Cover-Bild Die Geheimnisse der Gaslight Lane
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22,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Atlantik Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Historisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 608
  • Ersterscheinung: 04.11.2019
  • ISBN: 9783455006599
M.R.C. Kasasian

Die Geheimnisse der Gaslight Lane

Alexander Weber (Übersetzer)

Endlich ein neuer kurioser Fall für Sidney Grice, Londons besten Detektiv!

Alles ist ruhig in der Gower Street 125 – zu ruhig. Während Sidney Grice über die anatomische Struktur menschlichen Haares nachdenkt, raucht seine Patentochter March Middleton eine heimliche Zigarette nach der anderen.

Endlich werden die beiden von einer jungen Dame erlöst, die Sidney um Hilfe bittet. Ihr Vater wurde brutal ermordet. Alles geschah in seinem hermetisch abgeriegelten Haus und es gibt keine Spuren eines Einbruchs. Doch schnell kommt Sidney dahinter, dass er in Wahrheit zwei Mordfälle aufklären muss. Denn Onkel und Tante des Verstorbenen wurden zehn Jahre zuvor auf die gleiche grausame Art umgebracht. Kein leichtes Unterfangen – selbst für Londons besten Detektiv.

Dies ist Band 4 der Gower Street Detective Reihe. Sidney Grice ermittelte auch in diesen Fällen:

Band 1 - Mord in der Mangle Street
Band 2 - Der Fluch des Hauses Foskett
Band 3 - Tod in der Villa Saturn

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2020

Auch diesmal wieder spannend, außergewöhnlich und skurril

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Schon zum 4. mal schlüpfte ich in das London, in welchem Sidney Grice seine Dienste als privater Ermittler zu enormen Preisen anbietet. Dabei wäre enorm sogar noch untertrieben. Sidney Grice hatte auch ...

Schon zum 4. mal schlüpfte ich in das London, in welchem Sidney Grice seine Dienste als privater Ermittler zu enormen Preisen anbietet. Dabei wäre enorm sogar noch untertrieben. Sidney Grice hatte auch es auch diesmal nicht verlernt, seinen Klienten offen und ehrlich zu sagen, dass sie zwar gute Dienste bekämen, aber eben seine überteuerten Preise bezahlen müssten. Diese und so einige anderen Arten von ihm führten dazu das einige die Reihe vorzeitig abbrachen. Doch was andere förmlich anwiderte, machte mich immer neugieriger. Und das aus gutem Grund.



Nachdem aufreibenden letzten Abenteuer gab es in der Gower St. 125 endlich wieder etwas Normalität. Doch das diese nicht lange weilen sollte, zeigte sich in dem eine neue Klientin die Räume des Ermittlers betrat. Die Aufklärung eines Mordes stellte sich dabei aber nicht gerade als leichte Übung, da dieser mit anderen Morden in Zusammenhang stand. Leider begann auch hier mein Problem mit dem Buch. Aufgrund der Einsichten in den aktuellen Fall und den der Vergangenheit, nahm die Menge an Charakteren enorm zu und ich verlor die Übersicht. Oftmals verwechselte ich Personen oder konnte sie nicht direkt zuordnen. Hier hätte ich mir gewünscht, das man ein Personenverzeichnis mit in das Buch eingebaut hätte, wo ein paar Informationen festgehalten wurden.



Da es dieses aber nicht gab, konnte ich das Buch nicht so genießen wie ich es gerne getan hätte. Immerzu zu überlegen, wer jetzt in welche Zeitlinie gehörte und wer jetzt welche Position innehatte nahm der Handlung ein wenig die Spannung. Zum Glück aber nicht ganz. Immer wieder kam es zu unerwarteten Wendungen, welche neue Details und Hinweise ans Tageslicht brachten. In diesen Momenten saß ich staunend vor dem Buch und war förmlich davon geplättet wie weit der Autor gedacht hatte.



Wer nämlich einen einfachen Krimi erwartet ist hier falsch. M.R.C. Kasasian entwickelt stets komplexe Fälle, welche aus den kleinsten Details bestehen. Dies wird nur noch intensiver, wenn man die Charaktere gegenüber stellt. Außer ein paar Vogelperspektiven, erlebt man den Rest der Handlung aus der Sicht von March Middleton. Hier würde ich fast schon zum Glück sagen, denn aus der Sicht von March werden viele Dinge noch sehr freundlich beleuchtet. Dabei zeigt die Geschichte deutlich, wie groß der damalige Unterschied zwischen Arm und Reich war, in dem fast all Personen fast schon dümmlich wirkten. Hier heißt es sich tatsächlich in die Lage und die Zeit zurückzuversetzen. Damals war noch vieles anders, was der Autor auf eine sehr intensive Art wiedergab.



M.R.C. Kasasian erschuf wieder einen packenden Band um den privaten Ermittler Sidney Grice und scheute sich auch diesmal nicht außergewöhnliche Persönlichkeiten in seine Geschichte einzubauen. Trotzdem wäre ein Personenverzeichnis für ein besseres Verständnis der Handlung besser gewesen, da so viele spannende Momente den Kürzen gezogen hatten. Ansonsten freue ich mich schon auf den Nachfolger und hoffe dann wieder mit dem skurrilsten Ermittler-Duo zu ermitteln.

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Veröffentlicht am 12.02.2020

Aussergewöhnliche Ermittler

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In der Gaslightlane steht ein Haus, in dem es nicht mit rechten Dingen zugeht, sagt man. Denn bereits vor zehn Jahren wurden die Hausbesitzer samt Angestellter brutal ermordet. Die Täterin: angeblich eines ...

In der Gaslightlane steht ein Haus, in dem es nicht mit rechten Dingen zugeht, sagt man. Denn bereits vor zehn Jahren wurden die Hausbesitzer samt Angestellter brutal ermordet. Die Täterin: angeblich eines der Hausmädchen. Nun fand wieder ein Mord statt in der Gaslight Lane und wieder wurde der Hausbesitzer brutal ermordet. Das kuriose daran: alle Türen waren verschlossen, von innen. Doch dann kommt die Tochter des Hausbesitzer auf Sidney Grice zu und bittet diesen, gemeinsam mit seinem Mündel March Middleton, den Fall zu untersuchen. Ein Fall, der den gewitzten Detektiv reizt.
Meine Meinung
Das Cover des Buches erweckt auf jeden Fall Aufmerksamkeit und es passt richig gut zum Krimi. Auch der Einstieg fiel mir hier sehr leicht und das obwohl ich ja eher selten historische Krimis lese. Doch M.R.C Kasasian hat einen wirklich einnehmenden Schreibstil, der sich vom Ton her durchaus an die Zeit, in der das Buch spielt, anpasst. Trotzdem liest es sich leicht und flüssig und auch mit einem gewissen Humor. Übrigens war das mein erstes Buch des Autors und auch als Quereinsteiger hatte ich hier keine allzu großen Probleme mit dem Inhalt, auch wenn ich die ein oder andere Frage zu den Charakteren im Kopf habe. Für den Fall an sich spielte das jedoch keine Rolle.
Der Krimi spielt im Jahre 1872 und auf eine gewisse Art wurde ich ein wenig an Sherlock Holmes erinnert, wenn auch an einen sehr ironischen und eigensinnigen Holmes, was bei mir wohl eher mit der Atmosphäre, die das Buch erzeugt, zusammenhängt. Im großen und ganzen ist es spannend gehalten, sehr geheimnisvoll und hat, gerade in den Szenen in der Gaslight Lane, eine etwas Gänsehaut bereitende Stimmung. Man braucht aber auch ein wenig Ruhe und Geduld beim Lesen, denn Ermittler Sidney Grice analysiert jede kleinste Kleinigkeit, was es hin und wieder ausschweifend, jedoch nicht langweilig, werden lässt.
Eines ist dem Autor auf jeden Fall gelungen, nämlich die Zeit rund um 1872 zu beschreiben. Beim Lesen fühlte ich mich direkt ins London dieser Zeit versetzt, ich konnte den Schmutz riechen, die Ladys in ihren Kleidern sehen und die Kutschen durch die Straßen poltern hören.
Erzählt wird der Krimi in der Ich-Form durch Sidney Grices Mündel March Middleton. Hin und wieder bekommt man aber auch einen Blick auf die Gedankengegänge des Täters, die dazu einladen, mitzurätseln und seine eigenen Schlüsse zu ziehen.
Sidney Grice ist ein sehr ungewöhnlicher und auch absolut eigener Charakter, bei dem ich hin und hergerissen war, ob ich ihn mag oder ob ich ihn Ohrfeigen wollte. So ein bisschen kam er mir vor wie ein Sebastian Bergman (Hjorth und Rosenfeldt) des 19. Jahrhunderts, griesgrämig, eigensinnig und ganz schön skuril. Gerade aber diese Art ließ mich so manches Mal kopfschüttelnd schmunzelnd. Trotzdem ist er wirklich ein passionierter Ermittler aus Leidenschaft und geht den Geheimnisse bis ins kleinste Detail auf den Grund.
March Middleton ist ebenfalls ein ganz besonderer Charakter, denn eine “Lady” ihrer Zeit ist sie auf jeden Fall nicht, will es auch gar nicht sein. Mir hat es auf jeden Fall sehr gut gefallen, wie sie mit Sidney Grice umgeht, denn sie lässt sich nichts von ihm gefallen und gibt ihm so manches Mal spitzfindige Antworten.
Allein schon wegen diesen beiden ist der Krimi absolut lesenswert, doch auch die Zeichnung der Nebencharaktere ist dem Autor absolut gelungen. Ganz besonders gut gefallen hat mir Molly, Grices’ Hausmädchen und ihre Art muss man einfach selbst erleben. Auch sie sorgt hier für einige Schmunzler und lockert den etwas steifen, britischen Stil auf.
Inhalt
Wer historische Krimis mit dem passenden Flair mag, wird hier bestimmt das passende Buch finden. Doch auch mir, sowohl Seiteneinsteiger als auch eher moderne Krimis und Thriller mögende Leserin, hat das Buch sehr gut gefallen. Zwischendurch wurde es mir zwar ein kleines bisschen zu ausschweifend, aber es fiel mir trotzdem leicht, weiterzulesen. Allein die beiden Ermittler machen dieses Buch zu etwas besonderem, denn in ihrer Art sind sie wirklich mal etwas anderes. Sehr lesenswerter Krimi!