Cover-Bild Der Lavendelgarten

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10,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 13.05.2013
  • ISBN: 9783641099565
Lucinda Riley

Der Lavendelgarten

Roman
Sonja Hauser (Übersetzer)

Ein Herrenhaus in der Provence, eine adelige Familie und eine schicksalhafte Liebe in dunklen Zeiten.

Jahrelang hat Emilie de la Martinières darum gekämpft, sich eine Existenz jenseits ihrer aristokratischen Herkunft aufzubauen. Doch als ihre glamouröse, unnahbare Mutter Valérie stirbt, lastet das Erbe der Familie allein auf Emilies Schultern. Sie kehrt zurück an den Ort ihrer Kindheit, ein herrschaftliches Château in der Provence. Der Zufall spielt ihr eine Gedichtsammlung in die Hände, verfasst von ihrer Tante Sophia, deren Leben von einem düsteren Geheimnis umschattet war – einer tragischen Liebesgeschichte, die das Schicksal der de la Martinières für immer bestimmen sollte. Doch schließlich erkennt Emilie, dass es noch nicht zu spät ist, die Tür zu einer anderen Zukunft aufzustoßen …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.01.2021

Spannender Roman über den französischen Widerstand

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Emilie de la Martinière erbt das Château ihrer verstorbenen Eltern in der Provence. Die Tierärztin möchte dieses Erbe bewahren - und das Château renovieren. Nach einem Einbruch steht ihr der Engländer ...

Emilie de la Martinière erbt das Château ihrer verstorbenen Eltern in der Provence. Die Tierärztin möchte dieses Erbe bewahren - und das Château renovieren. Nach einem Einbruch steht ihr der Engländer Sebastian zur Seite. Sie heiraten schnell - doch Emilie wird in ihrer Ehe bald unglücklich. Bei einem Besuch in der Heimat erzählt ihr der Winzer Jean mehr über ihre Familiengeschichte - und führt sie erst nach Paris, dann ins Château in den Zeiten des zweiten Weltkriegs - wo die englische Spionen Constance, Sebastians Großmutter, die Bekanntschaft von Emilies Vater und ihrer Tante macht - und sich dabei in den Tiefen der französischen Widerstandsbegegnung verstrickt.

Der Roman ist, insbesondere durch die zweigeteilte Storyline, sehr typisch für Lucinda Riley. Durch die Perspektivwechsel zwischen zwei Zeiten bleibt er durchweg spannend - ich habe ihn innerhalb von nur einem Tag verschlungen.

Die Charaktere sind größtenteils interessant. Emilie ist eine intelligente, und doch recht naive Frau, die unter ihrem mangelnden Selbstbewusstsein leidet. Sie hat ihre Schwächen - was sie in meinen Augen zu einer tollen und lebensnahen Protagonistin macht. Insbesondere aber Emilies Vater ist für mich der beste Charakter der Geschichte - denn ihm traut man aus Emilies Erzählungen heraus nicht zu, welche Rolle er in den Zeiten des Weltkriegs gespielt hat.

Bei Constance hat die Autorin in meinen Augen zu viel Komplexität eingebaut. Es hätte keinen Unterschied gemacht, ob Constance eine englische Spionin oder eine französische Verwandte der de la Martinières ist. Letzten Endes spielt die englische Spionin nur an einer Stelle des Romans eine Rolle - und geht ansonsten total unter. Hier hätte auch der Gewissenskonflikt, unter dem Constance, als Spionin mit einer Aufgabe und zur Untätigkeit verdammt, eindeutig eine größere Rolle spielen können. Das hätte dem Spionageaspekt der Geschichte vielleicht einen größeren Sinn gegeben - so läuft dieser Handlungsstrang ins Leere.

Gut gefallen hat mir die Romanze zwischen Sophia und Frederick - aber auch hier bleibt die Geschichte leider weitestgehend oberflächlich. Die Liebesgeschichte birgt sehr viel ungenutztes Komfliktpotential - und wird (unglaubwürdigerweise) von den meisten Parteien als akzeptabel wahrgenommen.

Insgesamt ist der Roman gut zu lesen und kurzweilig - bleibt aber an der Oberfläche des historischen Geschehens - obwohl das Thema mehr Potential dafür bietet. Dennoch eine schöne Empfehlung für einen gemütlichen Sonntagnachmittag.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.01.2018

Ein eindrucksvoller historischer Roman

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Emilie ist Französin adeliger Herkunft, hat aber mit Reichtum und Wohlstand wenig am Hut. Sie steht vor einer schweren Aufgabe, denn Ihre Eltern sind beide verstorben und sie muss als Alleinerbin entscheiden, ...

Emilie ist Französin adeliger Herkunft, hat aber mit Reichtum und Wohlstand wenig am Hut. Sie steht vor einer schweren Aufgabe, denn Ihre Eltern sind beide verstorben und sie muss als Alleinerbin entscheiden, was aus dem Erbe werden soll. Dieses besteht unter anderem aus einem verfallenen Chateau, dass aufwendig renoviert werden muss. Ihre neue Bekanntschaft Sebastian hilft ihr bei der schwierigen Aufgabe und eine Liebesgeschichte bahnt sich an.

Gleichzeitig bringt sie einiges über die Vergangenheit ihres Vaters in Erfahrung. Er wandelte als französischer Adeliger zur Zeit des zweiten Weltkriegs in den besten Kreisen und hatte ausgiebigen Kontakt zu hohen Nazi-Offizieren. Diese Verbindungen nutzte er allerdings dazu sich unter einem Decknamen für die französische Résistance einzusetzen. Doch dieses Doppelleben brachte viele Gefahren mit sich. Während dieser Zeit stößt die Britin Constance zu ihm, die als Agentin nach Frankreich geschickt wurde um den Sturz der Nazis voran zu treiben.

Lucinda Riley hat die Gabe zumindest mich schon von der ersten Seite an mit ihrem Schreibstil in den Bann zu ziehen. Er ist einprägsam und eindringlich, man hat fast das Gefühl zusammen mit den Protagonisten lebensgefährliche Situationen durchzustehen, die das Nazi Regime zum Einsturz bringen sollen. Mit kleinen Hinweisen und Andeutungen regt sie die Gedanken des Lesers an und leitet uns so von einem Geschehen zum nächsten durch eine spannende Geschichte.
Die Gefahren und Sorgen, denen die Protagonisten ausgesetzt sind werden auf spannende Art und sehr realistisch vermittelt.

Lucinda Riley hat mal wieder eine spannende und eindrucksvolle Geschichte mit historischem Hintergrund geschaffen.