Cover-Bild Der Sommer, in dem es zu schneien begann
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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 01.06.2016
  • ISBN: 9783492309110
Lucy Clarke

Der Sommer, in dem es zu schneien begann

Roman
Claudia Franz (Übersetzer)

Eva wollte immer gemeinsam mit ihrem Mann dessen Heimat Tasmanien besuchen. Doch als Jackson nach einem Bootsausflug nicht mehr zurückkehrt, beschließt sie, allein dorthin zu reisen. Sie hofft, in dieser schweren Zeit bei seinen Verwandten Trost zu finden. Doch so bezaubernd die australische Insel ist, so abweisend verhält sich Jacksons Familie. Warum nur wollen sein Vater und sein Bruder partout nicht über ihn sprechen? Auf Eva warten schockierende Wahrheiten, die sie zu einem schicksalhaften Sommer in der Vergangenheit führen – dem Sommer, in dem es zu schneien begann.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2018

Schmerz auf Zeit...

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Die Autorin konnte mich vor einigen Jahren bereits mit ihrem Roman „Die Landkarte der Liebe“ begeistern und so war ich immens gespannt wie denn nun ihr neuer Roman sein würde. Meine Erwartungen waren sehr ...

Die Autorin konnte mich vor einigen Jahren bereits mit ihrem Roman „Die Landkarte der Liebe“ begeistern und so war ich immens gespannt wie denn nun ihr neuer Roman sein würde. Meine Erwartungen waren sehr hoch, wurden aber auch mehr als erfüllt.

Ein beobachtender Erzähler, der Überblick über alle handelnden Personen und Ereignisse hat, leitet uns durch die Geschichte.

Hier lernen wir Eva kennen, die in Jackson die Liebe ihres Lebens findet. Mit der Hochzeit ist das Glück perfekt, doch dann verliert Eva ihren Liebsten durch einen Unfall auf See und nichts ist mehr wie es war. Kann sie ihre Trauer überwinden und einen Neuanfang wagen? Und vor allem was steckt hinter dem komischen Verhalten seiner Familie?

Lucy Clarke hat so einen zauberhaften Schreibstil, dass man kurzerhand alles um sich herum vergisst und für den Leser nur noch die Geschichte zählt. Hierbei geht sie sehr gefühlvoll mit den Protagonisten und dem Leser um.

Eva nimmt einen als Charakter sofort gefangen. Da ich selbst noch nicht solange verheiratet bin, konnte ich mich sehr gut in sie einfühlen und mir annähernd vorstellen wie schlimm das sein muss und wie sie sich fühlt. Als Leser nimmt man Anteil an dem Gefühlschaos der Protagonistin und ergründet mit ihr gemeinsam welches Geheimnis hinter Jacksons Familie steckt.

Mir hat besonders gefallen, dass man sich die Landschaft Tasmaniens und das ganze Drumherum richtig gut vorstellen konnte. Der Geruch nach Fisch und das Salz des Meeres haben mir förmlich in der Nase gekitzelt.

Fazit: Ein unglaublich intensives Buch, das ich sehr gern weiterempfehle. Sehr emotional und berührend.

Veröffentlicht am 21.07.2018

Voller Gefühl....wunderbar und spannend zu lesen#

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Lucy Clarke ist eine meiner Lieblingsautoren, sie schreibt voller Gefühl Geschichten mit gaaaanz viel Tiefgang!
Leider wurden nur wenige Bücher ins Deutsche übersetzt.

Schon das Gesicht des Buches ist ...

Lucy Clarke ist eine meiner Lieblingsautoren, sie schreibt voller Gefühl Geschichten mit gaaaanz viel Tiefgang!
Leider wurden nur wenige Bücher ins Deutsche übersetzt.

Schon das Gesicht des Buches ist toll, blaue Wellen, die sich über den Buchblock ziehen, etwas besonderes, wie auch der Inhalt des Buches! Auch der Titel passt wunderbar.


Am Strand von Dorset wird Evas Ehemann Jackson morgens beim Angeln von den Wellen erfasst und ertrinkt in der eiskalten See. Im Alter von 29 Jahren ist Eva nun nach nur einem Jahr Ehe Witwe.
Nachdem keiner von Jacksons Familie zur Trauerfeier nach England gekommen ist, beschließt Eva, nach Tasmanie, in die Heimat ihres Ehemanns zu reisen, um seinen Vater Dirk und seinen Bruder Saul, mit dem sich Jackson vor vier Jahren überworfen hatte, kennenzulernen.
Dort wird Eva kühl und abweisend in Empfang genommen. Dirk konfrontiert sie mit der Tatsache, dass er gegen eine Ehe zwischen ihr und Jackson war und auch Saul zeigt deutlich, dass Eva in Tasmanien nicht erwünscht ist.
Als sie dort eine Fehlgeburt erleidet, kaum dass sie gemerkt hatte, schwanger zu sein, stellt Saul ihr für einen Aufenthalt eine Hütte am Strand zur Verfügung. Distanziert kümmert er sich um sie und lehrt ihr das Freitauchen.
Im Meer fühlt sich Eva unbeschwert und kann sich von ihrem Schmerz der Trauer ablenken. In Gesprächen mit Saul wird ihr bald klar, dass ihr die Familie etwas bewusst verschweigt und dass sie Jackson - ihre Liebe auf den ersten Blick - gar nicht kannte.
Nach und nach werden ihr Details aus Jacksons Vergangenheit bekannt, die so gar nichts mit dem Mann zu tun haben, den sie geheiratet hat.

Der Roman "Der Sommer, in dem es zu schneien begann" ist sehr atmosphärisch, der Leser wird direkt auf die Insel Tasmanien im Indischen Ozean vor Australien versetzt.

Die Stimmung des Romans ist sehr melancholisch, was einerseits an der Fassungslosigkeit und Traurigkeit Evas über den Tod ihres Mannes rührt, aber auch des unterkühlten Empfangs von Jacksons Angehörigen und der schroffen Charaktere geschuldet ist.

Die Autorin schenkt tiefe Einblicke in die Gefühlswelt und Empfindungen von Eva, die mit der Absicht Tasmanien gekommen war, ihren Mann, den sie nur zwei Jahre kannte, in Gesprächen mit Freunden und der Familie besser kennenzulernen und mit ihnen gemeinsam zu trauern.
Stattdessen passiert das genaue Gegenteil: Niemand möchte zunächst mit ihr über Jackson sprechen und was Eva dann doch bei ihren Begegnungen mit den Menschen vor Ort erfährt, wirft mehr Fragen als Antworten auf.
Auch die sich in ihr entwickelnden Gefühle für Saul bringen sie durcheinander. Sie kann nicht einordnen, ob sie nur etwas für ihn empfindet, weil er sie an Jackson erinnert.

Veröffentlicht am 03.06.2018

Mein erstes Buch von Lucy Clarke, aber nicht mein letztes!

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Zum Inhalt: 

Ein berührendes Buch über Liebe, Verrat und den Tod

Eva wollte immer gemeinsam mit ihrem Mann dessen Heimat Tasmanien besuchen. Doch als Jackson nach einem Bootsausflug nicht mehr zurückkehrt, ...

Zum Inhalt: 

Ein berührendes Buch über Liebe, Verrat und den Tod

Eva wollte immer gemeinsam mit ihrem Mann dessen Heimat Tasmanien besuchen. Doch als Jackson nach einem Bootsausflug nicht mehr zurückkehrt, beschließt sie, allein dorthin zu reisen. Sie hofft, in dieser schweren Zeit bei seinen Verwandten Trost zu finden. Doch so bezaubernd die australische Insel ist, so abweisend verhält sich Jacksons Familie. Warum nur wollen sein Vater und sein Bruder partout nicht über ihn sprechen? Auf Eva warten schockierende Wahrheiten, die sie zu einem schicksalhaften Sommer in der Vergangenheit führen – dem Sommer, in dem es zu schneien begann.





Über die Autorin: 

Lucy Clarke studierte Englische Literatur an der Universität von Cardiff, bevor sie sich ganz ihrer Karriere als Schriftstellerin widmete. Ihre Romane erobern auf der ganzen Welt die Bestsellerlisten. Sie ist passionierte Tagebuchschreiberin und mit einem professionellen Windsurfer verheiratet, mit dem sie zwei Kinder hat und die Liebe zum Meer teilt. Den Sommer verbringen sie an der Südküste Englands, den Winter in fernen, exotischen Ländern.

Mehr über die Autorin erfahrt ihr auf ihrer Homepage, ihrer Facebookseite und auf Instagram.





Mein Fazit und meine Rezension: 

Ein Moment verändert alles und ihr Leben ist nicht mehr das, was es einmal war. Als Eva an einem trüben Morgen aufwacht, ist der Platz im Bett neben ihr leer, ihr Mann ist angeln gegangen, das hat sie mitbekommen. Doch schon wenige Augenblicke später spürt sie, dass etwas ganz und gar nicht stimmt und ihre Befürchtungen bewahrheiten sich: ein Angler wurde von den Klippen aus ins tosende Meer gespült und ist im eiskalten Wasser verschwunden. Eva und Jackson hatten eine kurze, aber innige Beziehung. Zwei Jahre durfte sie Teil seines Lebens sein und jetzt ist er fort. Um ihre Trauer zu besänftigen reist sie nach Tasmanien, die Heimat ihres Ehemannes, um dort mehr über ihn zu erfahren. Doch was sie dort erfährt, wäre wohl besser verborgen geblieben... 

Wie schnell ein Augenblick dein Leben verändern kann merkt Eva, als sie am tosenden Meer steht und hilflos auf das Rettungsboot hinausschaut. Irgendwann wird die Suche nach ihrem Ehemann eingestellt und die Gewissheit stellt sich ein, dass er tot sein muss. Wir Leser erhalten einen kurzen Einblick in das gemeinsame Leben von Jackson und Eva und doch beginnt die Geschichte mit seinem Abschied.

Eva ist 30 Jahre alt und steht mitten im Leben und von jetzt auf gleich ist sie Witwe - eine Nachricht, die Eva erst einmal verdauen muss. Doch die Trauer überwältigt sie und schon bald merkt sie, dass sie eigentlich nicht viel über ihren Mann wusste. Kurze Zeit später reist sie in seine Heimat Tasmanien, um ihn besser kennen zu lernen und auch seine Familie persönlich zu treffen. Doch dort ist nichts so, wie es zu sein scheint und auch Jacksons Vater Dirk scheint Eva nicht zu kennen oder gar zu mögen, obwohl sie ihm immer Briefe geschrieben hat. Eva wird misstrauisch und auch ich als Leser habe mich gewundert. 

Die Geschichte von Eva und Jackson ist wunderschön geschrieben und hat doch einen traurigen Beigeschmack. Eva erzählt von einer Zeit, in der sie glücklich war und von jetzt auf gleich wird dieses junge Glück durch einen Angelunfall getrübt. Leider lernen wir Leser die glückliche Eva gar nicht kennen, sondern erfahren nur von ihrem tiefen Schmerz und der großen Trauer, die sie seit dem Tod ihres Ehemannes umgibt. Für mich ist es nur verständlich, dass sie zu seinen Wurzeln zurückreist, um zu erfahren, wer er wirklich war - denn viel gemeinsame Zeit hatten die beiden nicht. Doch was sie alles dort erfährt, trifft nicht nur Eva, sondern auch mich!

Natürlich würde ich euch jetzt sehr gerne erzählen, WAS genau das war, aber diese Spannung (und die Neugierde) möchte ich euch nicht nehmen!

Im Buch selbst erfahren wir jedoch nicht nur von der Protagonistin Eva selbst, sondern erhalten mit kurz gehaltenen Kapiteln von Jackson einen persönlichen Einblick in dessen Leben und Gedanken. Die Autorin vermag somit die Spannung aufrecht zu erhalten und den Leser ungemein zu fesseln. Bei mir hat sie es auf jeden Fall geschafft! Doch so sehr ich auch gehofft habe, dass Jackson erzählt, was genau geschehen ist, eben das war zunächst nicht der Fall. Im Gegenteil, Jacksons Passagen gaben mir große Rätsel auf, die mich das Buch einfach nicht mehr zur Seite haben legen lassen. 

In dieser Geschichte geht es um Eva und Jackson, ein junges Paar, dass das Glück mehr als verdient hat und doch von ihrer Vergangenheit heimgesucht wird. Dass diese Vergangenheit von Lügen gespickt war und das Leben vieler Menschen drastisch verändert hat, sollt ihr aber selbst lesen. Mich hat das Buch wenige Stunden lang in Atem gehalten - wenige Stunden nur, da ich es nicht mehr zur Seite legen konnte! - und mir dieses Glück, diese Liebe, näher gebracht, um doch zu einem Ende zu gelangen, das ich so niemals erwartet hätte. Ich habe mit Eva eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitgemacht und blieb sprachlos zurück.

Der Sommer, in dem es zu schneien begann, ist ein Buch über tiefe Gefühle, über Wahrheit und Lüge und über Familie und Freundschaft. Lucy Clarke schafft es mit ihrer Spache, ihrem Schreib- und Erzählstil den Leser mitten in diese Welt und in diese Emotionen zu entführen und nicht mehr so leicht los zu lassen. 

Für mich war es das erste Buch von Lucy Clarke, aber nach dieser Geschichte wird es definitiv nicht mein Letztes gewesen sein! 

Veröffentlicht am 29.01.2018

Zum Träumen

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Meine Meinung:

Die Location dieses Buches lädt zum Träumen ein. Es ist eine wundervolle Umgebung, die von der Autorin derart authentisch beschrieben wird, dass der Leser das Gefühl hat er wäre unmittelbar ...

Meine Meinung:

Die Location dieses Buches lädt zum Träumen ein. Es ist eine wundervolle Umgebung, die von der Autorin derart authentisch beschrieben wird, dass der Leser das Gefühl hat er wäre unmittelbar da. In solchen Momenten wird einem klar, wie zauberhaft die Sprache sein kann.

Sprachlich ist dieser Roman ein wahres Wunderwerk. Lucy Clarke schafft es den Leser zu fesseln und in eine ganz andere Welt zu entführen. Die Charaktere sind sprachlich so scharf gezeichnet, dass man denken könnte man kennt diesen Menschen schon ewig. Das Seelenleben erlebt der Leser unmittelbar mit. Besonders hervorzuheben ist die Tiefe, welche ihre Figuren haben.

Die Handlungsstränge wirken authentisch. Insgesamt herrscht auch immer eine gewisse Spannung, die auch durch die gezielt gesetzten Wendungen zum Teil dramatisch wird. Gerade diese Wendungen sind charakteristisch und machen dieses Buch aus.

Dieses Buch beansprucht die ganze Gefühlspalette für sich. Ob Trauer, Glück, Liebe oder Schmerz es ist alles dabei. Es handelt sich keinesfalls um den zweitausendsten gleichlautenden Liebesroman. Nein, hinter diesem Cover steckt so viel mehr, ein richtiges Abenteuer. Absolute Empfehlung!

Veröffentlicht am 15.11.2017

Manchmal kann die Wahrheit weh tun..

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Inhalt:

Eva und Jackson sind ein glücklich verliebtes, frisch vermähltes Paar. Doch ihr Glück wird von einem Tag auf den nächsten zerstört: Jackson verunglückt beim Angeln und stürzt ins eisig kalte und ...

Inhalt:

Eva und Jackson sind ein glücklich verliebtes, frisch vermähltes Paar. Doch ihr Glück wird von einem Tag auf den nächsten zerstört: Jackson verunglückt beim Angeln und stürzt ins eisig kalte und stürmische Meer. Die Suche der alarmierten Küstenwache bleibt vergeblich. In ihrer Trauer macht sich Eva auf den Weg in Jacksons Heimat Tasmanien, um seine Familie kennen zu lernen und mehr über sein Leben zu erfahren. Doch Vater und Bruder sind alles andere als begeistert von ihrem Besuch. Was haben sie vor ihr zu verheimlichen? Je mehr Fragen Eva stellt, umso mehr schockierende Wahrheiten muss sie über ihren Ehemann erfahren. War er wirklich der, für den sie ihn gehalten hat?

Meine Meinung:

Auch wenn man glaubt einen Menschen zu kennen, wie viel weiß man wirklich über ihn?

Diese Fragen muss sich nicht nur der Leser sondern auch Eva, die Protagonistin des Buches, stellen. Der Verlust ihres Mannes wirft sie komplett aus der Bahn, ihr Leben ohne ihn weiterzuleben kann sie sich nicht vorstellen. Sie ist starr vor Trauer und flüchtet sich in ihrem Schmerz nach Tasmanien, in Jacksons Heimat, um ihm dort näher zu sein.

Eva wirkt so zerbrechlich und unendlich traurig. Doch hinter dieser Mauer aus Trauer und Schmerz steckt eine wirklich starke, warmherzige Frau, die alles andere als das verdient hat, was sie in Tasmanien erwartet. Ich fand sie sehr sympathisch und habe sie schnell in mein Herz geschlossen. Eva so leiden zu sehen, von all den quälenden Fragen und schockierenden Antworten bis in den Schlaf verfolgt, ging mir sehr nah.

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten wird auch Jacksons Vater und vorallem sein Bruder Saul immer sympathischer. Er steht Eva zur Seite wann immer er kann und hilft ihr wieder auf die Beine zu kommen. Auch wenn er dagegen ist, dass Eva die ganze Wahrheit erfährt, so hilft er ihr trotzdem dabei Antworten auf ihre Fragen zu finden, damit sie irgendwann Ruhe finden kann. Obwohl Saul und Jackson sich äußerlich so ähnlich sehen, sind die Brüder charakterlich doch so unterschiedlich wie Tag und Nacht...

Ein wirkliches Highlight des Buches sind die Beschreibungen von Tasmanien, genauer gesagt der wunderschonen (fiktiven) Insel Wattleboon. Inspiriert von ihren eigenen Erlebnissen und Erinnerungen an Bruny Island, auf der die Autorin selbst zwei Sommer verbrachte, beschreibt sie die Schönheit der Natur und des Meeres. Jeder Zeile merkt man die Faszination und die Liebe der Autorin für die Landschaft Tasmaniens, fürs Tauchen und die Unterwasserwelt, für die Fische und auch alle andere Lebewesen an. Wenn man die Augen schließt, hat man das Gefühl, selber dort am Meer zu stehen, den warmen, weichen Sand unter den Füßen zu spüren, den Geruch von Meer und Salz in der Nase zu haben und das Rauschen des Wassers zu hören…

Tolle, authentische Charaktere, eine wunderschöne, beeindruckende Landschaft, aber auch der Plot ist wirklich gut durchdacht und konstruiert. Am Ende fügen sich alle noch so kleinen Puzzleteile zusammen und ergeben ein wirklich stimmiges Ganzes. Fast unvorstellbar, wie ein einziger Sommer, ein einziges grauenvolles Erlebnis, ein einziger Fehler, den Rest des Lebens so verändern kann. Und wie schwer es ist, jahrelang mit einer Schuld zu leben, die Zentnerschwer auf den Schultern lastet…

Fazit:

Manchmal kann die Wahrheit wehtun… Und egal wie weit man auch läuft, sie holt einen am Ende doch immer wieder ein… Ein wirklich wunderschöner, berührender, schicksalhafter und trauriger Roman, wirklich großartig geschrieben. Ein wenig wie eine Reise zum Meer…