Cover-Bild Die Bucht, die im Mondlicht versank

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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 02.06.2017
  • ISBN: 9783492060271
Lucy Clarke

Die Bucht, die im Mondlicht versank

Roman
Claudia Franz (Übersetzer)

Als Jacob sich von seiner Mutter Sarah verabschiedet, um zu einer Strandparty zu gehen, ist alles wie immer. Am nächsten Morgen ist nichts mehr, wie es war: Jacob ist verschwunden. Vor genau sieben Jahren verschwand auch Marley an diesem Strand, der Sohn von Sarahs bester Freundin Isla. Später wurde er tot geborgen. Verzweifelt sucht Sarah nach Spuren und stößt dabei auf viele Fragen: Wo war ihr Mann in der Nacht, als Jacob verschwand? Warum sind Jacobs Klamotten in Islas Haus? Und was verschweigt der Fischer, der damals Marleys Leiche fand? Stück für Stück setzt sich ein Bild der Ereignisse zusammen, das Sarah dazu zwingt, sich endlich einer Wahrheit zu stellen, vor der sie so viele Jahre lang die Augen verschlossen hat.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.09.2017

Drama mit vielen Geheimnissen

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Sarah und Isla sind seit Teenagertagen beste Freundinnen. Beide lieben die Sommer in den Strandhütten auf einer großen Sandbank im Meer vor der englischen Küste. Isla war als Teenager kurz mit Nick liiert, ...

Sarah und Isla sind seit Teenagertagen beste Freundinnen. Beide lieben die Sommer in den Strandhütten auf einer großen Sandbank im Meer vor der englischen Küste. Isla war als Teenager kurz mit Nick liiert, ließ ihn und ihre Freundin aber zurück, um sich nach der Schule etwas von der Welt anzuschauen. Als sie zurückkehrt ist nach einem kurzen Abenteuer schwanger. Auch Sarah ist schwanger von Nick, mit dem sie inzwischen verheiratet ist. Die beiden Söhne Jacob und Marley werden im Abstand von ein paar Wochen geboren und wachsen fast wie Brüder gemeinsam auf.
Im Alter von 10 Jahren ertrinkt Marley als er gemeinsam mit Jacob schwimmen war und die beiden offenbar in Not geraten waren. Jacob konnte gerettet werden, nur Marley blieb verschwunden.
Die verzweifelte Isla verlässt die Sandbank, kehrt aber jeden Sommer zurück, um den Jahrestag des Unglücks zu begehen und die Erinnerungen an ihren Sohn lebendig zu halten und außerdem Jacobs Geburtstag zu feiern.
An Jacobs 17. Geburtstag kehrt er nach einer abendlichen Strandparty nicht zurück. Nun ist Sarah die verzweifelte Mutter und kann die Sorge nur mit ihrem Mann teilen, denn Isla ist bereits wieder abgereist. Die Polizei wird eingeschaltet und die Suche nach Jacob beginnt. Sarah verdächtigt erst mal so ziemlich jeden, der an dem letzten Abend noch mit Jacob zusammen war, etwas mit seinem Verschwinden zu tun zu haben.
Doch Jacob bleibt verschwunden.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Sarahs und Islas Sicht erzählt, jeweils in der Ich-Form. Das gibt nicht nur tiefe Einblicke in die Gefühle und Gedankenwelt der Protagonistinnen sondern es gibt auch immer wieder Rückblicke in die früheren Jahre.
Schnell wird klar, dass diese tiefe Frauenfreundschaft, die schon so viele Jahre besteht, inzwischen Risse bekommen hat. Es gab immer wieder mal Streit und auch das gegenseitige Vertrauen hat gelitten.
Nach und nach kommen immer mehr Fakten ans Licht und man erkennt, dass so ziemlich jeder der Beteiligten Geheimnisse hat und Lügen erzählt. Es setzt sich nur langsam ein Bild zusammen und wie komplex die ganze Geschichte tatsächlich ist, offenbart sich erst ganz am Ende.
Die Stimmung ist während des gesamten Buches ziemlich düster und geprägt von Islas Trauer um ihren Sohn und Sarahs und Nicks Sorgen und Ängsten um den verschwundenen Jacob. Dabei ist es der Autorin gut gelungen, die vielfältigen Emotionen zum Leser zu transportieren und glaubhaft darzustellen.
Ich konnte besonders mit den beiden Frauen gut mitfühlen und nachvollziehen, was sie durchmachen.
Der hauptsächliche Schauplatz auf der großen Sandbank mit ihren hübschen Strandhütten direkt am Meer ist gut gewählt. Die kleine Gemeinschaft der Bewohner bildet genau wie die Kulisse einen guten Rahmen für die Handlung. Gleichzeitig entsteht dadurch auch eine leichte sommerliche Stimmung und man hört förmlich das Meer rauschen.

Durch die geschickt gesetzten Perspektivwechsel entsteht Spannung, die auf mich schnell einen Sog ausgeübt hat. Viele Wendungen und Überraschungen haben mich in alle Richtungen denken lassen, doch es war für mich nicht vorhersehbar, was mit Jacob geschah.
Und ganz bestimmt konnte ich nicht das ganze Ausmaß dieser Geschichte voraussehen. Auch wenn es ruhige Phasen gab war ich durchgängig gefesselt und habe diese nicht als Längen empfunden.

Dieser Roman ist keinesfalls nur ein leichter Sommerroman. Er ist ein bisschen Drama, hat auch Psychothrillerelemente und ist vor allem tiefgründig und regt zum Nachdenken an.
Themen wie Lebenslügen, Trauer und Verlust, Vertrauen, Freundschaft und auch Liebe verpackt in einen klugen und komplexen Plot waren für mich ein Lesegenuss!


Fazit: 5 von 5 Sternen


© fanti2412.blogspot.de

Veröffentlicht am 19.06.2017

Spannender Roman über Mutterliebe und eine langjährige Freundschaft zweier Frauen, die nachhaltig erschüttert wird

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Sarah und Isla waren seit ihrer Kindheit beste Freundinnen. Sie teilten gemeinsame Interessen, hatten in jungen Jahren beide mit Schicksalsschlägen innerhalb ihrer Familien zu kämpfen, als sie ihre Mutter ...

Sarah und Isla waren seit ihrer Kindheit beste Freundinnen. Sie teilten gemeinsame Interessen, hatten in jungen Jahren beide mit Schicksalsschlägen innerhalb ihrer Familien zu kämpfen, als sie ihre Mutter bzw. ihre Schwester verloren haben. Sie wurden fast zeitgleich schwanger und erfüllten sie beiden den Traum einer Strandhütte, in denen sie auch heute noch die Sommer verbringen.

Nach Abschluss der Schule ging Isla auf Weltreise und trennte sich vor ihrer Abreise von ihrem Freund Nick, mit dem sich Sarah während Islas Abwesenheit verlobte. Die Freundschaft zwischen den beiden hatte jedoch weiter Bestand. Zu einem Riss kam es erst zehn Jahre später, als Islas Sohn Marley beim Spielen mit Sarahs Sohn Jacob im Meer ertrank.

Sieben Jahre später verschwindet Sarahs Sohn am Todestag von Marley spurlos. Sarah macht sich Vorwürfe, da sie sich am Abend noch mit Jacob heftig gestritten hatte. Auch von Isla hatte sie sich zuvor im Streit getrennt. Es beginnt eine Zeit des Hoffens und Bangens und einer Suche, bei der so manche Ungereimtheiten und Halbwahrheiten zutage kommen. Während die Polizei auch ohne Leiche von einem Selbstmord ausgeht, verdächtigt Sarah den Vater von Jacobs Freundin Caz, ihren Sohn getötet zu haben. Caz war von Jacob schwanger und die letzte, die ihn lebend gesehen hat.

"Die Bucht, die im Mondlicht versank" ist der vierte Roman von Lucy Clarke und besticht wie die Romane zuvor durch eine gefühlvolle, ruhige und sehr bildhafte Sprache, dass man sich problemlos in die Charaktere hineinversetzen kann uns sich selbst im Setting der Sandbank von Longstone einfindet.

Der Roman ist abwechselnd aus der Sicht von Sarah bzw. Isla geschrieben, wobei beide immer wieder Bezug auf die gemeinsame Vergangenheit nehmen und in Rückblenden von ihrer Freundschaft ab 1991 und den tragischen Ereignissen, die sie durchlebten, erzählen.
Aus Isla hört man eine Bitterkeit und eine Enttäuschung über Sarah heraus. Sarah selbst schein ein dunkles Geheimnis zu hüten und ist ihrerseits enttäuscht von Isla, die nach der Abreise in diesem Sommer nicht auf ihre Anrufe reagiert.

"Aber der Traum von Perfektion ist ein Drahtseilakt in immensen Höhen - und darunter lauert nichts als der Abgrund..."

Dieses tiefgehende Familiendrama ist durch die unterschwelligen Geheimnisse und Lügen, die vor allem Sarahs Seele belasten, ein wenig nebulös, unvorhersehbar und deshalb unheimlich spannend zu lesen. Man bangt einerseits mit Sarah als Mutter, die einen Sohn vermisst, weiß aber nie genau, wie viel Schuld sie möglicherweise selbst an der Situation hat. Zudem wird immer wieder Bezug auf die Ereignisse im Jahr 2000, als Marley ertrunken ist Isla nach all den Jahren nach Erklärungen sucht, warum der Fischer Isaac Jacob retten konnte, nicht aber ihren Sohn Marley, der zudem auch noch ein guter Schwimmer war.

Lange wird man im Dunkeln gelassen, was es mit dem ominösen Verschwinden von Jacob auf sich hat. Als Leser ahnt man nur, dass er nicht tot sein kann, sondern dass sich in der Nacht etwas Einschneidendes ereignet haben muss, dass dazu geführt hat, dass er nicht mehr auf der Sandbank bleiben konnte.
Ganz am Schluss klären sich auch die Ereignisse um den Tod Marley auf, die der Leser so nicht hat ahnen können.

"Die Bucht, die im Mondlicht versank" ist erneut ein spannender Roman von Lucy Clarke, der sich um (Mutter-)liebe, Freundschaft und Vertrauen handelt sowie Ereignisse erzählt, die diese nachhaltig erschüttern können und erst Jahre später aus einem Geflecht aus Lügen, Schuld und Vertuschung aufgeklärt werden. Und am Ende gelangt man immer wieder zu der Frage: Wie viel Wahrheit verträgt eine Freundschaft?

Veröffentlicht am 09.10.2017

Eine sehr einnehmende Geschichte.

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Jeder, der die Bücher von Lucy Clarke kennt, weiß, dass sie nicht einfach nur irgendwelche Sommer- oder Strandgeschichten schreibt. Keine leichten Bücher oder leichten Liebesgeschichten, die im Rahmen ...

Jeder, der die Bücher von Lucy Clarke kennt, weiß, dass sie nicht einfach nur irgendwelche Sommer- oder Strandgeschichten schreibt. Keine leichten Bücher oder leichten Liebesgeschichten, die im Rahmen eines Meeres oder eines Strandes spielen. Ich habe bereits zwei andere Bücher der Autorin gelesen („Der Sommer, in dem es zu schneien begann“ und „Das Haus, das in den Wellen verschwand“) und ich fand beide Bücher wunderschön. So erging es mir auch mit ihrem neusten Buch – "Die Bucht, die im Mondlicht versank".

Ich war sehr gespannt darauf, was die Autorin diesmal für eine Geschichte konstruiert hat und wie es ihr gelingen würde, den Plot logisch aufzulösen. Der Einstieg war wie gewohnt einfach und ich wurde auch sofort in der Geschichte gefangen genommen. Lucy Clarke schafft es wie keine andere Autorin eine spannende, kurzweilige und gleichzeitig sehr emotionale Geschichte zu erschaffen, die den Leser einfach nicht loslässt. Das liegt zum einen daran, dass der Plot und die Handlung unvorhersehbar, aber auch logisch ausgearbeitet ist und es dem Leser trotzdem leicht gemacht wird, den Ereignissen zu folgen. Zum anderen greift die Autorin auch wichtige Themen auf und arbeitet sie in ihre Geschichten ein. Ich finde es immer wieder spannend wie sie mit den Emotionen der Charaktere und mit denen des Lesers umgeht und alltägliche Dinge wie Liebe, Freundschaft und Verrat einbaut. "Die Bucht, die im Mondlicht versank" ist auf jeden Fall eine tolle Geschichte mit einer starken Handlung.

Trotzdem muss ich dazu sagen, dass innerhalb des Buches leider einige Längen auftreten, die durch die ständige Reflektion, was Jacob am Tag seines Verschwindens gemacht hat oder die dauernden Zusammenfassungen, was Sarah und ihr Mann Nick herausgefunden haben, nicht wirklich gefüllt wurden. Schließlich ist man als Leser ständig dabei, erfährt direkt jede neue Information, so dass ich mich stellenweise ein wenig gelangweilt habe und auf ein neues Kapitel gewartet habe. Trotzdem ist die Geschichte schön und komplex erzählt und bietet tolle Spannungsmomente, einige Wendungen und definitiv einiges an Geheimnissen. Gerade die Wendung am Schluss hat für mich das Buch wieder zu einem tollen Lesevergnügen werden lassen.

Die Hauptprotagonistin Sarah und Isla teilen sich die Perspektiven und die Kapitel in diesem Buch, was ich sehr gelungen fand. Denn die Geschichte wird dadurch nicht klarer oder lösbarer, im Gegenteil. Ich hatte so oft das Gefühl, dass Sarahs Kapitel die Handlung an sich vorantreiben und Islas Kapitel durch vage Andeutungen und unterschwellige Geheimnisse die Spannung in diesem Buch aufrechterhalten. Ich hatte zunehmend mehr Fragezeichen im Kopf und ich wurde gerade was die Geschichte rund um Marleys Schicksal angeht immer neugieriger und unruhiger. Mir wurde von Kapitel zu Kapitel einfach immer deutlicher, dass das die Grundlage von allem ist, dass es der Auslöser ist und auch der Schlüssel für Jacobs Verschwinden. Ohne die genauen Geschehnisse von damals zu kennen, würde man als Leser selbst nicht auf das Geheimnis kommen, das Jacob und seine Familie umgibt.


Beide Charaktere – Sarah und Isla – haben mir gefallen. Nicht nur die Vergangenheit, die sie teilen oder den gegenwärtigen Umgang miteinander, sondern auch, welche Spannungen ihre Freundschaft auslöst. Das wird zwar erst im Laufe des Buches deutlich, aber mir war relativ schnell bewusst, dass da einiges im Argen liegt, was natürlich zur tollen Atmosphäre beigetragen hat. Meiner Meinung nach hätte Sarah aber an mancher Stelle ein bisschen tiefgründiger und wärmer ausgearbeitet werden können. Ich mochte sie als Hauptprotagonistin, die durch den Plot führt, sehr gerne, allerdings wirkte sie doch oft distanziert und stellensweise sehr kühl auf mich und ich hatte es nicht immer ganz so einfach, mich in sie hineinzuversetzen.

Getragen wird das ganze Buch natürlich nicht nur durch die übertragene Stimmung, sondern auch durch das tolle Setting. Ich lese die Bücher von Lucy Clarke so gerne, weil sie ihren komplexen Plot mit einer tollen Umgebungsbeschreibung verknüpft, die jedes, einfach jedes Mal absolutes Fernweh bei mir auslöst. Gerade, wenn Sarah alleine am Strand ist und ihre Gedanken sortiert oder an ihrer Strandhütte herumwerkelt, werden die lokalen Details deutlich, die ich so toll finde. Es gibt also auch Strand, Sommer, Sonne und Meer, allerdings liegt darauf nicht der Fokus, was das Cover und der Buchschnitt auf den ersten Blick vermitteln. Bei Lucy Clarke sollte man auf jeden Fall immer den Klappentext und die Leseprobe lesen, um vom Inhalt nicht enttäuscht zu werden.

Der Schreibstil war wie immer toll. Wie oben schon beschrieben liebe ich es, wie Lucy Clarke die Umgebung in ihre Geschichten einbindet, ohne den Fokus dabei zu verlieren. Außerdem mag ich ihre Sprache sehr, die nicht nur fesselnd ist, sondern an den richtigen Stellen auch Emotionen bei mir auslöst. Ich freue mich schon jetzt sehr auf ihre nächsten Neuerscheinung.

Zum Schluss möchte ich noch hinzufügen, dass ich den Titel dieses Mal leider nicht so gut gewählt fand. "Das Haus, das in den Wellen verschwand" und "Der Sommer, als es zu schneien begann" haben mir vom Titel her gut gefallen, gerade, weil man eben diese erst so wirklich versteht, wenn man das Buch gelesen hat. Dieses Mal habe ich die Parallele entweder leider nicht verstanden oder der Titel hätte besser gewählt werden können.


Fazit
"Die Bucht, die im Mondlicht versank" ist ein sehr spannender und fesselnder Roman, der zwar kleine Schwächen aufweist und daher von mir auch keine 5-Sterne-Bewertung bekommt, allerdings eine dicke Leseempfehlung. Lasst euch nicht vom Cover täuschen, denn dieses Buch ist nicht so leicht zu verdauen, wie es den Anschein macht. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt, habe mitgerätselt und wurde von der Wendung zum Schluss doch ziemlich erschlagen. Dieses Werk von Lucy Clarke wird mich, wie ihre anderen Bücher auch, definitiv nicht so schnell loslassen.

Veröffentlicht am 18.09.2017

Wer auf der Suche nach einer Geschichte ist, die man so leicht nicht vergisst, ist hier richtig

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GANZE REZENSION: http://annasalvatoresbuchblog.blogspot.de/2017/09/rezension-die-bucht-die-im-mondlicht.html

GESTALTUNG
Ich bin wieder sehr angetan. Highlight ist natürlich der Buchschnitt mit den blauen ...

GANZE REZENSION: http://annasalvatoresbuchblog.blogspot.de/2017/09/rezension-die-bucht-die-im-mondlicht.html

GESTALTUNG
Ich bin wieder sehr angetan. Highlight ist natürlich der Buchschnitt mit den blauen Seesternen darauf, aber auch sonst ist wieder alles sehr stimmig und passt zur mysteriösen Stimmung des Buches. Auch die schönen Innenklappen sind zu erwähnen.


MEINUNG
Der Einstieg fiel mir etwas schwer, aber bei den vielen Personen, Konstellationen sowie den zwei Zeitlinien ist das nicht verwunderlich.
Doch nach kurzer Zeit ist man dann voll dabei und fiebert mit.

Erst einmal zu den Charakteren:
Isla und Sarah sind sehr faszinierend. Ich liebe die Vorgeschichte, die Freundschaft der beiden, aber es war genauso faszinierend den Verlauf mitzuverfolgen. Die Konstellationen und unterschwelligen Konflikte, auch mit den Kindern und Nick, sorgt für ordentlich Spannung.

Der Schreibstil ist wieder besonders. Zum einen natürlich die zwei Zeitlinien, die aber wunderbar miteinander harmonieren und Einblicke sowohl in Isla als auch Sarah geben. Der Stil ist weder besonders hochgestochen noch einfach, er ist sehr flüssig zu lesen und erzeugt eine wunderbare Atmosphäre.

Clarke schafft es mit ihren Worten sowohl die Sandbank und das wunderbare Gefühl am Meer zu sein einzufangen, als auch dieses Gänsehautgefühl zu erschaffen. Denn auch Thriller Elemente spielen eine große Rolle. Und diese haben mir sehr gefallen.

Die Handlung nämlich überzeugt komplett. Ich hätte nie gedacht, dass mich solch ein Thema so sehr fesseln könnte, doch das hat Clarke bravorös gemeistert. Überraschende Wendungen und ein Ende mit dem ich nie gerechnet hätte, verstärkten den Effekt natürlich.



FAZIT
Ich klebte an den Seiten, und war gefangen in einer Mischung aus Urlaubsfeeling und paranoidem Thriller. Wieder hat mich Clarke absolut begeistert, sowohl von sich selbst als auch ihrem Genre, dem ich sonst eher fern bleibe.
Wer auf der Suche nach einer Geschichte ist, die man so leicht nicht vergisst, ist hier richtig.

- Dringende Leseempfehlung meinerseits: 5 von 5 Feenfaltern -



Vielen Dank an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar!

© Anna Salvatore's Bücherreich

Veröffentlicht am 08.09.2017

Wie immer ein Volltreffer

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Meine Meinung:

Ich habe mich auf dieses Buch so dermaßen gefreut! Ich liebe die Bücher der Autorin und wurde auch noch nie von ihr enttäuscht. Nun ist es wieder so weit, wie zum Glück jeden Sommer in ...

Meine Meinung:

Ich habe mich auf dieses Buch so dermaßen gefreut! Ich liebe die Bücher der Autorin und wurde auch noch nie von ihr enttäuscht. Nun ist es wieder so weit, wie zum Glück jeden Sommer in den vergangenen Jahren!

Mit diesem Roman stellt Lucy Clark wieder ihr ganzes Können unter Beweis. Der Leser taucht ein in ein spannendes, verwirrendes und überraschendes Buch. Über das Verschwinden des Sohnes wird man lange im Dunkeln gelassen. Man weiß nicht auf wessen Aussagen man vertrauen kann. Betrug und Lügen wechseln sich mit Liebe und Vertrauen ab. Der Roman bedient alle Facetten des menschlichen Daseins und verschließt auch vor den hässlichen Seiten nicht die Augen.

Clark beschreibt gefühlvoll wie die Charaktere mit der Situation umgehen. Dabei beleuchtet sie die Situation anhand von zwei Erzählperspektiven. Die Gegenwart wird aus der Sicht von Sarah geschrieben währen Isla die Vergangenheit ans Licht bringt. Diese Sichtweisen finde ich sehr gelungen. Bei Lucy Clark ist diese Herangehensweise nicht unbedingt etwas Neues, aber trotzdem funktioniert es jedes Mal wieder und immer auf ganz unterschiedliche Weise. So konnte sie mich komplett in ihre Geschichte ziehen. Sie hat mich nicht mehr losgelassen.

Die Charaktere finde ich vielschichtig ausgearbeitet. Auch wenn man weiß, dass nicht alles der Wahrheit entsprechen kann und sich die Charaktere auf irgendeine Weise in Lügen verstricken müssen, vertraute ich ihnen. Ich wollte stets mehr über sie erfahren und über ihr Inneres. Geschickte und unerwartet gesetzte Wendungen trage dazu bei, dass man immer wieder überrascht wird und sich der Geschichte noch mehr verbunden fühlt.

Dieses gewisse Etwas erreicht Clarke dadurch, dass ihren Büchern immer noch ein kleines Geheimnis innewohnt. Man will unbedingt wissen was es mit dem Verschwinden auf sich hat. Das erfährt man jedoch erst recht spät. Zuvor gleicht es eher einem Beziehungsroman, dann entwickelt es sich jedoch noch zu etwas anderem. Wer wissen möchte was ich meine sollte das Buch dringend lesen, denn ich will nicht zu viel verraten ;).

Der Schreibstil ist wie immer sehr bildhaft und unterhaltend. Sie schafft die Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Humor sowie ganz viel Gefühl. Es lässt sich super lesen!

Insgesamt war es wieder ein ganz tolles Buch! Lucy Clark ist und bleibt einfach eine meiner Lieblingsautoren was dieses Genre angeht. Sie kann es!