zugleich auch ängstlich ihn wiederzusehen.

Ich melde mich, wenn es Neuigkeiten gibt

xoxo Hannah

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