Cover-Bild Die Frauen von Gut Falkensee
(16)
  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Thema
  • Charaktere

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

11,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 28.08.2020
  • ISBN: 9783404180585
Luisa von Kamecke

Die Frauen von Gut Falkensee

Roman
Westpreußen 1904: Um den verschuldeten Familiensitz zu retten, verlobt sich die junge Charlotte von Bargelow mit dem wohlhabenden Witwer Baldur von Krammbach. Kurz vor der Hochzeit lernt sie unter dramatischen Umständen den jungen Polen Karol kennen und verliebt sich gegen alle Vernunft in ihn. Siegen ihr leidenschaftliches Herz und die Sehnsucht nach Selbstbestimmung über Pflichtbewusstsein und die Liebe zur Heimat? Charlotte trifft eine Entscheidung, die ihr Leben für immer verändern soll ...

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.09.2020

interessante Einblicke in die Welt von damals, nur oftmals etwas zu wenig in die Tiefe

3

Das Cover weist gelungen auf die Zeit von damals hin. Da sind zum einen die passenden Farben und zum anderen die Abbildungen, die alles wunderbar aufzeigen.
Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. ...

Das Cover weist gelungen auf die Zeit von damals hin. Da sind zum einen die passenden Farben und zum anderen die Abbildungen, die alles wunderbar aufzeigen.
Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen.
Die Themen sind sehr umfänglich und vielfältig.
Die Kapitel, die mittels unterschiedlicher "Erzähler" und auch oftmaliger Zeitensprünge aufgeführt sind, ergänzen gelungen die Geschichte und lassen den Leser ins Geschehen eintauchen.
Einziges Manko ist hier, dass die Themen oftmals zu wenig in die Tiefe gehen. Habe mir das so erklärt, dass es vielleicht durch die Vielfältigkeit der Vorkommnisse nicht möglich war, alles eingehender zu erläutern. Dennoch habe ich das Buch äußerst gerne gelesen. Das liegt zum Teil auch daran, dass man die Leidenschaft, die die Autorin zu diesem Buch hat, auch im Stil erkennen kann. Gibt es doch auch Einblicke in die Familiengeschichte von Luisa von Kamecke.
Das erkläre auch die authentische Darstellung der Charaktere.

Mein Fazit: interessante Einblicke in die Welt von damals, nur oftmals etwas zu wenig in die Tiefe

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Thema
Veröffentlicht am 14.09.2020

Eine Geschichte zum Wohlfühlen und Träumen

3

Charlotte von Bargelow, ist aller Konventionen und Erwartungen an eine junge Frau im Jahr 1904 zum Trotz, sehr selbständig, selbstbewusst und teils auch eigensinnig. Normalerweise haben junge Frauen, vor ...

Charlotte von Bargelow, ist aller Konventionen und Erwartungen an eine junge Frau im Jahr 1904 zum Trotz, sehr selbständig, selbstbewusst und teils auch eigensinnig. Normalerweise haben junge Frauen, vor allem jene von Stand, eine vernünftige Partie zu heiraten und selbst einmal einen großen Haushalt mit Dienerschaft zu führen. Nicht so bei Charlotte. Sie studiert in Paris und geht ohne das Wissen ihrer Eltern in Vorlesungen zu Themen der Agrarwissenschaften und träumt davon einmal das Gut ihres Vaters führen zu können. Als Gut Falkensee in eine Schieflage gerät, kann nur eine arrangierte Ehe, die Charlotte mit einem wohlhabenden Mann, dem Witwer Baldur von Krammbach, eingehen muss, das Gut retten. Als sie dann Karol, einen jungen Polen, kennen lernt, stellt das ihr Leben reichlich auf den Kopf. Zwischen den beiden entwickeln sich erste Gefühle. Doch Karol ist kaum standesgemäß für eine junge Gutsherrentochter. Trotzdem können beide nicht voneinander lassen. Charlotte muss sich entscheiden und das ist nicht leicht …

Luisa von Kamecke beginnt mit „Die Frauen von Gut Falkensee“ als Band Nr. 1 die große Westpreußen-Saga. Sie hat bereits vorher unter verschiedenen Pseudonymen historische Romane veröffentlicht. In diesem historischen Roman schreibt sie nun sehr persönlich von den Erzählungen ihrer Familie, die in den Kriegswirren 1944 ihren Landsitz in Westpreußen aufgeben mussten. Man kann daher annehmen, dass in dem Roman sich vielfältige persönliche Einblicke bieten. So gelingt es Luisa von Kamecke in ihrem leichten, flüssigen Erzählstil den Leser von Anfang an in die Geschehnisse um Gut Falkensee einzubinden. Alle Charaktere werden anschaulich beschildert, die Gutsherrenfamilie ebenso wie die Dienerschaft. Natürlich darf hierbei auch nicht das übliche „Schubladendenken“ der Stände fehlen sowie Liebe und Leidenschaft.
Das Buch ist großartig für Fans von historischen Romanen, die sich eine wunderbare Unterhaltung wünschen. Besonders die Hauptfigur Charlotte von Bargelow zieht einen schnell in den Bann. Sie ist bereits Anfang des 20. Jahrhunderts so, wie man sich eine junge, selbstbewusste Frau heute vorstellt. Man möchte unweigerlich wissen, wie es mit Charlotte aber auch den anderen Charakteren weiter geht. Für mich persönlich war es eine regelrechte Sucht. Die Geschichte wird so locker und liebevoll erzählt, dass man unweigerlich mit den Charakteren mitfiebert, sich mitfreut oder auch mitleidet. Die Gefühle werden so realistisch dargestellt, dass man selbst durchaus auch ein Tränchen oder einen tiefen Seufzer verlieren kann. Dabei gelingt es Luisa von Kamecke vortrefflich, die unterschiedlichsten Personen, die man in einer solchen Geschichte erwartet, darzustellen. Die starke Frau, die stark konventionellen Eltern, der Umwerbende, der ungestüme Liebhaber, der Möchtegern-Matcho, die guten Seelen der Dienerschaft – alles passt wunderbar zusammen.

Am Anfang vermisst man noch eine gehörige Portion Liebe und Leidenschaft, die sich durch die Beziehung von Charlotte und Karol erst später einstellt. Da auf dem Klappentext auf die Beziehung zu beiden hingewiesen wird, erwartet man förmlich, dass es doch mal losgehen müsse und die Geschichte bleibt an dieser Stelle hinter den Erwartungen zurück. Diesbezüglich bleiben für mich, wahrscheinlich auch deshalb, allerlei Fragen offen. Anfangs erscheint es so, dass sie sich gar nicht leiden können oder voneinander angetan sind, plötzlich befinden sie sich in einem Gefühlschaos. Diese beschriebene Situation ist für mich auch das Gesamtmanko des Buches. Es wird zwar viel erzählt, allerdings ist manches eventuell nicht ganz zu Ende gedacht – ich wünschte mir unweigerlich immer ein Fünkchen mehr. Das Leben auf dem Gut wird hinsichtlich der Dienerschaft auch ordentlich erzählt und man mag es sich lebhaft vorstellen, aber auch dort hätte ich mir mehr Hintergrundwissen z.B. aus landwirtschaftlicher Sicht gewünscht. Viele Erzählstränge sind aufgrund der relativen Kürze des Buches (395 Seiten) noch nicht zu Ende erzählt aber die Ankündigung weiterer Bände lässt hoffen, dass doch einige Vorkommnisse weitergeführt bzw. aufgearbeitet werden.

Mein Fazit:

Alles in allem ein sehr gelungenes und unterhaltsames Buch, welches man so schnell nicht wieder aus der Hand legen möchte. Ich werde auch Band 2 lesen und freue mich auf die Fortsetzung der Geschichte. Allerdings fehlt einem trotzdem das gewisse Etwas um eine volle Punktzahl geben zu können, da manches in meinen Augen zu einfach und zu flach erzählt ist. Dennoch- wer einmal in eine andere Welt eintauchen und träumen möchte, der ist hier genau richtig!

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Thema
Veröffentlicht am 14.09.2020

Eine selbstbewusste Heldin, die sich entscheiden muss

2

Klappentext: Westpreußen 1904: Um den verschuldeten Familiensitz zu retten, verlobt sich die junge Charlotte von Bargelow mit dem wohlhabenden Witwer Baldur von Krammbach. Kurz vor der Hochzeit lernt sie ...

Klappentext: Westpreußen 1904: Um den verschuldeten Familiensitz zu retten, verlobt sich die junge Charlotte von Bargelow mit dem wohlhabenden Witwer Baldur von Krammbach. Kurz vor der Hochzeit lernt sie unter dramatischen Umständen den jungen Polen Karol kennen und verliebt sich gegen alle Vernunft in ihn. Siegen ihr leidenschaftliches Herz und die Sehnsucht nach Selbstbestimmung über Pflichtbewusstsein und die Liebe zur Heimat? Charlotte trifft eine Entscheidung, die ihr Leben für immer verändern soll ...
Die Geschichte rund um Charlotte, der ältesten Tochter von Gut Falkensee, wird aus der Sicht der verschiedenen Beteiligten erzählt. Die Autorin versteht es, durch den lockeren und flüssigen Schreibstil, immer gepaart mit historischen Details und Informationen den Leser mitzureißen und hautnah in die Geschichte eintauchen zulassen.
EIne rebellische Heldin, die den damaligen Konventionen trotzt und versucht, ihren eigenen Weg zu gehen, wird letztendlich aber doch vor die schwere Entscheidung gestellt: soll sie das Gut retten oder ihrer wahren Liebe folgen? Diese Zerrissenheit wird ganz wunderbar geschildert. Und auch die anderen Charaktere sind klasse herausgearbeitet: der Fiesling Ronald, der Charmeur Baldur, der verletzliche Bruder, Karol, der Pole, die Eltern und viele andere ebenso!
Alles in allem sehr locker und unterhaltsam erzählt, das offene Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen und macht auf alle Fälle neugierig darauf!

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Thema
Veröffentlicht am 21.09.2020

Breit gefächert

0

Das Buch „Die Frauen von Gut Falkensee“ von Luisa von Kamecke spielt Anfang des 20. Jahrhunderts in Westpreußen. Es handelt von dem Gut und ist aus der Perspektive von verschiedenen Leuten des Guts geschrieben, ...

Das Buch „Die Frauen von Gut Falkensee“ von Luisa von Kamecke spielt Anfang des 20. Jahrhunderts in Westpreußen. Es handelt von dem Gut und ist aus der Perspektive von verschiedenen Leuten des Guts geschrieben, von den Bediensteten bis zu den Gutsleuten und deren Kinder. Thematisiert wird vor allem die Heiratspolitik von damals und wie das Gut ums Überleben kämpft. Auch die Emanzipation und der Umgang mit den Polen dort wird behandelt. Das Buch ist unheimlich breit gefächert. Ich fand es sehr interessant, in die Thematik einzutauchen, jedoch war es mir manchmal zu knapp abgehandelt. Deswegen gibt es nur 4 Punkte. Alles in allem ist das Buch aber eine klare Leseempfehlung! Ein bisschen erinnert es mich an „Downton Abbey“.
Am besten gefiel mir die älteste Tochter Charlotte, die darum kämpft, emanzipiert durchs Leben zu gehen. Trotz allem muss sie heiraten, weil das Gut vor dem finanziellen Ruin steht. Wie sie sich damit arrangiert, was sie mit der Liebe macht, wie sie für das Gut kämpft, fand ich am mitreißendsten. Aber auch die Nebenschauplätze der Angestellten waren interessant zu sehen. Das Ende ist sehr offen, da ja noch zwei weitere Bände folgen sollen, allerdings finde ich es trotzdem als abgeschlossenes Buch in Ordnung. Ich freue mich auf jeden Fall auf den zweiten Teil!

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Thema
Veröffentlicht am 20.09.2020

Pflicht oder Liebe

0

Historische Romane, die in Ost- und Westpreußen spielen, sind in der Buchwelt im Moment sehr präsent. Mit Luisa von Kamecke's Roman "Die Frauen von Gut Falkensee" reiht sich eine weitere Reihe in diese ...

Historische Romane, die in Ost- und Westpreußen spielen, sind in der Buchwelt im Moment sehr präsent. Mit Luisa von Kamecke's Roman "Die Frauen von Gut Falkensee" reiht sich eine weitere Reihe in diese Zeit rund um die Jahrhundertwende ein. Leider ist der Klappentext wieder etwas irreführend, denn erstens steht die Liebe zu einem Mann nicht im Vordergrund und zweitens passiert die Hochzeit mit Baldur erst cirka ab der Hälfte der Geschichte.

Hauptprotagonistin Charlotte von Bargelow ist eine sehr selbstbewusste und eigenwillige junge Frau, die in Paris studiert...offiziell Kunst, aber in Wahrheit Agrarwissenschaft. Sie liebt ihr Zuhause und würde am liebsten später den Gutshof übernehmen. Das war zu dieser Zeit jedoch unmöglich, denn Frauen waren eher Aufputz für den Ehemann. Als sie zur Verlobungsfeier ihrer Schwester Alice anreist, eröffnen ihr ihre Eltern, dass das Gut in finanziellen Schwierigkeiten steckt und sie reich heiraten muss, um es zu retten. Ihr kränklicher Bruder Frederick soll das Gut einmal unbelastet erben. Charlotte, die das Gut liebt, fügt sich dem Willen ihrer Eltern, aber möchte selbst unter den Bewerbern ihren zukünftigen Ehemann auswählen...
Standesdünkel, klar definierte Rollenbilder und gesellschaftliche Einblicke bringen dem Leser die Zeit der Jahrhundertwende nahe. Die Rolle der Frau ist unbedeutend. Sie müssen sich den Männern und den Gesetzen fügen. Auch den Staat Polen gibt es zu dieser Zeit nicht. Die Polen sind heimatlos und kämpfen um ihre Rechte. Einer dieser Kämpfer ist Karol, den Charlotte kennen- und später lieben lernt. Wie schon oben erwähnt spielt die Liebesgeschichte aber eher eine Nebenrolle, was für mich absolut in Ordnung war. Ich konnte die etwas zerstörerische Beziehung der Beiden auch nicht zu hundert Prozent verstehen und konnte den Funken, der zwischen ihnen sprang nur teilweise spüren. Im Mittelpunkt steht das Gut selbst und die Frauen, die darin wohnen oder arbeiten. Die täglichen Arbeitsabläufe und das Leben im frühen Zwanzigsten Jahrhundert werden lebendig dargestellt und als Leser taucht man gerne in diese Zeit ein.

Der Blick in den Dienstbotentrakt lässt die Geschichte sehr lebendig wirken. Wir begleiten vorallem auch Hedi, das Kindermädchen, das sich liebevoll um den kränkelnden Frederick kümmert oder Fine, die als Kind Charlottes beste Freundin war und die gemeinsam aufgewachsen sind. Mittlerweile ist sie eines der Dienstmädchen. Beide Frauen können diese gesellschaftliche Barriere nicht wirklich überwinden.
Mit Alice, Charlottes Schwester konnte ich mich nicht wirklich anfreunden. Sie ist ein sehr egoistischer Charakter, der gerne im Mittelpunkt steht. Frederick ist ein herzenguter Junge, der an einer schlimmen Erbkrankheit leidet und schon in jungen Jahren um sein Leben kämpfen muss. So lebte ich mit den von Bargelows und ihren Dienstboten und Freunden mit und erlebte eine erfrischende Geschichte, die mich berühren konnte.

Jede Figur ist authentisch und wurde von der Autorin liebevoll gezeichnet. Von manchen erfährt man mehr, von anderen weniger. Ein Personenverzeichnis am Beginn des Buches hätte ich für hilfreich empfunden, denn es gab jede Menge Figuren. Und hierzu gibt es auch meinen Kritikpunkt, obwohl die Autorin natürlich nicht auf 400 Seiten allen Personen gerecht werden kann. Manche von ihnen waren zu wenig präsent, um richtig wahrgenommen zu werden oder mir fehlten Anhaltspunkte warum sich diese Figur genauso verhalten hat, wie sie es tat. Auch kleinere Zeitsprünge mitten in der Geschichte verwirrten mich manches Mal.
Trotzdem ist dieser Auftaktband gelungen und konnte mich überzeugen. Die Fortsetzung wird auf jeden Fall gelesen.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist fesselnd, bildhaft und lebendig. Die Landschaft und das Gut werden sehr atmosphärisch beschrieben. Ich hatte eine Szenerie vor Augen und konnte mit den Figuren mitfiebern. Die Geschichte wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt, was das Ganze spannender macht.

Fazit:
Ein interessanter Auftakt einer Familiensaga, die ich auf jeden Fall weiter verfolgen werde. Ich bin gespannt, wie es mit den Frauen vom Gut Falkensee weitergehen wird. Band Eins hat mir gut gefallen, hat aber noch etwas Luft nach oben.

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Thema